Beiträge von Zickenbändiger

    Zitat

    - Zählung der Tore ist keine Tatsachenfeststellung nach §55 Abs 1 RO


    Der Torpfiff bzw. die Entscheidung zur Korrektur des Ergebnisses könnten Tatsachenentscheidungen sein.

    Zitat

    Welche Meinung hat denn die bevorteilte Mannschaft? Da sollte man sich doch einigen können.


    Der bevorteilte Verein ist nicht Beteiligter des Verfahrens. Der Trainer kann hier angehört werden, wird aber wenig zum Verfahren beitragen können. Beteiligt sind der Einspruchsführer und der Verband als Einspruchsgegner.

    Helge: Bitte die Diskussion mal den anderen überlassen. :hi:

    Brandaktueller Fall, anhängig beim zuständigen Sportgericht:

    Damenspiel in der zweiten Halbzeit. Spielstand 21:20. Gästespielerin P. trifft sehenswert mit verzögertem Sprungwurf aus der Hüfte zum 21:21 oben ins lange Eck. Schiedsrichterinnen pfeifen das Tor und pfeifen den Anwurf an. Zeitnehmer ändert das Ergebnis zu 21:21 auf der Anzeigetafel. Schieris notieren es wahrscheinlich nicht, im Video ist das jedenfalls zu erahnen, weil beide nur ganz kurz aus dem Bild verschwinden und nichts notiert hatten. Sekretär vermerkt das Tor nicht im elektronischen Spielprotokoll. Dort findet sich später das 21:20 und ein 22:20. Dazwischen ist nur eine DQ vermerkt. Das Tor fehlt.

    Das - korrekte - Zwischenergebnis 21:21 steht etwa drei Minuten auf der Anzeigetafel. Publikum reagiert nicht (war ja Tor), Gastgebertrainer auf der Bank bleibt still (war ja Tor). TTO Gastgeber beim 22:22. Schieris trinken was. Alles im grünen Bereich. Gegen Ende TTO fällt ZN auf, dass Anzeigetafel (22:22) und sein Spielprotokoll (22:21) voneinander abweichen. Kurze Diskussion mit den Schieris. Anzeigetafel wird "korrigiert". Info an Gästebank. Betreuerin hat mitgeschrieben, zeigt auf ihre Notizen und das 22:22. Lange Diskussion. Falsches Ergebnis bleibt bestehen und schleppt sich bis zum Endergebnis 25:24 durch. Gäste gucken später Video vom Spiel dreimal. Sie hatten 25 Tore geworfen, auf die 25 mal ein Anwurf folgte. Dennoch 25:24 verloren.

    Tatsachenentscheidungen sind unangreifbar. Spielentscheidende Regelverstöße können zum Wiederholungsspiel führen. "Spielentscheidend" kann wohl angenommen werden. Aber Irrtum bei der Wahrnehmung oder Irrtum bei der Regelanwendung?

    Regel 9:2 Nach dem Anwurf darf ein Tor nicht mehr annulliert werden (einzige Ausnahme, das Spiel war durch ZN/Delegiertem vor Tor unterbrochen und Schieris haben es nicht wahrgenommen).

    Regel 17:8 Die Schieris sind für das Zählen der Tore verantwortlich.

    Jetzt kommt Ihr. Im Einspruch habe ich die Verletzung von Regel 9:2 gerügt, also einen Regelverstoß. Stellt das Gericht auf 17:8 ab, hätten wir eine Tatsachenentscheidung und die Tabelle bliebe leider "falsch".

    Meine Rechtsmeinung: Denkbar ist sowohl ein Regelverstoß als auch eine fehlerhafte Tatsachenentscheidung. Der geschilderte Sachverhalt hat eine klare Tendenz in die eine Richtung. Ohne Aussage der Schieris und des ZN kann der Fall aber nicht endgültig gelöst werden. Auflösung folgt.

