Beiträge von anonymer-scm-fan

    Ich habe auch mal eine Frage an michme. Hallo erstmal :hi:
    Was hat es damit auf sich, dass du immer bei Torerfolg Pettersson das/den Daniel so in die Länge ziehst? Ich bin kein Freund davon. Damit sind wir wieder beim Thema manchmal ist weniger mehr. Kann man das abstellen? :)

    Der Erinnerung nach gab es den Namensruf erst als Wechselgesang unter den Fans und er hat es daraus dann beim Torerfolg übernommen.

    Wenn er weg geht, würde euch schon was fehlen so in Sachen Spott und Hohn, oder?

    Nein. Wenn man als Außenstehender das betrachtet, für was er hier über die Jahre mitverantwortlich war, kann man eben auch konstatieren, dass hier wohl der Spruch "Außer Spesen nichts gewesen" gilt. Die Torhüter haben sich nicht wesentlich weiter entwickelt - grade bei einem Talent wie Thulin hätte man vielleicht was sehen können - und die Zugänge, die ihm als Kontaktbringer und Netzwerker mit zugeschrieben werden, waren auch nicht so sehr hilfreich.

    Der Zugang von Weber liest sich auf dem Papier her erst mal ordentlich bis gut.

    Man darf gespannt sein, ob Wiegert dann endlich im Spielsystem über seinen Schatten springt oder ob Weber dann hier teilweise verpufft, weil es wieder am System scheitert.

    Ich hoffe auch, dass Weber und Damgaard zusammen dürfen und dann auch funktionieren, damit wir mehr Torgefahr im Rückraum haben, aber...

    Im System von Wiegert ist Weber einer für RL, aber nicht so ein RM, wie Wiegert ihn in seinem System sehen will.

    Wiegert muss Weber erlauben, dass er dann auch Wurfentscheidungen trifft - da hat er ja selbst bei Damgaard ab und an Probleme mit, wenn 2-3 Würfe daneben gehen.

    Wenn Weber und Damgaard zusammen auf der Platte stehen, dann wird der Spielfluss, den Wiegert haben will, auch nochmal langsamer werden, weil dann neben Damgaard noch ein weiterer Spieler auf dem Feld steht, der den Ball nicht unbedingt schnell hält.

    2 Spieler zusammen auf der Platte, die aus dem Rückraum wurffreudig sind und den Spielfluss bremsen, muss Wiegert erstmal wollen...

    Da Weber als Bezjak-Erbe kommuniziert wurde, muss sich Wiegert daran messen lassen, ob er das hinbekommt, dass die beiden zusammen vorne spielen und funktionieren und uns nach vorne bringen.


    Wenn Wiegert Weber in das bisherige Spielsystem pressen will, wird Weber einfach nur die ersehnte 1b-Lösung auf RL und auf RM bleibt es weiterhin bei Bezjak, bis eben 2022. Das wäre aber auch schonmal eine Lösung eines anderen Problems, auch wenn man das hier wohl eher nicht so im Auge hätte.

    Mit O'Sullivan und Kristjansson hätten wir 2 Spieler, die dem Typus von Bezjak schon näher kommen und auf RM auch keine schlechten sind, wenn man sie mal lässt.


    Weber ist für die Kaderplanung kein schlechter Transfer, aber ich vermute eher, dass er die ersehnte Ergänzung für RL im Angriff wird, was wichtig genug ist, aber nicht die Spiellenker-Rolle von Bezjak übernehmen wird, weil diese Rolle am Ende wahrscheinlich an der Philosophie scheitert, die Wiegert wohl nicht ändert, und Weber nicht der Typ Spieler ist, den es dann dafür bräuchte.

    Thulin hat aber leider auch wenig gezeigt, was zu mehr Spielzeit berechtigt hätte. Als Torhüter sollte das eigentlich auch einfacher sein als für einen Feldspieler. Für ihn wäre ein Wechsel zurück in die skandinavischen Gefilde vermutlich sinnvoll. Das er demnächst in der Bundesliga sein hoch gepriesenes Talent doch noch nachweisen kann, glaube ich eher nicht.

    So oder so alles Gute für ihn, egal wo es hin geht.

    Jensen scheint zumindest von der Quote her scheinbar erstmal solide - im Vergleich zum auch gerüchteten Lesjak zumindest besser und das bei einer vermeintlich schwächeren Abwehr.

    Wenn wir unsere Abwehr verkleinern, brauchen wir im Kasten auch jemanden, der Trefferfläche wegnimmt. Nächstes Jahr ohne Musa müssen die Keeper wahrscheinlich auch beide Torseiten alleine abdecken.


