Beiträge von exilberliner

    Mal ne Frage wie das hier gesehen wird:
    Ich hab ja nix gegen Konzepttrainer, aber hat das Prokop nicht ein wenig übertrieben. Ich mein in der Nationalmannschaft hab ich ja gar nicht genügend Trainingseinheiten, um ein komplett neues Konzept zu installieren. Da würde ich vielleicht etwas mehr auf Basis der vorhandenen Spieler eine Spielphilosophie entwickeln. Weil ich hab zur Zeit das Gefühl, dass einige Spieler entweder das vorgegebene Konzept nicht umsetzen können, oder halt als Spielertyp vom Verein her was ganz anderes spielen und jetzt Probleme haben, ihre eigentliche Stärke einzubringen. (Z. B. Rückraumspieler im Angriff).
    Dabei geht dann das Selbstvertrauen natürlich auch Flöten, wenn ich wie Kühn immer in Situationen (1-1) gebracht werde und damit keinen Erfolg hab. Wie vorher schon von einigen geschrieben, wäre z. B. Kühn sicherlich erfolgreicher, wenn ich ihm mal eine aussichtsreiche Wurf Position ermögliche. Wenn das klappt und er macht 2-3 Tore aus dem Rückraum, dann klappt anschließend vielleicht auch das 1-1?

    Ja, in etwa so sehe ich das auch.
    Das m Gründe war das auch immer Dagur Sigurdssons Erfogsrezept. Zu erkennen: was habe ich für Spieleler? Was können die? Wie müssen sie eingesetzt werden, um maximal erfolgreich zu sein? Das fehlt mir etwas.

    Nachdem ich hier eine ganze Weile mitgelesen habe, wollte ich jetzt auch mal meinen Senf dazu geben :)

    Ich finde die aktuellen Diskussionen sehr fragwürdig und teilweise auch bezeichnend.
    Das ging mit den Nominiereungen los und geht mit jedem Spiel weiter. Im ersten Spiel, was wirklich gut war, lag es natürlich am super schwachen Gegner (der gestern übrigens nur knapp gegen Mazedonien verloren hat). Gestern war es nun der unfähige Trainer und seine Leipziger. Bin gespannt, was es morgen sein wird.

    Das Spiel gestern war in der 1. HZ nicht gut, es aber nun auf 2 Leipziger Spieler zu schieben ist doch Unfug. Es war eine schlechte Mannschaftsleistung und ebenso war es in HZ 2 eine gute Moral von der ganzen Mannschaft. Prokop hat nun reagiert, die Möglichkeit hat er. Aber Finn Lemke ist ein Spieler in einem Team, er allein ist ebenso kein Allheilmittel, wie Roscheck nicht allein an der Leistung gestern Schuld war.

    Alle reden immer von Erfahrung und gestandenen Spielern. Die Europameister waren fast alle noch grün hinter den Ohren und ich kann mich an die gleichen Diskussionen über die Nominierungen von Dagur Sigurdsson erinnern. Am Ende hat der Erfolg ihm damals Recht gegeben. Aber viele vergessen, dass die "gleiche" Mannschaft im 1/8 Finale der WM ausgeschieden ist.

    Ich habe das Gefühl. dass Prokop einfach ein schweres Standing hat und alle Kritiker nur auf Fehler warten. Das ist leider typisch deutsch und sehr schade.

    Nein, das glaube ich nicht. Ich hatte eher das Gefühl, er genießt sehr viel Kredit. Und noch ist ja auch nichts verloren.
    Ich habe auch nicht den Eindruck, dass alle es auf zwei Spieler schieben. Aber diese beiden haben es eben auch alles andere als rausgerissen. Und es hat sich eben bis jetzt niemandem erschlossen, warum er diese beiden Spieler mitgenommen hat, die ja selbst von der Nominierung völlig überrascht wurden. Warum wurden sie, wenn sie doch im Blick des Trainers waren, nicht an ihre Aufgaben herangeführt oder darauf vorbereitet? Diese Fragen, dazu die Nicht-Einsatz von Fäth, für den es keine Erklärung gibt, und für mich noch die merkwürdige Rückraumbesetzung Jahnke/Drux/Weinhold, die nicht funktionieren kann - das wirft dann eben Fragen auf und zieht Kritik an. Wir werden sehen, ob es ab jetzt besser läuft.

