Beiträge von exilberliner

    Da ist für die OWL-Clubs noch was drin,allerdings kann nur einer oben bleiben, bin da optimistisch, dass wir es schaffen.

    Vielleicht können es la beide noch schaffen, denn in der Lizenzvergabe-Meldung von 12:00 Uhr wird ein Umstand erwähnt, der mir gar nicht klar war:

    Zitat

    Sollte der ThSV Eisenach auf einem der ersten drei Plätze stehen und die Auflage nicht erfüllen, würde laut den Statuten der HBL nicht der Tabellenvierte aufsteigen, sondern der Tabellensechzehnte der 1. Bundesliga in dieser verbleiben.

    Auf der HSV-Facebook-Seite hat einer (ich glaube, es war sogar Lucht, der ehemalige Fanbeauftragte) geschrieben, dass es zwei Hallensprecher gab: einen von Berlin und einen neutralen.


    Der zweite Hallensprecher war, wenn ich es richtig mitbekommen habe, kein in dem Sinne "neutraler" Sprecher, sondern der Hallensprecher der Berlin Volleys. Da man sich ja auch die Halle als Spielstätte teilt, hilft man sich da zwischen den Vereinen schon mal aus. Er hatte, neben den sachlicheren Ansagen, vor allem den Part übernommen, das Publikum in den Pausen zu irgendwelchen Dingen zu animieren. Das bezog sich dann aber immer auf das gesamte Publikum, und die Hamburger haben fleißig mitgemacht. Um speziell das Hamburger Publikum anzuheizen, wurde ja Lucht selbst ans Mikrofon gelassen. Allerdings vor Beginn des Spiels und dann für die Einlaufzeremonie und Vorstellung der Mannschaft, nicht jedoch während des Spiels.

    Ich glaube, die Unterstützung durch die Hamburger Fans ist sehr gut beim Team angekommen, dafür mein Respekt.
    Zum Heimspiel-Charakter: Im Unterschied zu den anderen Final4s gibt es eben keinen neutralen Ausrichter. Die Füchse haben sich diesmal auch nicht darum gerissen - es wollte schlicht niemand anders machen, auch der HSV, die drei anderen Teilnehmer oder Melsungen nicht. Der Veranstalter trägt das volle finanzielle Risiko für die Veranstaltung und muss alles organisieren - bis hin zur Anfertigung eines Pokals und Auslobung des Preisgeldes. Die Gegenleistung ist das Heimrecht. Das Risiko ist hoch, ist die eigene Mannschaft bspw. gar nicht dabei (und das Finale wurde vergeben, bevor die Mannschaften feststanden), ist es ein sicheres Desaster, selbst bei Gewinn des Titels allenfalls ein (finanzielles) Nullsummenspiel. Und der HSV ist ja nicht aufgelaufen wie bei einem gewöhnlichen Auswärtsspiel. schließlich hatte er eine eigene Einlaufzeremonie, einen eigenen Videoeinspieler, riesige Fahnen auf dem Spielfeld und die Vorstellung und Begrüßung der Mannschaft duch den eigenen HSV-Hallensprecher. Es gab auch einen eigenen Fanstand. Bleibt der Hallensprecher während des Spiels und natürlich die Übermacht des Heimpublikums. Diesen psychologischen Vorteil hat man siich erkauft, ganz klar - aber die Spielregeln besagen, dass das jede andere Mannschaft auch möglich gewesen wäre. Insofern ist das nicht unfair. Eine andere Frage ist, ob das insgesamt ein sinnvoller Modus ist. Was, wenn sich mal keine Mannschaft zur Ausrichtung bereit erklärt? Vielleicht sollte die EHF, wenn sie diesen Wettbewerb denn will, auch als Veranstalter fungieren.

    Der MT bringt das einen bundesligaerfahrenen Mittelmann mit Qualität als Ersatz für den verletzten Stammspieler auf dieser Position und danach eine breitere Bank, wenn Fahlgren wieder fit ist. Gleichzeitig nimmt es ihm den Druck schneller wieder gesund werden zu müssen. Der TBV hingegen hat mit Andrej Kogut ja bereits einen Nachfolger verpflichtet und kann einen Spieler von der Gehaltsliste streichen, der wahrscheinlich nur noch von der Bank gekommen wäre. Eine oft zitierte Win-Win-Situation.

