Beiträge von exilberliner

    Wo ist denn das Problem?
    Es werden doch alle Spiele gezeigt. Lediglich der Rahmen wird doch nur aus einer Halle gesendet, und da finde ich es völlig ok, wenn von unterschiedlichen Orten aus berichtet wird. Ok, ein toller Co-Kommentar und ein paar mehr Kamerapositionen kommen noch hinzu. Aber das macht den Braten doch nicht fett. Wie schon gesagt wurde - bei Sport1 wurde sich darüber beschwert, dass immer die gleichen Vereine gezeigt wurden. Wie man es auch macht....

    Na, hier wird ja hart am Spielgeschehen diskutiert ;)

    Um mal etwas zu beizutragen: Gut, das Petko aus dem letzten Spiel schnell erkannt hat, dass Zachrisson eine gute, und bei der derzeitigen Personalsituation die beste Alternative auf Rückraum-Mitte ist. So haben es die Füchse nach einigen Anläufen in diesem Jahr geschafft, aus einer stabilen Deckung heraus eine zufriedenstellende Angriffsleistung auf die Platte zu bekommen, und verdient zu gewinnen. Mal schauen, wie oft wir unseren kleinen Schweden nun noch auf dieser Position sehen! Auf jeden Fall war er der Matchwinner. Auch Kopljar, trotz etwas Wurfpech, stark verbessert. Wenn Drux und Wiede zurückkommen, könnte es gelingen, diese Saison erfolgreich abzuschließen - dieses Gefühl habe ich seit Lager Zeit erstmals in diesem Jahr.


    Habt ihr in Lund nicht nach 6:13 noch 32:27 gewonnen? Ihr habt in Ludwigsfelde mit 25:19 gewonnen. Das einzige schlechte und verlorene Spiel war doch wohl bisher gegen St. Raphael, oder nicht? Schlecht spielen und trotzdem sicher gewinnen ist im Moment noch jammern auf Bobby H.-Niveau. Oder anders gesagt, auf Börde-Niveau. Nur, dass wir wirklich leiden, ihr seid nur eingebildete Kranke.

    So weit, dass die Füchse wieder in Ludwigsfelde gewinnen müssten, ist es zum Glück noch nicht ;)
    Das Spiel gegen Lund war schon harter Tobak. Das ist doch eine ziemliche Thekentruppe, und als Handballprofis dort überhaupt mit 7 Tore in Rückstand zu geraten war wirklich unterirdisch. Da wirkt dann das Endergebnis etwas zu versöhnlich. Aber vielleicht fangen wir ja gegen Leipzig mit Zachrisson auf RM an (wie in den letzten Minuten in Schweden), dann kann es wieder mit einem Sieg klappen.

    Hm, die Personalentscheidung Pujol verstehe ich als Außenstehender nicht. Es kann natürlich sein, dass er selbst einen neuen Verein hat, aber das klingt eigütlich nicht so. Ich habe jetzt natürlich nicht alle Gummersbach-Spiele gesehen, aber in denen, die ich gesehen habe, hat er mir oft ganz gut gefallen. Welche Qualitäten erwartet man sich denn von einem Mittelmann in Gummersbach? Gerade zu Vukovic, der ja im Angriff kaum mehr spielt, und wenn, dann sicher nicht über eine volle Partie, hätte ich ihn als sehr sinnvolle Ergänzung gesehen. Wer soll das jetzt besser machen?

    Vorschlag für den Modus:
    Die Kapitäne aus Dankersen und Nettelstedt wählen ihre Teams aus den Reihen aller HBL-Spieler. Wer das Tip-Top auf der B 65 gewinnt, hat Erstzugriffsrecht. Das Spiel findet dann in der neuen, noch zu bauenden Halle In Minden statt, alternativ auf neutralem Boden in Gummersbach. Dann hat man Konkurrenz auf engstem Raum, Tradition der Liga, Show-Event, und würde den publikumsmäßig schwächelnden Vereinen aus Ostwestfalen unter die Arme greifen.