    Wie kommst du drauf, dass das Tor leer war? Der slowenische Torman stand die ganze Zeit drinnen. Siehe auch dieses Video

    Nicht nur der Torhüter. Auch ein Feldspieler steht mit im Tor. Dazwischen steht übrigens noch ein Slowene ohne Trikot.
    Klar ist es nicht schön, so einen Punkt zu holen. Aber Handball ist nun mal auch ein von Disziplin geprägtes Spiel. An der haben es die Slowenen eben die letzten drei Sekunden missen lassen, und dann haben Sie sich den Punktverlust letztlich selbst zuzuschreiben.

    Ich versuche die ganze Zeit, schlüssige Erklärungen für die Handlungen des Bundestrainers zu finden, aber an einigen Punkten fallen mir keine ein.

    Zu Jahnke/Roscheck: Beide Spieler habe ich in dieser Saison bisher stark gesehen und kann auch verstehen, dass in Erwägung gezogen wird, Sie in die Nationalmannschaft zu berufen. Aber: Prokop wird immer als akribischer Arbeiter dargestellt, der überlegt und planvoll handelt und nichts dem Zufall überlässt. Warum werden solche Spieler nicht mittelfristig international aufgebaut und auf ihre Aufgaben vorbereitet? Warum werden sie mental völlig unvorbereitet ins kalte Wasser geworfen? Schließlich waren beide auch noch nie in internationalen Wettbewerben tätig. Hier sehe ich den eigentlichen Fehler, denn entsprechend agieren sie meiner Beobachtung nach auf der Platte - holzschnittartig und gehemmt. Und das ist schade, weil man ihnen so nicht gerecht wird, sie auch noch der öffentlichen Kritik aussetzt und der Mannschaft so natürlich gar nicht hilft.

    Mittelblock/Lemke: Wenn der Bundestrainer so planvoll und akribisch vorgeht, dann bin ich bereit zu verstehen, dass er Lemke nicht mitnimmt. Ich konnte nur im Mittelblock überhaupt keinen Plan erkennen, nur eine wilde Hin- und Herrochiererei. Warum beginnt das Ausprobieren exakt im Turnier?

    Aufstellung im Rückraum/Angriff: Ich verstehe nicht, warum über weite Teile der ersten Halbzeit mit einer Rückraumlinie Jahnke/Drux/Weinhold gespielt wird. Das sind doch alles drei Spieler, die von Durchbrüchen leben. Drux ist insbesondere dann stark, wenn er mit einem wurfgewaltigen Spieler Kreuz kann, also im Verein (warum nicht in der Nationalmannschaft?) oft Fäth, aber natürlich auch Kühn, Weber.... Die genannte Angriffsreihe ist nicht durchschlagskräftig genug und wird den individuellen Fähigkeiten der drei Rückraumspieler in dieser Kombination nicht gerecht. Überhaupt gibt es immer noch keine Begründung, warum er Fäth nicht bringt, insbesondere wenn Weber und Kühn nicht so richtig zünden.

    Allerdings finde ich auch, dass so ein Spiel typisch ist für ein Turnierverlauf. Der deutliche Sieg zum Auftakt wirkt wie eine Schlaftablette, und das haben hervorragend aufgelegte und eingestellte Slowenen sehr gut ausgenutzt. Wie es noch schlechter geht, hat Dänemark gezeigt.

    Ansonsten gilt, was Dominik Klein am Ende der ARD-Analyse sagt: "Geile Sportart, Scheiße, man!" :)

    Es ist vor allem erst die Vorrunde der EM. Es ist ja zu erwarten, dass beispielsweise für den Fall, dass Deutschland ins Halbfinale kommt, doch eine noch sehr viel höhere Zahl von Nutzern das andere Halbfinale im Stream sehen will. Oder ein Finale ohne deutsche Beteiligung....