    Und hochgeholt. Gestern Premierentraining mit der neuen D-Jugend Generation. Da die Hallen nach wir vor abgeschlossen sind, waren wir mit 12 Mädchen im Sand. Am Schluss der Trainingseinheit durften alle noch mal zum Penalty antreten und die Neulinge, zuletzt noch in der E, konnten was dazu lernen.

    Beim großen Beachturnier in Cuxhaven wird die D-Jugend leider wie eine Minimannschaft behandelt. Der passgebende Torwart steht an der Mittellinie statt im eigenen Tor. Wir verzichten stets auf den Quatsch, bei uns im Training kommen solche Mikropässe vom Tor nicht vor. Wo ernsthaft Penalty gespielt wird, gibt es bei vielen Mannschaften Luft nach oben.


    - Ausgangstellung
    Torhüterin muss auf der Torlinie stehen, stellt sich als D-Jugendliche lieber pfostennah auf die Seite der Werferinnen und verkürzt den Passweg. Die Werferin säubert vor dem Abspiel den Ball von Sand!

    Kardinalfehler: Rechtshänderinnen starten linksseitig, Linkshänderinnen auf der anderen Seite. Sonst ist bei der Ballannahme die Wurfarmschulter vorne, die Korrektur kostet Zeit und birgt Fehlerquellen.


    - Anpfiff und Laufwege
    Torhüterin wählt einen diagonalen Laufweg weg von der Werferin, um den Winkel zur Werferin zu vergrößern.

    Die Werferin läuft bis zur (gedachten) Mittellinie unmittelbar an der Außenlinie entlang, nimmt Blickkontakt auf und wechselt dann in einen leichten Bogen Richtung kurzen Pfosten.

    Kardinalfehler: Die Werferin startet sofort diagonal zur Spielfeldmitte, ist ruckzuck über die Mittelachse des Spielfelds hinausgerannt und hat dann eine völlig unnötig schwere Ballannahme, weil der Pass unmittelbar von hinten kommt oder auf die Wurfarmgegenseite.


    - Langpass
    Scheinbar die größte Schwierigkeit beim Penalty bei den Zwergen: Torhüterin spielt eine gaaanz entspannte Bogenlampe durch die Spielfeldmitte. Im Jugendbereich darf die gegnerische Torhüterin zumeist nicht eingreifen, der Ball darf das Spielfeld in Zeitlupe überqueren.


    - Ballannahme
    Im Optimalfall im Lauf, einzweidrei Schritte zum Abschluss.

    Kardinalfehler: Zur Ballannahme von hinten bedarf es einer Drehung. Hier darf nur der Oberkörper gedreht werden, die Füße zeigen weiterhin Richtung Tor. Anderenfalls verliert die Spielerin zum einen Momentum, zum anderen haben wir schon fast die Garantie für den vierten Schritt.


    - Abschluss
    Pirouette geht natürlich auch schon in der D-Jugend. Mit Fortgeschrittenen. Die Hemmschwelle ist teils sehr hoch. Der Werferin mitgeben, dass sie bei einer schwierigen/verunglückten Ballannahme eher einfach werfen sollte, bei einer sauberen Ballannahme Risiko gehen kann.

    Sollte der Langpass zu weit gespielt worden sein, die Laufrichtung noch anpassen und eher parallel abspringen statt auf das Tor zu.

    Liebes Handballtagebuch!

    Die Saison kommt zu einem abrupten Ende. ZeeBees Mädchen grüßen vom Platz an der Sonne und müssen nur noch den Verfolger schlagen, offensivste gegen defensivste Abwehr der Liga. Dazu kommt es nicht mehr, der Virus entscheidet die D-Jugend Meisterschaft.

