Beiträge von exilberliner

    Na klar geht es hier um Tokio, die Jungs sollen es dort ja richten und seine Art ist es ja seit jeher, öffentlich zu kritisieren und Druck aufzubauen, um bei den Spielern dann eine Reaktion zu sehen. Da unterscheidet er nicht zwischen Freund und Feind. Und über Stilfragen muss man im Zusammenhang mit Bob Hanning nun wirklich nicht ernsthaft diskutieren.
    Das Spiel MT-Füchse ist sportlich völlig unbedeutend, darum geht es als solches sicher nicht - wohl aber um die Tatsache, dass er nun am Mittwoch unter Garantie zwei Dutzend Interviews geben kann, zeitnah zur Kadernominierung und zum Auftakt der Vorbereitung auf das olympische Turnier.

    Christophersen wird allgemein gelobt und geschätzt und er kommt auch medial und rhetorisch astrein rüber, aber Fakt ist doch auch, dass Burchdorf seit Jahren auf dem absteigenden Ast ist. Die Fluktuation ist beängstigend und Abgänge wie Olsen, Jönsson, Häfner, Kastening, Martinovic ..... werden zunehmend schlechter aufgefangen. Der massive Einsatz der Jugend ist zwar sehr löblich und da sind auch echt gute jungs dabei, aber das ist doch wohl mehr aus der Not geboren als das das so gewollt ist. Dazu noch das Theater mit der Spielstätte.
    Also woher kommt die positive Christophersen-Bewertung?

    Wird er denn überall gelobt? Er ist aus den von dir genannten Gründen ein in den Medien gerne gesehener Gast, aber Bewertungen seiner Arbeit gibt es doch gar nicht so viele - dafür macht er es auch noch nicht lange genug. Die vielen Abgänge sind bitter, aber sie lassen nunmal nicht adäquat kompensieren. Bei der MT verdienen besagte Spieler eben das Doppelte, da kann kein Geschäftsführer etwas machen, der kein Geld drucken kann. Mortensen ging nach Barcelona, Olsen zog es in die Heimat Jönsson hat ich nicht durchgesetzt. Weit problematischer wäre es doch, die wären alle bei einem finanziell auf Augenhöhe agierenden Konkurrenten gelandet. Christophers verkauft es ja als bewusste Entscheidung, in diesem Corona-Jahr nicht investiert, auf den Nachwuchs gesetzt und auf Europa verzichtet zu haben. Alles andere sei ihm zu unsicher gewesen. Er versucht betont seriös in einem oft nicht sehr seriösen Umfeld (oder nennen wir es schwierig - Papenburg-Halle, Vinnhorst etc. so ist Hannover nun mal...) zu agieren. Die wichtigste Personalie für Hannover war es in den letzten Jahren, den vielleicht besten Trainer der Liga zu haben. Das fällt jetzt weg. Hier Lösungen zu finden und die Mannschaft im nächsten Jahr wieder voranzubringen, das ist die Bewährungsaugabe für Christophers, da muss er sich dann messen lassen.

    Es hat eben gepasst, dass am Ende dieser langen ungewöhnlichen Saison bei diesen klimatischen Bedingungen die Füchse die gesamte Mannschaft durchwechseln konnten und die SG eben nicht. Nicht, dass ich die Mentalitätsmonster aus Flensburg mit der Trümmertruppe aus Melsungen vergleichen will, aber auch dort ist zu sehen, dass der enorme Verschleiß der ersten Reihe in der letzten Phase der Saison, und hier besonders am Ende des Spiels, nicht ohne Folgen bleibt.
    Die Füchse hingegen konnten nicht nur mit personellen, sondern auch noch mit taktischen Alternativen aufwarten. Dazu hat Vujovic nach langer Verletzungszeit gleich gezeigt, welche Qualität er einbringen kann, und Genz hat als Alternative im Tor funktioniert, was in der Saison auch nicht immer selbstverständlich war. Daher ein optimaler Tag für die Füchse und ein ärgerlicher Tag für Flensburg, weil er vermutlich die Meisterschaft gekostet hat. Als kleiner Trost bleibt da vielleicht nur, dass man sich nicht viel vorzuwerfen hat.


