Es gibt viele wichtige Änderungen in ungarischem Handball.
Mit der neuen Regierung fallen etliche staatliche Förderungen weg oder werden reduziert. Da viele Vereine sich vor allem durch diese Förderungen finanziert haben, muss man davon ausgehen, dass 2-3 Erstligisten ihre Spielerinnen nicht bis zum Ende der Saison bezahlen können werden.
Győr ist stabil. Beim FTC hat man das Etat der Männer deutlich reduziert um so die Frauen weiter finanzieren zu können. Ich gehe davon aus, dass mittelfristig auch die Topvereine ihre Ausgaben reduzieren müssen, aber eine direkte Insolvenzgefahr besteht sicher nicht. Ich sehe eher Vereine aus der Mittelklasse in Gefahr.
Aus deutscher Sicht kann wichtig sein, was mit den Übertragungsrechten passiert ist. Das war bisher eine Art versteckte staatliche Förderung: der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine enorme Summe für die Rechte bezahlt, sie sind aber, mit der neuen Regierung, nicht mehr bereit diese Praxis fortzusetzen. Eine ungarische Firma namens SportTV hat sich beworben und die Rechte gekauft, in der neuen Saison werden also sie die Spiele übertragen, im TV und/oder online. Diese Übertragrungen sind aber, Stand heute, geoblockiert und sind aus dem Ausland nicht erreichbar.