Beiträge von anonymer-scm-fan

    Kiel benötigt mal wieder neues Feuer.

    Jicha geht doch am Feldrand schon immer emotional gut mit. Ob er in der Mannschaft so wirkt, dass er auch den Busfahrer bis in die Haarspitzen motiviert, müssten andere bewerten.

    Kiel braucht ne Idee und eine neue Überzeugung, die daraus erwächst, und kein planloses Rumpelstilzchen.


    Siewert wirkt ja bspw. auch erstmal unscheinbar nach Außen, aber hat ne erfolgreiche Mannschaft geformt. Ob das an ihm lag oder ob die Truppe einfach zu gut war, um was falsch machen zu können, sieht man dann in seiner nächsten Station.

    Zwischen „Arm lag am Körper an“ und „Der Arm schoss raus“, was einen aktiven Schlag in Richtung Horzen impliziert, liegt eben irgendwo „In der Bewegung war der Ellenbogen zuweit oben und der ‚Treffer‘ war passiv unabsichtlich.“


    Gibt es ne Strafe gegen Gisli, ist das für die Aktion dann eben so. Dass die Schiedsrichter es anders entschieden haben, ist doch völlig allein deren Problem und nicht die Schuld des SCM…

    Nee, der war nicht nur hoch. Er schoss raus ins Gesicht!

    Diese Darstellung ist absoluter Bullshit.


    Der Ellenbogen war beim Überzieher gegen die Hand zu weit oben und der Gesichtstreffer war unnötig. Muss man sich nicht beschweren, wenn Gisli ne Strafe bekommt. Aber es war kein implizierter aktiv durchgeführter Schlag mit dem Ellenbogen in Richtung Horzen! Das so darzustellen ist einfach nur Verbohrtheit.

    Zeigt dann wohl, dass es im Zweifelsfall Heimschiedsrichter sind - bei beiden Auslegungen hat jeweils die Heimmannschaft von der Entscheidung profitiert.


    Der einzige Fehler im Bewegungsablauf von Gisli war, dass der Ellenbogen unnötig hoch war. Bei nem Kristopans hättest dir den Gegenspieler damit auf dessen Brusthöhe abgeschirmt, aber Horzen ist halt keine 2,13m.

    Der Bewegungsablauf war sonst nicht unnatürlich und ist der Ellenbogen auf angemessener Höhe würde nie jemand jammern. So wie du es darstellst, müsstest du doch auch ne blaue Karte fordern.


    Es sagt ja auch niemand, dass sich der SCM bei einer anderen Entscheidung hätte beschweren können.

    Mensch ALF du bist ein wahres Handballgenie.

    Kretzsche hatte 2007 ja auch mit der Begründung aufgehört, dass er in der damals absehbaren Situation keinen Bock hatte, seine Karriere im Mittelfeld der Liga zu beenden. So ging er zumindest noch mit dem EHF-Cup im Gepäck, nachdem die Situation im März 2007 eine Saison mit richtig geilen Siegen tabellarisch doch noch gegen die Wand gefahren hat. Zumindest hat der THW fast 20 Jahre später nicht mit 15 Toren in Magdeburg verloren.


    Zurück zum Jetzt: Wetzlar muss in Hamburg mitnehmen, was sie kriegen können und dann am letzten Spieltag hoffen, dass es entweder schon gereicht hat oder Minden es in Leipzig nicht ausreichend besser macht. Der SCM will nicht das Zünglein an der Waage sein UND nutzt die Ligaspiele für das CL-Final4. Das Gute für Wetzlar ist morgen früh immer noch, dass Leipzig gegen Minden wirklich so oder so ausgehen kann...

    Glaube nicht, dass die Leipziger im letzten Spieltag vor heimischer Kulisse ihren Fans einen faden Beigeschmack hinterlassen wollen... und Minden "muss" punkten. Das macht eben auch einen Druck...

    Um ein TTO zuzulassen, muss ja erstmal klar sein, wer den Ball hat. Und wenn man das im Videobeweis prüft, kann man natürlich vorher keine Auszeit geben.

    Ok, danke für die Einschätzung.


