Beiträge von anonymer-scm-fan

    Der Spielertyp muss eben auch zum Rest der Mannschaft passen und wenn man sich so jemanden wie Gisli, Skippy oder Mittún holt, muss auch die Bereitschaft da sein, dass Spielsystem danach auszurichten.

    Gisli ist dafür ja durchaus ein Beispiel, der in einem auf seinem Spielstil ausgerichteten Gesamtsystem besser funktioniert als bspw. in der Kieler Spielphilosophie. Da braucht es eben einen Verbund von Spielern, die das spielen können, ansonsten sieht der einzelne Spieler unpassend aus.

    Zudem kann man sich bei Wiegert auch drauf verlassen, dass er in einem direkten Vergleich sicherlich den Spieler bevorzugen würde, dessen Mentalität besser passt.

    Das sind auch meine Gedanken dazu, wenn ich was optimistisches denken möchte, aaaaaber ich habe mich nicht getraut es auszusprechen, weil ich mittlerweile nicht mehr weiß, was hier noch gehauen und gestochen ist.

    Die Richter müssen das genauso sehen und dann zu einem möglichst humanen Urteil kommen und das auch noch möglichst schnell.

    Dann kann endlich diese endlose, nervenaufreibende Spekuliererei beendet werden.

    Solange Portner nicht sportrechtlich einwandfrei einen falsch-positiven Test oder eine Kontamination nachweisen kann, von der er nichts hätte wissen können, sollte man davon ausgehen, dass es Urteile geben wird, die einer der beteiligten Seiten nicht gefallen wird.

    Wunschtraum bleibt, dass es schon klare Beweise gibt, die seine Unschuld einwandfrei belegen, sodass die HBL weitere Schritte einstellt und die NADA das dann akzeptiert.

    Im schlechtesten Fall geht es auch hier vor's CAS.

    Aus Laiensicht hatte die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen eingestellt, da im Strafrecht keine weiteren Anhaltspunkte für Straftaten vorlagen. In einer Verkehrskontrolle bspw. wäre der bei Portner ermittelte Wert weit unter dem Wert, auf dem durch die Polizei genutzten Tests reagieren.

    Die Anti-Doping-Verfahren in den Sportverbänden laufen ja offensichtlich unabhängig von irgendwelchen staatlichen Behörden oder Testverfahren, Grenzwerten etc. und im Sinne einer Vorbeugung gegen staatlich unterstützte Dopingsysteme ist diese Unabhängigkeit ja auch durchaus erklärbar, zumindest wenn die WADA und das IOC das für die nationalen Verbände entsprechend weltweit zur Wahrung unabhängiger Verfahren vorgibt.

    Unter dem Konstrukt geben WADA und IOC für ihre Mitglieder vor, was gilt, u.a. die Umkehr der Beweispflicht auf die beschuldigte Person.

    Selbst wenn die HBL jetzt milde oder gar mit Freispruch reagieren sollte, wird sich dann vermutlich doch wiederum die NADA einmischen und man hat dann erstmal noch keine rechtssichere Entscheidung und es zieht sich weiter.

    Dann sollte man sich aber auch sparen, erstinstanzliche Untersuchungen und Entscheidungen dann an die jeweiligen Dachverbände auszugliedern und es dann selber machen.

    Am besten wäre... hört sich irgendwie aber auch wie der Vater und die Mutter des Gedankens an.

    Ist es leider auch, denn als Laie würde ich nicht davon ausgehen, dass die NADA es auf sich beruhen lassen würde, wenn die HBL nach Sichtung aller bekannten Fakten entscheiden sollte, den Fall nicht weiterzuverfolgen.

    Im Gegensatz zu Clickbaiting-Medien und öffentlich Geltungsbedürftigen ist die aktuelle Übersicht bei Handball-World wenigstens mal ein brauchbarer Stand.

    Als Frage eines Laien: Ist es richtig, dass die HBL nun entscheidet, ob die das beim DHB meldet und es dort weiterverfolgt wird? Kann eine dritte Partei (NADA) etwas veranlassen, wenn die HBL entscheiden würde, dass es nach der aktuellen Sichtung der Lage seitens HBL keine weitere Nachverfolgung veranlasst wird?

