Beiträge von Teddy


    Nenn mir bitte einen Virologen oder Politiker, der derzeit die Meinung vertritt, Maskenpflicht und Abstandsregeln müssten für immer gelten, selbst wenn es Impfstoff und Medikament gibt.

    Ich kann allerdings auch nicht erkennen, dass bonecrusher davon ausgeht, dass für immer eine Maske getragen werden muss.

    Grundsätzlich ist es schon richtig, dass das Abstandsgebot und eine Maskenpflicht grundrechtseinschränkende Maßnahmen sind ... und sei es nur die allgemeine Handlungsfreiheit aus Art. 2 Abs. 1 GG.
    Allerdings ist dieses Grundrecht nicht schrankenlos gewährt, sondern ist einschränkbar ... angesichts der Weite der allgemeinen Handlungsfreiheit auch relativ einfach. Maßstab für die Einschränkung ist letztlich das Übermaßverbot, also die Verhältnismäßigkeit ... und über die kann man lang und breit diskutieren.

    Ich neige auch zu der Annahme, dass im Falle des Vorhandenseins eines wirksamen Impfstoffes man die Maskenpflicht zB als unverhältnismäßig ansehen wird. Die bisherigen Arzneimittel (Remdesivir, Dexamethason, erst recht nicht Hoydroxychloroqin) werden allerdings sicherlich in der gerichtlichen Überprüfung nicht dazu führen, dass die Maskenpflicht als unverhältnismäßig anzusehen ist.


    Wann erbarmen sich Dr. Teddy oder Prof. Ronaldo vom Institut für Forenhygiene endlich und schießen diesen Sinnlos-Thread in den Lokus?
    Was ist denn hier noch besser als im Politik-Thread?

    Sagen wir so: Wir beobachten den Thread schon deutlich und intensiv. Ich bin auch immer mal wieder kurz davor einzugreifen - aber bisher haben wir uns das hier noch weitgehend verkniffen.

    Den Löschzug habe ich in letzter Zeit eher in anderen Threads angesetzt ... aber das soll (weiterhin) kein Freibrief sein.

    Löschzug :D

    So, vielleicht kann jetzt "jenseits von Mallorca/ Urlaub" wieder über Handball - oder jedenfalls so etwas ähnliches - in Zusammenhang mit der SG Flensburg-Handewitt diskutiert werden.

    HIch möchte aber anregen, dass man im Moderatorenteam mal darüber spricht, ob dies nun für immer gelten soll oder ob man mal eine Lockerung probiert und politische Diskussionen wieder zulässt.

    Vielen Dank für die Anregung. Intern wird dies durchaus diskutiert. Anlass zu Änderungen sehen wir derzeit nicht, daher wird es bzgl. Politik in der HE auch derzeit - um im Corona-Sprech zu bleiben - keine Lockerung geben.

    Es gibt ausreichend andere Foren, wo man sich zu Politik austauschen kann - das muss in der HE nicht unbedingt sein.


    dem gericht erscheinen die kompletten lockdown massnahmen nicht verhältnissmässig-
    es hätten diferenzierungen stattfinden müssen...

    Wobei man schon etwas differenzieren muss, das tat das OVG Münster nämlich auch. Das war nicht der Ansicht, dass grundsätzlich die Lockdown-Maßnahmen unverhältnismäßig sind, sondern begründete das vor allem mit dem Zeitablauf:

    Zitat


    Es sei nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand nicht mehr mit dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und dem Gleichbehandlungsgrundsatz zu vereinbaren, dass sich ihr Geltungsbereich auf das gesamte Gebiet des Kreises Gütersloh erstrecke. Zwar sei es zu Beginn des in Rheda-Wiedenbrück lokalisierten Ausbruchsgeschehens nicht zu beanstanden gewesen, dass der Verordnungsgeber für den gesamten Kreis kurzfristig strengere Schutzmaßnahmen als für andere Regionen Nordrhein-Westfalens ergriffen habe. Er habe so Zeit für Aufklärungsmaßnahmen gewinnen dürfen, um anschließend auf belastbarer Grundlage über die weitere Vorgehensweise zu entscheiden können. Zum maßgeblichen Zeitpunkt der jetzigen gerichtlichen Entscheidung sei es aber möglich und erforderlich gewesen, eine differenziertere Regelung zu erlassen. Ausweislich der Ergebnisse der seit Entdeckung des Ausbruchs durchgeführten Massentestungen unter den Einwohnern des Kreises Gütersloh variiere die Verteilung der bestätigten Neuinfektionen innerhalb der kreisangehörigen Städte und Gemeinden erheblich. Insbesondere in den im Norden und Osten des Kreises gelegenen Städten seien nur wenige Neuinfizierungen festgestellt worden. Vor diesem Hintergrund sei nicht (mehr) ersichtlich, dass sich die dortige Gefährdungslage signifikant von derjenigen in anderen außerhalb des Kreisgebietes gelegenen Städten und Gemeinden vergleichbarer Größenordnung unterscheide.

