Im Fußball bekommt man ja auch ab und zu mit, dass sich nicht-deutsche Nationalverbände um in Deutschland aufgewachsene und in U19- und U21-Nationalmannschaften spielende Spieler heftig bemühen. Mit dem Ziel, dass sie ihr erstes offizielles Länderspiel zum Beispiel nicht für Deutschland, sondern z.B. die Türkei machen. Sehr anfällig dafür sind natürlich die Jungen, die noch nicht in gewisser Weise Topleistungen bringen und irgendwie Perspektivkader sind. Das ist, finde ich, auch bedenklich, denn auch der DFB wird das Spiel mitspielen. Denn machen wir uns nichts vor: gerade in Deutschland sind sehr viele Leistungsträger der Nationalmannschaft Migrationshintergründler. Und auch auf die "Nachrücker" kann der Bundestrainer nicht verzichten, wenn er Titel gewinnen will, denn diese sind es, die auch Leistungsdruck auf die Etablierten ausüben. Und es gibt ja auch Spätzünder.
Und das gibt es andersherum auch bei anderen Sportarten genauso "schlimm" wie jetzt bei Katar gesehen. Ich denke da zum Beispiel an Tischtennis- und Badmintonspieler und -spielerinnen, die in der Jugend aus dem Kadersieb in China herausgefallen sind und in US- und EU-Nationalmannschaften als Nummer-1-Gesetzte auftauchen.
Was ich sagen will: solange nicht die Nationalität, sondern die Staatsbürgerschaft für einen Einsatz in Nationalmannschaften wichtig ist, ist das mit dem "Nationalstolz" nur eine Scheindebatte.