Beiträge von exilberliner

    Unabhängig vom heutigen Spiel: Finde es immer wieder traurig zu sehen, was aus Hannover geworden ist.

    Das kommt darauf an, von welcher Seite man es betrachtet. Spieler wie Häfner und Kastening verdienen in Melsungen das Doppelte, wer soll es ihnen verdenken, dass sie sich ihr Talent eine Weile vergolden lassen. Einen Spieler wie Olsen kann man ohne die großen finanziellen Mittel und ohne Aussicht auf das internationale Geschäft nicht gleichwertig ersetzen. Und dennoch: Welcher Verein hat in den letzten beiden Jahren so viele eigene Jugendspieler zu Stammspieler entwickelt, ohne dabei in Abstiegsgefahr zu geraten? Von einem Spieler wie Kastening profitiert die gesamte Handballnation, und blutjunge Spieler wie Büchner und Mävers entwickeln sich gerade rasant in eine ähnliche Richtung - ohne dort natürlich schon angekommen zu sein. Man hat mit Carlos Ortega einen Trainer, der auch CL-Mannschaften trainieren könnte (und das ja auch schon getan hat), den aber gerade diese Aufgabe reizt, die er im Verbund mit Iker Romero derzeit erfüllt wie niemand anders in der Liga. Nun kann man als erfolgsorientierter Fan natürlich sagen: "Mich interessiert nur, dass die endlich mal Champions-League spielen". Man kann aber auch durchaus Freude an der Arbeit empfinden. Im Raum Hannover gibt es eine sehr hohe Dichte an Handballvereinen, in denen sich viel Nachwuchs tummelt. Da schielen viele auf die Nachwuchs-Schmiede Recken. Und die Arena wird auch gut gefüllt bleiben. Wer kontinuierlich und nachhaltig etwas erreichen will, muss auch mal einen Rückschritt aushalten. Ich bin froh, dass auch solche Wege in der HBL beschritten werden.

    Ich finde auch richtig, dass man an "Auf-die-Fresse" Jaron festhält.

    Wenn Gojun ginge, fehlt dem Team der Abwehrchef. Mal sehen, wie dieser Aderlass dann aufgefangen würde. So sehr ich die Stoßrichtung der Berliner schätze, die Jugend einzubinden, frage ich mich allerdings, welchen Posten den Etat so belasten, dass man quasi 10 Leute auf Top-Niveau hat und dann nach "nur" Ergänzungsspieler und aus der Jugend Aufrückende. Wer sind die Top-Verdiener, die den eigenen Salary Cap so dermaßen dichtmachen? Milosavljev, Andersson und Wiede?

    Nach Kiel und Flensburg, sollte doch Berlin etattechnisch in einer Liga mit den Rhein-Neckar-Löwen, Melsungen und Magdeburg spielen.

    Nächstes Jahr laufen die Verträge von Lindberg (sicherlich Top-Verdiener) und Kopljar aus. Mit Koch und Genz hat man jeweils für nur ein Jahr verlängert. Ich denke, das sind die Positionen, auf denen man sich mittelfristig verändern wird, wobei man auf Genz noch eine Saison lang hofft. Ohne diese Spieler einschl. Gojun wäre es dann ja auch eine sehr junge Truppe mit Wiede und Drux als Alterspräsidenten. Vielleicht gibt es ja auch schon entsprechende Vorverträge und/oder man auch einfach die kontinuierliche Kaderentwicklung nicht durch halbgare Schnellschüsse gefährden.

    Zu Gojun: Er spielt in letzter Zeit eine immer kleinere Rolle. Siewert setzt eigentlich auf einen Mittelblock Marsenic/Kopljar, mit Kopljar als Abschlussspieler für die 2. Welle. Und wenn nur irgendetwas in den letzten Spielen geklappt hat, dann war es das.

