Im Nachgang frage ich mich, warum Kiel eigentlich nicht erst das Ergebnis aus Hamburg abgewartete hat, sondern gleich mitgestimmt hat? Nun hat man einiges Geld für eine im Nachhinien irgendwie unsinnige Abstimmung ausgegeben.
Zum anderen frage ich mich, was man denn nun mit dem eingesparten Geld für die Bewerbungsunterlagen anfängt? Kann das zeitnah von einem Haushaltsposten in den nächsten geschoben werden, also für Hallenausbau, Konzeptentwicklung Straßenbahn, Schulsanierung etc.?
Und was macht man mit den veranschlagten Ausgaben für die geplante Durchführung der Spiele? Ist das Geld jetzt über und wir gehen rosigen Zeiten entgegen?
Ich habe mir es nicht leicht gemacht mit meiner Entscheidung und finde es etwas befremdlich, wenn nun Sportobere und Politiker quasi mit Publikumsbeschimpfung reagieren. Ärgern kann man sich, wie bei jeder Abstimmung, über die, die sich nicht entscheiden und der Wahl fernbleiben. Aber zumindest die Politiker werden sich schnell wieder beruhigen, man braucht die Stimmen doch für die nächste Wahl, da ist es egal, ob man für oder gegen Olympia gestimmt hat.
Die Enttäuschung von Sportlern kann ich nachvollziehen, aber auch die sollten über ihren Tellerrand hinausschauen und die Gründe akzeptieren, die Leute zum nein bewegt haben.