Beiträge von Sebi

    Und natürlich machen die Schiedsrichter das nicht extra, so war das auch gar nicht gemeint. Aber wenn die Verstöße bis zu dieser Spielzeit vorkommen, dann werden sie einfach mit diesem Argument niedergeschlagen.

    Das ist es, was mich an dieser Regel stört. Eine (unberechtigte) 2min-Strafe wegen Fußspiels, die das Spiel total kippen lässt in der 40. Minute dürfte nicht geprüft werden. Zwei Millimeter Abwehr im Kreis bei 59:59 schon. Aber die Regeln sind wie sie sind.

    Protest

    Wenn das durchgeht und Schule macht können wir unseren Handball bald vergessen. -4 und Protest weil ein reguläres Tor aberkannt wurde. Welche Partie soll dann noch ohne Protest ablaufen? Und zwar runter bis zur C Jugend.

    Das ist aber etwas verkürzt. Mit Videobeweis ist es das erste Mal. Ich kann mich aber mindestens ein zweit- oder Drittligaspiel erinnern, wo sich der Leichlinger TV ärgerte, das nicht vermerkt zu haben. Bei anderen Spielen gab es da meiner Erinnerung nach schon Proteste.

    An die BHC-Fans: Bitte lasst die Verallgemeinerung, das bringt nur Unfrieden. Ich habe nicht den Eindruck, dass die meisten Magdeburger so denken wie in der obigen Stilkritik.

    An die restlichen Magdeburger: Vielleicht auch so eine Verallgemeinerung nicht zu persönlich nehmen. Zumal dem absoluten Außenseiter und Sieger von einigen seit zwei Tagen erzählt wird, dass man gefühlt den Schiris einen Präsentkorb schicken müsste.

    Wenn der BHC schon eine Kloppertruppe ist, was waren dann die Balinger unter Rolf Brack? Auch diesen Begriff dürft ihr euch in Zukunft gerne schenken, sonst könnt ihr in der Presseabteilung des THW Kiel anfangen.

    Wie gesagt, der BHC ist nicht die talentiertere und spielstärkere Mannschaft, in der Regel wird der SCM daher gewinnen, am Wochenende kam es anders, ich behaupte, weil der BHC es mehr wollte. Und das auch gezeigt hat. Den SCM von vor 2 Jahren hätte das nicht gejuckt, die Mannschaft am Wochenende wirkte beeindruckt. Und ich habe das nicht als überhart, unfair oder Trash-Talk wahrgenommen, sondern eher als ein emotionales Pushen nach außen. Da spielen sehr junge Spieler gegen die beste Mannschaft der Welt, wir alle wollen Sport, Emotion und tolle Geschichten, die hat das Wochenende geliefert. Und an die paar SCM-Fans mit den seltsamen Kommentaren: Bitte steht für diese Werte ein, auch wenn der SCM (ausnahmsweise) mal nicht gewinnt.

    Die SR haben sich hier auf die "letzte 30 s Regel bezogen"

    Losgelöst von der - glücklicherweise für den BHC - nicht mehr entscheidenden Situation am Samstag habe ich mit dieser 30s-Regel tatsächlich das gleiche Problem wie hier:

    Das war eine klassische Spielsituation in der ein Angreifer den Durchbruch versucht, die Abwehrspieler die Lücke versuchen zu schließen und die Schiedsrichter entscheiden müssen, wer zuerst in der Position war und ob ein Vergehen wie z.B. ein Kreiseintritt eines Abwehrspielers vorlag. Diese Situation gibt es in einem Spiel typischerweise zehn- bis fünfzehnmal pro Spiel und die Schiedsrichter sollten über 60 (bzw. hier 70) Minuten eine klare, nachvollziehbare Linie anlegen, wie sie das beurteilen. Warum geht das in der letzten Spielszene nicht? Durch den Videobeweis kann diese Linie in der Spielführung verzerrt werden.

    Ich verstehe, dass es in den letzten 30-Sekunden gewisse Anreize gibt, härter zu foulen, das Spiel mutwillig zu unterbrechen etc. Und dass es da, weil eventuell spielentscheidend, das Bedürfnis der Verantwortlichen gibt, ihren Schiedsrichtern alle Möglichkeiten der Absicherung zu geben. Wenn es allerdings unentschieden steht, kann rückblickend auch eine Abwehr im Raum in der 35. Minute, die keinen 7m gab, spielentscheidend gewesen sein. Natürlich kann danach das Spiel immer noch ganz anders laufen, es ist also in der 35. keineswegs determiniert, dass das Spiel anders ausgehen würde, dennoch wäre das eine ebenso große Fehlentscheidung. Solange es diese 30s-Regel gibt, werden die Schiedsrichter den Videobeweis in einer solchen Situation bemühen. Man kann ja jetzt schon im Thread zum Halbfinale nachlesen, dass der BHC "zu aggressiv", "griechisch-römisch", "brutal" (ach ne, das war im Spielbericht THW-BHC, kurz durcheinandergekommen) war und sonst ja keine Chance gehabt hätte. Was wäre wohl los gewesen, wenn das am Ende nicht erkannt worden wäre. Diese Regel gehört geändert, um den Sport und die Schiris zu schützen.

    Der BHC war mindestens gleichwertig. Also würde ich nie sagen, sie haben nur wegen der Schiris gewonnen.

