Beiträge von Brooks

    Freundschaft!

    Märchenstunde. Klein ist ein absolut eindimensionaler Spieler, sowohl, was seine Spielweise angeht, als auch sein Wurfrepertoire. Klein hat tatsächlich in seiner Turnierkarriere mit Deutschland eine etwas bessere Wurfquote als Gensheimer. Das liegt aber daran, daß er viel mehr Konter zu Ende spielt als das Gensheimer tut. Von der Postion selbst sieht es nämlich schon ganz anders aus. Klein hat da 18 Tore bei 39 Würfen (in 21 Stunden und 18 Minuten!), während Gensheimer 26 mal bei 44 Würfen traf. Quote also 46 Prozent zu 59 Prozent.

    Im Klartext: Klein ist im Positionsangriff überhaupt nicht zu gebrauchen.

    Edit: Daten berichtigt.

    Ich stell mir dann immer vor, wie Klein sowas liest und sich dann abends vor seine Trophäentruhe sitzt und sich denkt "Man, bin ich scheixxe..." :D

    Wo war denn da eine planlose Wechselei? Er hat verschiedene taktische Maßnahmen ergriffen. Das sollte ein Trainer machen, wenn die Mannschaft zurückliegt. Vielleicht erklärst du mal, an welcher Stelle das planlos war? Sigurdsson ist ein Trainer, der es jetzt über Jahre hinweg geschafft hat, eine Mannschaft zu formen, die stärker ist als ihre Einzelteile, und darüber hinaus als Coaching auf viele Situationen Antworten hat. Das macht ihn zu einem Sptzentrainer.

    Aber heute: Glückwunsch nach Kiel. Das war eine sehr souveräne Auswärtsleitung im Stile eine Champions. Die Füchse waren eigentlich gar nicht schlecht, auch wenn einige Spieler etwas abfielen, aber realistischerweise war da nichts zu machen.

    Und mir ist jetzt auch klar, warum das Spiel so schnell ausverkauft war: Weil irgendjemand säckeweise Karten nach Kiel entführt hat! Ist natürlich auch ne Auswärtstaktik! Sagt mal Kieler, gibt es bei euch keinen Weihnachtsmarkt? ;)

    Grundsätzlich bin ich dafür, dass Sigurdsson Trainer in Berlin ist. Solange hat der THW von Hauptstadtseite nicht viel zu befürchten.
    Ein "Spitzentrainer", der aus einem immer knapp an der Weltklasse spielenden Igropulo einen mittelprächtigen Bundesliga-RR geformt hat, der einen Smöre nicht mehr an die alte Klasse heranbringt, der einen Horak zu einem Statisten gemacht hat, der Heinevetter regelmäßig im falschen Moment ein- oder auswechselt, der permanent auf die Schiedsrichter einquasselt, ist keiner.

    Das war jetzt subjektiv. :smokin:

    Objektiv hat Sigurdsson einen Kader, der nie und nimmer zu Hause sechs Punkte gegen die anderen Spitzenteams verlieren darf. Sigurdsson ist ein Trainer, der kaum ins Spiel eingreifen kann, sein Coaching leidet unter seiner permanenten Fokussierung auf die Schiedsrichter. Das war heute wieder deutlich zu beobachten, wenn sich die Berliner Abwehr wieder mal von einfachen Rückraumkreuzbewegungen hat auseinanderziehen lassen. Da war kein Hinweis an die Spieler sondern nur die Handbewegungen "Schritte" oder "Kreis" oder "Stürmerfoul". Im nächsten Angriff mit gleichem Mittel war die Abwehr wieder nicht auf Vujin eingestellt. Gislason z.B. teilt seine Emotionen gegen die SR und gegen die eigene Abwehr auf, ersteres ist auch nicht richtig, zweiteres nennt man coachen.
    Mittlerweile wäre man in Berlin froh, zumindest mal den EHF-Cup zu gewinnen. Bei dem Mitteleinsatz ist das ein ziemlich bescheidener Anspruch. Und nein, ich glaub dem Hanning kein Wort über die armen Berliner. Da steckt mittlerweile richtig viel Geld dahinter, da sollte schon mal ein echter Titel rausschauen, hat ja auch Schwalb nach langem Anlauf geschafft... :hi:


    Das ist einfach gesagt, er musste heute sehr viel probieren, weil einfach viele Dinge nicht funktioniert haben.
    Und zum Verhalten an der Seitenlinie fällt mir als positive Ausnahme bei den Spitzenvereinen nur Lubomir Vranjes ein.