    Dann ist sein Verhalten für mich in der Situatuon aber für mein Gefühl "noch mehr Versagen" in dieser Situation:

    - Er will dann den Schiedsrichtern die Welt erklären

    - und schickt Wiegert vehement in eine Besprechung

    - die er nicht hätte "zulassen" dürfen

    - während er Wiegert weder für dessen Verhalten noch für den in dem Moment unberechtigten Antrag 2 Minuten gibt.


    Wenn man sich so aufspielt als Delegierter, dann darf man in so einer Situation nicht solche Fehler machen. Wenn man Eier zeigen will, muss man sie auch haben.

    Dann braucht man sich aber auch nicht wundern, dass sich Trainer in so einem zugelassenen Rahmen bewegen. Es gehört nicht nur der dazu, der auf der Nase rumtanzt.


    Das ist dann aber auch nicht ein "Wiegert-Bonus" sondern dann haben sie in Magdeburg oftmals einfach Schiss vor der Halle.

    Strafe für Gisli ODER 2 Minuten für Benno und du hast 15 Minuten Hölle, ganz davon zu schweigen, was abgeht, wenn du regeltechnisch vertretbar beides gibst.

    Auswärts hätte es garantiert ohne zu Zucken eine der beiden Strafen gegeben - also kein "Trainerbonus".

    Jicha wird auch nicht wenig Gehalt beziehen.

    Auch Kiel könnte sich aktuell erlauben, einem Trainer, den man nicht so auf der Rechnung hat, eine Chance zu geben. Man müsste einfach jemanden finden, der eine sinnvolle Idee hat, die verfolgt, dafür nach innen begeistern und auch nach Außen so wirken kann, dass man ihm Zeit und Vertrauen gibt. All die Trainer, die jetzt nachhaltig im Grunde über-erfolgreich gearbeitet haben, vereinen das ja in sich, siehe Wiegert, Siewert, Sigurdsson. Da hilft dann auch, wenn der Trainer die Spieler selbst aussuchen darf, die geholt werden sollten - wenn er nicht gleich die Doppelfunktion hat, muss der sportliche Leiter zumindest eher die Rolle des Erfüllungsgehilfen einnehmen anstatt selber noch Ideen reinbringen zu wollen.

    Gestandene Namen kosten hingegen wieder Geld und schüren Erwartungen, die dann "eher" direkt erfüllt werden müssten. Da ist jetzt auch keiner dabei, dessen aktuelle Teams dafür bekannt wären, mal grundlegend was anderes zu machen als die Spielidee, die Jicha sowieso schon hat.

    Gisli hat den Arm auf einer Höhe, auf der er nicht sein müsste, stimmt und kann man so sagen, aber Horzen kommt in der Aktion eben auch 1-2 Schritte nach vorne. So entsteht der Treffer.

    So "muss" man die Rote auch nicht unbedingt geben.

    Stünde Horzen fest und Gisli würde ihm mit dem Ellenbogen-Wischer tatsächlich per Stürmerfoul so treffen, wäre es klar rot.


    Andersrum: hätte man die rote Karte mit der durchaus vorhandenen Bewegung des Abwehrspielers gegeben, wäre das auch ein Signal "Beweg dich mal ein bisschen so, dass du den Kontakt da bekommst, wo er nicht sein darf und dann fliegt dein Gegner runter."


    Andere Frage: Kann mir mal einer sachlich erklären, warum Zacharias in der Situation nach Ablauf der Auszeit und nach Entscheidung per Videobeweis nochmal die Mannschaften zu den Auszeiten lässt?

    Gummersbach verhält sich "normal" in der Auszeit, die vom SCM genommen wurde und bespricht sich und Wiegert als auch Grafenhorst schei*en auf die laufende Auszeit-Uhr und dürfen dann doch nochmal mit der Mannschaft sprechen?


    So wie Zacharias sich immer gibt, hätte er da auch mal die Eier haben müssen, Benno die 2 Minuten zu geben und nach dem Videobeweis klar zu sagen "Auszeit vorbei, Entscheidung gefällt, es geht weiter". Zudem steht er da ne Minute und erklärt den beiden Schiedsrichtern, was genau zu tun ist?


