Beiträge von McPomm

    Sollten dann letzten Endes nnur die deutschen Spiele im deutschen Free-TV oder Free-Streaming zu sehen sein, dann werde ich auch nur diese gucken. Ich werde da keine Verrenkungen mit Proxys, VPNs oder ähnlichem veranstalten. Wenn die EHF den deutschen Markt für irrelevant hält, dann soll das meinetwegen so sein.

    Verfolgen werde ich die EM per Text-Ticker und in der Nachberichterstattung (z.B. bei handball-world.com).

    Warum müssen erst Verletzungen dafür sorgen, seinen Kader durch zu wechseln?


    Ich halte das für ganz normal. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass in jeder Mannschaft in Vorbereitungsspielen sowie am Anfang einer Saison noch relativ viel rotiert wird. Ebenso ist dies der Fall bei unwichtigen Spielen (Gruppenphase CL), bei Testspielen in der Saison (z.B. bei Nationalmannschaftswochen) und vor allem, wenn in der Schlussviertelstunde hoch geführt wird. Ansonsten kristallisiert sich nach ein paar Spielen eine Stammsieben heraus, deren Spieler meist etwa 45 Minuten Spielanteil erhalten.

    Erst, wenn man am unteren Ende der Tabelle steht oder Verletzte hat, wird dieses Prinzip der Stammsieben aufgegeben.

    Also sollte spätestens bis zum 15. Februar absolute Klarheit herrschen, wie es beim HSV weitergeht. Da ist der vorläufige Insolvenzverwalter in der Pflicht.


    Hat der Böhm nicht erklärt, bis Ende Januar ein "tragfähiges Sanierungskonzept" zu erarbeiten? Vielleicht ja gerade aus dem Grund, dass die Spieler bis zum Ende des Wechselfensters noch zwei Wochen Zeit haben, sich zu entscheiden?

    Aber ich muss zugeben, dass ich mittlerweile nicht mehr durchsehe. Vielleicht sind das Insolvenzrecht und die Ligabestimmungen auch komplizierter als uns die Journalisten bisher erklärten? Ich kenne auch keinen, der eine Insolvenz in seiner Firma als Chef oder Angestellter mitmachen musste.

    In der Zwischenzeit darf man bei der Springerpresse lesen, dass Brozovic und Jaanimaa in Hamburg bleiben wollen. Brozovic hat sogar ein sehr hohes Angebot bereits abgelehnt. Und Jaanimaa könnte sich unter Umständen sogar ein Jahr zweite Liga mit dem HSV vorstellen. 8o


    Und das mit den 4 Punkten kann der Verein noch abwenden, wenn er will (irgendwas mit Umwandlung der Darlehen). Auch die 8 Punkte würden erst fällig, wenn das Insolvenzverfahren richtig eröffnet würde. Für mich lesen sich die Verlautbarungen auch mittlerweile so, dass klar ist, dass die Saison zu Ende gespielt wird.

    Mein Eindruck ist, dass im Hintergrund einiges passiert., was nicht öffentlich gemacht wird. Und Fitzek gar nicht so doof und naiv ist, wie hier manche suggerieren. Hat der nicht bereits vorher in Schwartau gute Arbeit geleistet bei schwierigen finanziellen Anfangsbedingungen?

    [quote='McPomm','index.php?page=Thread&postID=833314#post833314'
    Richtig. Man durfte damals lernen, dass Mäzenatentum in Deutschland nicht so einfach wie im anglikanischen Raum als gemeinnützig angesehen wird (da werden ja nicht nur Sportvereine, sondern ab und zu ganze Museen, Unis, Krankenhäuser etc. von Mäzenen am Leben gehalten). Sondern als relativ hoch zu besteuernde Liebhaberei. [/quote]

    Na ja, dieser Gedankengang wäre richtig, in Bezug auf die Förderung von Museen, Unis, Krankenhäusern und ... Breitensportvereinen ...
    Warum sollen die Steuerbehörden das auf einen Profi-Sport-Verein anwenden?
    Was passiert, wenn dieser "Verein" Gewinne macht? Das ist doch ein Verein, warum sollen wir Steuern zahlen?...


    Mir ist das auch klar. Nicht mich falsch verstehen. Ich finde das auch gut, dass bei uns Mäzene sehr kritisch gesehen werden. Aber ich wollte mit meinen Beispielen verdeutlichen, dass dort das Mäzenatentum tief in der Gesellschaft verankert ist. Und wohl auch eben das für Sportprofis. Aber ich bin da auch kein Auskenner: weiß vielleicht einer, wie das mit den Steuern ist bei Sportmäzenen? Wird dort auch ein Unterschied zwischen Liebhaberei und Sponsoring gemacht?