    Die Halle ist gesperrt. Der Beachplatz ebenso. Die Mädels bekommen Hausaufgaben, die sie sicher so zuverlässig erledigen wie die der Schule... ZeeBees ehemalige Torhüterin Lina ist in der Heimatstadt gestrandet, ihr Sportinternat hat zeitweilig dicht gemacht. Da waren doch noch ein paar Defizite beim Langpass und beim Pass zur schnellen Mitte. :lol: ZeeBee bittet Lina zum Training in den Park. Eine Spielerin, ein Trainer, alles coronakonform. Langpässe auf die grüne Wiese sind einmal ganz unterhaltsam. Da aber kaum Hunde als Ziele herumlaufen, bittet ZeeBee seine Mädels zur zweiten Einheit dazu. Immerhin zwei Spielerinnen haben trotz Quasi-Hausarrests Zeit. Langpasstraining mit Anspielpartnerinnen ergibt irgendwie mehr Sinn. 8o

    Bei zunehmenden Temperaturen wird der größte Park der Stadt immer besser besucht. Langpasstraining zwischen tobenden Kindern, sitzenden Kiffern und spazierenden Rentnern hat seinen ganz eigenen Unterhaltungswert, dennoch verlagert ZeeBee das Training auf die grüne Wiese in den Stadtteil des Vereins. Dornige Ranken werden entfernt. Löcher im Boden mit Blumentopferde gefüllt. Die Mannschaft macht es sich heimisch. Mannschaft? Fünf Spielerinnen haben das o.k. von zu Hause bekommen. Eine ältere Schwester. Eine gelangweilte Fußballerin. Die auswärtige Torhüterin.

    Es gelten strikte Corona-Regeln. Kein Körperkontakt. Feste Paare. Abstand innerhalb der Paar, noch deutlicherer Abstand zu anderen Paaren. Vor dem Training, in den Trinkpausen, nach dem Training sind alle Abstandsregeln wieder vergessen :wall: , ZeeBees Papagei auf der Schulter bekommt einen Klaps: "Auseinander. Abstand halten. Zum achtzehnten Mal." :mad: Beim ersten Training in der Achtergruppe gibt es Zuschauer. Jedenfalls einen. Im Gebüsch. Versteckt. Ein besorgter Bürger. Der heimlich fotografiert. Vater eines Jugendspielers des Vereins. Definitiv kein Spanner, sondern eben besorgter Bürger. Der sonst nicht im Gebüsch hockt, wo Kinder spielen.

    Am folgenden Montag bekommt ZeeBee vom Spartenleiter einen, eher zwei Romane an E-Mail Verkehr zugeleitet. Der Denunz… der besorgte Bürger hat Spartenleitung wie auch Vereinsvorstand über ZeeBees überobligatorisches Engagement in der Corona-Pause informiert. ZeeBee hatte auf das gesamte Trainergehalt während der Unterbrechung verzichtet und bei der Gelegenheit die Handballsparte informiert, dass ein abgespecktes Training coronakonform auf der Wiese stattfinde. Der Denunz… besorgte Bürger meldet sich später unmittelbar bei ZeeBee per Mail. "Wie Du ja sicherlich..." ZeeBee erklärt, dass er gerne zum persönlichen Gespräch bereit ist, wenn die Informationskette bei ihm beginne. Daher kein Gesprächsbedarf. E-Mail ungelesen gelöscht. :pillepalle:

    Wie durch Zufall radelt beim nächsten Training eine besorgte Bürgerin, Ehefrau des Denunz… besorgten Bürgers, eine Minute vor Beginn an der Wiese vorbei. Hundert Meter entfernt schmeißt sie das Rad hin, stürmt pöbelnd auf die Wiese, pöbelt, läuft pöbelnd von der Wiese und telefoniert aufgeregt. Hat aber zu keinem Zeitpunkt offenbart, ob sie in Funktion für die Kommune, den Verein oder die Gestapo unterwegs ist. Alle fünf Minuten dreht sich ZeeBee im Training um und schaut nach Ordnungshütern. Die kommen nicht. Bis dahin ist das Training geduldet gewesen, nun von der Sparte verboten. ZeeBee erklärt das Training zum Privatvergnügen und informiert die Eltern, dass folglich kein Unfallversicherungsschutz bestehe. Die Eltern bitten darum unbedingt weiter zu machen.

