Beiträge von exilberliner

    Was ich nicht ganz verstehe:
    Die Schiedsrichter haben die Aktion ja offensichtlich nicht (oder nur ganz am Rande) gesehen, denn es gab ja keinen Pfiff. Nincevic liegt da und bewegt sich nicht mehr, daher unterbrechen sie das Spiel nach Pfiff gegen Hamburg in einer anderen, einige Sekunden später erfolgten Situation. Sie zeigen nun Lijewski die Rote Karte (warum?), als dieser mit völligem Unverständnis reagiert, meldet sich Jansen. Sie korrigieren ihre Entscheidung und zeigen Jansen die Rote Karte. Im Spielbericht steht angeblich "Kopfnuss im Getümmel" (Getümmel gab es nicht).
    Zum Glück kommt Jansen nicht ungeschoren davon.
    Aber auf Grundlage welcher Tatsachenentscheidung? Selbstanzeige? Zuruf?
    Ich will hier die Schiedsrichter nicht in ein schlechtes Licht stellen. Letztlich waren die Entscheidungen ja richtig. Aber wie erklärt ihr euch (bzw. mir!) die Entscheidungsfindung?

    Lieber Halblinks, ich schätze deine Meinung sehr, aber wenn du schreibst, dass Nincevic "viel zu oft aus dem Rahmen gefallen" ist, klingt das auch wie eine Bagatellisierung/Legitimation für das vielfache, grob unsportliche Verhalten des Kroaten. Deshalb bin ich keineswegs überrascht, denn es war irgendwie klar, dass es irgendwann zu so einer dummen Aktion gegen Nincevic kommen musste. Des Öfteren ist er für ähnliche Vergehen ungestraft geblieben und letztlich sorgt eben bei den meisten die Schwere der Verletzung für mehr Empörung als das Foul selbst. Auch ich betone - wie SSV-AH u.a. - ausdrücklich, dass das in keiner Weise eine Entschuldigung für Jansens Verhalten ist und ich hoffe, dass er dafür auch eine angemessene Strafe (nicht nur bis zum Saisonende) bekommt.

    Naja, jetzt übertreib mal nicht. Halblinks analysiert das schon ganz richtig. Nincevic ist ein undisziplinierter Spieler, und das haben seine Gegner, aber auch seine eigene Mannschaft oft abbekommen. Aus diesem Grund erhält er auch keinen weiteren Vertrag bei den Füchsen und "darf" nächste Saison für Minsk antreten. Insgesamt hat er sich in dieser Saison 9x 2 min-Strafen abgeholt, das ist für einen Außenspieler sicherlich nicht ganz wenig, aber noch einigermaßen im Rahmen. In der Regel handelt es sich dabei um Konsequenzen aus seinen privaten Scharmützlen oder Meckereien, mit denen er sich mit Gegner und gegnerischem Publikum gerne anlegt, und die, das könnt ihr glauben, auch viele Füchse gewaltig nerven. Er macht sich bei allen Gruppen damit nicht gerade beliebt. Aber objektive grobe Unsportlichkeiten, die man "bagatellisieren" könnte, sind das eben nicht. "Grob unsportliches Verhalten" ist das, was ihm gestern widerfahren ist.
    Ich finde Toto Jansens Entschuldigung gut und hoffe, dass es sich auch genau so zugetragen hat (gehe aber sehr stark davon aus), und es sich nicht nur um eine strategisch formulierte Pressemitteilung handelt. Schön auch, wenn Ivan die Entschuldigung wirklich angenommen hat. Das Beste, was passieren kann, ist doch, wenn die beiden das (so gut das geht) unter sich regeln können - schon alleine, weil ich den Eindruck hatte, dass die anderen Spieler sich angemessen und fair verhalten haben und auch die Reaktion vom allergrößten Teil des Publikums ok war - einige wenige Spinner, die es nicht schnallen, gibt es immer, aber ich vermute, die haben wir in jeder Halle, und auf die wurde ja von den Hamburger Spielern entsprechend eingewirkt.