    Also der FC Barcelona hat zwar gerade einen Goldman Sachs kredit für 500 mio bekommen, bei der Gemengenlage finde ich 250k nicht schlecht. Prio 1 ist doch in dem ganzen Spiel einer Ikone wie Carlos Ortega nicht die Karriere zu verbauen. Trennt man sich im Guten bedeutet das auch gute Kontakte nach Spanien. Und wenn parallel Gespräche mit CP laufen geht doch alles in die richtige Richtung. Angesichts der Abgänge muss man in Hannover erst mal alles tun, um den Klassenerhalt zu sichern.
    Eigentlich müsste sich Christophersen auch auf dem spanischen Trainermarkt umschauen. Da gibt es ja exzellente Leute, die jetzt auch vermehrt ins Ausland gehen. Nach der guten erfahrung mit Ortega wäre das doch mal ein Plan B.
    Gerade Ortega hat gezeigt, dass Sprache überbewertet werden kann. Bei richtigen deutschen Toptrainern wird es eng. Gerade Hannover wird in der nächsten Saison einen gewaschenen Fahrensmann benötigen.

    Daher ist es für die Recken extrem ärgerlich, dass die Ortega-Geschichte erst aufkam, als Romero schon in Bietigheim unterschrieben hatte. Die jungen Spieler, die den Laden in Hannover schmeißen, sind alles seine Jungs. Er wäre die perfekte Lösung gewesen, der spanische Machulla von Hannover sozusagen.

    @capitano: ich sagte ja auch, dass die Unterschiede nicht groß sind, und dass ich deshalb auch mit Mannheim leben kann. Nach Kriterien Zentralität (da sagt der Blick auf den Atlas nichts anderes), Erreichbarkeit und Größe liegt halt Hannover etwas vorne, aber es gibt sicher Gründe, Mannheim zu nehmen. Das ist sicher ok.

    München: Die neue Halle wird ja die Heimspielstätte von Bayern München Basketball und EHC München Eishockey sein. Daher wird da viel los sein, und zum Zeitpunkt der EM wird es sich um die modernste Halle dieser Größe in Deutschland handeln. Darauf sollte man sicher nicht verzichten.

    Würde mich echt mal interessieren, welche Argumente du für so eine Aussage hast. Lass mal hören


    Ich habe doch die Argumente genannt: Hamburg im Norden, München im Süden, Berlin im Osten, Köln im Westen. Das sind die vier größten Städte in Deutschland. Nimmt man nun eine fünfte Stadt dazu, dann müsste sie also auch sehr groß sein, zentral liegen, ICE-Anbindung, internationaler Flughafen, große moderne Halle. Da erfüllt Hannover mehr Kriterien als Mannheim (größere Stadt, zentraler gelegen, bessere Verkehrsanbindung). Aber vielleicht auch den schwierigeren Hallenbesitzer. Vielleicht spielt auch die Personalie Chatton eine Rolle. Keine Ahnung. Ich kann gut mit Mannheim leben.

    Bei der WM 2019 gab es in Deutschland gerade mal ein Spiel, das deutlich unter 10000 Zuschauern lag, das war Bahrain-Japan mit 5200 Zuschauern zum Auftakt des letzten Spieltags in München. Ansonsten waren immer um die 10000 Zuschauer da. Warum das bei der EM nicht klappen sollte erschließt sich mir nicht, auch bei der WM waren das wahrlich nicht alles Kracher-Ansetzungen in Deutschland. Ok, es sind dann mehr Standorte in Deutschland, aber meiner Meinung nach bewirkt gerade die Konzentration auf wenige Spielorte, dass viele Zuschauer kommen, die dann mehrere Spiele an einem Tag sehen können. In München hat seinerzeit Kroatien gespielt, da war die Halle voll. Würde man es 2024 dezentraler machen - ich glaube nicht, dass sich das Magdeburger oder Kieler Publikum um ein EM-Spiel mit europäischen Mannschaften mit der Strahlkraft von Bahrain oder Japan so begeistern ließe, dass da mehr Zuschauer kommen würden - wenn hinten dran der "Top-Act" fehlt. Und um mal als jemand, der in der Provinz wohnt, zu argumentieren: In Kiel oder Magdeburg gibt es doch wöchentlich Handball auf Weltniveau, rum darf ich das dann nicht einmal auch in Bayern haben? Aus der Sicht eines Underdog-Gasts: Ich würde mich nicht ärgern, wenn eine der großen Hallen mal nicht ganz voll ist. Ich würde mich ärgern, in eine kleinere Halle abgeschoben zu werden nah dem Motto: "Du bist es nicht wert, in München oder Hamburg zu spielen". Für die Sportler ist es doch gerade wertschätzend, ihnen eine große Bühne zu geben, So ein Großturnier ist Schaufenster für das ausrichtende Land. Da finde ich es logisch, dass in dien vier größten Städten des Landes gespielt wird. Wenn die sich wie in Deutschland mit Hamburg, Berlin, München und Köln dann auch noch nach allen vier Himmelsrichtungen verteilen, und in allen diesen Orten große, moderne Hallen zur Verfügung stehen, ist das doch sehr günstig. Somit ist auch die Logistik gewährleistet, Flughäfen, ICE-Bahnhöfe etc. vorhanden. Über Hannover hätte man sicher noch diskutieren können, wäre logischer als Mannheim, aber sei es drum. Die Halle im Münchener Olympiapark ist ja gerade im Bau und wird den ersten Bildern nach sicher viel hermachen.
    Ich finde die Wahl so in Ordnung. Einzig der Düsseldorf-Plan stört mich. Das ist einfach nicht im Sinne unseres Sports.

