Beiträge von Germanicus

    Also, meiner Meinung nach gibt's in Europa sechs Ligen, die ein höheres Niveau haben als die zweite Bundesliga: Dänemark, Russland, Frankreich, Rumänien, Ungarn, und natürlich Deutschland. In diesen Ligen ist das Niveau hoch, es gibt gute Trainern. Es ist meine persönliche Meinung, damit andere nicht unbedingt einverstanden sein müssen, aber ich glaube, dass es die beste Trainern in Deutschland gibt.
    Alle, die Handball nicht nur als Hobby spielen möchten, suchen die Möglichkeit, in einer diesen Ligen spielen zu können.
    Als junge und relativ unbekannte Spielerin hast du die beste Chancen in Deutschland. In Frankreich ist die Anzahl der ausländischen Spielerinnen begrenzt, in Ungarn gibt's zu viel Geld, Russland ist etwas völlig unbekanntes und ohne die Sprache zu herrschen ziemlich schwierig, in Rumänien ist nur die Unsicherheit sicher. Dänemark bietet heutzutage bessere Möglichkeiten als vor einigen Jahren, aber es ist immer noch einfacher in Deutschland eine Stelle zu finden als da. Mit 14 Vereine in der ersten Liga gibt's auch mathematisch mehr Plätze hier. Deshalb kommen viele her.
    Doch für die die schon Erfahrung haben, die schon bekannt sind, kann die Bundesliga nicht viel anbieten. Es können doch nicht alle in Bietigheim spielen. Wenn es woanders die Möglichkeit gibt, nicht morgens im Büro arbeiten zu müssen...

    Ein bekanntes Beispiel ist Viborg. Anfang 2015 hatten sie nur 6 gesunde Feldspielerinnen. Wenn im CL-Spiel in Larvik die RA Lyksborg in der 47. Min. die rote Karte sah, gab's keine zum Ersatz bis auf die zweite Torhüterin, Rikke Poulsen (der Spielstand war allerdings 26-12). Aber Poulsen durfte in ihrer langen Hose nicht mitspielen und musste die Hose wechseln.
    Am Ende traf sie sogar einmal.

    Apropos leise: In Montenegro ist scheinbar auch nicht viel los. Für ein Spitzenspiel etwas unwürding - speziell im Vergleich zu früher.


    Die Fangruppe Varvari ("Barbaren") hatte irgendwelche Streit mit der Geschäftsführung des Klubs und seitdem besuchen sie die Spiele nicht mehr.

    Den Terminkonflikt zwischen einer Mannschaft in der Bundesliga der Männer und einer Frauennationalmannschaft halte ich für unauflösbar. Es gibt viele Fälle wenn der Trainer am gleichen Tag mit beiden Mannschaften ein Spiel hat, möglicherweise tausend Kilometer voneinander entfernt. Das geht nicht.
    Einen Verein und eine Nationalmannschaft, beide vom gleichen Geschlecht, das kann zwar problematisch sein, aber es geht. Wir kennen viele Beispiele, vor allem bei den Frauen, Leszek Krowicki ist eis gut bekanntes Beispiel (Oldenburg und Polen), Kim Rasmussen war mit der polnischen Frauen und CSM auch paralell erfolgreich, usw. Aber Männer und Frauen, gleichzeitig, es ist, meiner Meinung nach, unmöglich.

    Zum Thema Zuschauern.
    Ich komme aus Ungarn, einem deutlich kleineren Land. Wo ich wohnte, da sind in dieser Spielzeit die Hallen von sechs Erstligisten mit einer Autofahrt von 45 Minuten erreichbar - genau so viel fahre ich nach Leverkusen (am Wochenende, Werktags ist es mehr). Und wenn wir ein Limit von zwei Stunden nehmen (völlig annehmbar für ein Auswärtsspiel) sind es noch mehr: nur drei (Kisvárda, Debrecen, Békéscsaba) liegen ausserhalb dieses Kreises. Dementsprechend besuchen immer viele Fans die Auswärtsspiele.
    In Deutschland, insbesondere hier, ganz im Westen, wo die Gäste oft mehr als 500 km reisen müssen, sieht man oft nur 5-10 Fans der Gäste - wenn überhaupt. Deswegen fand ich erfreulich, dass ca. 40 Leute aus Wildungen ihr Team begleitet haben. Und, ja, da es in Leverkusen ziemlich wenig Zuschauern gibt, und auch die feuern die Mannschaft eigentlich gar nicht an, sondern nur sitzen und gucken, spielten die Vipers so gut wie vor einer Heimkulisse.
    Also es gab viel mehr als 53 zahlenden Zuschauern - zumindest, wenn ich davon ausgehe, dass auch die Fans aus Hessen das Spiel nicht kostenfrei besucht haben.

    Also, Nellingen gewinnt da, wo es der HCL nicht geschafft hat? Zumindest eine Überraschung.

    Zum heutigen Spiel in Leverkusen möchte ich nur sagen, dass ich Samstags auch besseres zu tun habe, als um 20 Uhr solche Spiele zu besuchen und danach noch nach Hause zu fahren (und dafür 10 Euro zahlen zu müssen...).
    Und gratuliere der Ungarin Petra Nagy zum Auswärtssieg und zu ihrer persönlicher Leistung. Zwar kein einziges Tor geschossen, doch eine gut Leistung.

    Also, in September dachte man, dass im Startsieben des HCL Anne Hubinger, Shenia Minevskaja, Karolina Kudłacz-Gloc und Luisa Schulze spielen werden. 4 Schlüsselspielerinnen zu verlieren, das könnten nur einige, oder sogar gar keine Mannschaft ertragen.