    Die Diskussion um den Supercup lief aber eher in die Richtung das wenig Leute zu den Spielen kamen und man dann eben auch nur Brasilien oder Serbien bekam und nicht mehr die großen wie früher. Wenn aber nun die Alternative ne Japanreise und Serbien ist, dann scheint sich da dadurch nicht wirklich was zum positiven verschoben zu haben.

    Der Supercup wurde damals jedenfalls nicht wegen der Belastung abgeschafft, diese Termine im Herbst sind ja noch da.


    Das sicherlich so. Aber in der damaligen Gemengelage war die Abschaffung sicherlich die näherligende Lösung gegenüber einer Reform, einer Neuausrichtung oder was auch immer.

    Apropos fehlende (Pflicht-)Spiele zur Vorbereitung:

    Wie seht ihr in diesem Zusammenhang die Abschaffung des Supercups? Bis 2015 konnte sich die DHB-Auswahl in der EM-Vorbereitung stets mit guten Gegnern messen und - was ich noch viel entscheidender finde - mit drei Spielen in drei Tagen gegen unterschiedliche Gegner mit unterschiedlichen Spielanlagen quasi die typische Turniersituation üben. Nach der 2015er Ausgabe verkündete Bob Hanning das Aus des seit 1979 ausgetragenen Turniers ("Den Supercup wird es in dieser Form nicht mehr geben", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning: "Das System hat sich überholt und ist nicht mehr zeitgemäß."; Quelle: Spox.com), obwohl der damalige Bundestrainer Dagur Sigurdsson sich für die Fortführung aussprach ("Man braucht die Spiele."; Quelle: Kicker.de). Spanien (Torneo Internacional de España de balonmano, seit 1975) sowie Frankreich, Dänemark und Norwegen (Golden League, seit 2012) setzen weiterhin auf dieses Format in der Vorbereitung auf die großen Nationalmannschaftsturniere.

    Hat der DHB den Supercup wegen mangelndem Zuschauerinteresses zu leichtfertig aufgegeben? Es hätte sicherlich kleinere Bundesliga-Standorte und Hallen gegeben, die an einer Ausrichtung interessiert gewesen wären. Selbst wenn der DHB keinen wirtschaftlichen Gewinn aus dem Turnier ziehen könnte, stellt sich mir die Frage ob die Erfahrungen und Lerneffekte für die Mannschaft nicht überwiegen und wirtschaftliche Überlegungen hintenanstehen sollten.

    Das ist sicherlich richtig - auf der einen Seite.
    Auf der anderen müssen wir mal konstatieren, welchen Stellenwert die Nationalmannschaft vor einigen Jahren hatte. Da hat sich Handball-Deutschland fast unisono beklagt, wie hoch die Belastung der Spieler allgemein schon sei - und dann noch die Nationalmannschaft! Diese vielen unsinnigen Spiele, die kein Mensch braucht! Es gab großes Verständnis für Spieler, die sich freiwillig aus der Nationalmannschaft zurückgezogen haben, auch hier im Forum wurde es oft regelrecht gefordert und begrüßt. ud entsprechend sind auch solche Veranstaltungen in Verruf gekommen.
    Da haben wir jetzt eine andere Situation. Das Hauen und Stechen um die 16 Plätze im Kader hat gezeigt, dass alle in Frage kommenden Spieler auch spielen wollen (natürlich mit der Aussicht, etwas zu reißen, wie sich das jetzt entwickelt, wird sich zeigen). Allein die überaus rege Diskussion während und im Nachgang der EM zeigt, wie sehr sich der Stellenwert der Nationalmannschaft gewandelt hat. Und dabei zeigt sich, dass eine gute, funktionierende Nationalmannschaft eben nichts ist, das nebenbei entsteht, wenn viele Spieler, die ja in Verband und Vereinen in der Jugend mit professionellen Strukturen ausgebildet wurden, nunmehr auf den Bundesliga-Alltag fokussieren, und dann vor den Turnieren mit Kurzlehrgängen zu einer Mannschaft zusammengeschustert werden. Andere Nationen haben da eine andere Situation, weil sich die Mannschaften in der Hierarchie und in ihrer inneren Mechanik auf der Grundlage der verfügbaren Spieler viel einfacher aufstellen lassen (einigen, denen das leicht fallen sollte, gelingt es trotzdem nicht - wie z.B meiner Meinung nach Serbien bei dieser EM). Das ist in Deutschland, trotz und gerade wegen der vielen in Frage kommenden Spieler, die in Bezug auf Leistung, Ausbildung und Alter auf einem Level stehen, nicht der Fall.
    Deine Frage gehört also, finde ich, in die von Hanning angekündigte 6-Wochen-Aufarbeitung.

