Städte, die hochverschuldet sind, müssen als für hochbezahlte Profisportler definitiv Trainingsoptionen schaffen, damit die trainieren können, obwohl Schulen als auch Vereinen im Breitensport oft Hallenzeiten fehlen?
Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen. Sicherlich nicht definitiv - und die Hände sind gerade auf Kurzfristachse für eine Kommune stark gebunden. Da sticht das Argument schon.
In Summe kann ich den Frust der Fans auf die bergischen Städte aus den letzten Jahren verstehen - der entlädt sich in so einer Situation dann. Wuppertals lange Verweigerung, überhaupt irgendwas mit dem BHC zu tun haben zu wollen, Solingens "Wir kümmern uns" mit dem Ergebnis, dass sogar Mittel für eine Arena lieber für eine vollkommen sinnfreie gläserne Werkstatt genutzt wurden. Nur zwei Beispiele, wieso man den schwarzen Peter nicht vollends beim BHC suchen muss.
Am Ende ist es, sowohl beim BHC wie auch den Städten, insb. der Sportausschüsse der Städte, ähnlich wie bei den Zweitliga-Damen vom HSV Solingen-Gräfrath: Auf die Gunst eines Mäzen vertraut, gehofft das es mit der Kooperation in Summe (Damenhandball und Trainingszentrum) klappen würde, und wie der HSV auf die Nase gefallen.
Wollen wir hoffen, dass die Halle mittelfristig kommt. Das wäre Balsam für die geschundene Fan-Seele...