Beiträge von Beuger

    Was ist dein Problem, roter Teufel? Hier werden schlicht und einfach Kandidaten für die brandaktuelle Trainernachfolge (die ja nicht mal hypothetisch ist) diskutiert. Wenn ich mich nicht verlesen habe, kamen hier neben Vranjes auch schon Petkovic, Prokop, Dujshebaev, Roth, Matschke, Wandschneider, Abt, Gärtner und weitere zur Sprache. Und natürlicherweise ist Vranjes wohl derjenige, zu dem hier am meisten User etwas Fundiertes beitragen können. Ich fand die Diskussion hier im Übrigen sehr spannend und eine der tiefgehendsten hier in letzter Zeit.

    Was meint das Handballvolk zu Dr. Rolf Brack? Sowohl geographisch als auch handballerisch stelle ich ihn mir als Lösung interessant vor.


    Provokation entfernt - Lord Vader, Mod

    Bitte lest meine Meinung nicht zu Vranjes-kritisch. Ich möchte ihn nicht in den Boden verdammen und bin überaus dankbar für seine Erfolge als Flensburger Trainer.
    Ich war auch schon während der Vranjes-Ära, zumindest ab 2015, ein Kritiker eines großen Teils seiner Arbeit in Flensburg (übrigens auch hier im Forum nachzulesen, wenn man sure Geduld hat, so weit zu scrollen). Taktisch begründet habe ich dies oben.
    Machullas Spielsystem finde ich deutlich variabler und auch besser an die Spieler angepasst. Deshalb hat er die Mannschaft auch weiterentwickelt. Ich sage ganz dezidiert "weiter" weil Vranjes auch einen sehr großen Teil zur taktischen Ausrichtung von Flensburg beigetragen hat. Die fehlende Flexibilität war dann in meinen Augen aber eben der Grund für fehlende Meistertitel. Positive Ausnahme waren beispielsweise die Abwehrformationen in den Pokal Final 4s. Durch die Spielweise von Vranjes' Teams in seiner Post Flensburg Ära sehe ich mich auch mehr als bestätigt.
    Um meine Meinung zusammen zu fassen: mit den richtigen Spielertypen funktioniert er, mit den falschen eben nicht. Und das unterscheidet ihn von einem Top-Trainer.
    Ob die Löwen diese Spielertypen haben bzw unabdingbar verpflichten wollen, wage ich stark zu bezweifeln.
    Diese sachliche Kritik ist jedoch keine Kritik an seiner Persönlichkeit, die ich nach wie vor für eine der stärksten im europäischen Handball halte.

    Ich kann natürlich nur für mich sprechen. Wusste gar nicht, dass er bei Anhängern der Löwen bedingungslos hohes Ansehen genießt. Ist das so?

    Für mich sind mehrere Faktoren ausschlaggebend. Vor allem hat mir der Handball, den er spielen lässt schon immer sehr gut gefallen. Das war in Flensburg so und zuletzt auch bei den Slowenen während der EM. Ich weiß, dass er in Veszprém und mit der ungarischen Nationalmannschaft gescheitert ist, denke aber, dass das vor allem an der Struktur dieser Mannschaften lag.

    Ich halte ihn für einen absoluten Handball-Fachmann mit großer internationaler Erfahrung (als Spieler und Trainer). Ich empfinde, dass er bei seinen Mannschaften Autorität genießt ohne dafür über Gebühr autoritär auftreten zu müssen. Er ist mehrsprachig. Ich halte ihn für intelligent genug langfristig strategisch zu arbeiten und nicht alles dem kurzfristigen Erfolg zu opfern. Ich traue es ihm einfach zu. Aber das ist aus der Entfernung natürlich immer auch eine Gefühlsfrage. Ganz klar.

    Ich traue rein fachlich natürlich auch einem Prokop einiges zu, bin mir mittlerweile aber sicher, dass er seinen Mangel an natürlicher Autorität und gelassener Nonchalance, ohne die eine Führungsfigur einfach nicht auskommt, niemals erreichen wird, weil es nicht in ihm angelegt ist. Für mich ist er ein Nachwuchs- oder Co-Trainer und ich meine das nicht despektierlich.