    und das
    Berlin Spiel hat zumindest bei den Löwen in einen kontinuierlichen Ablauf gepasst. Was
    der Zampano aus Berlin wieder an hinhaltetaktik an den Tag gelegt hat, ist mir nicht bekannt,
    aber wer am 15.02. unter den dort gegebenen Umständen in Berlin die Punkte geholt hätte
    ist mir sehr wohl bewußt.


    Ist doch klar. Der Berliner Zampano hat die rigorose Aufarbeitung der Kroatien-Misere mal kurz unterbrochen um wie immer zum Vorteil seiner Berliner in Planungen und Ansetzungen der HBL einzugreifen. :)
    Im Ernst: Das Spiel wurde verlegt, weil die Ansetzungen von Bundesliga und EHF-Cup kollidierten. Ich bin mir sicher, dass auch im Mai die bessere Mannschaft gewinnt. Die "dort gegebenen Umstände" werden dann jedenfalls keine anderen sein.

    Daran hab ich grad auch nicht mehr gedacht und auch hier glaub bisher nicht angebracht.
    Er hat mit Richardsson einen Fachmann installiert, der die Grundbedürfnisse der Berliner erfüllt, aber nicht zu Erfolg geführt hatte. Weil es zwischen ihm und den, wichtigen, Spielern nicht so ganz passte (wenn ich das noch richtig auf dem Schirm hab). Wenn man der Argumentation folgt, dass es zwischen dem BT und (teilen) der Mannschaft nicht stimmt wäre das eine Wiederholung einer vorangegangenen Fehleinschätzung auf Grund der vorliegenden fachlichen Qualität.

    Bin gespannt was bei der "schonungslosen Analyse" so alles raus kommt.

    Bei Richardsson wurde völlig unterschätzt, dass er sich sehr schwer damit getan hat, Deutsch zu lernen, und daher überhaupt nicht mit der Mannschaft kommunizieren konnte. Er ist sicher ein Fachmann mit guten Ideen, aber was nützen die, wenn er die Mannschaft nicht erreicht? Das ist überhaupt ein Problem der jüngeren Trainergeneration. Es gibt einige jüngere Vertreter ihre Zunft, die öffentlich hoch gelobt werden für ihre Kompetenz, ihre Professionalität und ihre Ideen. Aber die Erkenntnis, dass sie auch ganz unterschiedliche Spielertypen authentisch emotional erreichen müssen, ist schwach ausgeprägt - das haben viele eben noch nicht auf ganz hohem Niveau, in unterschiedlichen Konstellationen und mit unterschiedlichen Typen unter Beweis gestellt. Ein Beispiel, das mir da einfällt, ist Jens Bürkle. Selbst die Niederlagenserie der Burgdorfer in der letzten Saison schon beispiellos war, war der Tenor oft: Am Trainer kann es nicht liegen, der ist so ein Fachmann... Aber der Unterschied zwischen der letzten und dieser Saison spricht dann ja doch für sich.

    Dagur konnte sowohl mit Underdogs als auch mit Weltklasse-Spielern. Er hat mit den Füchsen bewiesen, dass eine Mannschaft besser sein kann als die Summe der individuellen Fähigkeiten ihrer Spieler, und er hat es gleichzeitig vermocht, das Spielsystem an den Stärken seiner Spieler, die er gut analysieren konnte, zu orientieren - das konnte dann je nach dem ganz unterschiedlich aussehen. Das ist etwas anderes, als gestandenen Profis die eigene Idee von Handball überzustülpen. Und damit höre ich mit der Dagur-Nostalgie auch auf.