    Noch eine Erfahrung mit dem Streaming-Angebot: Bei mir funktionieren auch die Re-Live Angebote nicht. Nutze eine LTE-Funkverbindung. (die eigentlich an diesem Standort sehr gut ist). Angebote wie skygo oder früher auch die Sport1-Streams waren nie ein Problem. Ich bin schon ganz schön frustriert darüber, was uns hier geboten wird und sehe den Nutzen gegenüber ehf.tv überhaupt nicht. Was hat Sportdeutschland.tv eigentlich davon, ein derart technisch unzuverlässiges, dahingeschludertes Angebot zu offerieren? Werbung in eigener Sache kann es ja nicht sein. Service am Kunden schon gar nicht. Die Werbeeinnahmen von diesem einen Lidl-Spot? Ich kaufe meinen Apfel weiterhin auf dem Wochenmarkt. Also was soll das alles?

    [quote='Lelle1605','index.php?page=Thread&postID=921341#post921341']War wirklich eine heiße Atmosphäre in der Arena...

    Insgesamt ein Sieg ohne wirklichen sportlichenWert. Es heißt doch eigentlich auch, dass jedes Spiel bei einer EM schwer sei...[/

    Volle Zustimmung zu Satz eins. Da sind war ja wirklich ein Hexenkessel.... ;)
    Allerdings geht es bei Slowenien-Mazedoien schon anders zu, mal sehen, was uns erwartet.

    Keine Zustimmung allerdings zum zweiten Teil. Das war, wie schon in der Vorbereitung, eine sehr souveräne Vorstellung. Wenn ich bedenke, wie sich Schweden gegenvIsland geschlagen hat, und sehe, was spielerisch bei MKD-SLO so läuft, dann sehe ich da einen großen sportlichen Wert. Von dem man sich natürlich noch nichts kaufen kann.

    ch habe mir das Schwedenspiel nun mal angesehen und bin sehr überrascht, denn ich fand nicht das Island besonders gut gespielt hat. Schweden hat nur einfach überhaupt nicht gespielt.

    Genau das war auch mein Eindruck. Es gab einfach keinen schwedischen Spieler, der Ansatzweise Normalform hatte. Einer der gebrauchten Tage, an denen einfach gar nichts geht und alles misslingt.
    Darüber hinaus aber kam es mir auch relativ konzeptlos und unflexibel vor. Island hatte Phasen, in denen sie 10 min. kein Tor gemacht haben - das war alles andere als stark, aber trotzdem konnte Schweden das nicht nutzen.
    Serbien wirkte auf mich ähnlich planlos. Eine Anhäufung von guten Spielern, die aber irgendwie ohne Idee spielen - mal sehen, was kommt. Am Ende dieses erste Tages blieb für mich der Eindruck, dass mehr denn je die Taktik dieses Turnier entscheiden wird (wenn Kroatien nicht mit der Euphoriewelle über die Ziellinie getragen wird).

    Ich könnte mir vorstellen, dass es für den Notfall eine Taktik mit zwei Kreisläufen und ohne Linksaußen gibt. Halte ich für wahrscheinlicher und effektiver als die Option, einen nicht-gelernten LA auf die Position zu setzen. Aber das ist alles Spekulation.