    Es wird auch keine Zugänge geben. Es wurde mehrmals betont, dass der Kader einschließlich der aus der eigenen Jugend kommenden Lichtlein, Orlov und Walter so für die neue Saison steht. Das wurde auch offiziell kommuniziert (z.b. hier). Allerdings wird immer von einem 18er-Kader gesprochen, ohne Gojun sind es nur 17. Kretsche hat das gestern im Sky-Interview vor dem Spiel noch einmal bestätigt und gesagt, dass man mit diesem Team einschl. Trainer in die nächste Saison gehen will. Ich glaube im 2. Teil der Sky-Dokumentation (oder war es in einem Arena-Talk?) wurde von Bob und Kretsche auch gesagt, dass finanziell angesichts Corona auch gar keine Spielräume bestehen, wenn man in der Unterhaltung des Kaders unabhängig von staatlichen Unterstützungen wirtschaften will.
    Der Trainer wird in dieser Saison nicht in Frage gestellt. Ich finde das auch richtig. Schließlich entspricht es einem langjährigen Plan, Jaron Siewert als Trainer zu installieren. Die Idee, gezielt einen eigenen Trainer aufzubauen, ist ehrgeizig, interessant, aber eben auch risikobehaftet. Das schließt ein, dass alles auch seine Zeit brauch und mit Rückschlägen zu rechnen ist. Dann muss man für eine Weile auch mal den Mut haben, die Häme zu ertragen, wenn es nicht so gut läuft. Die Zeit wird darüber entscheiden, ob das dann berechtigt ist oder nicht.

    Auch wenn ich mich wiederhole, du hast im Rückraum als Natio Spieler nur Häfner , Kühn und Pavlovic. Bei den beiden Deutschen Spielern sieht man oft genug, dass sie kein konstantes Niveau auf Top Level hinkriegen. Somit lässt sich auch erklären, dass sie an einem guten Tag jeden besiegen können. Über eine Saison von 34-38 Spieltagen geht das aber nicht und auch nicht über 60 min in einem Spiel. Da brauchst du einfach viele Alternativen zum wechseln.

    "Nur" ist gut. Man hat ja durchaus auch noch Mikkelsen, Salger, Pregler. Der erste hat in den vergangenen Spielzeiten recht ordentlich performt, kommt nur in dieser Saison überhaupt nicht zum Zug. Der zweite kann es auch, wie er gestern zu Beginn gezeigt hat, sonst hätte man ihn ja auch nicht geholt. Beide keine Weltklasse, aber für 1/2 - 2/3 aller Bundesligisten würden sie vermutlich reichen. Der dritte ist ein hoffnungsvolles Talent, das keine Chance bekommt. Ansonsten hat man nach der letzten Saison Rückraumspieler abgegeben. Statt aber neue zu verpflichten, hat man, nachdem man den einen Nationalmannschaft-Rechtsaußen schon hatte, nun auch den anderen geholt und dafür eines der größten Talente auf dieser Position abgegeben. Und man hat drei Kreisläufer, zumindest Maric war auch schon gefährlicher. Gute Personalpolitik war das nicht, und nun kommt auch noch schlechter Umgang mit dem vorhandenen Personal dazu.
    Mal sehen, ob die angekündigten großen Neuverpflichtungen im Rückraum im nächsten Jahr kommen, man hört ja nichts Gegenteiliges. Spätestens dann kann die Mannschaft ein Gefüge bekommen, das die Lasten auf mehrere Schultern verteilt. Mal sehen, ob das dann klappt.

    Ich finde das nicht schlecht. Es ist natürlich eine Wette darauf, das Pieczkowski wieder besser in Form kommt, aber wenn das nur annähernd der Fall sein sollte, können beide Seiten nur davon profitieren. Ich hatte für GWD ja schon fast an Simon Ernst gedacht. Aber das ist wahrscheinlich ohne "doppelten Boden" zu risikoreich.

    Damit fehlen in den nächsten Spielen also Drux, Lindberg und Holm. Gegen Minden muss es trotzdem reichen. Gegen Magdeburg wird die Luft ganz schön dünn.
    Hoffentlich sind die beiden nur positiv getestet und nicht auch richtig krank. Mit Vujovic und Michalczik hat man schon zwei Spieler in den Reihen, die sich von Covid-19 nicht richtig erholt haben.