    Das sehe ich anders. Melsungen ist ein Verein mit Ambitionen, und um etwas zu reißen, braucht man auch unabhängig von der Frage, ob Fahlgren verletzt ist oder nicht, einen Mittelmann von Klasse. Und das ist Schneider nicht im benötigten Maße. Ich traue ihm nicht zu, eine Mannschaft im internationalen Geschäft souverän zu führen, dafür ist seine Leistung viel zu schwankend. Ich finde auch, dass er sich in Lemgo kaum entwickelt hat. In sofern glaube ich kaum, dass er in Melsungen eine Verstärkung ist - die Mitte bleibt dort, gemessen an den Ansprüchen - relativ schwach besetzt. In Lemgo hingegen scheint die Mannschaft nun total auseinanderzubrechen, da kann man sich eigentlich reinhängen, wie man will: Ich sehe derzeit nicht, wie man eigentlich die nächste Saison im Falle des Klassenerhalts in der 1. Bundesliga bestehen will.

    Wie gesagt, der nächste Schritt wären Klatschpappen. Für gute Stimmung (Paul Jonas, du verstehst hier meine Aussagen definitiv miss. Ich habe nicht gesagt, dass die Choreos Flensburg Punkte bringt, sondern die frenetischen Anfeuerungen) sollte man auch manches in Kauf nehmen.


    Mir sind Familien mit Klatschpappen als Publikum beim Handball sehr viel lieber als herumprollende Schläger - oder Leute, die so tun, als wären sie welche. Und mein Eindruck ist, dass der ganz überwiegende Teil des Handballpublikums in Deutschland das auch so sieht und genau deshalb in die Hallen geht. Und daher liegst du, wie bei all deinen anderen abstrusen Argumenten auch, in Sachen "Support" und wir "helfen dem Verein" auch völlig daneben. Die Leute gehen nicht wegen, sondern trotz solcher Fangruppen in die Halle, und das ist der wirkliche moralische und finanzielle Support der Mannschaften. Und mal ehrlich: "Ultras", "Commando" - das sind doch lächerliche Sandkastenspiele spätpubertärer Möchtegernholigans, die noch keinen Führerschein haben oder für die der letzte Zug aus der großen Stadt zu spät fährt, um sich mit ihren großen Vorbildern im Fußballstadion die Kante zu geben.

    Das war ein tolles, emotionales Finale!
    Eines muss man de Hamburgern, bei aller immer wieder berechtigter Kritik an der Vereinsführung, lassen: Sie haben, gestern wie oft in dieser Saison, gekämpft bis zum Umfallen. Sie sind als Team aufgetreten und haben sicherlich alles, was möglich war, aus sich herausgeholt (allein Djordjic hätten sie vielleicht öfter und früher bringen sollen - oder packt er zur Zeit nur 5-Minuten-Einsätze?). Gute Unterstützung hatten sie, entgegen mancher Pressemeldung im Vorfeld, auch dabei. Letztlich war bei beiden Teams der Sieg zum Willen groß und den Ausschlag hat für mich die - trotz aller Verletzungssorgen dieser Saison - größere personelle Variabilität der Füchse gegeben, die Sigurdsson geschickt auszunutzen wusste. Die Alten bestellen das Feld, und die jungen Drux und Wiede, die, so meine ich, alle Tore in den letzten 10 min. erzielt haben, fahren das Ding nach Hause. Hat Spaß gemacht!

    Jaszka steht nun mal auf der Gehaltsliste, und seine Probleme sollen eher psychologischer als körperlicher Natur sein. Sein Vertrag läuft bis 2017. Vukovic ist bereits verpflichtet. Unter diesen Umständen wird man Nanadic nicht halten können, denn drei Mittelmänner wird finanziell nicht möglich sein. Da muss also bald was passieren.

    Ich bin der Meinung das Flensburg und Berlin und jede Menge andere Handballvereine auch eine lange Tradition im Handball haben. Allerdings muss man anerkennen, weil es schlicht der Realität entspricht, das die professionellen und modernen Handballvereine Flensburg Handewitt und Füchse Berlin etwas anderes sind als Reinickendorfer Füchse oder Tsb Flensburg. Dort wurden jeweils Maßnahmen getroffen, die die Struktur dahingehend verändert haben, das es möglich ist auf internationalem Niveau Handball zu spielen. Auch wenn ich das nicht explizit so geschrieben habe, weil ich es bei meinem Punkt nicht für nötig hielt, hast du für deinen Rant zumindest gegen meine Person eigentlich keine Grundlage, da ich absolut etwas gegenteiliges gemeint habe.