    Hervorhebungen von mir ... Merke: Man kann auch im Falle lokaler HotSpots erstmal alles herunterfahren, um Zeit zum Nachforschen zu gewinnen. Wenn man dann einen Überblick hat, muss man aber differenziert lockern bzw. differenziert die Einschränkungen beibehalten.


    In einer Behörde hier in der Nähe wurden 2 in gleichen Raum arbeitende Mitarbeiter positiv getestet. Beide ohne Sympthome. Quarantäne? Pustekuchen . Die hat man einfach weiter arbeiten lassen.


    Ich arbeite in einem anderen Bundesland in der öffentlichen Verwaltung. DAS hätte es bei uns garantiert nicht gegeben. Bei uns wären die beiden SOFORT für 2 Wochen zu Hause gewesen, und eine ganze Batterie direkte Kontaktpersonen gleich dazu.

    Julian,

    du kannst dir deine Meldungen sparen - alle deine Meldungen habe ich gelöscht, weil ich keinen Grund zum Eingreifen auf Mod-Ebene sehe. Ironie und Sarkasmus ist durchaus im Forum erlaubt - damit musst du rechnen und leben. Und dein Startbeitrag lud durchaus dazu ein, ironisch bis sarkastisch zu reagieren

    Jörg
    Moderator der HE

    Moin,

    "Kinderkrankheiten" wie Masern u.a. heißen vor allem deswegen Kinderkrankheiten und betreffen deswegen vor allem Kinder, weil sie so ansteckend sind, dass man sie - wenn man die Impfung wegdenkt - bereits als Kind bekommt und daher dann danach immun dagegen ist. Deswegen haben diese Krankheiten in Vor-Impfzeiten bereits faktisch alle Kinder bekommen. Viele dieser Krankheiten sind für Erfwachsene, wenn die sie bekommen, auch ausgenommen unangenehm.

    Interessant ist aber, dass zB bei der spanischen Grippe 1918/1920 und der russischen Grippe 1889/90 die Letalitätskurve einen deutlichen Peak im Bereich der 20-40jährigen Menschen zeigte - diese also ungewöhnlich stark betroffen waren, nicht nur die ganz Alten und die ganz Jungen. Das scheint aktuell bei Covid-19 nicht so zu sein, auch scheinen die ganz Jungen ebenfalls eher wenig betroffen zu sein.

    Gruß
    Jörg


    Meinst Du die PCR-Teste oder Antikörperteste und wenn ersteres, welche Aussage sollte man daraus ableiten können?

    Breitgefächterte Antikörpertest mit einem Testverfahren, das sicher nur auf Sars-Cov2 anschlägt, sind sicher interessant, um Aussagen zur (Herden)Immunität und der Frage der Aufklärung der Dunkelziffer bereits stattgefunderer Infektionen zu erreichen.
    PCR-Tests halte ich - auch im Bereich der Unterbrechung von Infektionswegen - für sinnvoll, um herauszufinden, welche Kontaktpersonen einer positiv getesteten Person selber ggfs. akut infiziert sind. Natürlich ist das eine Momentaufnahme, die sich auch wieder ändern kann.

    Kacid: 5 Tage Quarantäne bis zu einem PCR-Test sind aber sicherlich weniger belastend als 14 Tage, oder?

    Das wäre dann aber "Demonstrationsfreiheit" und auch die hat man aktuell noch... ;)

    Meinungsfreiheit haben wir in Deutschland - auch in Bezug auf die Covid19-Pandemie - auch immer noch in sehr weitgehenden Ausmaß. Das sieht man ja unter anderem, dass Leute wie Hildmann, Naidoo und andere Spinner ihren verschwörungstheoretischen Unfug ungestraft und ungehindert in der Öffentlichkeit verbreiten können.

    Das viele Menschen das inhaltlich nicht mögen und für kompletten Schwachfug halten, was die verkünden, ist ja keine Einschränkung von deren Meinungs(äußerungs)freiheit ...


    deutlicher kann ja nun nicht kommuniziert werden, dass definitv keine schlangen vor irgendwelchen corona-test-agenturen standen,
    sondern es tatsächlich so war, dass die tests nicht ausgenutzt wurden......
    gut- vlt. in 27 bis 33 wohnzimmern dieser republik, die den weg zum testlabor nicht gefunden haben.... :hi:

    Wobei es - aber das widerspricht dem ja nicht - durchaus schwierig sein kann, sich selber testen zu lassen.

    Jedenfalls in einigen regionalen Bereichen ist es nach wie vor nötig, dass ein Arzt diese Untersuchung "beauftragt" oder "freigibt" (und man kann eben nicht direkt zum Testlabor/ Testzentrum )... und manche Ärzte machen das eben nur sehr zurückhaltend, vielleicht zu zurückhaltend.
    Möglicherweise schwingt da noch das Denken von Anfang der Pandemie mit, dass es nur eine begrenzte Testkapazität gibt.