    Am besten wäre im Fall Portner, dass einfach schnell nachgewiesen werden kann, dass eine im Rahmen der Dopingregularien erlaubte Medikamenteneinnahme ein falsch-positives Ergebnis auf Methamphetamin herbei geführt hat.

    Pseudoephedrin als ein Bestandteil gängiger Erkältungsmittel wäre ja in gewissen Mengen noch kein Doping und kann zu falsch-positiven Testergebnissen führen.

    So kann man das auch sehen, kann mir aber auch 2 KM als IB vorstellen und Sully mit seiner Beweglichkeit auf Halb. Kommt aber aufs selbe raus. Wobei ich das Umschaltspiel, wenn Sully halb spielt noch besser finde, als wenn er über die Mitte kommt und Felix über halb kommt.

    Ich gehe aktuell davon aus, dass Sully seine Rolle im IB behalten wird. Im Innenblock kommt es ja auch auf Eingespieltheit an - gerade wenn der Fokus so sehr auf einer beweglichen Abwehr liegt wie bei uns - und diese Eingespieltheit muss sich Zechel erstmal erarbeiten und sich auch erstmal auf dem Level beweisen. Würde mich wundern, wenn Zechel direkt Sully verdrängen kann. Als Rollenspieler in der Konstellation "Pausen für Claar zusammen mit Mika bzw. Weber" dürfte der Einstieg am einfachsten, realistischsten und risikoärmsten sein.

    Es gibt doch eh nur 9 feste CL-Plätze. Davon fällt nächste Saison noch einer auf Belarus. Da kann die EHF also 8 Wild Cards vergeben und sollte der THW die CL gewinnen, gäbe es gute Argumente. Die EHF will zwar möglichst kein drittes deutsches Team in der CL aber bei einem potentiellen Titelverteidiger aus Kiel spräche sehr viel für eine Ausnahme.

    Zechel dürfte die Rolle bekommen, Claar in der Abwehr zu entlasten - entweder geht Wiegert wieder komplett auf 2 Wechsel oder Zechel kommt dann zum Einsatz, wenn Claar durch Weber/Damgaard vorne und eben durch Zechel in der Abwehr mal Verschnaufpausen bekommt.

    Meister und Chrapkowski kriegen diese Saison eben auch deshalb keine Spielanteile, weil halt Smarasson die Entlastung für Claar ist und der eben auch halblinks decken kann.

    Wenn Jonsson kommen sollte, kommt Zechels Rolle später schlicht drauf an, ob O'Sullivan noch über 2025 hinaus bleibt.

    Die Planung für die aktuelle Saison war langfristig genau diese Auflistung. Dass Gisli sich in Köln schwer verletzt hat und man mit Smarasson eine Lösung finden konnte, die direkt so einschlägt, war absoluter Zufall und so in der Kaderplanung 2023/2024 doch überhaupt nicht vorgesehen.

    Wäre die Verletzung in Köln nicht passiert, wäre Smarasson hier nicht gelandet und ja, man hätte vermutlich eine etwas schwächere Saison gespielt. Dass wir mit Smarasson eine vermutlich noch bessere Saison als mit Weber/Damgaard hatten und es mit der geplanten Kombi hier und da mal Abstriche geben könnte, sehe ich auch so.

    Wiegert wird jetzt seine Kaderplanung wie geplant weiter gehen und nächste Saison auf Damgaard, Weber und Zechel als Entlastung vertrauen. Sollte Jonsson doch im Sommer kommen, dann wäre das nur mit einem Abgang von Weber oder Damgaard sinnvoll und ich glaube nicht, dass der Club das macht.

    Wenn der Club es sich leisten kann und will, Weber, Damgaard und auch Zechel nächste Saison auf die Bank zu verbannen und das Geld für einen Transfer und ein weiteres Gehalt in die Hand zu nehmen, dann sollen sie es gern machen. Ich geh nur nicht davon aus, dass sie es tun werden.