    Ok, nichts für Ungut, das kann ich alles voll unterstreichen :bier: ! Du hast den umstrittenen Begriff auch wirklich nicht ins Spiel gebracht, an dieser Stelle in der Diskussion bin ich nur hängen geblieben, und das ging gar nicht persönlich gegen dich. Nur das vor Dir gesagte ("Retortenverein") bringt mich eben genau aus folgendem Grund auf die Palme:Es gibt un mal unterhalb der professionellen Strukturen, die jeder Bundesliga-Verein braucht, und die spätestens beim Aufstieg in eine Profiliga eben geschaffen und ausgebaut werden müssen, in den allermeisten Vereinen eine breite ehrenamtliche Basis gibt, die sich seit Jahren aus Leidenschaft den A... aufreißt. Und ohne diesen Unterbau würde es in Handballdeutschland eben auch ganz schön duster aussehen. Und wenn man das schon sein ganzes Leben lang macht, möchte man sicher in keinem Verein als "Retorte" tituliert werden. Da sollte niemand auf den anderen herabsehen oder die Vereine untereinander ausspielen. Gegenseitiges Rumfrotzeln von Fans ist dagegen natürlich durchaus in Ordnung, das wir jeder zu nehmen wissen, gehört ja auch dazu.
    In diesem Sinne: Auf ein spannendes Finale!

    auch wenn man meiner Meinung nach schon zwischen den alten Reinickendorfer Füchsen und den Berliner Füchsen unterscheiden sollte,


    Das ist langsam so albern, lächerlich und ermüdend. Ich bin also seit über 30 Jahren Mitglied in einem "Retortenverein", habe dort Handballspielen gelernt (u.a bei Menschen, die inzwischen 60 Jahre Mitglied sind). Aber klar, Retortenverein - zum Schein haben wir dann schnell noch eine große, erfolgreiche Handballabteilung aufgebaut und zur Tarnung noch rasch ein paar andere Abteilungen gegründet. So waren wir dann in Windeseile einer der mitgliederstärksten Sportvereine der größten Stadt Deutschlands - um unsere Retortenherkunft zu vertuschen? Wer nährt eigentlich ständig die Legende, dass durch den letzten Aufstieg die Füchse nichts mehr mit den Füchsen zu tun hätten?
    Da haben einige SGs schon mehr Umdrehungen hingelegt, und auch denen will ich keine Traditionslosigkeit vorwerfen - im Gegenteil (s. Ausführungen von Hereticus).Der traditionsreiche Unterbau und die Verwurzelung in festen Vereinsstrukturen ist doch nun wirklich die Keimzelle der Stärke des deutschen Handballs, da beißt doch die Maus kein Faden ab.

    Ach ja: Ich freue mich nach diesen packenden Halbfinalspielen auf das Finale heute.

    Es ist Pokalwachende und ihr diskutiert so einen Blödsinn auf auf diesem Niveau? Tolle Handballfreunde, super Sportsleute! :pillepalle:
    Also, ich lese keinen Stern, habe heute aber super-spannende Handballspiele gesehen. Glückwunsch an die Sieger nach Flensburg und Magdeburg. Von meinen Füchsen bin ich nicht so enttäuscht, wie nach so manchem Bundesligaspiel. Magdeburg hatte endlich mal eine Saison in ruhigem Fahrwasser und hat diese Saison zur Entwicklung genutzt. Die Füchse hatten eine Seuchen- und Grottensaison und haben heute ordentlich gekämpft. Man hat auch heute wieder gesehen, dass seit dem Ausfall von Jaszka und Spoljaric die Jungen die Verantwortung übernehmen müssen, und Drux und Wiede machen das immer besser. Die Etablierten Igropulo, Romero und Horak (im Angriff) sind hingegen Langzeit-Totalausfälle. Und dann muss man eben anerkennen, dass das für einen kämpfenden SC Magdeburg über 60 min. hinweg nicht reicht.
    Bin gespannt auf morgen. Bei Magdeburg wird es darauf ankommen, ob sie die Anfangsnervosität abschalten können. Ich sehe Flensburg favorisiert, aber das war im letzten Jahr auch so.
    Für die Füchse bleibt der zweite Matchball am nächsten Wochenende Den sollten sie nutzen.