    ZeeBee gesteht ein, dass acht Spielerinnen auf der Wiese in vier Paaren nur noch schwer als vier Paare auszumachen sind. Die Grenzen der NeuinfektionsschutzVO sind erreicht. Seither: Eine Co-Trainerin mit dabei, max. vier Mädchen pro Trainer, durch Straße getrennte Wiesen. Apropos Verordnung. Inzwischen trägt ZeeBee stets einen Ausdruck mit zum Training, falls die Ordnungshüter doch mal vorbeischauen. "Ich habe Sie schon erwartet. Hier ist die Verordnung. Was machen wir falsch?" :hi:

    Dein
    Karsten

    Es lungern immer häufiger besorgte Bürger (bzw. Eltern nicht betroffener Kinder) in der Nähe unserer Trainingswiese herum und denunzieren das vermeintlich verbotene Training. Entweder werden ellenlange Mails an den Vereinsvorstand geschickt. Ich werde vom besorgten Bürger erst kontaktiert, nachdem schon Romane geschrieben wurden. Da hatte ich dann auch keinen Gesprächsbedarf mehr. Oder besorgte Bürgerinnen stürmen lautstark die Wiese, lassen sich nicht erklären, wie wir das Training koronakonform organisieren, stürmen lautstark davon und fangen wild an zu telefonieren.

    Tagebucheintrag folgt. :devil:

    Nachdem ich einmal die Höchstzahl von acht Mädchen auf der Wiese hatte und es für den Außenstehenden sicher nicht immer nachvollziehbar war, dass eigentlich vier Paare getrennt voneinander trainierten, haben wir nun umorganisiert:

    - zwei Trainer und maximal vier Kinder pro Trainer
    - wir trainieren auf zwei Wiesen, getrennt durch eine Straße
    - nach wie vor sind feste Paare eingeteilt, die untereinander Abstand halten und noch größeren Abstand zu den anderen Paaren
    - keinerlei Körperkontakt


    Das niedersächsische Recht verbietet, gebietet, gestattet:

    - keine Zusammenkünfte/Gruppenbildungen im öffentlichen Raum
    - Treffen zweier Personen (Abstand 1,5 m) ist erlaubt
    - erlaubt ist körperliche und sportliche Betätigung im Freien

    Ab heute habe ich die nds. NeuinfektionsschutzVO beim Training immer dabei. Wer meckert, bekommt sie in die Hand gedrückt: :schrei: "WAS MACHE ICH FALSCH, MOTHERF*****?! Sieht das hier nach einer Coronaparty aus?"

    Wir werden in Niedersachsen paarweise vor die Tür gelassen. Freitag noch mal die Gunst der Stunde / das Wetter genutzt. Trotz Kontakteinschränkung leiden die Mädels nicht an Langeweile und haben sich reihenweise abgemeldet, weil sie keine Zeit hatten. Zwei Feldspielerinnen hatten aber doch Zeit, so dass wir in zwei Paaren mit Distanz zueinander (TW + Trainer und 2 Feldspielerinnen) doch etwas trainieren konnten:
    *
    - Warmlaufen (TW mit fünf m Abstand zum FS-Paar)
    - Langpass zum Gegenstoß TW nach Voraufgabe mit Tennisball
    a) zur stehenden Spielerin
    b) zur startenden Spielerin
    - Langpass TW im Sitzen wie oben mit verkürztem Abstand
    - Langpässe im Dreieck mit Nerf Vortex
    - Ballkoordination im Dreieck mit vier Bällen
    - Langpässe zum Gegenstoß wie oben mit Handbällen und steigender Geschwindigkeit Feldspielerin
    - Wurfwettbewerb a la Boßeln mit 0,5 Kg Hanteln
    *
    Wenn es das Wetter zulässt, nächste Woche hoffentlich mit mehr als zwei Paaren auf der grünen Wiese

    Die Mädels haben lange genug auf der faulen Haut gelegen und nun Hausaufgaben bekommen. Zumindest mal laufen, gerne zu zweit, Abstand halten, erst einmal ohne Kontrolle.