    Das war ja heute nicht das erste Mal, durch Sigurdssons Wechselei, vor allem bei den TW, hat Berlin schon viele Punkte liegen gelassen. Schau dir mal ein Spiel in Berlin an, Sigurdsson mault 60 min. an der Linie entlang, ohne Unterbrechung, immer auf die Schiries. Im TV bekommt man das nur mit, wenns mal wieder gelb/Zeitstrafe gegen die Bank gibt. Der hört nicht mal auf, wenn er schon verwarnt ist und schwächt seine Truppe dann auch noch durch die Zeitstrafe. Mit Vranjes hast du natürlich recht.

    Für Sigurdsson ist die Spitzengruppe der Liga wirklich eine Nummer zu groß. So eine planlose Wechselei schafft nicht mal Gudmundsson. Dass er den Frust dann an Schiedsrichtern auslässt, die über 60 min. gut und fast geräuschlos gepfiffen haben, macht den Typ unsympathisch.

    Wat für ne schöne Ansage im Übrigen von Gislason: "Bei einer Liveübertragung krault man sich nicht die Eier..."

    Laut A Rudolph gibt es nur ein aktuelles Darlehen und dies besteht aufgrund der Kentaro Geschichte.

    Das kann man jetzt unter Kieler Beleidigtsein abhaken, aber seit seinen Aussagen vor und nach dem Schwenker-Prozess glaub ich persönlich dem Rudolph nicht einmal mehr ein "moin, moin". Da vertrau ich sogar eher einem Springer-Blatt, das will was heißen. ;)

    Sorry wenn ich mir so meine Gedanken machen.
    Es geht um das Thema Mäzen oder Sponsoring.
    Berichte doch mal über die Kieler Sichtweise eures Vereins.
    Ist es jetzt Mäzenatentum oder normales Sponsoring wenn man von 2 Gesellschaften (die auch noch zusammengehören)
    abhängig ist. ;)

    Nicht vom Thema ablenken, der THW hat damit jetzt mal gar nichts zu tun. Natürlich darfst du dir Gedanken machen. Aber die Verbindung von Mäzenen, die ein Bauwerk ermöglichen, das für eine ziemliche Ewigkeit bestehen wird und es keine Chance gibt, jemals wieder an das Geld zu kommen ist einfach was anderes als Rudolph, dessen "Mäzenatentum" beim HSVH ja, wie von der Abendzeitung mehrfach kolportiert, auch zu nicht unerheblichen Teilen aus Darlehen besteht, bei deren vorzeitiger Kündigung der Ofen aus ist. Das eine ist Hamburger Tradition, das andere ist Spielzeug. Auch wenn Rudolph noch jahrelang damit spielt.

    Geraldo

    Setzt du jetzt das Mäzenatentum in die Elbphilharmonie mit dem in die Spieler einer Handballmannschaft gleich?

    Das kann man meines Erachtens nicht im Entferntesten machen. Die Errichtung eines Kulturtempels mit nahezu unbegrenzter "Haltbarkeit" hat mit der Gewährleistung eines stattlichen monatlichen Gehalt einer Mannschaft und der Peripherie so überhaupt nichts zu tun. Als "leidenschaftlicher Hamburger" tun mir solche Vergleiche ziemlich weh... ;)

    Ganz unabhängig aller Statistik fand ich es witzig, wie sich die SG-Abwehr darauf konzentrierte, Djordjic zu blocken und alle anderen Hamburger werfen zu lassen. Sieht man auch nicht täglich. Von daher eine echte Leistung der SG, nach 45 min. ohne TW nur mit -5 zu liegen. Oder umgekehrt... ;)

    Liegt dann wohl an der schöneren Kieler Bausubstanz?...... :D

    Einiges wird vom Verlauf des CL Spieles am Donnerstag abhängen. Sollte die HSV satt sein und nicht mit 100% zu Werke gehen, kann die SG sich schonen. Sollte Schwalb seinen neuen Präsidentetn ernaut beeindrucken wollen, muß die SG mit Macht dagegen halten und das Spiel unbedingt gewinnen.

    Wie dem auch sei: Das einzig wahre Derby dürfte in jedem Fall bei jedem Flensburger Kräfte freisetzen, die sonst nicht so da wären.