    Bei der ganzen Kritik an den Deutschen bisher: So richtig souverän zieht bisher nur Frankreich durchs Turnier, alle anderen Mannschaften haben sich zum Teil doch schon größere Klopse erlaubt als unser Team. Norwegen vielleicht noch einigermaßen souverän, mussten halt gegen Frankreich ran. Für mich nach wie vor alles eine sehr offene Sache, sehr spannend!

    Mal ne Frage wie das hier gesehen wird:
    Ich hab ja nix gegen Konzepttrainer, aber hat das Prokop nicht ein wenig übertrieben. Ich mein in der Nationalmannschaft hab ich ja gar nicht genügend Trainingseinheiten, um ein komplett neues Konzept zu installieren. Da würde ich vielleicht etwas mehr auf Basis der vorhandenen Spieler eine Spielphilosophie entwickeln. Weil ich hab zur Zeit das Gefühl, dass einige Spieler entweder das vorgegebene Konzept nicht umsetzen können, oder halt als Spielertyp vom Verein her was ganz anderes spielen und jetzt Probleme haben, ihre eigentliche Stärke einzubringen. (Z. B. Rückraumspieler im Angriff).
    Dabei geht dann das Selbstvertrauen natürlich auch Flöten, wenn ich wie Kühn immer in Situationen (1-1) gebracht werde und damit keinen Erfolg hab. Wie vorher schon von einigen geschrieben, wäre z. B. Kühn sicherlich erfolgreicher, wenn ich ihm mal eine aussichtsreiche Wurf Position ermögliche. Wenn das klappt und er macht 2-3 Tore aus dem Rückraum, dann klappt anschließend vielleicht auch das 1-1?

    Ja, in etwa so sehe ich das auch.
    Das m Gründe war das auch immer Dagur Sigurdssons Erfogsrezept. Zu erkennen: was habe ich für Spieleler? Was können die? Wie müssen sie eingesetzt werden, um maximal erfolgreich zu sein? Das fehlt mir etwas.

    Nachdem ich hier eine ganze Weile mitgelesen habe, wollte ich jetzt auch mal meinen Senf dazu geben :)

    Ich finde die aktuellen Diskussionen sehr fragwürdig und teilweise auch bezeichnend.
    Das ging mit den Nominiereungen los und geht mit jedem Spiel weiter. Im ersten Spiel, was wirklich gut war, lag es natürlich am super schwachen Gegner (der gestern übrigens nur knapp gegen Mazedonien verloren hat). Gestern war es nun der unfähige Trainer und seine Leipziger. Bin gespannt, was es morgen sein wird.

    Das Spiel gestern war in der 1. HZ nicht gut, es aber nun auf 2 Leipziger Spieler zu schieben ist doch Unfug. Es war eine schlechte Mannschaftsleistung und ebenso war es in HZ 2 eine gute Moral von der ganzen Mannschaft. Prokop hat nun reagiert, die Möglichkeit hat er. Aber Finn Lemke ist ein Spieler in einem Team, er allein ist ebenso kein Allheilmittel, wie Roscheck nicht allein an der Leistung gestern Schuld war.

    Alle reden immer von Erfahrung und gestandenen Spielern. Die Europameister waren fast alle noch grün hinter den Ohren und ich kann mich an die gleichen Diskussionen über die Nominierungen von Dagur Sigurdsson erinnern. Am Ende hat der Erfolg ihm damals Recht gegeben. Aber viele vergessen, dass die "gleiche" Mannschaft im 1/8 Finale der WM ausgeschieden ist.

    Ich habe das Gefühl. dass Prokop einfach ein schweres Standing hat und alle Kritiker nur auf Fehler warten. Das ist leider typisch deutsch und sehr schade.