    Das Finanzamt hat doch vor ein paar Jahren seinem Engagement die Charakteristik als Sponsoring abgesprochen und stattdessen als Liebhaberei eingestuft. Dadurch konnte er weniger von dem was er dem Laden zusteuert, steuerlich geltend machen.


    Richtig. Man durfte damals lernen, dass Mäzenatentum in Deutschland nicht so einfach wie im anglikanischen Raum als gemeinnützig angesehen wird (da werden ja nicht nur Sportvereine, sondern ab und zu ganze Museen, Unis, Krankenhäuser etc. von Mäzenen am Leben gehalten). Sondern als relativ hoch zu besteuernde Liebhaberei. Ich vermutete, dass sich Rudolph das auch anders gedacht hatte und von den Steuerforderungen überrascht war. Etwa seit dieser Zeit kamen auch verstärkt die finanziellen Probleme auf. Mir schien, als wenn Rudolph die Steuerlasten nicht voll übernahm, sondern teilweise dem Verein aufbürdete.

    Wahnsinn, der nächste Spieler, der langfristig ausfällt.


    Na, da ist es für viele Vereine doch ganz nett, dass Hamburg just Ersatz bietet.

    Zitat

    Schade, dass wir immer noch mehr Spiele brauchen. Aber gut, nur so kriegen wir unsere Sportart ja vermarktet. Dass sie dadurch kaputt geht, sieht in der Gier nach Geld halt niemand.

    Also, der Kommerzialisierungszug ist doch schon seit Jahrzehnten abgefahren. Ich wäre im Grunde zwar dafür, wie früher nur Amateure zu den Olympischen Spielen zuzulassen und somit diese ganzen GmbH-Vereine oder gar Vereinsaktiengesellschaften, die Sport als Geschäftsmodell betreiben, wieder nur auf Nordamerika zurück zu drängen. Leistungssport nur noch als Wehrertüchtigung für Armee, Polizei und Feuerwehr bzw. bezahlt vom Staat. Und dass Vereine insolvent gehen, wäre auch nicht mehr möglich. Aber das ist reines Wunschdenken und totale Irrealität. :hi:

    Kann mir kaum vorstellen, dass Göppingen wirklich so schlecht ist und der HSVH sooooo gut!


    Doch, durchaus. Göppingen hatte übrigens vor dem Spiel angekündigt, in Hamburg gewinnen zu wollen.

    Aber wahrscheinlich werden deine Wünsche ja wahr, dass es das letzte Spiel war und der HSV in Flensburg zum ersten Spiel nach der EM nicht mehr antritt.

    Glanzstück des aktuellen HSV ist meiner Meinung nach eindeutig die Abwehr, auch das sehr gute Zusammenspiel neben Uneigensinnigkeit und Kämpfen (mit gutem Zurücklaufen: FAG heute ohne TG!). Und besonders in den zweiten Halbzeiten macht sich bemerkbar, dass auch nach Durchwechseln auf die sog. zweite Reihe kein Leistungsabfall auftritt.

    Pfahl hat heute übrigens kaum gespielt, und dann auch zweimal eine Fahrkarte geworfen.

    Laut NDR verpflichtet der HSVH aus der B-Jugend Trainer Adrian Wagner für die Vorbereitung zur Rückrunde solange Biegler sich um die Polnische Nationalmannschaft kümmert.


    Offenbar steht der HHV auch hinter dem HSV. Denn Wagner ist der Verbandstrainer. Die Bild zitiert heute auch den HHV-Präsident Rolf Reincke: „In der jetzigen Situation ist die Solidarität aller gefordert. Wir sollten alles unternehmen, dass es mit dem HSV gut und gesund weitergeht.“
    Das tut auch irgendwie gut.

    Was mich immer etwas stört, ist die suggerierte Prämisse, dass der HSV mit einem superduper Kader angetreten sei. Es wurden in den letzten beiden Jahren viele Leistungsträger abgegeben (verkauft oder nicht verlängert) und Gehaltseinbußen ausgehandelt. Die meisten sind 33+ und 24-. Man kann ohne Untertreibung durchaus von einer Überraschungsmannschaft sprechen.