    wohl auch sehr viel Geld verdienen :) :D

    Ich verstehe gar nicht, wie man das nicht nachvollziehen kann. Die Gründe werden hier ja genannt. Reichmann ist ehrgeizig, will zu einem europäischen Topclub, in Kiel war das noch zu früh für ihn. Jetzt ist er Nationalspieler, er hat dann einige Praxis sammeln können, da glaubt doch niemand im Ernst, er könnte anstreben, bis zum Kariereende in Wetzlar zu bleiben. In Paris können nicht alle spielen (obwohl...), in Spanien gibt es kein Geld mehr, da überlegt man doch nicht zweimal, wenn gute Angebote aus Veszprem oder eben Kielce kommen.

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen dass Toto Jansen ihn einfach so ohne Grund eine Kopfnuss gibt.

    Wer weiß was vorher passiert ist.

    Das ist eigentlich ziemlich egal. Ivan ist ein Profi mit Haken und Ösen. Das weiß man. Toto Jansen ist ein Profi, der mit allen Wassern gewaschen ist, und alle Höhen und Tiefen kennt. In dem Spiel geht es bei Lichte betrachtet nicht um sehr viel, und der HSV führt eine Minute vor Schluss mit drei Toren. Da gibt es für so eine Aktion keinen Grund.
    Ich hoffe darauf, dass Ivan nicht allzu viel passiert ist, und dann auf eine Erklärung von Jansen, eine Entschuldigung, und dass die Sache unter Sportsmännern aus der Welt geschafft werden kann.

    Bis zur Schlussminute war es doch ein munteres Spielchen... aber solange Christophersen ein Totalausfall bleibt und auch Igropulo, der zuletzt grandios gespielt hat, einen schwarzen Tag erwischt, kann man das nicht mehr gewinnen, erst recht nicht, wenn man nicht muss. Bestimmt Erleichterung in Gummersbach, Bult lebt noch...
    Keine Ahnung, was in der letzten Minute gewesen ist, aber Rote Karte mit Bericht bei so einem erfahrenen Spieler wie Jansen, der doch schon alles im Handball kennt, das muss wirklich nicht sein. Drei Tore vor, das Ding ist gewonnen... Mal sehen, was er selbst sagt. Hoffe, Ivan geht es schnell besser.

    Zitat von »exilberliner«
    Das Problem ist die Annahme, "das italienische Publikum" hätte abgestimmt. Es ist nunmal so, dass der Songcontest in den unterschiedlichen Ländern auf sehr unterschiedliche Aufmerksamkeit stößt.
    Na ja - diejenigen die an dem Abend gerade zuschauen, sind nun mal gerade "das Publikum".
    Dass eine Show nicht von 100% der Bevölkerung gesehen wird, ist klar.

    Ist ja auch in der Politik so - auch wenn nur 20% zur Wahl gehen, repräsentieren diese Wähler dann den Willen der Bevölkerung...

    Schon klar, aber je mehr Menschen abstimmen, desto eher erhalten wir ein für die Gesamtgesellschaft repräsentatives Ergebnis, und das Ergebnis von Jury um und Telefonabstimmung wird sich zumindest annähern. Wenn die Jury nach bestimmten Kriterien zusammengesetzt ist, z.B. der übertragende Sender seine Promis, Unterhaltungschefs etc. benennt, im Televoting-Publikum aber ein bestimmtes Segment der Bevölkerung (z.B. rumänische Migranten) sehr stark überrepräsentiert ist, kommt es zu stärkeren Abweichungen als in Ländern mit höherer Einschaltquote und damit ausgeglichenerem Publikum.