    Warum? Der hat nach seinem Wechsel von uns zu Skopje dann sogar die CL gewonnen.

    Am Beispiel von Kalarash zeigt sich insbesondere Wiegerts Schwäche, die Stärken von Spielern einzusetzen, statt sie in sein Spielsystem zu pressen. Mit Steinert, ELH und Co. finden sich da ja weitere praktische Beispiele.

    Und das ist auch genau das Problem, warum wir nur immer 1,86 m als Maximalgröße auf RR aktuell scouten.

    Na komm, der Espen wusste nicht, wie man ein schönes Tor macht. Das ging noch auf Sveinsson. ELH war schon wieder weg, bevor Wiegert hier anfing.

    Würde Wiegert seiner Linie und Personaltaktik treu bliebe, müsste auf RR eigentlich jemand Größeres kommen, in der Linie Christiansen-Steinert. So eine stabile Nummer 2, die beim Nicht-Werfen halt möglichst keine Fehler macht...

    Ein spielintelligenter Shooter ist ja auch Perlen vor die Säue werfen.

    Allein vom Lesen sachlicherer Kommentare zum Spiel aus dem Wetzlar-Thread, weiß man also wieder direkt, dass es an den typischen Sachen gehakt hat.


    - Niemand da, der gegen gut organisierte Abwehrreihen mal einfache Tore macht. Mittlerweile ist ja jede HBL-Mannschaft im Durchschnitt größer als unsere erste Rückraum-Reihe. Das würde auch noch dann gelten, wenn Vranjes noch spielen würde. Der, der noch das Potential hätte, darf nicht mal mehr Entlastung bringen.

    - Hinten haben wir keine Torhüter und kein gutes Blockspiel. Wer auf HBL-Niveau halbwegs sicher und zielgenau aus 9m werfen kann, macht gegen uns lockere Tore. Scheinbar gibt es auch keine Absprache zwischen Block-Seite und Torhüter-Seite - oder Green geht einfach sowieso da hin, wo der Ball hin fliegt, weil der Block eh grad nicht sonderlich funktioniert... ist dann aber eben auch immer zu spät.

    - Im Grunde sind wir also auch limitiert. Da brauchen wir nicht auf andere Teams zu schauen. Wenn eine limitierte Mannschaft unsere besiegt, wer ist dann limitierter? ;)


    Damgaard ist also tatsächlich Geschichte. Bei hohen Führungen will man angeblich kein Risiko eingehen und hofft dann auf eine Explosion, wenn man ihn braucht. Und wenn man ihn braucht, traut man sich nicht, ihn zwischendurch zu bringen, weil er aktuell nicht mehr im Spielfluss sein darf und man dann das heilige System nicht opfern will. Dabei rede ich auch explizit nicht von den letzten Minuten sondern mal 2-3 Phasen mitten im Spiel, wo man mal Akzente hätte setzen können, ohne Risiko in der Crunchtime zu gehen.

    Leute wie Damgaard, wenn er sich mannschaftsdienlich einfügt, muss man auch einfach mal auf die Platte stellen, um die Aufmerksamkeit des Gegners dahin zu binden. Wäre egal, ob er wirft, aber allein die Anwesenheit deines torgefährlichsten Rückraumspielers kann schon zu Lücken für andere Spieler führen.


    Wiegert limitiert weiterhin die Mannschaft. Ballbesitz ist nicht alles. Ruf doch mal spaßeshalber in Manchester an - da weiß doch jemand, wie es bspw. ist, mit 70% Ballbesitz und einer schier unerschöpflichen Geldquelle trotzdem nicht in die ultimative Spitze vorzustoßen.

    Da er auch mehrfach bewiesen hat, dass das System zu heilig ist, um selbst mit neuen Spielern weitere Optionen einzubauen, um solche Spiele dann auch gewinnen zu können, bleibt es dabei, dass der SCM bis 2022 normalerweise nur um die Plätze 4-5 spielen kann und selbst eigentlich dafür zu dünn agiert - um die Plätze zu erreichen, muss man schon weiter hoffen, dass andere Teams schwächeln. Man sieht jetzt schon, dass es mittlerweile mit dem aktuellen Prinzip nicht mal mehr dafür reicht.


    Wir können uns jetzt schon bei den Gegnern bedanken, die uns gut aussehen lassen. :hi:

    Spätestens 2022 ist es dann eh im Großen und Ganzen vorbei, da entweder einige Leistungsträger nicht mehr da sind oder, selbst wenn doch, nicht mehr jünger werden, aber trotzdem noch das heilige System weiter gelebt werden kann.