    Ich kann verstehen, wenn man fordert, dass der HSV erst gar nicht die Lizenz hätte beantragen oder erhalten sollen. Aber das galt genauso für die vielen bisherigen Insolvenz- und/oder Sanierungsfälle im Handball. Es wurde hinterher immer schlechtes Management verantwortlich gemacht und dass man Einnahmen nur projiziert hatte.

    Wann werden die acht Punkte abgezogen? Wenn der Insolvenzantrag gestellt wurde? Oder wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wurde? Im Moment wird offenbar "nur" geprüft, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird, oder?

    Abgesehen davon fände ich es gut, wenn der Verein keine Pleite hinlegen muss und die Saison zuende spielen kann. Zumal, wenn die Profis alle gehalten werden können (was ich nicht glaube). Möglicherweise kommt das Sanierungskonzept sogar ohne die Rudolph-Familie aus. Rudolph darf doch sowieso nicht in die Entscheidungen des Insolvenzverwalters reinreden, oder? Rudolph kann meinetwegen im Rahmen dieses Verfahrens auch gerne Pleite gehen, wenn es stimmen sollte, dass nur wegen ihm neue Sponsoren verhindert worden sind.

    Anfang Februar werden wir sicher mehr wissen.


    Ich! Habe den Iso-Verwalter ein kleines bisschen aufgemuntert und gestern Abend zwei Tickets PK1 für das FAG-Spiel am 27.12. gekauft. So mutig, mir eine Rückrunden DK zu kaufen, war ich dann doch nicht.


    Ich würde auch kaufen, wenn ich auch hinkäme. Aber Ticket kaufen ohne hinzugehen ist mir dann doch zu blöd. Für das Mittwochabend-Spiel gegen Berlin mit aufwändiger Anreise hatte ich mich immerhin schon aufraffen können.

    Für das Magdeburg-Spiel sollen über 7000 Karten verkauft worden sein. Wenn man liest, dass alles, was >6000 ist, die Kosten für die Halle deckt, dann ist es auch verständlich, warum sich der Hallenbetreiber sowohl bei den Heimspielen gegen Berlin als auch gegen Magdeburg überreden ließ, die Tore zu öffnen. Gegen Göppingen dürfte das dann ähnlich liegen. Relativieren tut sich das allerdings dadurch, dass wohl hohe Mietschulden angehäuft wurden - wie ich gerade anderswo lesen kann.

    Adi Pfahl lässt über die Bildzeitung ausrichten:

    Zitat

    Ja, ich spiele hier weiter. Wir spielen auch als Mannschaft so weiter. Wir hoffen, dass es hier weitergeht und bleiben positiv auf dem Parkett und als Mannschaft


    Handball : Spieler wollen HSV treu bleiben - Verwirrung ...

    Ist natürlich Käse, aber ich stelle mir gerade vor, dass die Spieler an den Rudolphs vorbei einen Schattenvereinsbetrieb aufbauen. Persönliche Werbeverträge abschließen, irgendein Croudfunding-Projekt initiieren, eine fernsehtaugliche Halle organisieren und zumindest bis zum April während der Insolvenzphase noch unbedingt die Revanches gegen Magdeburg, Kiel und Flensburg spielen und gewinnen wollen). :cool::P
    Jens Vortmann macht den Geschäftsführer, Matti Flohr den Rechnungsprüfer und die Dinge mit dem Finanzamt, ein Rechtsanwalt aus den Fanclubs klopft die Rechtmäßigkeit ab und checkt die nötigen Papiere und Pommes macht das Marketing.

    Aber was diese Äußerung zeigt, ist, dass die Mannschaft (und wahrscheinlich auch der Trainer) wirklich eine eingeschworene Gemeinschaft geworden sind.

    Ich kann die Fans gut verstehen, die sich mit Grausen abwenden - ganz egal, wie sich die Mannschaft derzeit präsentiert - denn das ist alles nur auf Sand gebaut.

    Ich weiß nicht, ob du gestern in der Halle warst, aber ich konnte dort nicht einen einzigen Fan sehen und sprechen, der sich mit Grausen abwendete.

    Solider Neuaufbau von Unten - das wäre ein Signal und eine Chance gewesen und könnte es wohl immer noch sein......

    Na, sicher! Ich gehe davon aus, dass heute oder morgen die Insolvenz oder die Auflösung der Mannschaft oder die Abmeldung vom Spielbetrieb verkündet wird. Also das Ende, der Abgesang.

    Die Frage ist: der HSV wird ja für die Misere oder das schlechte Image des deutschen Handballs verantwortlich gemacht. Zumindest zu einem großen Teil. Manchmal auch für den Abstieg mancher Mannschaften. Jedenfalls den Meinungen der Handballecke-Foristen nach. Wird nach dem Ende des HSVs der Handball einen Wiederaufschwung erleben?

    Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es einige potentielle Sponsoren gibt, die derzeit lediglich aufgrund der "Alleinherrschaft" von AR kein Interesse an einer Unterstützung der Handballer haben.


    Ich stelle mir das so vor: Rudolph denkt, ein neuer Hauptsponsor soll ihm seine Darlehen aufkaufen sowie die anderen Schulden begleichen. Die potenziellen Firmen sehen das aber nicht ein. Klar, würde ich an deren Stelle auch nicht machen. Rudolph war ja selbst Schuld und naiv, dass er damals die Vereinsschulden übernommen hatte (oder waren das andere? Ich habe das damals nicht verfolgt). Außerdem gab es damals warnende Stimmen, die den Verein vor der Inanspruchnahme der Darlehen gewarnt hatten. Aber was erzähle ich. Das ist doch alles lange bekannt.

    Aber als Fan ist man leider viel zu oft dazu verdammt, ohnmächtig zuzuschauen, was "da oben" so alles passiert.

    Najaaa. Stimmt nicht ganz. Es haben ja einige Fans versucht, über die Aufsichtsgremien Einfluss zu gewinnen. Leider mit bekanntem Ausgang...

    Überragende Akteure waren u.a. Johannes Bitter und Adrian Pfahl und damit zwei Spieler, die Frisch Auf auch gerne in seinem Team hätte

    Haben die Verantwortlichen das im Sommer auch behauptet? Weißt du genau, dass eure RR und Torhüter anfangs der Saison als weniger wert und weniger leistungsstark galten und nicht genauso viel kosten? Ich gebe zu bedenken, dass Bitter zum Beispiel damals nur ein viel niedrigeres Gehalt angeboten wurde und dies auch nach langen Verhandlungen nicht aufgebessert wurde. Jetzt nach vier Monaten, wo eure Mannschaft bescheidenere Leistungen bringt (vor allem Michael Kraus, der sicherlich in derselben Gehaltsregion angesiedelt ist, hatte schlecht gespielt), lässt sich das leicht behaupten.

    Allerdings kann sich ein Verein wie Frisch Auf Göppingen diese Spieler mit diesen Gehältern nicht leisten

    Aha? Das glaube ich nicht. Wieviel sind denn deiner Meinung nach die Gehälter prozentual höher? Oder absolut (noch besser)?

    Ich kann mich nur wiederholen. Diesen Vorwurf der ach so teuren Mannschaft kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ich weiß nicht, ob du damals getippt hast. Aber gucke mal in den Tabellentipp 2015/16 inklusive Umfrage "Wer wird deutscher Meister 2016?" Thread. Keiner hatte ernsthaft Göppingen schlechter als den HSV getippt! Im Mittel lag Göppingen bei Platz 4-6 und der HSV bei 8-10.

    Und wenn man die Sasonetats vergleicht, so stellt man auch fest, dass GP auf demselben Niveau liegt.

    Ich will nicht behaupten, dass in Hamburg alles korrekt gelaufen war oder läuft. Aber dass Fitzek nicht versucht hat, massiv zu sparen, kann ich nicht erkennen. Klar kann man behaupten, dass man das hätte vorhersehen müssen. Und die Lizenz nicht beantragen durfte. Hat man aber. Mit wahrscheinlich 1-2 Mio. niedrigerem Etat als vorher. Und hat man afaik sogar ohne Auflagen erhalten.

    Es ist immer wieder zu konstatieren: springt während einer Saison (also nach Abschluss der Planungen) ein oder mehrere Geldgeber ab, wird der Vorwurf gemacht, dass man das vorher hätte wissen müssen. Das mag hier angesichts früherer Schwierigkeiten bei Rudolph zutreffen. Aber Rudolph wird doch wohl nicht nur einfach mit einer Unterschrift gebürgt haben, sondern mit dabeiliegenden Unterlagen, die den Geldwert als Sicherheit bescheinigen?

    Zum Spiel noch meine Meinung:

    Zitat von Bob Hanning

    "Das war eine enttäuschende Vorstellung. Bei so vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen und bei so vielen Gegentoren im Gegenstoß und Rückzugsverhalten ist es selbst schwer, gegen einen Zweitligisten zu gewinnen."


    Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer, dass es natürlich teilweise auch der guten Abwehrleistung des HSV zu verdanken war, dass sich Berlin so viele Fehler leistete.