    Im Tor sollte man einfach bei El-Tayar mal anfragen. Gab ja bei ihm noch keine bestätigten Nachfolge-Verein nach seinem sowieso-Vertragsende diesen Sommer, oder?

    Wenn man so die Verlautbarungen bzgl. MT und Etat so liest könnte der SCM den Jonsson schon 2024 holen und dann ggf. auch mal bei Simic anklopfen ;)

    Die Qualitäten mal ganz außen vor gelassen: Die Konstellation, die nötig wäre, Jonsson vorzeitig zu holen, wird nicht eintreten, weil das im Sommer 2024 keine absolute Not wäre.

    Mit Claar, Kristjansson, Damgaard und Weber hat man 4 Leute auf RL/RM, die im Angriff verfügbar wären. 3 der 4 spielen generell nur Angriff. Im Notfall hätte man auch noch O'Sullivan, der vorne spielen könnte.

    Mit Zechel hat man zudem einen dritten Kreisläufer, der dann auch einem O'Sullivan Verschnaufpausen in der Abwehr geben könnte, wenn der mal vorne ran müsste.

    Die Kaderplätze, die 2024 geplant sein dürften, sind also alle besetzt. Da jetzt was zu ändern, würde eben 2 Transfers nötig machen.

    Jonsson würde 2025 für Damgaard und O'Sullivan eben Sinn machen.


    Simic könnte eine preisgünstigere, sinnvolle Lösung sein. Bei der Torwartfrage wird aber für die kommende Saison das Problem sein, dass der SCM nicht weiß, wie lange sich die rechtssichere Klärung um Portner hinziehen wird und die Torhüter-Kandidaten, die die entsprechende Qualität mitbringen würden, werden auch nicht unbedingt 1-Jahres-Optionen bevorzugen. Hernandez beweist sich ja derzeit, sodass hier eigentlich nur Keeper aus der HBL über bleiben, die ihre aktive Karriere doch nochmal um 1 Jahr verlängern würden oder die aus entweder noch keinen neuen Vertrag haben oder aus einer Konkursmache kurzfristig was neues bräuchten und auch erstmal mit Übergangslösungen leben könnten.

    Beim SCM wird sich bei den Feldspielern nächste Saison nichts mehr ändern. Weber war die langfristige spielerische Lösung von Wiegert in dessen System.

    Dass Smarason als zeitweise Notverpflichtung für die Ausfallzeit von Kristjanson so einschlägt und die eigentliche Plan-A-Lösung auf die Bank verdrängt, war nicht abzusehen. Weber oder mit etwas Glück Damgaard werden dann die Entlastungen für Claar und übernehmen dann die punktuelle Rolle, in die Smarason gerade rutscht.

    Ich hoffe da mehr auf Mika, da er ebenfalls ballsicher agieren kann, aktuell in seinen paar Einsatzminuten diese Funktion offensichtlich erfüllt, aber noch dazu eigene Torgefahr kreieren kann.

    Mit O'Sullivan gibt es einen weiteren potentiellen RM/RL, der im Notfall auch vorne agieren könnte. Die Planstellen für 2024/2025 sind besetzt.

    Da wird es nur noch einen ungeplanten Abgang geben, wenn Damgaard oder Weber absolut unzufrieden wären und sich für einen der beiden noch so eine absolute Top-Lösung (aus deren Sicht) ergeben würde, dass sie den SCM um Freigabe bitten würden und der SCM dafür dann Smarason von Szeged ausleihen oder Jonsson (wenn was dran ist) früher verpflichten könnte. Das glaube ich bei beiden Spielern nicht, wenn sie nächste Saison wieder auch Aussichten auf mehr Einsatzzeiten erhalten.

    Vielleicht hat Wolff auch eine Ausstiegsklausel im Vertrag in Form einer festgelegten Ablösesumme für Deutschland. Es gibt ja auch nicht viele HBL-Vereine, die sich ihn leisten könnten und die für ihn normalerweise sportlich interessanter wären als Kielce. Solch eine vertragliche Klausel wäre aus der Sicht von Kielce ein überschaubares Risiko.