    Was für eine Diskussion! Wie lange ist es eigentlich her, dass potenzielle Kandidaten sich eher davor gedrückt haben, in der Nationalmannschaft zu spielen - zu unattraktiv, belastend, verletzungsgefährlich... Und jetzt beschweren sie sich (Dahmke) oder lassen ihre Trainer sich beschweren (Lemke), weil sie eben kurz vor knapp im Ausscheidungsrennen das Nachsehen haben.
    Das ist nun mal die Schattenseite der Tatsache, dass wir im Land auf einmal viele gute, ja begeisternde Spieler haben. Und diese Entwicklung wird dadurch gefördert, dass der Trainer eben bei jedem Mal von Neuem nominiert. Heute ist ein Julius Kühn in Topform, das garantiert ihm aber nicht für die nächsten 10 Jahre den Pommes-Hens-Gedenkplatz in der Nationalmannschaft, bis es ihm von selbst irgendwann zu viel wird. Nur so kann doch ein Schuh draus werden, und das finde ich erst mal gut. Wir sind diese Situation, dass zwischen vielen Spielern ausgewählt werden kann, halt nicht gewohnt, und sie wird sich noch verschärfen: Bei den Rechtshändern im Rückraum hätten wir doch die gleichen Diskussionen gehabt wie auf der anderen Seite, wenn Pieczkowski und Ernst auch noch zur Verfügung gestanden hätten. Und es kommen ja noch einige nach, Spieler wie Semper (oh Gott, noch ein Leipziger!) und Salger sowie viele andere stehen doch schon in oder unmittelbar hinter den Startlöchern. Wenn wir demnächst ein Menge von 25 Spielern zur Verfügung haben, die sich eben nicht in ihrer handballarischen Klasse unterscheiden, sondern allenfalls in ihren individuellen taktischen Einsetzbarkeit, so ist das alles andere als ein Schaden, sondern eigentlich ein Idealzustand.
    Im Übrigen: Wenn wir nicht gerade in der Vorrunde rausfliegen, gehe ich jede Wette ein, dass wir zwei, wenn nicht drei der jetzt noch nicht berücksichtigten Spieler noch in diesem Turnier sehen werden.

    Linkshänder: Ich glaube, dass er einen Rechtsaußen streichen wird. Beide sind eigentlich absolut nominierungswürdig. Aber alle drei Rückraumleute können auch Außen spielen, zudem noch auf der Mitte. Damit wäre man viel variabler bei allen Eventualitäten. Wenn es unbedingt ein Halber sein muss, dann könnte es meiner Meinung auch Weinhold treffen. Ich fand, er hatte die wenigste Bindung an seine Mitspieler. Aber das sind Nuancen. Wichtig wäre es, im zweiten Spiel alle in einer unterschiedlichen Reihenfolge zu sehen.

    Die Füchse haben aber schon Marsenic verpflichtet, der Vertrag von Schmidt läuft noch und offiziell hat man sich noch nicht mal von Plaza verabschiedet. Urios wird sich auch noch weiter entwickeln. Und einen Nachwuchsspieler zu verpflichten, der nicht durch seine eigene Hand gegangen ist - da würde Bob nicht über seinen Schatten springen.

    Ich denke schon, dass da für Magdeburg mehr möglich gewesen wäre. Der Angriff der Füchse war doch eigentlich ein Totalausfall: Wiede (0), Drux (0), Schmidt (0)... Und der Genickbruch wären eigentlich die 3(!) verworfenen 7m gewesen. Das war schon ein ungewöhnlich schlechtes Angriffsspiel der Berliner.
    Aber Magdeburg muss sich eben wirklich Gedanken machen, wie sie mehr Spieler ins Spiel bringen, denn so langsam ist ein Spielverlauf, dass man zunächst recht hoch führt und es dann wahlweise beinahe noch/fast ganz/vollständig verdaddelt, ein gängiges Muster.
    Übrigens: Wenn bei MD zu wenig gewechselt wurde, dann war mir das auf Füchse-Seite zu viel! Aus meiner Sicht wurde im Rückraum von Petko zu planlos gewechselt, so konnte keine Linie entstehen, und am Schluss musste dann die Brechstange (also Petar Nenadic) ran.

    Und zu Heine: Man muss ihn nicht mögen. Wenn man die Kommentare hier aber liest, hat man den Eindruck, er hat einen gegnerischen Spieler wild verprügelt. Er wird als krank, verrückt und schlimmer tituliert. Damit sollte man sparsam sein. Ein gegnerischer Spieler hat vor dem 7m einen Spruch von ihm bekommen. Niemand weiß, wie der lautete. So ist das manchmal, Handballeralltag, selten beleidigend. Weber ist Profi und nicht E-Jugend, damit muss er umgehen. Klar lässt man sich als gegnerischer Fan davon auch mal provozieren, aber irgendwann ist auch mal gut.