    Sehr interessant die Ausführungen von Gerd Butzeck. Ich finde es sehr spannend, wenn man mal so einen Einblick hinter die Kulissen bekommt. Auch Albert Mehl habe ich gerne zugehört. Sehr gute Auswahl der Gesprächspartner, weil beide ihre Themen auch sehr gut rüberbringen können. Solche Folgen haben einen echten Mehrwert gegenüber der Alltagsberichterstattung. Gut gemacht und gerne mehr davon, Capitano!

    Bei allem berechtigten Lob für Kühns Leistung gestern bleibt für mich das Problem, dass er bisher einfach nicht gezeigt hat, dass er ein Unterschiedsspieler sein kann, wenn eine Partie Spitz auf Knopf steht - derjenige, der dann das Spiel in die Hand nimmt und die Entscheidung herbeiführt ist er nicht - sondern allzu häufig der, der dann doch noch einen Fehler macht. Dieses Potenzial sehe ich dann doch eher bei Heymann, auch wenn er das natürlich bisher in der Nationalmannschaft noch nicht beweisen konnte.
    Grundsätzlich wäre es wohl besser, zu Olympia eher mehr Rückraumspieler mitzunehmen, um mehr taktische Möglichkeiten zu haben (auch mehr als einen RM), und dafür die Außen tendenziell einfach und die KM-Position doppelt zu besetzen. Bei verletzungsbedingter Abreise darf man bei Olympia doch meines Wissens nachnominieren, oder?


    Und wie bitte soll er in Essen das Siegtor als Buzzerbeater machen, wenn vorher eine Verletzung festgestellt wird???
    Warum kommt denn keiner auf das Offensichtliche???
    Er wurde von der Jubeltraube, also seinen Mannschaftskameraden direkt nach Abpfiff brutal verletzt.
    Aber jetzt mal wieder ernsthaft. Den Berliner Fans hier scheint es momentan wichtiger zu sein, dass der Club keine Schuld hat, als das der Ausfall von Drux und das Malheur an sich bedauert wird. Auch seltsam.

    Nein, so ist das sicher nicht. Lange Zeit habe ich bei Drux bei jedem Schritt insgeheim die Befürchtung gehabt, dass ihm wieder etwas passiert. Ich finde es extrem schade, dass er durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wird. Weil man einfach sieht, wie ein Riesentalent irgendwann den körperlichen Raubbau nicht mehr wettmachen kann.

    Im Verein gibt es aber auch viele Menschen, die sich genau damit auseinandersetzen und denen unterstellt wird, sie würden Drux' Gesundheit anderen Zielen unterordnen. Und ich meine nicht Hanning, sonder den Trainerstab, die Physik, das ärztliche Team, die sportliche Leitung etc. Ich glaube nicht, dass es denen an Reflexion und Ernsthaftigkeit und auch nicht an Sorgfalt gegenüber den Spielern fehlt, die bei anderen Vlubs natürlich ganz selbstverständlich vorhanden wäre. Schon an den Fakten kann man das nicht festmachen - und der Vorwurf, ein Spieler würde verheizt, der in dieser Saison kaum 50% auf dem Platz steht und in einem Kader spielt, der ja gerade aus den bekannten Gründen breit aufgestellt ist - in den letzten Wochen wurde dem Trainer ständig vorgeworfen, er würde zu viel wechseln - ist irgendwie fehl am Platze. Es ist im Team zudem die erste Verletzung in dieser Saison (von Corona-Fällen abgesehen). Und nein, manchmal erkennt man das im Spiel eben nicht, insbesondere, wenn der betroffene Spieler über keine Schmerzen klagt, keine Auffälligkeiten festzustellen sind, er das letzte Tor wirft und danach noch den letzten Angriff des Gegners abfängt und anschließend fröhlich (im Rahmen des Ergebnisses fröhlich) Interviews gibt.
    Paul Drux ist ein Spieler, der viel nachdenkt und ziemlich hell in der Birne ist. Und sein Umfeld ist sehr professionell - auch in menschlicher Hinsicht. Drux ist verletzungsanfällig und das ist schwierig für einen Handballprofi in der HBL. Das Pensum ist brutal, trotz aller Lastenverteilung. Ich finde da die aus einem fernen Fernsehsessel heraus getroffene Unterstellung, das sei allen Verantwortlichen ganz egal und sie spielten vorsätzlich mit seiner Gesundheit, unangemessen. Das wird ihren Bemühungen und der Sorgfalt, mit der sie ihren Aufgaben und Fürsorgepflichten gegenüber den Spielern wie in Alen anderen Clubs vermutlich auch nachkommen, nicht gerecht. Sie ist mal wieder aus der Antipathie gegen den Manager geboren, was aber dem Spieler, seinen Trainern und seinen Ärzten gegenüber nicht unbedingt objektiv und fair ist. Ich bin mir sicher, dass sich viele Menschen in Verein und Umfeld sehr viele Gedanken machen, wie man mit seiner Situation am besten umgeht und niemand ihn als Kanonenfutter sieht. Und deshalb stört mich das in diesem Fall jenseits des üblichen Gegrantels von Anhängern anderer Vereine.

