Fortsetzung
Das Turnier selbst ist dann weniger spannend als das Drumherum. Die von Christina und ZeeBee gewählte Wechseltaktik wird von keiner anderen Mannschaft gespielt. Die bunt gewürfelte C I scheidet im Viertelfinale im Penaltywerfen aus und muss dann schnell zwei Felder weiter rennen, um die C II im Penaltywerfen lautstark zu unterstützen. Die in dem Spiel von ZeeBee betreute Mannschaft ist etwas glücklicher im Abschluss, gewinnt das Viertelfinale. Und das Halbfinale. Und zu guter letzt auch das Finale, obwohl zwei Mädchen kurzfristig abreisen mussten und zwei Mädchen aus der dritten C-Jugend Vollzeit mitgespielt haben. Nicht schlecht, so ein Beachturnier...
Inzwischen ist eine endgültige Einteilung der ersten und zweiten Mannschaft erfolgt. Heulen und Zähneklappern.... Nach einigen weiteren Turnieren und mehreren von ZeeBees Berichten auf der Homepage kommen die Mädels von der C II auf ein paar lustige Ideen:
- "Deine Spielberichte könnten ja mal sachlich geschrieben werden."
- "Wenn Du einzelne Spielerinnen positiv hervorhebst, dann müssen ja alle anderen schlecht gespielt haben. Das wollen wir nicht!"
- "Du könntest Deine Spielberichte vorher Christina zum Probelesen schicken und die löscht dann alle unsachlichen Stellen."

die Spiegel-Affäre
netzpolitik.org
ZeeBees Spielberichte
Die Mädels sind sich der Tragweite ihrer Forderungen entweder nicht bewusst oder aber hier soll ganz schwer in die Presse- und Kunstfreiheit eingegriffen werden.
ZeeBee brütet über die Konsequenzen dieses Affronts.
Saisonstart der weiblichen C-Jugend. Samstag landet die erste C-Jugend in der Vorrunde zur Oberliga einen Kantersieg, Sonntag spielt die zweite C gegen den zweitstärksten Gruppengegner, der gerne den Sprung in die Oberliga schaffen würde und dies mit blumigsten Ausführungen auf der Homepage kundtut. Alle zwei Tage habe man trainiert. Ein lokales Turnier gegen teilweise gleichklassige Mannschaften habe man gewonnen. Gegen eine weibliche B-Jugend (Kreisliga) habe man ein letztes Trainingsspiel gespielt. ZeeBees Mädchen der zweiten C-Jugend hatten zur Vorbereitung derweil in Tarp beim Eulencup mitgespielt, wo außer einer Auswahlmannschaft ausschließlich erste C-Jugenden aufliefen, darunter einige der besten norddeutschen Mannschaften. Und die Mädels haben drei Mannschaften hinter sich gelassen, darunter auch die Auswahlmannschaft. Und zum Saisonstart hat es dann auch zum 29:25 Auftaktsieg gegen die ehrgeizige Konkurrenz gereicht. 
Ein sachlicher Spielbericht? Sachlich? Also sachlich? Sachlich- wie geht das? Sachlich- tut das weh? Rezensieren lassen? Zensieren lassen? Sachlicher Spielbericht? Saftlos? Kraftlos? Ohne Eier? Ahhhhhh.... sachlicher Spielbericht! 
Das war eine ereignisreiche Woche vor den ersten Heimspiel der Saison. Die Trainer waren erst einmal sauer über die Trainingsbeteiligung am Montag. Christina hat es uns im Training gesagt, Karsten hat es in den Spielbericht geschrieben.Das fanden wir nicht gut. Dann haben einige von uns die Zielvorgabe beim Shuttle Run Test nicht geschafft. Karsten hat die Spielerinnen dann für das Spiel aus dem Kader gestrichen. Das galt aber nicht für alle Spielerinnen in beiden Mannschaften. Das fanden wir auch nicht gut und haben das dann auch gesagt. Christina hat dann eine Amnesie oder so gemacht. Das fanden wir wiederum gut, denn wir wollten ja am Sonntag gewinnen. <strong>Alessia</strong> hat immer noch keinen Pass. Ihre beiden vorherigen Vereine behaupten von sich gegenseitig, der andere Verein habe den Spielerpass. Karsten hat da auch etwas zu gesagt, nämlich dass er so etwas in über zwanzig Jahren noch nicht erlebt habe und ... den Rest können wir hier nicht schreiben, denn sonst müssten wir mindestens € 80,- ins Pöbelschwein einzahlen.
Also spielten wir leider ohne Alessia, die zuletzt in Tarp mit die meisten Tore geworfen hatte. Die Gegner kamen mit einem Reisebus zum Spiel. Börde muss wohl ganz schön weit weg liegen. Und sie kamen mit ganz vielen Zuschauern. Wussten die nicht, dass sie gegen die Zweite und nicht gegen die Erste spielten? Und die Zweite gar nicht aufsteigen kann, wenn die Erste aufsteigt? Doof wäre nur gegen uns zu verlieren, wenn die Erste Dritter wird. Dann ist es Essig mit "Zielvorgabe: Landesliga!" Sagt jedenfalls Karsten. Der hat auch vor dem Spiel in der Kabine viel gesagt, Dinge wie "Eisen und Blut", "Das ist Sparta!" und "We shall go on to the end, we shall never surrender!" Haben wir nicht verstanden, aber er hat es sehr ernst gesagt. Aber die Gegner und Zuschauer waren alle ganz wild darauf, das Spiel gegen uns zu gewinnen. Irgendwie haben wir auch viel dafür getan, ihnen dabei zu helfen. Fünf Siebenmeter haben wir verworfen. Drei Gegenstöße frei vor dem Tor nicht getroffen. Trotzdem war es ein knappes Spiel in der ersten Hälfte. <strong>Anneke</strong> war bei uns im Tor und die gegnerische Torhüterin hat erst mal mehr Bälle gehalten. Bis Christina gesagt hat, die habe eine Schokoladenseite und wir sollten mal nach rechts werfen. Die meisten von uns haben dann nach rechts geworfen. Also das "Rechts" das Karsten immer meint, wenn er "DAS MÄNNERRECHTS!!!" brüllt. Nicht das "Rechts", wo wir sonst hingeworfen hätten. Und dann haben wir ausnahmslos das Tor getroffen. Schokolade haben wir bei der Torhüterin aber keine gesehen. Zur Halbzeit stand es dann 15:15 und unsere Trainer haben in der Kabine gesagt, dass wir gewinnen werden. Damit waren wir einverstanden.
Nach einem einzigen weiteren Ein-Tore-Rückstand konnten wir mit zwei Toren in Führung gehen. Nun rechneten wir eigentlich mit einem Kampf. Juli stand jetzt im Tor. Die hat auch mal ein paar Würfe auf das Tor gefangen. Da haben die Gegner große Augen gemacht. Die Führung gaben wir nicht mehr her, verwarfen weiter 7m und Tempogegenstöße. Börde Handball konnte oder wollte nicht mehr kämpfen. Unsere Fans wurden immer lauter und unsere Gäste immer stiller. 29:25 stand es am Schluss! Wir haben gefeiert. Humba! Schade, dass es erst einmal kein Rückspiel gibt. Mit Alessia. Mit 7m reinwerfen. Mit Gegenstöße reinwerfen.
Farinelli
*Auf Wunsch der Mädels nur noch sachliche Spielberichte, ohne Lob und Tadel, ohne Spitzen, ohne Kritik, ohne Satire, steril und ohne cojones. Je suis Charlie, mesdames!
Dein Karsten