    Nein, das glaube ich nicht. Ich hatte eher das Gefühl, er genießt sehr viel Kredit. Und noch ist ja auch nichts verloren.
    Ich habe auch nicht den Eindruck, dass alle es auf zwei Spieler schieben. Aber diese beiden haben es eben auch alles andere als rausgerissen. Und es hat sich eben bis jetzt niemandem erschlossen, warum er diese beiden Spieler mitgenommen hat, die ja selbst von der Nominierung völlig überrascht wurden. Warum wurden sie, wenn sie doch im Blick des Trainers waren, nicht an ihre Aufgaben herangeführt oder darauf vorbereitet? Diese Fragen, dazu die Nicht-Einsatz von Fäth, für den es keine Erklärung gibt, und für mich noch die merkwürdige Rückraumbesetzung Jahnke/Drux/Weinhold, die nicht funktionieren kann - das wirft dann eben Fragen auf und zieht Kritik an. Wir werden sehen, ob es ab jetzt besser läuft.

    Wie kommst du drauf, dass das Tor leer war? Der slowenische Torman stand die ganze Zeit drinnen. Siehe auch dieses Video

    Nicht nur der Torhüter. Auch ein Feldspieler steht mit im Tor. Dazwischen steht übrigens noch ein Slowene ohne Trikot.
    Klar ist es nicht schön, so einen Punkt zu holen. Aber Handball ist nun mal auch ein von Disziplin geprägtes Spiel. An der haben es die Slowenen eben die letzten drei Sekunden missen lassen, und dann haben Sie sich den Punktverlust letztlich selbst zuzuschreiben.

    Ich versuche die ganze Zeit, schlüssige Erklärungen für die Handlungen des Bundestrainers zu finden, aber an einigen Punkten fallen mir keine ein.

    Zu Jahnke/Roscheck: Beide Spieler habe ich in dieser Saison bisher stark gesehen und kann auch verstehen, dass in Erwägung gezogen wird, Sie in die Nationalmannschaft zu berufen. Aber: Prokop wird immer als akribischer Arbeiter dargestellt, der überlegt und planvoll handelt und nichts dem Zufall überlässt. Warum werden solche Spieler nicht mittelfristig international aufgebaut und auf ihre Aufgaben vorbereitet? Warum werden sie mental völlig unvorbereitet ins kalte Wasser geworfen? Schließlich waren beide auch noch nie in internationalen Wettbewerben tätig. Hier sehe ich den eigentlichen Fehler, denn entsprechend agieren sie meiner Beobachtung nach auf der Platte - holzschnittartig und gehemmt. Und das ist schade, weil man ihnen so nicht gerecht wird, sie auch noch der öffentlichen Kritik aussetzt und der Mannschaft so natürlich gar nicht hilft.

    Mittelblock/Lemke: Wenn der Bundestrainer so planvoll und akribisch vorgeht, dann bin ich bereit zu verstehen, dass er Lemke nicht mitnimmt. Ich konnte nur im Mittelblock überhaupt keinen Plan erkennen, nur eine wilde Hin- und Herrochiererei. Warum beginnt das Ausprobieren exakt im Turnier?

    Aufstellung im Rückraum/Angriff: Ich verstehe nicht, warum über weite Teile der ersten Halbzeit mit einer Rückraumlinie Jahnke/Drux/Weinhold gespielt wird. Das sind doch alles drei Spieler, die von Durchbrüchen leben. Drux ist insbesondere dann stark, wenn er mit einem wurfgewaltigen Spieler Kreuz kann, also im Verein (warum nicht in der Nationalmannschaft?) oft Fäth, aber natürlich auch Kühn, Weber.... Die genannte Angriffsreihe ist nicht durchschlagskräftig genug und wird den individuellen Fähigkeiten der drei Rückraumspieler in dieser Kombination nicht gerecht. Überhaupt gibt es immer noch keine Begründung, warum er Fäth nicht bringt, insbesondere wenn Weber und Kühn nicht so richtig zünden.

    Allerdings finde ich auch, dass so ein Spiel typisch ist für ein Turnierverlauf. Der deutliche Sieg zum Auftakt wirkt wie eine Schlaftablette, und das haben hervorragend aufgelegte und eingestellte Slowenen sehr gut ausgenutzt. Wie es noch schlechter geht, hat Dänemark gezeigt.

    Ansonsten gilt, was Dominik Klein am Ende der ARD-Analyse sagt: "Geile Sportart, Scheiße, man!" :)