    Die Füchse haben eine lange Verletzungshistorie. Die kommt nicht von ungefähr. Und das muss man auch nicht "behaupten".

    Dass er verletzt zur Nationalmannschaft anreist spricht ja für sich. Offensichtlich wurde die Verletzung zuvor in Berlin nicht festgestellt. Das spricht auch für sich. Da muss man auch gar nichts "behaupten".

    Wann hätte man das denn feststellen sollen? Das Spiel war am Sonntag nachmittag in Essen, und da hatte er offensichtlich keine Probleme. Am Montag morgen traf sich dann die Nationalmannschaft... Ein "zuvor" gibt es da nicht. Die Diagnose haben dann Vereinsarzt und Nationalmannschaftsarzt gestellt.

    Zum Thema Drux rausnehmen oder verheizen: Vor der WM wurde Drux ja zunächst nicht nominiert. Alfreds Begründung: Seine Rolle im Verein sei zu klein, er spiele zu wenig und sei oft nicht in der Startaufstellung. Da er sich seine Position mit Lasse Andersson teilt, der ja nachgewiesenermaßen auch die eine oder andere Minute auf der Platte steht, finde ich seine Belastung im Vergleich zu anderen Nationalspielern auf der Position wie Kühn oder Heymann jetzt nicht übermäßig.

    1) Wenn ein CL-Verein und ein deutscher Nationalspieler nicht zusammenfinden, dann muss das ja nicht am Spieler liegen. Ist doch nicht so, dass allen Spielern dieser Weg offen steht, "Mut haben" alleine reicht ja nicht, man braucht auch ein entsprechendes Angebot.
    2) Zu einer regelmäßig in der CL spielenden Mannschaft zu wechseln, könnte man umgekehrt auch so interpretieren, dass sich der Spieler in ein schon gemachtes Nest setzt, während die Aufgabe, einen bisherigen nicht CL-Teilnehmer in die CL zubringen, ja durchaus auch jenseits der Komfortzone liegen kann.

    Die Aussage Pekelers ist viel zu unkonkret, als dass man ihr zustimmen oder sie ablehnen kann. Welche(r) Spieler ist bzw. sind gemeint?

    Jetzt hör doch mal auf, dich zu verrennen.
    Es heißt umgangssprachlich Ostwestfalen-Lippe, weil nach dem 2. Weltkrieg das (nichtpreußische unabhänige Land) Lippe mit dem (preußischen) Regierungsbezirk Minden (bezeichnet als Ostwestfalen) zum nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Detmold zusammengefasst wurde. Es heißt aber deshalb Ostwestfalen-Lippe, weil die Gebietskörperschaft eben aus den beiden Teilen Ostwestfalen (=nicht Lippe) und Lippe (=nicht Ostwestfalen) gehört. Sonst bräuchte man ja keinen Doppelnamen.
    Auch das nördliche Rheinland und Westfalen wurden zum Bundesland Nordrhein-Westfalen zusammengefasst. Aber trotzdem befindet man sich ja in Westfalen in Westfalen und NICHT im Rheinland, und im Rheinland im Rheinland und NICHT in Westfalen. In Mecklenburg befindet man sich in Mecklenburg und nicht in Pommern und in Villingen befindet man sich in Villingen und gerade nicht in Schwenningen (auch wenn die Stadt Villingen-Schwenningen heißt).
    Wenn man eine Region mit einem Doppelnamen hat, dann folgt daraus, dass man sich, wenn man sich in dem einen Teil befindet, gerade nicht in dem anderen Teil befindet. Das ist sprachliche Logik. Alles andere ist Rechthaberei, und die verstopft dieses Forum hier in erheblichem Maße. Deshalb werde ich mich mit dieser Ausnahme auch nicht weiter dazu äußern.