    Gab nicht mal Meesenburg als Saisonziel zwei Siege gegen den THW aus, der Rest wäre egal? ;)

    Ganz eindeutig. Da können die in HH sabbeln soviel sie wollen. Der THW (wenn auch die Rivalität aus bekannten Gründen etwas abgenommen hat) bleibt das Nordderby schlechthin. Die Atmosphäre ist nach wie vor eine völlig andere.

    Zu dumm, dass sämtliche Klischees schon asugepackt wurden. Ich hätte da sonst noch welche...... ;) ;)

    Laß nur.

    Laßt den THW in aller Stille Meister werden und streitet euch dahinter, was das wichtigste Derby ist.  ;)

    So sehe ich das auch. Wenn das der Maßstab sein soll, dann habe ich noch nicht viele Spiele mit THW-Beteiligung gesehen, die das Prädikat "hochklassig" verdienen.

    Weil der THW heuer teilweise äußerst unansehnlich spielt, müssen einem THW-Fan also die Graupenspiele der anderen Teams gefallen und man darf sie nicht kritisieren? Seltsame Logik. :cool:

    Ich muss mir tatsächlich meine schwarz-weiße Brille nachjustieren. Da wo hier einige ein "großartiges Spiel" gesehen haben, lief für mich ein eher mittelklassiges Match, mit Slapstickeinlagen von Igropulo, Smöre, Zachriasson, Markovic, Canellas u.e.m. Wie der HSV die Zweitore-Führung am Ende versemmelt hat, war eher Comedy. Dazu in der ersten Hälfte keine TW, seltsame bis seltsamste Trainerentscheidungen und am Ende einen absolut verdienten Sieger. Beste auf dem Feld waren mit großem Abstand Geipel/Helbig mit einer souveränen Linie. Was es an denen auszusetzen gibt, ist für mich ein absolutes Rätsel. Aber wie gesagt, ich lass mir die Optik nachstellen, vielleicht seh ich dann bessere Spiele. ;)

    Nein, es gibt ja eine Regelung zum "Zeitspiel" - Sie stellt nur kaum jemanden wirklich zufrieden. Man kann als Zuschauer, Spieler, Trainer ein Gefühl entwickeln, wann der Arm hochgeht. Aber wann wird dann auch auf Passiv entschieden? Das ist reines Wildwest und auch die SR sind die Leidtragenden.

    Die Frage ist, ob die Regel kaum jemanden zufrieden stellt oder die Umsetzung/Auslegung durch die Schiedsrichter. Es gibt Schieris in den Oberligen, die einen etwas verzögerten Spezialistenwechsel mit Handheben quittieren und es gibt Schiedsrichter in der HBL, die, und das finde ich auffallend, das taktische Mittel "Zeitspiel" nicht unterbinden. Aber unterschiedliche Auslegungen müßten doch irgendwann mit Schulung vereinheitlicht werden können. Wenn man solche "Fehlentscheidungen", die vielmals auch noch im Bauchgefühlsbereich von Zuschauern und Trainern liegen, mit Regelanpassungen begegnen würde, wäre dem Spiel viel Atmosphäre genommen. Der Blick auf die Uhr würde mich persönlich vom analytischen betrachten des Spiels abhalten, fände ich schade. Vielleicht sollte man damit beginnen, die Herren Schwalb, Gislason, Sigurdsson und Gudmundsson von der Aufgabe zu befreien, den Schiedsrichtern ihre Sicht des Zeitsspiels mit absurden Armbewegungen mitteilen zu müssen... ;)


    Bei Wael Jallouz war zu beobachten wie er in der Sport1-Berichterstattung schnell zum Jahrhunderttalent ernannt wurde, obwohl ich bezweifle, dass Stefan Kretzschmar oder einer der Kommentatoren jemals ein herausragendes Spiel des Tunesiers gesehen haben werden. Weder bei der WM noch in den bisherigen Bundesligaspielen ließ er besondere Fähigkeiten aufblitzen, die über seine rein physischen Stärken hinaus gehen. Ich will ihn keineswegs frühzeitig abschreiben, aber es war schon erstaunlich wie sehr der Junge hochgepriesen wurde sobald die Tinte unter dem Vertrag beim THW Kiel anfing zu trocknen.

    Siehst du, so geht's mir mit Gensheimer. Hat sich noch bei jeden großen Turnier erfolgreich versteckt, wird wegen seiner Fähigkeiten von "Fachleuten" gepuscht, die persönliche Interessen daran haben und hat noch kein wichtiges Spiel entschieden. So unterschiedlich sind die Ansichten.