    Dieses Spiel war ein Lehrstück darin, wie man ein Spiel mit Undiszipliniertheit aus der Hand geben kann. Nach zwei Dritteln der ersten Halbzeit war die MT auf der Siegerstraße. Dann begannen einige Spieler rumzumeckern, zu hadern, auch ziemlich rumzukeilen. Die Schiedsrichter Immel/Klein bis dahin mit einigen diskutablen Entscheidungen auf beiden Seiten, aber auch mit klarer Linie -eigentlich kein Grund für Familie Müller und Co, sich so auf sie einzuschießen. In den Minuten vor der Halbzeit schaffen es die Melsunger dann, sich innerhalb kürzester Zeit drei Zeitstrafen einzufangen. Besonders dämlich: Sellin bekommt nach einem sehr harten Einsteigen von P. Müller gegen Kunkel (er hat ihn, schon im Sprung von Linksaußen begriffen, einfach umgenietet - hätte sich wahrscheinlich auch über Rot nicht beschweren dürfen) wegen Meckern ebenfalls 2 Minuten. Melsungen finden sich nun zu dritt auf dem Feld wieder und kassiert so bis kurz nach der Halbzeitpause den Ausgleich. Nun war es ein anderes Spiel, zunächst in die Meckerei und Keilerei jedoch weiter, während die Führung hin- und herschwankte. Melsungen erlangte zur Schlussphase hin dann wieder etwas Disziplin, aber nun ging die Meckerei auf Mindener Seite los und vor allem Doder gab das Rumpelstilzchen (neben Svitlica, der sich auf diese Art schon gegen Lemgo hervorgetan hat und auch dieses Mal wieder wegen Meckerns die Zeitstrafe bekam). Doder war es dann auch, der die letzte Chance der Mindener versemmelte - schade. Es ist klar, dass in einem Spiel auch Emotionen sind, das soll auch so sein, aber wie sie auf diese Weise ein ganzes Spiel beherrschen - das sollte Profis nicht passieren. Melsungen legte einen komplett unsympathischen Auftritt hin, und GWD ließ sich davon anstecken. Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen!
    Sportlich war der Auftritt von Yves Kunkel sehr erfreulich - auch weil er nicht nur gut spielte, sondern auch, weil er bis zum Umfallen kämpfte die Verantwortung übernahm, und beispielsweise die wichtigen 7m warf. Ein Kompliment auch an das Mindener Publikum, das wirklich verstanden hat, was die Stunde geschlagen hat und das Team unterstützt hat, wie ich es selten in Minden erlebt habe.


    Balingen hat deutlich mehr Einwohner als Lübbecke und keinen direkten Konkurrenten im Nachbarort.

    Und ist auch nicht von drei Seiten von einem anderen Bundesland umzingelt. Nein, die Lage macht in Lübbecke schon viel aus. Wer sich für weitgehend menschenleere Landschaften interessiert, dem ist eine kleine Reise von Minden oder Lübbecke heraus Richtung Bremen sehr zu empfehlen. Aber auch wenn sie keine Arenen füllen werden: Den beiden Vereinen aus Minden-Lübbecke wäre etwas bessere Vermarktung, mehr Präsenz und öffentliche Wahrnehmung und damit auch mehr Zuschauerzuspruch sehr zu wünschen.

    Wenn sie jetzt einen Trainer vom Kaliber Biegler, Pfannenschmidt oder Jungandreas geholt hätten, wäre ich vollends optimistisch.

    Diese Trainer sollen von einem Kaliber sein? ?(

    Wenn man jetzt für Jaszka noch einen guten Ersatz findet, ist das ein Top-Team. Ich würde mir fast überlegen, Nenadic zu halten. Der ist torgefährlich und schnell, weiß nicht, ob die Füchse auf viel bessere Spieler hoffen können.

    Jaszka steht aber noch bis 2017 unter Vertrag. Gerüchteweise ist er auch körperlich wiederhergestellt, dass er nicht spielt hat wohl eher psychologische Gründe. Für die Geschäftsführung ist das eine schwierige Situation. Ein fitter Jaszka war immer Weltklasse. Aber ob er wieder fit wird und wenn ja wann steht in den Sternen. Er gehört bei den Füchsen zum Inventar, das macht es auch menschlich schwer, sich von ihm zu trennen. Solange er unter Vertrag steht und gesundgeschrieben ist, ist aber kein Spielraum für eine Neuverpflichtung oder eine Verlängerung Nenadics, die sicherlich die erste Option wäre. Mit Spoljaric entlässt man nun bereits einen verdienten Spieler vermutlich in die Sportinvalidität, das ist leider eines der traurigen Ergebnisse dieser Saison. Wie es mit Cola Löffler weitergeht ist auch unsicher. Und dann Baba Jaszka.. Das ist leider di traurige personelle Bilanz dieser Saison.