    Kopljar ist auch schon Mitte 30. Aber ich sehe bei euch das Problem auf RM und am Kreis offensiv. Marsenic und Koch verballern zu viel. Koch ist auch insgesamt zu schwach, Marsenic nur defensiv eine Kante.
    Ihr habt viele Halbe mit Anspielerqualitäten, aber keinen echten RM. TW-Position geht schon in Ordnung, Abwehr und außen normalerweise auch. So lange Chrintz schwächelt habt ihr den ewigen Hans und LA geht auch.


    Das ist prinzipiell richtig, bis auf deine merkwürdigen Ansichten zu Chrintz. Wo schwächelt der denn? Ihm wird noch keine Verantwortung aufgebürdet, aber warum sollte man das auch tun? Der ist 20 Jahre alt und ein europäisches Toptalent, das als Lindberg-Nachfolger aufgebaut wird 1 Jahr früher geholt wegen der Sportinvalidität von Zachrisson. Von dem verlangt aktuellnun wirklich noch niemand etwas, schon gar nicht, solange Lindberg liefert.
    Kopljar klar, aber da hat auch niemand damit gerechnet, dass der je wiederkommt. Achillessehnenabriss und über ein Jahr raus, dafür macht er es echt noch ganz gut, es hiß lange, er wird in die Sportinvalidität verabschiedet. Mehr als Ergänzungsspieler kann er nicht mehr, ich vermute auch zu deutlich reduzierten Bezügen. Koch war bis vor einem Jahr (natürlich: Verletzung) Mister 100%. Das kann auch wieder kommen, vermutlich hätte man an dieser Stelle aber investiert wenn man es sich leisten könnte.
    Alles andere baucht seine Zei, bleibe ich dabei - kennt ihr doch aus Magdeburg, wo viele von euch ja immer noch nicht zufrieden sind - obwohl man mit den Mitteln, die man hat wie ich finde wirklich weit gekommen ist was Kaderzusammensetzung, Spielidee und -philosophie betrifft. Da wird man jetzt Jahre von profitieren und auch ernten, das gönne ich sogar Magdeburg als Lohn des geduldigen Wiederaufbau der letzten Jahre- im Rahmen meiner Möglichkeiten :)
    Karl: Sparkasse: Die hat doch nun wirklich fast jeder Bundesligist im Körbchen. Und die Füchse auch nur für die Jugend, wo der Anteil des Hauptsponsors deutlich erhöht wird. Also man kann dem guten Bob ja vieles anhängen, aber seine wirtschaftsliberales Manager-Ethos wird man ihm nun kaum absprechen können (manchmal ja zu meinem Verdruss). Und öffentlich-rechtliches Geld ist mit Sicherheit an vielen Orten schlechter investiert als in die Jugendarbeit von Sportvereinen.