    Dass die Leistungsträger auf ähnlichem Niveau ersetzt werden können oder dann auch auf diesem Niveau agieren dürfen... beides recht unwahrscheinlich.

    Da bin ich nochmal oben beim Vergleich, da die Systemfrage eben sportartenunabhängig ist: Was macht unser Trainer, wenn er nicht mehr die Spieler hat, deren besondere Fähigkeiten seine Idee vom Spiel auch tatsächlich tragen konnten und zum höchstmöglichen Erfolg gebracht haben? Bleibt er beim System oder ist er offen für Anpassungen? Zweiteres wäre dann mittlerweile doch eher überraschend.


    Wer dann eben mit "höchstens Platz 4-5" für einen wahrscheinlich absehbaren Zeitraum leben kann, in dem Risiko aktuell und auch in Zukunft immer mehr in solche Spiele wie gegen den BHC, die Stuttgarter, Leipziger oder heute zu laufen, und in der Zeit weiterhin auf die ein oder andere Trophäe verzichten mag, weil die Mannschaft weiterhin in einer Limitierung unterwegs ist, in der sie in den Momenten, wo es drauf ankommt, wieder vergeigen werden, und wer dann noch mit einer ungewissen Zukunft leben kann, der kann auch Wiegert als richtigen Trainer bis zum Maximum hypen.


    Wenn Trainer am Markt verfügbar sind, denen man eine aktuelle Sicherung des Platzes 4-5 zutraut, die Limitierung der Mannschaft auch kurzfristig aufzubrechen, sodass vielleicht auch im Pokal oder in Europa nicht mehr die große Flatter in gewissen Momenten kommt und der in der Lage ist, variable Systeme in der Zukunft zu fördern und damit erfolgreicher zu sein, als das, was es jetzt gibt.... wird man ja wohl träumen dürfen.

    Wiegert ist irgendwie grade der Favre der HBL...


    Und Grüße Richtung Sky :hi:

    Also wir können festhalten für die kommenden Spiele:

    Jensen kommt aus Balingen, Smits kommt auch wieder, es gibt eine Trainer-Diskussion mit den möglichen Nachfolgern Wandschneider und Vranjes und Damgaard wurde abgesägt.

    Wir wollen ja auch nicht, dass ihr den Überblick verliert. :)

    Ihr schafft das schon, das in der Kommentierung des Spiels gegen Burgdorf einzubauen! :cool:


    In die Runde der Foristen: Wer hat Lust auf eine Runde Sky-Gerüchte-Bingo? :D

    Auch wenn die Diskussion nicht mehr ganz so virulent zu sein scheint: Vranjes braucht nen neuen Job. ;)


    Den hatte ich ja vor ein paar Tagen als Gedanken auch mal eingeworfen, als es darum ging, wem man zutrauen würde, den SCM auf die nächste Stufe zu bringen oder zumindest auch mal das latente Risiko eines Abfalls nach dem Abgang gewisser Spieler zu vermeiden.

    Dazu ist man beim SCM aber zu loyal und einem wie Vranjes stellt man wahrscheinlich besser auch keinen sportlich Vorgesetzten an die Seite... Da müsste man ja gleich 2 Positionen freisetzen, wenn man ihn haben wollen würde.


    Bei Jensen wird die offizielle Mitteilung nur so davor glänzen, dass er grade die meisten Paraden in der Liga hat. Bei der Aussage, dass wir dann die Nummer 4 und 5 der Dänen hätten, wäre ich dann gespannt, wer dann welche Nummer tatsächlich hier inne haben wird.

    Mal sehen für Steinert kommt. Da wird schon einer vom Körperbau Christiansen / Steinert kommen. Der wird dann aber, egal, was er woanders vorher geleistet hat, hier einbrechen. Das ist bei Wiegert in der Suche doch eh nur eine nachrangige Position, da er mit OIM den Spieler hat, den er für sein Konzept braucht... Da ist die Nummer 2 dahinter egal, hauptsache der hört auf den Trainer und wirft nicht.

    Spieltag 14 ist rum, alle Teams haben nun 13 Spiele gespielt und noch 3 Spiele vor der Brust. Zumindest in der NFL sind die Unterschiede zwischen "Spieltag" und Anzahl der tatsächlichen Spiele vorweg geplant, da jedes Team einmal pro Saison einmal vorbestimmt spielfrei hat.