    Das wirkt eben durchaus als "überheblich, einmischend, aber letztlich doch mutlos und nebenbei lasse ich es mal so aussehen, als hätten meine Schiedsrichter sowieso keine Ahnung".

    Bleib am Tisch stehen, hol meinetwegen die beiden Schiris zu dir, um kurz was abzustimmen und gib Wiegert 2 Minuten, lass dann nach TTO+Video Check weiterspielen und dann ist gut.

    Wenn du meinst, du bist der Oberste, dann verhalte dich eben in der Situation genau so, aber dann schwächst du eben auch deine Schiedsrichter durch dein eigenes Versagen.


    Da stinkt der Fisch schon vom Kopf her und es gibt dann Trainer, die mit ihrer Art auch mal unnötig durchkommen.

    Unterstellt man Wiegert da Kalkül muss man die komplette Schiedsrichter-Gilde kritisieren, dass sie das immer wieder zulassen.

    Das ist keine Sachen der Medien, sondern der Finanzen. Damals war der THW allen Team enteilt!

    Beim THW hat man es mit den finanziellen Vorteilen im Rücken verpennt, die neumodischen Ideen zu adaptieren.

    Magdeburg und Berlin haben dem THW erst sportlich durch eine andere Art Handball den Rang abgelaufen und reiten auf der finanziellen Welle, die sich mit dem Erfolg ergibt, jetzt vorne weg.

    Gummersbach hat den THW doch aktuell nicht überholt, weil sie finanzstärker wären. GVS ist einfach der bessere Trainer bzw. hat die besseren Methoden.

    Szilagyi und Jicha haben das Ding sportlich gegen die Wand gefahren und finanziell merkt man das dann jetzt eben auch. Wenn man an beiden festhält, wird man sehen müssen, was Jicha nächste Saison aus dem Kader macht. Wahrscheinlich sind dann aber wieder wichtige Spieler abwechselnd verletzt.


    Der THW kann mittelfristig sicherlich wieder die Power entwickeln, um auch wieder um die Meisterschaft zu spielen. Die Strukturen sind ja da und mit ganz oben in der Liga - aber dafür muss frischer Wind rein.

    Wenn man beide noch einige Zeit behält, könnte man sich irgendwann als worst case in die Reihe von Mannheim oder Hannover reihen. Die haben auch Hallen mit fünfstelliger Kapazität.


    Beim THW hat man augenscheinlich intern den Anspruch an den Nimbus "WIR SIND KIEL!" als Maßstab verloren. Wenn man den Slogan lebt, dann muss der auch Messlatte für die Entscheidungen sein. Meint man es ernst, kann man sich so eine Saison als aktuelles Ergebnis einer negativen Entwicklung nicht ohne Konsequenzen gefallen lassen.

    Der Kreis des Finales morgen passt doch in das größte Wechsel-Theater des Sommers. Vielleicht drückt morgen jemand auch der MT insgeheim die Daumen, damit deren Saison morgen Abend um 20 Uhr beendet ist und nicht jemand noch in eine finale Bredouille kommt...

    Wir sind uns ja einig, dass Sully auf dem Level auch keine Backup-Lösung mehr für das Level ist, auf dem der SCM agieren will.

    Es wundert eben nur etwas, dass es noch keine offizielle Mitteilung gab, dass er nicht verlängert wird.


    Da es intern um Jonsson sicherlich schon länger bekannt sein dürfte, könnte es ins Bild passen, dass man sich die Notfall-Option so noch offen halten könnte.


    Jonsson sollte ggf. für sich auch mal überlegen, ob es ihm diese Saison gut tat, mal nicht durchspielen zu müssen. Er war ja fit bis auf den Knochenbruch...

    Um mehr im Angriff zu spielen, müsste er aber zusehen, dass die Abstimmungen im Angriffsspiel besser passen. Da waren hier und da auch Situationen, wo man denken konnte, dass die Absprachen / Abstimmungen nicht so ganz klar sind oder umgesetzt werden.