    Ganz schön viele Unterstellungen in einen Post ;)
    Nein, es wird niemand aus öffentlichen Geldern finanziert sondern es wird betont, dass nicht mit öffentlichem Geld gearbeitet wird, und im Gegenteil, es wird ja mächtig abgespeckt (nicht nur Milosavljevs Pfunde :) )- schließlich hat man sich oder wird sich von drei Spielern trennen (Simak, Ernst, Gojun, letzterer, sofern er einen neuen Verein findet), für die drei A-Jugendliche in den Seniorenbereich gezogen werden. Insgesamt wird der Etat in der nächsten Saison coronabedingt deutlich schmaler sein.
    Und der Entschluss, mit Milosavljev und einem unerfahrenen Nachwuchs-TW Genz weiter zu planen, und statt einen teuren zweiten Torhüter zu holen lieber in einen renommierten Torwarttrainer für den ganzen Verein zu investieren, würde ich eher als nachhaltig, wenn auch natürlich riskanter, bezeichnen. Die teure Lösung wäre Heinevetter gewesen, aber da zahl die MT eben noch deutlich mehr und länger. Milosavljev war übrigens auch letztes Jahr wochenlang verletzt, und diese Verletzung (Knie) ist wohl auch auf sein Gewicht zurückzuführen. Da ist Abspecken dann schon sinnvoll.
    Zum Trainer: Jaron Siewert ist ein junger Reinickendorfer, da ist das Identifikationspotential natürlich groß. Ihn aber zum Trainer auszubilden, dann für eine Zeit nach Essen zu schicken und dann wieder zurückzuholen, dafür wäre der Aufwand vielleicht etwas groß, wenn es nur ein PR-Gag wäre oder wenn man ihn gleich wieder entlassen würde. Kretsche hat schon öffentlich erklärt, dass der Trainer in seinem ersten Jahr auf keinen Fall in Frage gestellt wird.
    Ich finde es gut, kontinuierlich mit eigenen Leuten zu arbeiten und auch in Ausbildung zu investieren, auch wenn man damit nicht gleich den erwünschten Erfolg hat oder am Ende sogar scheitert (was ich konkret weder bei Jaron Siewert noch bei der Torhüterausbildung glaube).
    Es passen einige Dinge eben noch nicht, um solche Spiele mal konstant auf hohem Niveau zu spielen. Es ist auch noch eine junge Truppe, von Lindberg abgesehen (und Gojun) keiner 30+, alle Geburtsdatum Mitte der 90er und später, es fehlt an Erfahrung. Dazu kommen zu viele aus langwierigen Verletzungen, neuer Trainer, viele neue Spieler, wenig Zeit zum Arbeiten und Corona hat vermutlich auch ganz schön zugeschlagen (kein Vergleich Vujovic und Michalczik vor und nach Corona). Ich geb der Sache Zeit.

    Das Problem ist ja im Moment auch, dass wenn es einmal nicht läuft, gerade 4 Spiele in einer Woche anstehen. Das haben ja nun schon einige Mannschaften in dieser Saison durch. Kretzsche sagt im ersten Moment, dass vielleicht zu viel in der Mannschaft rotiert wird und daher niemand die Verantwortung übernimmt. Vor einer Woche hat er jedoch noch die kluge Lastenverteilung innerhalb der Mannschaft gelobt. Zu Ende gedacht ist das also auch noch nicht.Grundsätzlich ist die Lage bei verschiedenen Spielern aber unterschiedlich:

    Bei Wiede kann es doch durchaus sein dass er nie mehr auf das Level kommt dass er vor der Schulter OP hatte.

    Das glaube ich nicht. Wiede war ein Jahr raus und hat danach schon gute Spiele gezeigt. Ihm fehlt noch die Konstanz, und das ist verständlich. Außerdem ist er in dieser Woche mit vier Spielen Vater geworden, so etwas spilt ja auch mit. Für Drux gilt die Aussage viel eher, der ja nach seiner Verletzung sein Spiel ziemlich umstellen musste.
    Ich finde Michalczik und Vujovic sind schlecht aus ihrer Corona-Erkrankung herausgekommen. Beide haben im Sommer losgelegt wie die Feuerwehr, auch sein Unfall konnte Vujovic nicht stoppen. Seitdem er jetzt wieder dabei ist, ist er unkonzentriert und hat eine lausige Quote. Michalczik ist nach dem Nationalmannschaftstrip mit anschließender Infektion total aus dem Tritt gekommen. Die Tore der beiden fehlen ganz schön. Und warum Milosavljev seine Typveränderung nun mitten in der Saison durchziehen muss - na ja.
    Chrintz ist keine Enttäuschung. Er spielt eben fast nur im Europacup. Der Junge ist 20 und hat Hans Lindberg vor sich. Dem gehört die Zukunft - hat er auch bei der WM gezeigt.
    Jetzt noch Kiel, und dann hat man ja ausreichend Zeit, darüber nachzudenken, wie man die nächste Saison angehen will. ;)