    Für die, die das Platzierungssystem nicht kennen und trotzdem interessiert sind :hi:

    Es gibt 2 Conferences und pro Conference jeweils 4 Divisions mit jeweils 4 Teams.
    Die Gewinner der Divisions werden automatisch auf die Plätze 1-4 in der Conference gesetzt in der Reihenfolge ihrer Sieg-Niederlage-Quote.
    Die Plätze dahinter werden dann allgemein nach der Sieg-Niederlage-Quote der übrigen Teams der Conference, unabhängig von der Division, berechnet.
    Damit kommt aus jeder Division mindestens ein Teams in die Playoffs. Aus einer Division können auch mehrere Teams in die Playoffs kommen.

    In den Playoffs haben die jeweils erstplatzierten Teams in der Runde spielfrei. Da spielen die Plätze 2-7 die Teilnehmer der zweiten Playoff-Runde aus. In der zweiten Runde steigt dann auch das beste Team der Conference ein. In den beiden ersten Runden werden immer im Modus "bestplatziertes gegen schlechtestplatziertes Team" gegeneinander gesetzt.

    In der dritten Runde werden die beiden Conference-Gewinner ermittelt, die dann im Super Bowl am 07.02. (Deutsche Zeit) gegeneinander spielen.


    Der Tabellenstand in den beiden Conferences:


    NFC

    1) Green Bay Packers 10:3 - haben ihre Division bereits gewonnen und sind für die Playoffs qualifiziert
    2) New Orleans Saints 10:3 - sind bereits für die Playoffs qualifiziert, haben aber ihre Division noch nicht gewonnen
    3) Los Angeles Rams 9:4
    4) Washington Football Team 6:7
    5) Seattle Seahawks 9:4
    6) Tampa Bay Buccaneers 8:5
    7) Arizona Cardinals 7:6
    -------
    8) Minnesota Vikings 6:7
    9) Chicago Bears 6:7
    10) San Francisco 49ers 5:8
    11) Detroit Lions 5:8
    12) New York Giants 5:8
    13) Philadelphia Eagles 4:8:1
    14) Atlanta Falcons 4:9
    15) Carolina Panthers 4:9
    16) Dallas Cowboys 4:9

    Hier kann aktuell selbst das letzte Teams noch in die Playoffs kommen.

    In der NFC West kämpfen die Seahawks und die Rams noch gegeneinander um den Sieg der Division. Beide Teams treffen in 2 Wochen noch aufeinander. Der Sieger der Division könnte dabei auf ein Team mit mehr Siegen treffen als der Zweitplatzierte. Mit Arizona sitzt auch ein drittes Team aus dieser Division aktuell auf einem Playoff-Platz.

    In der NFC East haben alle Teams (Washington, New York, Philadelphia und Dallas) aktuell eine negative Bilanz. Die einzige Playoff-Chance dort dürfte der Sieg der Division bleiben.

    In der NFC North und in der NFC South sind Green Bay sicher und New Orleans so gut wie die Sieger der Division.


    AFC

    1.) Kansas City Chiefs 12:1 - haben ihre Division bereits gewonnen und sind für die Playoffs qualifiziert
    2.) Pittsburgh Steelers 11:2 - sind bereits für die Playoffs qualifiziert, haben aber ihre Division noch nicht gewonnen
    3.) Buffalo Bills 10:3
    4.) Tennessee Titans 9:4
    5.) Indianapolis Colts 9:4
    6.) Cleveland Browns 9:4
    7.) Miami Dolphins 8:5
    -------
    8.) Baltimore Ravens 8:5
    9.) Las Vegas Raiders 7:6
    10.) New England Patriots 6:7
    11.) Denver Broncos 5:8
    12.) Houston Texans 4:9
    13.) Los Angeles Chargers 4:9
    14.) Cincinnati Bengals 2:10
    15.) Jacksonville Jaguars 1:12
    16.) New York Jets 0:13

    Hier sind die Teams ab inkl. Platz 12 bereits ausgeschieden im Kampf um die Playoffs. Auch für die Broncos auf Platz 11 ist es auch fast nur noch eine theoretische Chance.

    Die Chiefs sind als aktueller Titelträger auch derzeit der Favorit auf Platz 1 der Conference und haben die AFC West bereits gewonnen. Als zweitbestes Team der AFC West müssen sich die Las Vegas Raiders für die Playoffs noch ein bisschen strecken.

    Die Steelers in der AFC North haben nach 11 Siegen in den ersten 11 Spielen in den letzten beiden Spielen Federn gelassen. Hier kommen mit den Browns und Colts noch starke Gegner, die in der AFC North bzw. AFC South jeweils auf Platz 2 liegen. Selbst mit dem aktuellen Stand ist bei der Formkurve der Sieg in der Division noch nicht sicher. Die Browns mit zwei Spielen Rückstand haben den leichteren Spielplan und es könnte hier am letzten Spieltag im direkten Aufeinandertreffen noch um Platz 1 in der Division gehen. Dahinter lauern auch noch die Ravens mit Chancen auf die Playoffs.