    Ich denke aber auch, dass es für eine sinnvolle Eindämmung und Unterbrechung der Infektionswege erforderlich ist, großzügiger zu testen ... bei einem positiven Fall sehe ich zB wenig SInn darin, sämtliche Kontaktpersonen in 14tägige Quarantäne zu stecken, wenn man sie auch (siehe freie Testkapazitäten) testen könnte. Damit hätte man schneller Gewißheit und für die Betroffenen weniger Einschränkungen!

    Weil ja alles nicht so schlimm ist, wird alles wegbagatellisiert.

    There is no glory on prevention, frei nach Christian Drosten.
    Wir wissen nicht, wie schlimm es ohne die Maßnahmen gewesen wäre (und wir können das zum Glück auch nicht mehr so einfach ausprobieren - wobei ich da angesichts mancher Lockerungsmaßnahmen und mancher Demos nicht so sicher bin). Ich bin bei dir, Ronald, und gehe davon aus, dass wir in Deutschland aus verschiedenen Gründen, die du genannt hast, bisher besser durchgekommen sind.

    Was mir persönlich ein bißchen Sorgen bereitet, ist der Verlauf der spanischen Grippe, siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische…h_flu_waves.gif
    Drei Wellenb, die erste eher harmlos, die zweite Welle, die Herbstwelle vernichtend, und die dritte Welle immer noch deutlich härter als die erste Welle. Ich weiß, Viren verhalten sich unterschiedlich und man kann daraus keinen Rückschluss auf den Verlauf der Corona-Pandemie ziehen (und es gibt sicher Unterschiede im Wissen - 1918/20 kannte man den Erreger nicht, man ging von einem Bakterium aus, weil Viren noch nicht bekannt waren). DEnnoch ist es zumindest ein Szenario, das man im Blick behalten sollte ...


    Man müsste dann mal in einem Thread zur Seite gehen können, wie in der Vereinskneipe, um ein paar klärende Worte zu äußern, welche für die Allgemeinheit dann nicht so relevant sind und nicht unbedingt mitgelesen werden müssen, aber durchaus begleitet werden können.


    Früher, in den guten, sehr alten Zeiten der HE, wurde der Chat nächtelang gequält. Damals, als viele der heutigen berufstätigen Protagonisten noch Studenten und ähnlich faule Leute waren, konnten wir bis morgens um 3 Uhr im Chat abhängen und viele Dinge dort "durchdisktuieren". Dann traf man sich bei Fanclubturnieren oder dem Final4 in Hamburg und ging gepflegt einen Saufen.

    Auch damals liebten sich nicht alle (manche schon) - aber in einer gewissen Kern- und Rumpftruppe der HE kannte man sich doch persönlich - quer durch alle Fanlager - und konnte das eine oder andere persönlich klären oder Leute entsprechend einschätzen.

    Ich glaube, das hat damals das eine oder andere erleichtert ... aber "the times are achanging"

    Und wenn eine ganze Mannschaft ausfällt...wird das Spiel dann gegen sie gewertet?


    Der erste Gegner der Bayern spielt mit Infizierten. Dann muss Bayern in Quarantäne und kann nicht mehr antreten. Die Spiele werden gegen sie gewertet ... Dortmund wird Meister, es sei denn, Ausburg revanchiert die Bayern gegen Dortmund mit einem infizierten Spieler und macht so RedBull zum Meister!

    Sollte mit einer solchen Infektions- und Quarantänelotterie die Bundesliga zu Ende gehen?

    PS: Alle beteiligten Vereine sind nur als Beispiele und ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Spielplan genannt ...

    Maßgeblich sollte das Gesundheitssystem sein und da werden die verwaisen Landstriche kaum zum Kollaps führen (können).


    Ich weiß nicht genau, wo da der Maßstab ist.

    Sicherlich werden die verwaisten Landstriche nicht zum Kollaps des gesamten Gesundheitssystems führen. Wie das allerdings auf der "lokalen" Ebene aussieht, weiß ich nicht, da wenig besiedelte Landstriche ja durchaus auch "limitierte" Gesundheitssysteme haben können.

    Aber wie gesagt - ich bin über Schweden zu wenig informiert, glaube aber noch nicht an eine "Herdenimmunität" dort.

    Sollte Schweden wirklich durchimmunisiert sein, wie das hier schon mal gemeldet wurde, wäre das für das Land traumhaft.


    Wenn ich das richtig mitbekommen habe - ich verfolge allerdings Schweden nur am Rande - dann wurde die entsprechende Studie, die das vermeldet hatte, nach sehr kurzer Zeit wieder zurückgezogen.

    Und wenn Corona in Schweden lokal vor allam auf Stockholm beschränkt ist, wie du selber schreibst, dann kann de Rest von Schweden noch gar nicht "durchimmunisiert sein", sonst hätte man ja Corona schon überall haben müssen.