    Mein Favorit ist Wandschneider. Prokop ist sicherlich ein Top Trainer, der hat Leipzig erst dahin gebracht wo sie letztlich heute stehen. Die Nati war ein großes Mißverständnis und die Art und Weise wie er aufhören mußte, war nur mies.

    Beide passen nicht zu Melsungen. Wandschneider ist der Typ, der seit Jahren mit bescheidenen Voraussetzungen Mannschaften formt, die stärker sind als die reine Summe ihrer Einzelspieler. In Melsungen ist die Aufgabe umgekehrt.
    Prokop ist ein Trainer, der ein Konzept oder eine Philosophie entwickelt, und dann eine Mannschaft entsprechend gestaltet. Deshalb hat das ja mit der Nationalmannschaft auch nicht geklappt, da muss man eher sehen, welche Art des Spiels zu den individuellen Fähigkeiten der Spieler passen - oder man muss eben zu vielen vor den Kopf stoßen, und sie nicht nominieren oder ihnen nur für die Nationalmannschaft Dinge angewöhnen, die sie nicht gewohnt sind. Prokop braucht seine Spieler, und nicht irgendwelche Spieler. Er passt gut nach Burgdorf, hier muss ohnehin eine neue Mannschaft geformt werden, und dabei wird viel auf die Ausbildung des Nachwuchses und auf Durchlässigkeit geachtet. Hier kann er also quasi durchregieren, und bereits den Jugendmannschaften seinen Stempel aufdrücken.
    Die MT brauch jemanden mit Autorität und Erfahrung, und jemanden, der Erfolg verkörpert. Eigentlich ist der jetzige Trainer vom Profil gar nicht verkehrt, nur bringt er es irgendwie trotzdem nicht. Für mich ist Gudmmudsson Nationaltrainer, der es mit Vereinen nicht so gut kann. Meiner Meinung nach müsste es für die MT die Kategorie Vranjes, Dujshebaev, Shewzow etc. sein - damit meine ich nicht diese Namen als konkrete Kandidaten, sondern als wegweisend für die Richtung, in die man denken sollte.

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    Interessant ist auch die Tabelle am Ende des Artikels.

    Von den 20 Mannschaften sind 8 noch in der 1. Bundesliga und nur Magdeburg; Kiel; Flensburg und Essen waren aus (mehr oder weniger) Großstädten.
    Die Strukturen haben sich ganz schön geändert.

    Solingen (und Wuppertal) spielen allerdings als Bergischer HC wieder in der Bundesliga, insofern 9, und Nettelstedt steigt wahrscheinlich wieder auf. Wuppertal, Solingen und auch Hildesheim sind auch noch Großstädte, Flensburg hingegen nicht. Die Strukturen haben sich vor allem dann gewandelt, weil Kleinstadt-Vereine mit Namen von Großstädten firmieren (Burgdorf -> Hannover; Bittenfeld -> Stuttgart) bzw. die Rhein-Neckar-Löwen (Kronau-Östringen) durch die Halle als Mannheimer Verein wahrgenommen werden. Wenn man die abzieht, bleiben auch heute nur 8 Großstadt-Vereine (Kiel, Magdeburg, Füchse, Bergischer HC, Essen, Eulen, Erlangen, Leipzig) - und Ludwigshafen und Erlangen sind jetzt nicht die riesigen Metropolen. So schnell wird sich an der Struktur, wenn man die Zweitligisten ansieht, daran auch nichts ändern. Hamburg steigt jetzt auf, dafür Essen wahrscheinlich ab. Vielleicht schafft es ja Dresden demnächst, das hätte was und gäbe super Duelle im Osten, vor allem, wenn irgendwann in ferner Zukunft vielleicht mal Rostock dazu kommt, das wäre ein Traum. Der Strukturwandel ist schon da, aber er ist sehr langsam. Ich finde die Mischung aus kleinen Städten und Großstädten auch sehr reizvoll.

