Ich wundere mich immer über die Verhältnisse in anderen Verbänden, wo so einfach zwischen den großen bösen nichtausbildenden Vereinen und den kleinen guten Vereinen mit toller Jugendarbeit unterschieden werden kann. Bei uns ist es so, dass die drei Vereine mit den höchstklassigen Männermannschaften gleichzeitig auch den wahrscheinlich besten Trainerstab im Jugendbereich haben; sei es der eine Übertrainer oder mehrere gute Leute.
Meistens verbessert sich der wechselnde Jugendspieler nicht nur in der Spielklasse, sondern auch hinsichtlich der Erfahrung seines Trainers. In vielen Fällen wäre der Begriff "Ausbildungsentschädigung" der pure Hohn. Der ein oder andere Spieler müsste wegen Schlechterfüllung noch Vereinsbeiträge zurück bekommen, als dass der neue Verein für die "Ausbildung" zahlt. Bei den Mädchen ist es noch wesentlich krasser. Denen wird im Grundlagentraining fast gar nichts beigebracht.
Auch wenn § 29 SpO einen Funken Gerechtigkeit verkörpert hat, ich bin froh, dass er weg ist. Mit einer Kooperation von dem "großen Verein" mit drei oder vier "Kleinen" wäre allen mehr geholfen, als mit einer Finanzspritze, die dann doch für nicht angetretene Schieris, versäumte Fristen oder vergessene Pässe drauf geht.