    Sully wäre sportlich keine Option mehr. Wenn man Briet nicht bekommt, muss Jonsson eben noch eine Saison hier spielen. Dass man aber bei Sully noch gar nichts gehört hat, zeichnet da ein Bild eines "Wir warten ab und halten uns Optionen offen."

    Serradilla könnte zwar auch die Rolle "Mittelblock und RL in die 2. Welle" füllen, aber ohne Jonsson/Briet selbst mit Sully wäre das eher zu dünn besetzt.

    Dass Handball als Sportart auch in deutschen Metropolregionen einen schweren Stand hat, ist ja auch nichts neues. Der Standort an sich macht es hierzulande nicht alleine aus, wenn der für die jeweilige Region passende Manager fehlt.


    Wenn man so will, sind die Füchse der einzige Verein aus einer Metropolregion, die es über gewachsene Strukturen geschafft haben, sich bis nach oben zu arbeiten - und das lag sicherlich eben auch an einem Bob Hanning.

    Andere Metropolen-Vereine konnten sich zumindest nachhaltig in Richtung Mittelfeld arbeiten, aber ziehen aus sich heraus auch nicht die wirtschaftliche Potenz ihrer Region "nachhaltig" so auf sich, dass sie bis nach oben durchstoßen konnten - Hannover, Stuttgart, Nürnberg als Beispiele.

    Hamburg mit Rudolph und Mannheim mit Nielsen brauchten für die Spitze dann doch die Mäzene. Mannheim "nach Pandora" wäre in den Beispielen aus der Gruppe davor. Hamburg struggelt ja offensichtlich immer noch. Da scheint es allgemein ein Standortproblem zu sein, dass ein Liga-Team nicht aus eigener Kraft ankommt.


    Leipzig hat es nun nach Jahren in der Liga auch nicht geschafft. Der Abstieg ist ja nur die negative Spitze der bisherigen Entwicklung.

    Und von anderen erfolglosen Versuchen, regional verwurzelte Vereine in große Städte umzuziehen, um den großen Wurf zu schaffen, ganz zu schweigen: Wallau in Frankfurt, Minden in Hannover, Gummersbach in Köln...


    Auf den deutschen Handball bezogen, macht das eben dann einfach wieder die Tür auf für Vereine mit guten Ideen, Überzeugung und eigener Anziehungskraft. Handball wird aber auch in Deutschland nicht nachhaltig aus dem charmanten "Dorfverein"-Dasein heraus wachsen. Das muss für die Sportart ja auch nichts schlechtes sein, weil es eben eine breite Basis ist, auf der die Sportart insgesamt gesund leben kann.

    Zuschauer=Interesse=Sponsoren=Geld=Konkurrenzfähigkeit=Breite=Spitze.

    Was hatte Spanien mal für eine geile Liga. Gibt's diese SEHA-Liga noch? Sicher auch nicht.

    Die SEHA-Liga gibt es seit 2022/2023 nicht mehr. Der sportliche Wert der Liga war aber auch mehr, dass die teilnehmenden Teams nochmal einen Wettbewerb hatten zwischen den Anforderungen ihrer eigenen nationalen Liga und der europäischen Wettbewerben. Im Grunde war da das obere Drittel weitestgehend auf European-League-Niveau.

    Die beiden Teams, die dann mit finanzieller Wucht im Rücken auch in der CL eine Rolle spielen konnten, haben die SEHA-Liga halt auch dominiert: Veszprem hat bei 5 von 6 Teilnahmen gewonnen. Das eine Mal ging dann an Vardar, die wiederum sonst eben auch 4 der 5 Saisons gewonnen hatten, in denen Veszprem nicht dabei war.