    Trainer langweilt sich derweil zu Tode. Torhüterin mit Langpassdefiziten in den Park zitiert. Schnelles Einleiten des Gegenstoßpasses, Wurftraining mit verschiedenen Wurfobjekten, Langpässe, Passpräzision auf Distanz. Etwa 70 Minuten und zumindest zwei Handballverrückte waren glücklich.

    Was passiert bei Euch gerade? Ich möchte hier ein paar Ideen sammeln, wie wir trotz Kontaktverbots bei steigenden Außentemperaturen Kleingruppen- bis hin zum Mannschaftstraining hinbekommen könnten. Es geht NICHT darum gegen das Kontaktverbot zu verstoßen, sondern kreativ Zweiergruppen auf Distanz zu trainieren und sinnvoll zu beschäftigen. Gar kein Handball ist auch keine Lösung.

    Kaum zu glauben, aber die Formulierung
    "dass ein Spieler nach der Teilnahme an zwei aufeinanderfolgenden Spielen der höheren Mannschaft/en"sorgt immer wieder für Verwirrung. "Aber der Spieler hat doch zwischendurch einmal in der tieferen Mannschaft gespielt!" :wall:

    Es gibt kein Spiel 4 Komma 5 durch Mitwirken in der unteren Mannschaft. Bei "zwei aufeinanderfolgenden Spielen" wird ausschließlich auf den Spielplan der höheren Mannschaft(en) geschaut. So steht es sogar wörtlich in der Regel (s.o.).

    Es gibt auf jeden Fall einen Artikel von Klaus Feldmann in der "handballtraining" vor einigen Jahren. Ich meine rund 8 bis 10 Jahre her. Und wenn ich nicht irre, gab es zuvor noch einen Artikel ebenfalls in der ht von Stefan Wyss. Klaus hat die 4:1:1 auch schon in Lehrgängen vorgestellt, ich selbst hatte das Vergnügen in Hildesheim beim jährlichen HVN Trainerlehrgang. Davon gibt es Videomaterial beim Verband.
    Vielleicht hilft das schon mal weiter. Ich habe die 4:1:1 mal mit einer überdurchschnittlich starken wC trainiert. Leider hatten die Mädchen kein Vertrauen in die Deckung, so dass ich sie wieder aufgegeben habe.

    Falls ich was in der Berichterstattung übersehen haben sollte, bitte ich um Entschuldigung. So sehr habe ich das Thema noch nicht vertieft. Hier meine Quizfrage:

    Angenommen ich wäre aktiver Spieler einer Mannschaftssportart und der Bundesfachverband will mein Geld. Wo ist der Fehler:

    Ich bin Mitglied im Sportverein. 
    Mein Sportverein ist Mitglied im Regionsverband. 
    Regionsverband ist Mitglied im Landesverband. 
    Landesverband ist Mitglied im Bundesverband. 
    Ich bin nicht Mitglied im Regions-, Landes-, oder Bundesverband, Satzungen und Ordnungen der Verbände erreichen nicht meinen Geldbeutel. 
    Die Satzung meines Sportvereins verpflichtet mich nicht zur Zahlung einer Abgabe an den Bundesverband.

    Wo ist die Anspruchsgrundlage des Bundesverbands gegen mich?

    Hier ist Vorstellungskraft verlangt, ich stelle nicht mal so eben Videos von Minderjährigen ins Netz. :) Rechts, links, rechts, beim Absprung lehnt sie sich schon auf die Wurfarmseite, die Körperachse kippt nach rechts. Wurfhand ist letztlich unten. Bei Stine wäre hingegen - ohne Fremdeinwirkung - die Körperachse immer noch gerade. Der Absprung ist womöglich die Lösung. Danke!