    In der AFC South sind die Titans und die Colts ziemlich gleichauf. Beide Teams treffen nicht mehr aufeinander und es wird spannend im Fernduell.

    In der AFC East haben die Bills einen recht bequemen Vorsprung. Sie sollten die Division vor den Dolphins auch gewinnen und das Team aus Miami bleibt im engen Kampf um die Plätze 5 bis 7.


    Nächster Spieltag:

    Am Sonntag kommt es um 22:25 Uhr zum Top-Spiel New Orleans Saints gegen Kansas City Chiefs - live auf Pro7.

    Dazu kommen am Sonntag zwei divisions-interne Duelle (Chicago - Minnesota sowie New England - Miami), wo es noch um letzte Play-Off-Chancen geht oder einfach auch darum, dafür zu sorgen, dass die Rivalen (auch) nicht in die Playoffs kommen.

    Dazu kommt mit Seattle gegen Washington noch ein Duell, wo es für beide Teams um die Playoff-Plätze geht.

    Der Rest ist scheinbar klar, auch wenn diese Saison die vermeintlichen Favoriten gern mal straucheln bzw. auch die Siegesbilanz nichts heißen muss.

    Wenn ich den Kuzma sehe, könnte ich kotzen, dass unser Trainer ihn erst hat versauern und dann gehen lassen.

    ...und wenn er nicht gegangen wäre, dann würde er noch heute versauern. Frei nach dem SCM-Talente-Märchen.

    Man muss halt auch wollen.

    Aber vielleicht liegt das bei Ortega ja auch an der Sprache. :cool: Wenn man in der Amtssprache eben flexibel und sowas auch eher gewohnt ist, kann man wahrscheinlich auch besser miteinander kommunizieren.

    Um nochmal auf die hypothetische Trainer-Gedankenspiele einzugehen:

    Es wird ja eh nichts passieren und einige Kandidaten, die man nennen könnte, haben sich ja jetzt eher ruhigere Jobs angenommen und sind vielleicht für die Belastung Bundesliga nicht mehr zu haben:

    Vranjes
    Sigurdsson

    Ein paar Trainer in der HBL wären auch noch auf dem imaginären Zettel, aber noch unrealistischer als die beiden genannten - agieren entweder über dem SCM oder sind ihrem "Heimatverein" sicherlich auch zu sehr verbunden.


    Zur Konstellation:

    Dass der Trainer in Ruhe über die Kaderzusammenstellung verfügen bzw. nur seine Wünsche berücksichtigt werden, ist ja auch keine schlechte Idee. Er muss die Ergebnisse damit verantworten und was soll er mit Spielern anfangen, die er eigentlich für sein Konzept nicht gebrauchen kann? Das Konzept entscheidet dann eben über Erfolg oder Nicht-Erfolg. Es gäbe ja auch noch einen, der die finale Entscheidung zur Personalie Sportlicher Leiter / Trainer treffen kann. Der Fehler beim SCM war vielleicht, dass man da nach Außen hin den Stempel "GF Sport" drauf geklatscht hat. Einer Person die Gesamtverantwortung über das Sportliche zu geben, muss nicht falsch sein und gefühlt machen die Transfers beim SCM auch mehr Sinn, seitdem es nicht noch an der Seite einen katalanischen Kaderplaner gibt, der hier irgendwen schön geredet hat.

    Bei anderen Vereinen funktioniert das ja auch.


    Zu den Spielern:

    Wer auf RR kommt oder verlängert wird, ist relativ egal. Ein torgefährlicher Rückraumshooter würde durch Wiegert direkt ins Konzept eingestampft werden. Eine Änderung zur Leistung von Steinert erwarte ich da nicht, was aber auch zu einem großen Teil am Trainer und nicht nur am Spieler liegt. Wie schon angedeutet, müsste das ein Neuzugang sein, der direkt so gut ist, dass Wiegert ihn nicht einnorden könnte, sondern ein Spieler, dessen Qualitäten dazu brächten, sein Konzept anzupassen. Solche Kaliber kommen aber nicht her.

    Interessant wird, was dann personell 2022 passiert. Bezjak, O'Sullivan, Damgaard, Green - einige Verträge langjähriger Spieler und sicherlich mannschaftsinterner "Führungs"-Spieler, die auslaufen und die auch nicht alle verlängert werden sollten. Aus der Gruppe macht es nur mit Damgaard weiter Sinn, Bezjak ist dann auch 36.