    Ansonsten ist es eben im europäischen Vergleich schon so, dass nur die Teams mit den deutschen Top-Teams mithalten können, die an irgendeinem großen Tropf hängen. Wesentliche Ausnahmen auf erwähnenswertem Niveau wären da doch fast nur noch Aalborg, GOG, Nantes und Montpellier. Die Gleichung stimmt, mit dem kleinen Einwand, dass man halt Zuschauer und Interesse noch in Klammern setzen kann, wenn man einen Sponsor hat, der die Kohle gibt. Die Asobal und die SEHA-Liga in ihren besten Zeiten waren ja auch dominiert durch die Teams, die zentrale finanzielle Unterstützung hatten. Die These dürfte schon passen, dass die CL schwächer wird, wenn irgendwo finanzielle Spritzen wegfallen, die einzelnen Vereinen eben deutlich dabei helfen, Qualität an einzelnen Standorten zu bündeln. Die Aufstockung der CL von 16 auf 24 Teams macht es in der Spitze ja auch nicht interessanter, auch wenn es in der Breite ein paar mehr sportlich interessante Spiele geben könnte.


    Um den Schwung aus dem Thema mal wieder zum SCM zu bekommen: Mal abwarten, welche Auswirkungen die CL-Reform sportlich und finanziell für uns haben wird.

    - Die Möglichkeit, sich mit einer starken Gruppenphase 2 Spiele in der Saison sparen zu können, fällt ja schonmal weg. Bis zum Viertelfinale sind es dann auf jeden Fall 16 Spiele statt möglicherweise "nur" 14.

    - Die 2 zusätzlichen Spiele sind eher in einer Phase des Wettbewerbs und gegen Gegner, die sportlich aus Zuschauersicht eher weniger interessant sein dürften.

    - Aus sportlicher Sicht wird man es mutmaßlich nicht wirklich entspannter angehen lassen.

    Zumindest die letzten 8 Minuten seit dem 24:27 bis zur 59:59 Minute in der Wiederholung gesehen und bewertet:

    Vom 24:27 bis zum 30:30 hat die SG die Chance auf den Auswärtssieg ohne irgendeine "falsche" Schiedsrichter-Entscheidung selbst aus der Hand gegeben.

    In der Schlussphase - vor der Saugstrup-Szene - war nichts dabei, was aus Flensburger Sicht anders hätte gepfiffen werden "müssen".

    Die letzte Szene lässt sich aus (TV-)Zuschauersicht nicht auflösen, weil es keine Einspielung der Prüfung des Videobeweises gab, an der man hätte die tatsächliche Spieluhr hätte sehen können.

    Da der Videobeweis genutzt wurde, kann man sicherlich davon ausgehen, dass die Entscheidung dann mit den dort gezeigten Sequenzen und Zeitstempeln korrekt war. Die Schiedsrichter wissen nicht, was davon öffentlich sichtbar gezeigt wird und auch in ihrer Leistungsbewertung steht genau das gleiche Material nachträglich zur Verfügung, welches in sich gesehen nur "eine" richtige Entscheidung zulässt. Es "gegen" das Material aus dem Videobeweis bewusst anders rum dann falsch zu entscheiden, macht für die Schiedsrichter überhaupt keinen Sinn und in der Bewertung können sie sich nur und müssen sich auch drauf verlassen, dass das Material technisch korrekt ist. Und es kommt eben auch dazu, dass jedem bekannt ist, dass die Entscheidung direkten Einfluss auf die Abschlusstabelle und CL-Qualifikation haben kann.

    Die SG hatte den Auswärtssieg in der Schlussphase ohne negative Schiedsrichter-Entscheidung selbst in der Hand. Fehlwürfe und Fehlpässe haben 2 Punkte verhindert.

    Mit der couragierten Leistung geht aber in Hamburg und bis inkl. dem Abpfiff in Berlin aber auch "alles". Daumen sind gedrückt.

    Wiegert wird auch weiter seinen Stil verfolgen und dafür die Spieler scouten und verpflichten. Bisher sind keine Spieler vom Markt, die groß in das Profil fallen würden, auch wenn "Namen" erstmal klingen.

    Wie erfolgreich es in den kommenden Jahren bleibt, hängt auch an anderen Stellschrauben: Wie funktionieren die Keeper nach der Saison? Welche Qualität kann man mittelfristig am Kreis bekommen, wenn Saugstrup und Bergendahl ihre Schuhe irgendwann an den Nagel hängen? Welche Wechsel stehen 2028 auf dem Plan?