    Moin!
    Ich trainiere regelmäßig mit D und C-Jugendlichen das Durchgleiten ("Pinguin"), bevor ich sie fliegen lasse. In Kürze werde ich im Kleingruppentraining eine etwas größere Herausforderung haben. Rückraum Links, weibliche C, rund 1,80m, geht viel und erfolgreich gegen die Hand, springt vom falschen Bein ab, legt sich dann etwas quer... und brettert dann seitlich auf die rechte Hüfte. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das mit Durchgleiten lösen kann. Wäre natürlich mein erster Ansatz, denn die Außen machen es nicht groß anders als (edit: natürlich nicht spiegelverkehrt) sich in der Luft etwas auf die Wurfhand nach unten zu kippen und dann zu korrigieren und durchzugleiten. Hier habe ich allerdings ein kleineres Zeitfenster, wenn die Rückraumspielerin gegen die Hand geht, an der Abwehrspielerin vorbei, über rechts abspringt und dann die Wurfarmseite etwas nach unten bringt.

    Andere Falltechnik? Trotzdem Durchgleiten? Oder vorgelagert bei der Sprungtechnik ansetzen und die Bruchlandung im Keim vermeiden? Inzwischen tendiere ich zu letzterem, um dann mit Durchgleiten fortzusetzen. Auf jeden Fall muss was passieren, die Dame hatte Samstag nach dem Punktspiel ein beachtliches Plakat auf der rechten Seite.

    Kurz zum Piguin meine methodische Reihe:

    - aus dem Hinknien fallen lassen, Hände schulterbreit in Schulterhöhe, im Liegestütz abfangen
    - s.o., Hände nun Kopfhöhe und etwas durchschieben
    - aus dem Stand, wieder Schulterhöhe
    - aus dem Stand mit Hüpfer über Schaumgummipommes, sofortiger Fall ohne Abstoppen, nur im Liegestütz abfangen
    - aus dem Stand mit Hüpfer über Pommes, Hände wieder in Kopfhöhe mit durchgleiten
    - über zwei Pommes mit einem Schritt Abstand, mit durchgleiten

    Ich erhöhe allmählich den Schwierigkeitsgrad / die Dynamik. Ja, es wird blaue Flecken geben. Wenn die Nachwuchspinguine bereit sind, geht es auf Eckenaußen.

    Korrekturhinweise:
    - T-shirts mit großem Aufdruck auf Brust/Bauch umdrehen oder auf links drehen
    - Fall immer bei Körperspannung und gestrecktem Rumpf
    - angewinkelte Arme, beim Durchgleiten zwingend Kopfhöhe und nicht tiefer

    § 19 Abs. 1 lit) h Rechtsordnung regelt den Punktverlust bei Einsatz einer nicht teilnahmeberechtigter/spielberechtigter Spielerin. § 20 RO sanktioniert den Einsatz einer Spielerin ohne Spielberechtigung, § 22 RO den Einsatz einer Spielerin während einer Sperre. In dieser Ecke der Rechtsordnung wäre auch eine Sanktion gegen eine nicht teilnahmeberechtigte Spielerin (weil festgespielt) geregelt. Dort findet sich aber keine solche Norm. Eine persönliche Strafe ist nicht vorgesehen.

    Zitat

    Ein Spieler spielt sich immer nur in der höheren Mannschaft fest, oder?


    Korrekt. Und "Spieler" ist jeder, also ureigene Altersklasse oder aus der jüngeren Altersklasse.

    Zitat

    Das bedeutet er kann alle Spiele durchgehend in der 2. Mannschaft
    absolvieren und kann jedes 2. Spiel der 1. Mannschaft mitmachen,
    korrekt?


    Auch richtig. Beim Festspielen wird ausschließlich auf den Spielplan der oberen Liga geschaut. Was in der zweiten/tieferen Mannschaft passiert, ist beim Festspielen von null Interesse.
    Frühere Ausnahmen zu den ersten beiden und den letzten Saisonspielen gibt es nicht mehr. Das Festspielen gilt nun einheitlich vom ersten bis letzten Spieltag.