    Es muss ein Hotel im Südwesten der Republik sein, denn dieses spontane Kurztrainingslager hat vor dem Spiel in Göppingen stattgefunden und man ist dafür 2 Tage früher angereist. Wahrscheinlich wäre es richtig gut investiertes Geld, man würde einen Location-Scout verpflichten, der Auswärtshotels darauf abcheckt, ob sie fotogen sind.

    Um mal wieder auf Gerüchte zurückzukommen: Rasmus Boysen twittert, dass laut unbestätigter Meldung des kroatischen Nachrichtensenders HRT2 die MT Melsungen David Mandic für Linksaußen verpflichtet hat (passt auch gut zu unserer Diskussion im MT-Thread).

    Nächstes Jahr Gomes und Kühn auf einer Position, aber keinen echten Spielmacher bisher und am Kreis siehts auch dünne aus.
    Na ja, vielleicht werkelt Axel mit Gudmi ja im Verborgenen.

    Um mal aufs Thema zurückzukommen: Für die Mitte haben Sie doch Jonsson verpflichtet. Er und Pavlovic, das ist doch so schlecht nicht. Dann Kühn und Gomes links, Häfner und, was man so hört, Martinovic rechts, das ist dann ein mit zwei Reihen sehr gut besetzter Rückraum. Über Rechtsaußen brauchen wir ja nicht zu sprechen. Da bleibt dann der Kreis ausbaufähig (auch wenn der Trainer da vermutlich der Isi-Achse vertraut). Am schlechtesten ist Linksaußen besetzt. Tor für nächstes Jahr noch ok, dann muss man mal sehen, ob Heine alt wird. Aus meiner Sicht eine sehr konkurrenzfähige Mannschaft, auch für hohe Ansprüche - wenn sie sich denn zusammenfindet.

    Nicht nur ein möglicher Abnehmer, sondern DER Abnehmer für alle Talente, die nicht gleich den Sprung in die 1. Mannschaft schaffen, für die 3. Liga aber eigentlich zu gut sind. Potsdam ist Kooperationspartner der Füchse und soll das Standbein in der 2. Liga sein. Schon jetzt spielen ja viele bei den Füchsen ausgebildete Spieler in Potsdam: Spengler, Akakpo, Urios jr... Und nicht zuletzt hat man ja genau aus diesem Grund Kevin Struck nach Potsdam "versetzt", der ja durchaus erstligatauglich ist. Hinzu kommen jetzt noch Lichtlein und Heinis aus der Füchse A-Jugend für die Aufstiegsrunde.
    Man kann es so sagen: Potsdams Aufstieg in die 2. Liga ist ein wichtiges strukturelles Saisonziel der Füchse.

    wobei die niederlage zu hause gegen potsdam schon überraschend war.

    Das war ein ansehnliches Spiel. Potsdam hat eine sehr disziplinierte Defensive gegen fast permanent mit dem 7. Feldspieler agierende Rostocker Mannschaft hingestellt. Außerdem ist Potsdam durch die Verstärkung mit Lichtlein und Heinis im Angriffsspiel sehr viel variabler geworden und setzen ja auch voll auf Aufstieg. Ich denke, die Chancen sind gut.

    Ich will nicht schwarz malen, aber ich glaube bei diesen Teilnehmern nicht an einen SCM Sieg.

    Warum nicht? Bei den letzten Teilnahmen sind die Magdeburger an ihren Nerven gescheitert. Da sind sie aber viel besser gewworden, dieses Jahr sind sie eindeutig das stabilste Team, und die Souveränität gibt ihnen Sicherheit. Die Löwen eher durchwachsen, und für die Füchse war das heute eigentlich das einzige Spiel, in dem sie bewiesen haben, dass sie es theoretisch können. Im Final Four beide Spiele zu gewinnen traue ich schon zu allererst dem SCM zu. (Wobei ich zugeben muss, kein einziges Spiel von Plock gesehen zu haben).

    Die Füchse haben mich überrascht. Die Franzosen aber noch mehr enttäuscht. Was Wiede und Drux alles verballert haben, die freiesten Dinger, auch Holm und Andersson mit vielen Fahrkarten und trotzdem fideln die Montpellier mit 8 Toren ab.

    Drux hat gar nicht so viel verballert, Wiede hingegen schon. Vorne waren es vor allem die Außen, Mathes und Lindberg mit 6 und 11 Toren, 100% Quote, das ist nicht schlecht. Das Spiel wurde aber vor allem in der Abwehr gewonnen. Nur 23 Gegentore gegen eine Mannschaft dieser Güte ist schon nicht schlecht.