    Die Frage wird auch sein, wie es nach 2030 weitergeht. Gislis Verlängerung bis dahin ist für mich Indikator, dass auch Wiegerts Vertrag bis dahin läuft - mindestens mal bis 2028.


    Mit dem aktuellen Kader für die nächsten 2 Jahre und den Verpflichtungen von Berlin, Flensburg und Kiel kann es oben wieder enger werden, aber auch da sollte man abwarten, wie vor allem die bisher woanders spielenden Stars mit der Knochenmühle Bundesliga klarkommen werden. Mem und (die) Costa(s) kommen ja nun auch aus Ligen, in denen sie nicht alle 3 Tage mehr oder weniger voll belastet performen müssen. Da würde es nicht wundern, wenn die ein bisschen Zeit brauchen, sich an die neue körperliche Belastung zu gewöhnen.

    Bei uns ist es hingegen im Kern "nur" die Frage, wie Mandic und Kuzmanovic liefern können. Beim Rest wissen wir, was wir erwarten können. Vor dem "Was ist, wenn sich wer verletzt" stehen eh alle Teams.


    Der SCM hat bis 2028 den Vorteil, eine eingespielte und eingeschworene Mannschaft zu haben. Berlin kann da nächste Saison nochmal rankommen, falls sie Andersson noch 1 Jahr behalten können - wobei wir vermutlich noch das potentiell besssere TW-Duo haben könnten. Ab 2027 sehen dann die Namen anderswo ganz toll aus, aber die Teams müssen sich dann auch erstmal zusammenraufen. Das wird wohl erstmal eher eine Lotterie, wie schnell es dann wo klickt.

    Jonsson wäre eigentlich prädestiniert dafür, Claar auch mal vorne und hinten zu entlasten. Das kann durchaus nächste Saison seine Rolle werden, wenn eben Toni dann der Abwehrspezialist wäre. In der Abwehr ist in dieser Saison Jonsson eben deutlich vor Zechel oder Sully und könnte zudem die 2. Welle mit abschließen, auch wenn man dieses Mittel allgemein nicht mehr wirklich nutzt.

    Würde Elvar gehen, wären es eh wieder 15 Spieler. Dann müsste man so oder so nochmal handeln.


    Spieler 17 schon im Kader zu haben wäre im Fall der Fälle sicherlich über eine Saison günstiger, als ihn im Fall der Fälle irgendwo rauszukaufen.

    Ich bin da aber auch bei Ballistrix: Wenn sich wer verletzt, weiß man, wo und ob man handeln muss.

    RR ist im Grunde auch nicht "mehr" besetzt als RL/RM bzw. wird es da sogar noch dringender, wenn sich OIM oder Albin verletzten sollten.

    Es kann eben auch nicht schaden, dann finanzielle Mittel parat zu haben.

    Wenn "Spieler 17" die offensive Alternative zu Gisli und Claar sein soll, auf die Wiegert dann wirklich auch setzt, kommen da nicht viele Spieler in Frage.


    Das "Vorbild Smarasson" ist nun mal schon Jonsson, der in Melsungen gezeigt hat, dass er diese Rolle durchaus einnehmen könnte - und eben vorne und hinten spielen kann, wie eben Claar oder Smarasson und halbwegs in die Spielerkategorie passt, die Benno sucht. Wie aber auch schon geschrieben, hatte Smarasson deutlich geringere Spielanteile als Gisli nach der Verletzung auf seine Form kommen musste. Im Grunde kann man hart sagen, dass wir deshalb in Hannover die Meisterschaft verloren haben.

    Jonsson wirkte in den letzten Wochen im Angriff auf mich aber auch mit (auferlegter) Ladehemmung. Wiegert setzt scheinbar auch nicht mehr auf Durchbrüche im erweiterten Gegenstoß und im Positionsspiel ist es schon was anderes, ob Gisli und Claar spielen oder einer der anderen drei Rechtshänder im Rückraum ran darf. Selbst in der garbage time war der Eindruck nicht mehr so als würden die Jungs so agieren, dass sie sich offensiv 'aufdrängen' würden.