    Verdächtig ist schon, dass es die Sportbild gemeldet hatte, ohne wie üblich irgendwo abschreiben zu können, zeitlich passend zum Aufeinandertreffen der Vereine in der nächsten Woche. Garniert mit ein paar Floskeln und nicht nachweisbaren Behauptungen gibt's halt schnell die Meldung auf Bild-Niveau.

    So oder so diente die Information über die Messwerte (dürften ng/ml sein) nochmal der Gegenüberstellung, was bei Portner gemessen wurde und welche Werte bei Kontrollen polizeitechnisch erstmal "interessant" ist. Da ist die Methodik der Tests ja auch erstmal zweitrangig.

    Dass ein Labortest sehr viel empfindlicher sein dürfte als ein Schnelltest, bei dem es erstmal um Prüfung eines Anfangverdachts der Fahruntüchtigkeit geht, sollte nach Corona auch allgemein bekannt sein.

    Das Problem für Portner ist sowieso weiterhin, dass die Suche der Quelle einer hoffentlichen Kontamination und der Beweis einer Unschuld leider sehr aufwändig sein dürfte. Da es für Methamphetamin keine Untergrenze hinsichtlich Doping gibt, steht weiterhin im Raum, dass es nachgewiesen wurde und die Anti-Doping-Mechanismen nun arbeiten und entsprechende Konsequenzen im Raum stehen.

    Hauptsache, beim Gegner kann man das Wort aggressiv unterbringen, beim Lieblingsteam ist es immer Stärke. ;)

    Dann lassen sich anschließend auch leichter Schiedsrichterentscheidungen bewerten.

    Ist schon einfach, irgendwelche Plattitüden zu unterstellen, oder?

    Die allgemeine Schiedsrichter-Linie, was auf dem Level (HBL + Final4) erlaubt ist, ist ja für beide Teams im Vorfeld bekannt.

    Der Grundpfeiler für Melsungens einzige Chance wäre es, dass sie in der Abwehr Zugriff bekommen. Das war in Kassel diese und letzte Saison auch schon so.

    Andersrum gehe ich beim SCM auch davon aus, dass die Jungs eine bewegliche und aggressive Abwehr auf die Platte bringen und die Melsunger nicht nur machen lassen.

    Die Melsunger dürften heiß und aggressiv sein. Dass das dann kein Selbstläufer wird, hat der SCM diese und letzte Saison in Kassel schon mit 2 Unentschieden gemerkt.

    Beim SCM weiß man ja aus der letzten Saison auch, was es in einer Mannschaft bedeuten kann, wenn man als potentieller Außenseiter zu einem solchen Wochenende fährt.

    Wenn Melsungen ein gewisses Maß an Aggressivität auf die Platte bringen kann und es schafft, dass der SCM darauf "genervt" reagiert, kann es interessant werden.

    Was mich einfach interessieren würde, ist die Frage, wie oft Portner in dieser Saison bereits getestet wurde. BHC und Berlin ist klar, aber dazu kommen in aller Regel ja noch Trainingskontrollen. Und auch nach anderen Spielen (Verein und Nationalmannschaft) hätte er ja ausgelost werden können.

    Und was brächte dir die Information an neuen Erkenntnissen?

    Portner dürfte diese Saison bei 55 bis 60 Pflichtspielen teilgenommen haben und letzte Saison waren es auch über 60. Die Wahrscheinlichkeit dürfte also hoch sein, dass es allein während seiner SCM-Zeit nicht die einzigen beiden Wettkampfkontrollen waren.

    Fakt bleibt, dass es jetzt eine einzelne positive Probe während dieser Zeit gab, wobei die gemessene Konzentration in der Öffentlichkeit unbekannt ist und dass er dank der einseitigen und fragwürdigen Informationsweitergabe der NADA in der allgemeinen Berichterstattung als potentieller Junkie gebrandmarkt wird, da die meisten eben über Crystal Meth berichten und nicht über Methamphetamin. Die Wortwahl hat schon auch eine Wirkung.

    Es bleibt zu hoffen, dass eine Kontamination nachgewiesen werden kann. Die Möglichkeit mit dem Hotelzimmer oder einer derartigen Quelle hat man in der Prüfung hoffentlich auf dem Schirm.