    Philipp Weber wäre eigentlich interessant, aber in der aktuellen Konstellation wahrscheinlich nicht bezahlbar und die Frage wäre hier, welche Rolle man ihm geben würde. Das würde auch anderen Spielern Spielanteile nehmen, die damit auch nicht ganz glücklich wären.

    Knorr und Kristjanson als Erben für Bezjak noch eine Saison hinter ihm, könnte interessant sein. Wiegert kann üblicherweise aber auch noch nichts mit dem Alter anfangen. Ob Knorr dann mit 21 auch direkt der große Wurf wäre, wäre auch eine Wette auf die künftige Entwicklung. Er wäre wohl gut beraten, wenn er nochmal 2-3 Jahre in einem Mittelfeld-Team spielt und dort dann zeigt, dass er Mannschaften auch auf höherem Niveau als RM führen kann. Da sind ja auch schon andere talentierte Hoffnungsträger dann verblieben.

    Ich sagte ja auch nicht "kein Trainer" sondern "nicht viele Trainer".

    Es müsste schon jemand sein, der in der Lage ist, eine Mannschaft zusammen zu stellen, die, gemessen an der finanziellen Reihenfolge der Bundesligisten, eben auch erstmal um Platz 4 bis 5 spielen würde, diese Mannschaft dann aber über die finanziellen Unterschiede sportlich über sich hinaus wachsen zu lassen.

    Als Trainer kann man Wiegert zumindest zu Gute halten, dass er das, was Finanziell möglich war, sportlich zumindest auch in Platzierungen umgesetzt hat. Dass die Art und Weise trotz der Platzierungen eher immer kurzzeitiger Erfolg statt nachhaltige Entwicklung in Richtung Zukunft war, steht ja außer Frage. Die Versuche, junge talentierte Leute hier einzubinden und weiter zu entwickeln, scheitern ja eben auch immer wieder. Hat ja auch keine Zukunft, wenn die Zukunftstransfers hier nie ankommen.

    Dieses "eine Top4-Mannschaft hinstellen und diese dann sportlich weiter zu entwickeln und über sich hinaus wachsen zu lassen" ist meiner Meinung nach aber auch etwas, dass auch nicht mal jeder Trainer einfach so kann. Deswegen die Aussage, dass es wahrscheinlich nicht viele gibt, die diesen letzten, jetzt noch fehlenden, Schritt schaffen könnten.

    Wiegert schafft diesen Entwicklungsschritt nicht, weil er die persönliche Weiterentwicklung als Trainer in diese Richtung nicht schafft. Das ist dann in seinem Falls als Person erstmal so. Das stellt ihn hier ja auch zur Disposition, wird aber auch in Zukunft an ihm nichts ändern.

    Für die Erwartungshaltung, die es bei diesen Kritikern aber eben auch gibt, kann man sich auch keine Experimente leisten, sondern da bräuchte es schon auch einen Namen, dem selbst die Kritiker das zutrauen.

    Wenn man da mal das Beispiel Wandschneider nimmt, weil der gefühlt als Name hier am meisten rumgeistert: Wer sagt denn, dass er die ab-und-an-Mal-Erfolge aus Wetzlar, einer Mittelfeldmannschaft in einem sehr ruhigen, eher erwartungsarmen Umfeld, direkt auch bei einer Top-Mannschaft dauerhaft leisten würde?

    Das wäre mMn genauso ein Experiment mit ungenauem Ausgang, wie es Wiegert war, nur dass eben Wandschneider schon etwas Reputation hat, aber eben auch nicht als Trainer in Top-Teams sondern eher als Typ ruhiger Aufbauer talentierter Spieler zum Weiterverkauf. Ob der Vergleich jetzt passt oder nicht: Prokop in Leipzig vs. Prokop als Bundestrainer.

    Wenn man dann schon diesen Umstieg eingehen würde, sollte man das auch richtig machen. Zumal das ja auch nur eine theoretische Diskussion ist, weil es in der Realität erstmal nicht passieren wird.

    Solange er die sportlichen Erfolge bringt, die finanziell realistisch erscheinen, wird der Club bei einem Magdeburger Trainer auch nichts machen. Dafür sind die, die es machen müssten auch zu loyal. Denn selbst Svensson ist ja immer noch da und der bringt ja, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, nun weniger als gar nichts.

    Bleibt also mittelfristig eigentlich nur die Hoffnung, dass aus solchen Geschichten wie Kuzmanovski, Steiners, Kalarash, Thulin für die Zukunft gelernt wird, sei es beim Scouting als auch bei der Entwicklung des Spielsystems und des Kaders.