    Das Problem ist die Annahme, "das italienische Publikum" hätte abgestimmt. Es ist nunmal so, dass der Songcontest in den unterschiedlichen Ländern auf sehr unterschiedliche Aufmerksamkeit stößt. In Italien haben z.B. nur ca. 1,5 Mio. Zuschauer zugesehen, 5 Programme hatten am Samstag abend zur gleichen Zeit eine höhere Einschaltquote. Gesehen wird der Contest dann vor allem von Migranten, und darunter sind in Italien dann viele Rumänen und Moldawier. Wie viele Zuschauer sich dann am Televoting beteiligen, kann man sich ja denken: wenige! Entsprechend repräsentativ ist dann das Ergebnis. In Frankreich oder Spanien wird es ähnlich sein. Der Eindruck, es handle sich um einen echten europäischen Wettbewerb, ist halt nur Illusion und wird in Westeuropa vor allem von den deutschen Medien erzeugt die gerne verschweigen, dass es in sehr vielen großen europäischen Ländern eigentlich niemanden interessiert.

    Glaube ich nicht, das kann Sandström auch gut...

    Gut ist nicht genial (s. aktuelles Tor des Monats...) ;)
    Ich bin aber auch sonst beim 3er-Fuchs, so richtig reale Alternativen sehe ich für Heine nicht, weil ich ihn mir auch nicht im Ausland vorstellen kann. Ich denke eher, man möchte Pflöcke der Identifikation einschlagen und zeigen: seht her, Leute wie Stochl, Baba oder eben Heine, vielleicht auch Smöre, die spielen 10 Jahre für uns, dazu wenn es klappt, die Leute aus eigenem Nachwuchs, und so dann einen Kontrapunkt zu beispielsweise Alba oder den Eisbären, vielleicht sogar zu den Fußballern setzen, wo in Berlin eher ein Hire and Fire von Söldnern angesagt ist.

    Das Problem war dass angesichts der klaren Führung und der klaren Dominanz der Füchse zu früh auf Sparmodus geschaltet wurde und die 2. Garde eingewechselt wurde. Das ging fast noch in die Hose .. aber halt nur fast

    Das Problem ist, dass den Füchsen seit einiger Zeit in dem Moment, wo sie mit größerem Vorsprung führen, der Killer-Instinkt fehlt, den Sack zu zu machen und dem Gegner einer richtige Packung mitzugeben. Hat in dieser Saison bisher nur gegen Hamburg geklappt. Das Gute ist, dass sie in der Regel trotzdem gewinnen.

    In der offiziellen Füchse-Pressemitteilung fehlt dieser Blödsinns-Etat-Satz. Ich traue Bob ja wirklich viel Understatement zu, aber das ist nun zu großer Schwachsinn. Ob da jemand bei dpa gedichtet oder etwas aus anderen Zusammenhängen gebastelt hat?

    Einmal im Spiel? Jede Mannschaft?
    Das ist doch nicht Euer Ernst. Es gibt solche umstrittenen Szenen (es geht ja nur darum, ob ein Ball hinter der Linie war oder nicht) pro Mannschaft vielleicht 1-2x pro Saison. Im Hockey ist das doch eine völlig andere Situation. Beim Handball reicht es doch, wen die Schiedsrichter sich für den unglücklichen Fall, dass der TW zwischen Ball und Torschiedsrichter steht und es wirklich nicht zu erkennen ist, per Video vergewissern können. Wenn das überhaupt notwendig ist.
    Ich finde die Regelung eigentlich ziemlich unspektakulär, und genau so sollte sie auch eingesetzt werden. Nur im Notfall, nur durch die Schiedsrichter, und dann schnell. Alles andere schadet dem Spiel, und zwar massiv.

    Ja, Sieg, aber das war kein gutes Spiel.
    Wetzlar hätte da etwas draus machen können, aber sie haben es zum Glück ziemlich versammelt.
    Die unterirdischste Leistung war meiner Meinung nach der Sport1-Kommentar. Gut, dass den mal zwischendurch jemand abgedreht hat.