    Aber mit einer normalen Progressionslinie hätten die das never ever gezogen.

    Dafür nutzt der SCM Überzahlen zu gut.

    Danke für die Erklärung. Ich hab im Halbfinale-Thread schon auf die fehlenden pro-BHC-Pfiffe hingewiesen, ich wiederhole das nicht nochmal alles, habe aber naturgemäß eine andere Meinung.

    Was mich übrigens überrascht, ist, dass Du Dich so auf Hurst/Krag einschießt, sie hatten eine lange Leine, aber gefühlt gleichwertig. Ich fand die Schiris im ersten Halbfinale mit mehr Schlagseite wahrgenommen. Darüber redet aber keiner. Ob das was damit zu tun hat, dass da der Favorit gewonnen hat und der BHC einigen das Traumfinale versaut hat?

    Der BHC war nicht besser, sondern wie Moha schreibt cleverer, was das Ausnützen der Linie der Schiris angeht. Der SCM hat es nicht geschafft, das Spiel in die Breite zu ziehen oder den Gegner mal vor neue Aufgaben zu stellen (einlaufender Außen, 2. KM, letzter Freiwurf nicht über Jönsson, sondern über freilaufenden Spieler etc.).

    Mir hat die Linie der Schiris wie gesagt nicht gefallen, denn Treffer ins Gesicht, die ungeahndet bleiben, haben auf dem Feld nichts zu suchen. Wenn ich da an manche rote Karte nach VB denke und hier passiert beiderseitig nichts, war es halt keine gute Leitung.

    Der BHC hat verdient gewonnen das habe ich mehrfach schon geschrieben. Der SCM hat aber sein Leistungslimit nicht annähernd erreicht. Und wenn er das gemacht hätte, wäre man nicht als Verlierer vom Platz gegangen.

    Mir wird das langsam zu viel Legendenbildung. Der BHC verteidigt hart, keine Frage. Der BHC und seine Spieler sind auch keine Dauergäste bei Finalturnieren, da waren sie durchaus etwas emotionaler und angezündeter. Dass der Kader des SCM nominell stärker ist, wird auch niemand bestreiten. Es aber so darzustellen, als wäre der BHC eine reine Schlägertruppe, die nur von Schiris Gnaden eine Chance hatte, geht mir zu weit. Es gab, wie mehrfach angesprochen, auch etliche strittige nicht-Pfiffe bei Abwehr im Raum durch den SCM. Ich kann mich an eine Aktion gegen die Bande drückend erinnern, beim bis zur Mittellinie schieben wirkte es für mich eher, als hätte man sich verhakt. Und keine dieser Geschichten war gefährlich. Thema Zeitspiel: der SCM hat sich unfassbar schwer getan, zum Abschluss zu kommen. Dennoch durften sie in der Regel länger spielen als der BHC. Und beim Videobeweis am Ende der Verlängerung gab es Leute bei mir im Block, die ein stürmerfoul erkannt haben wollen.

    Also du siehst, man kann mit anderer Vereinsbrille auch umgekehrt argumentieren.

    Im Magazin zum Final4 schrieb die HBL:

    Für mich bedeutet das:

    • Stand heute haben sich die Füchse Berlin als DHB-Pokalsieger 2026 für die European League 2026/27 qualifiziert.
    • Als potenzieller Champions-League-Sieger könnten sich die Füchse Berlin eine Wildcard für die Champions-League 2026/27 sichern, aber da dies keine "Qualifikation über die Liga" wäre, sollte dies nicht die Vizepokalsieger-Regelung triggern und der Bergische HC würde nicht in die European League aufrücken.
    • Bliebe als letzte Möglichkeit noch ein Champions-League-Upgrade für die Füchse Berlin als Zweit- oder Drittplatzierter der HBL. Wäre das eine "Champions-League-Qualifikation über die Liga"? Dem Wortlaut nach könnte dies für den Bergischen HC ein Weg in die European League sein. Aber ich sehe Probleme mit den Meldefristen. Für diese Saison mussten die Teilnehmer an der EHF Champions-League und die Kandidaten für ein Upgrade oder eine Wildcard bis zum 17. Juni 2025 gemeldet werden. Die Bestätigung über die Teilnehmer kam seitens der EHF am 24. Juni 2025. Gleichzeitig war aber der 24. Juni 2025 auch die Meldefrist für die Teilnehmer der EHF European League. Vielleicht entzerrt die EHF den Zeitplan ein wenig, um den nationalen Ligen den nötigen Handlungsspielraum einzuräumen.

    Ich gehe davon aus bzw. hoffe, dass sich der DHB und die HBL noch deutlich vor dem 34. Spieltag konkret zur jetzt eingetretenen Situation äußern, damit klar ist, wer am Saisonende jubeln darf.

    Im Rahmen dieser komplexen Situation würde es mich sehr wundern, wenn die HBL nicht einen Weg fände, den fünften (voraussichtlich THW Kiel) anstelle des deutlich unattraktiveren BHCs in die Euroleague zu heben. Das HBL Präsidium um Frank Bohmann hat sich auch in der Vergangenheit tendenziell eher nicht als komplett neutral hervorgetan.

    In den Regularien tauchen mir persönlich viel zu viele wenn und sollte auf. Warum die Unterscheidung, auf welchem Weg die Füchse sich für die Champions League qualifizieren?