    Ein Schritt wäre bspw. ein Austausch von Steinert mit einem körperlich ähnlichen Spieler, der uns dann tatsächlich weiter bringt und dessen Fähigkeiten und Körper auch als Möglichkeit im Spielsystem begriffen und genutzt werden - und auf RL das gleiche. Aber am Ende haben wir 3 RM, 3 KM und 3 Keeper...

    Das Problem ist, dass Wiegert es seit Anfang an nicht schafft, über seinen Schatten zu springen, das Spielsystem zu öffnen. Im Zweifel zieht er sich immer auf die spielerisch vermeintlich sicherste Mannschaft zurück. Wenn es drauf ankommt, ist da dann aber nur Damgaard wirklich torgefährlich.

    Lagergren war einer, der der wichtige zweite Spieler in diesem System hätte werden können, der auch auf einer anderen Rückraum-Position hätte bringen können. Das fehlt aktuell und Damgaard darf und kann aktuell auch nicht so, wie er sicherlich gern würde.

    Kuzmanovski und Steinert hätten von ihrer Statur her auch einen Plan B ins Spielsystem bringen können, aber auch da konnte Wiegert die dazugeholten Möglichkeiten nicht einbinden weiterentwickeln und nutzen.

    Da kann man auch nicht nur den Spielern den Vorwurf machen, wenn sie ihre Statistiken nicht bestätigen. Ist ja auch normal, dass Leistungsträger bei kleineren Vereinen bei ambitionierteren Teams erstmal nicht direkt die große Rolle spielen und sich ins Gesamt-Konzept einfügen müssen. Vertrauen brauchen sie trotzdem oder sie trauen sich nichts mehr und glänzen dann woanders wieder mit ihren Fähigkeiten - bei Trainern, die verzeihen, entwickeln und vertrauen können.


    Es bräuchte zur neuen Saison dann eben wieder einen RL und einen RR, die über eine Abwehr drüber bzw aus 9-10 Metern treffen können und dazu müsste Wiegert diese Option auch selbst wollen.

    Bei der aktuell beschränkten Torgefahr aus der Distanz wird es auch für die Kreisläufer nicht besser. Mit einer ordentlichen 6:0 hat man das SCM-Spielsystem doch im Griff.

    Alles Dinge, die seit Jahren immer wieder auf der Hand liegen.

    Wiegert müsste wollen. Die Jahre zeigen, dass er zu sehr an seiner Philosophie festhält und dadurch eben auch Fehler nicht erlaubt sind.

    Er ist kein schlechter Trainer, aber aktuell niemand, der mit seiner Mannschaft nicht in die Top3 vorstoßen kann, wenn Kiel, Flensburg und die RNL nicht schwächeln. Da wird er mit seiner Art auch nicht mehr hinkommen, außer man kauft die entsprechenden Charaktere zusammen.

    Solange man halt damit leben kann, um Platz 4 bis 5 zu spielen und auf Ausrutscher zu hoffen, ist er haltbar. Interessant wird es, wenn gewisse Spieler nicht mehr da sind, wer dann die neuen Spieler wären und wie diese die Lücken füllen könnten - oder dann auch nicht und man sich dann an solche Ergebnisse wie in dieser Saison wieder öfter einstellen kann.

    Für das, was er spielen will, hatte Wiegert in den letzten Jahren einen Kern zusammen, der dann auch über die Länge einer Saison die Ergebnisse liefern konnte, aber eben auch regelmäßig an den ganz großen einzelnen Dingern regelmäßig gescheitert ist.

    Es ist halt nicht schlecht, was er macht und da gibt es nicht viele Trainer, die aktuell mit dem SCM wohl weiter kommen würden. Aber es fehlen die letzten Prozente, um mal größere Wettbewerbe zu gewinnen oder mal in die CL zu kommen.


    Zur Torwart-Lage:

    Ob hier irgendein Torwart irgendwelche Statistiken bestätigen kann, wird man abwarten müssen, wen er erstmal mit dem großen Tomas S. zusammen arbeitet. Thulin von der Körpersprache und der Aktivität im Tor eine Enttäuschung. Würde er dann nächste Saison einfach mal in Hannover spielen, wäre er da dann aber vermutlich auch besser als Lesjak hier.

    Bei Lesjak wäre ein bisschen die Hoffnung, dass er mal ein bisschen die Spielweise der Balkan-Keeper hier her bringt und dann wirklich mal eine Alternative zu Green werden kann, der von Bundesliga-Top-Torwart eben auch ein Stück weit entfernt ist.


    Glückwunsch an Musche. Durch die starken Leistungen im Verein hat er sich wieder in den erweiterten Kader der Nationalmannschaft gespielt.


    Erweiterter Kreis hilft uns hier nicht weiter. Der muss in der Nationalmannschaft spielen. Dann muss Wiegert wegen der Belastungssteuerung Mertens bringen und dann läuft das hier auch.

    Da soll Alfred es machen wie Jogi: In der Nationalmannschaft Leute spielen lassen, die sich für ihre Vereine empfehlen müssen. Musche braucht doch auch mal wieder ein Erfolgserlebnis.

    Der Systemfehler geht also wie gewohnt weiter: Mach den Atemlosen (h)armlos und du hast die halbe Miete gegen den SCM.


    Stuttgart hat Damgaard sehr gut verteidigt, vom Rest war, wie gewohnt, nichts zu sehen. Es gibt niemanden, der dann in die Bresche springt.

    Hast du vorne dann noch einen halbwegs ordentlichen athletischen Rückraum, schießt du die Abwehr halt kaputt.

    Und wenn doch mal einer den Ball langsamer werden lässt, steht da immer noch ein Green im Tor. Steht. Mehr nicht. Mindestens drei Kullerbälle gingen ins Tor, die jemand, der auf dem Niveau im Kasten steht, mit einem gewissen Reaktionsvermögen auch noch fischen hätte können. Da braucht man auch nicht den Torwart wechseln sondern sollte man den Torwarttrainer wechseln. Vielleicht laufen auf dem Balkan welche rum. Wenn man sich da manche Keeper anguckt, kann man vielleicht erahnen, was die dann aus durchtrainierten Jungs rausholen würden...

    Es fehlt jemand, der als Plan B mal mit Größe und Athletik aus 9-10 Metern wirklich einfache Tore macht. Damgaard wurde gut genug abgemeldet...

    Der BHC und der TVB haben es vorgemacht. Mal wieder.

    Dazu dann halt einige Spieler, die in solchen Spielverläufen zu viele schlechte Entscheidungen treffen, wie den Torhütern paritätisch die Bälle in die Hände zu legen. Aber auch andere waren wieder kurz vorm Kopf-verlieren...

    Der Abgang wird charakterlich weh tun. Er ist der einzige, der, wenn es mal drauf ankommt, wirklich auch als Krieger nach außen auftritt und auch wirklich bis zum Schluss an allen Ecken und Enden ackert. So jemand kann eine Mannschaft eben auch tragen, ohne der technisch beste Spieler in der Mannschaft sein zu müssen.

    Die charakterliche Lücke müssen dann andere erstmal füllen.

    Für ihn nur das Beste in der letzten Saison hier und auf dem weiteren Weg!

    Damgaards größte Stärken werden durch seinen Körperbau sicherlich auch gut unterstützt. Er ist ja im Vergleich auch sehr explosiv und lebt von seinem Armzug. Mit diesen Voraussetzungen und bei den Teams in denen er war, war er schon allein im Angriff unverzichtbar und es gab sicherlich immer andere Spezialisten, die größer, körperlicher und erfahrener in der Abwehr waren. Er brauchte das vermutlich nie so wirklich. Perunicic war da schon für beide Seiten absolutes Gardemaß, allein daher hinkt auch der Vergleich.

    Damgaard hat in den Jahren ja auch gelernt, eine Mannschaft auf dem Feld mit seiner Torgefahr zu tragen. Wie er hinter den Kulissen innerhalb der Mannschaft wirkt, bleibt nur Vermutung. Perunicic in seiner SCM-Zeit hatte ja auch schon viele Jahre Erfahrung auf höchstem Level.

    Beim Vergleich kommt zum Unterschied kompletter Handballer gegen reiner Angriffspieler auch noch hinzu, dass Perunicic vermutlich auch auf psychischer Ebene noch mehr in so eine Titel-Mannschaft rein bringen konnte.

    Es wäre bei Damgaard auch eine Frage, wie gut er in einer ausgeglichen stark besetzten Mannschaft funktionieren würde. Hier hat er inzwischen wieder viele Freiheiten, weil er der wichtigste - einzige - Schütze ist und man eher kaum in die Schranken weist. Nach seiner Verletzungsphase als er sich diesen Status erst wieder erspielen musste, blitze es auch ab und an mal durch...

    Hätte man statt einem Perunicic einen Damgaard in der 2000-2002-Besetzung gehabt, hätte man die Titel eher nicht gewonnen.

    Das sind eben unterschiedliche Typen zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Teams. Damgaard brauchen wir heutzutage trotzdem.