    Vranjes hat als Trainer ein Problem und das ist, dass er sein System auf jede Mannschaft, die er trainiert, überstülpt. Das kann dann funktionieren, muss aber nicht. Sein System ist kurz gesagt:
    - sicherer Aufbau ohne hohes Risiko
    - wahnsinnig langatmige Angriffe mit zwei bis vier kombinierten "Spielzügen" pro Auftakthandlung
    - streng vorgegebene Lösungen mit wenig Erlaubnis, auszubrechen

    Das funktionierte in Flensburg mit den Spielertypen Glandorf, Mogensen, Heinl, etc. Andere wie Lauge, Gottfriedson sind erst nach seiner Zeit aufgeblüht, weil sie dort den Raum für Individualismus bekommen haben, den sie benötigen. In Veszprem hatte Vranjes Probleme, die Shooter ins Spiel zu bringen (was aber eine unabdingbare Fähigkeit im modernen Handball ist) und die absoluten Weltklasse Leute zufrieden zu stellen. In Slowenien passen die Spieler wieder besser. Kristianstad dagegen hängt den eigenen Ansprüchen sehr hinterher, auch hier zu viele individuell starke Spieler, die in ein System gepresst werden. Wenn ihr dieses System Vranjes wollt, bitte gerne. Ich rate euch nicht gänzlich zu.

    Im Übrigen teile ich auch die Kritik an Andersson nicht in Gänze. Die Mannschaft befindet sich doch seit zwei Jahren schon im Abwärtstrend. Gehen wir doch mal die Positionen durch:
    - tw: top besetzt.
    - LA: top besetzt, allerdings hoffnungslos überbezahlt, gerade als Duo.
    - Rückraum Links: Katastrophe, sorry. Lagarde wurde geholt weil er in der Champions League zwei gute Spiele gemacht hat. Er ist für die Königsposition zu klein und ein herausragender Entscheidungsträger ist er auch nicht. Mensah war schon immer aufgrund seiner Athletik überbewertet. Fäth war ebenso ein riskanter Einkauf, er funktioniert eben nicht bei jedem Verein.
    - Mitte: Schmid zweifelsohne immer noch Weltklasse, da lasse ich auch nicht mit mir diskutieren. Allerdings mit den Mitspielern zu leicht ausrechenbar und auch überspielt aufgrund Mangel an Ersatz. Aber er stellt sich vor die Mannschaft und übt Selbstkritik, das gefällt mir gut.
    - RR: Pettersson ein Schatten seiner selbst. Zu viel Vasallentreue. Kirkelokke körperlich zu schwach und zu deckungsschwach. Damit auch das Spiel zweite Welle nicht möglich.
    - RA: Groetzki ist Bundesliga Durchschnitt. Ein passabler Ersatz ist auch nicht vorhanden.
    - Kreis: Kohlbacher ein Lichtblick im Angriff, allerdings auch zu abwehrschwach. Nielsen überbewertet, warum haben sie den eigentlich ausgegraben? Zu Abutovic muss man glaube ich gar nichts mehr sagen. Und den Guardiola Abgang versteht eh kein Mensch.

    Fazit: Nur eine Position ist sinnvoll zusammengestellt und das ist im Tor. Rest setzen sechs für das Budget. Da gefällt mir - trotz vorhandener Schwachstellen - der Kader von Magdeburg oder Berlin (ähnlicher Etat) eben so gut. An eine derartige Dilettanz kommt wohl ansonsten nur Melsungen ran.

    Als Trainer würde ich jetzt einen innovativen Typ wie Wandschneider oder Matschke empfehlen. Wenn die nicht zu haben sind, kann man es sogar mit Gärtner probieren. Dann das Team schnellstmöglich vom Kopf auf die Füße stellen und langfristig Schmid ins Management holen. Bis dahin Mentor für junge Spieler und Spiele der Co trainer.

    Warum genießt Vranjes unter den Löwen Fans so ein bedingungslos hohes Ansehen? Ich halte ihn für einen durchschnittlichen Trainer, der sich aber sehr gut präsentieren kann. Zweifelsohne aber eine wahnsinnig interessante und vorbildliche Persönlichkeit.


    Ich hatte die obo auch schon mal empfohlen, weil der so von seinem Tipperary geschwärmt hat. Ich meine West Cork, auch ein Ire wie der Tipperary. Die haben ihre Range aufgeräumt und ich habe einen neuen West Cork mit Port Finish und einen mit Sherry Finish gekauft. Jetzt zwar auch ohne Altersangabe (NAS), aber die sind beide sehr, sehr gut. Es gibt noch einen mit Calvados Finish, den hole ich mir auch noch. Ich habe einen Händler gefunden, wo es die für sagenhafte 26,90 gibt. Das ist einer der absoluten Preis-Leistungs-Kracher, die ich im gesamten Spektrum des Gerstenbrandes kenne.


    Verrätst du auch wo?

    Ganz im Ernst, tclip du müllst momentan jeden Beitrag zu. Man kann gar nichts mehr diskutieren ohne deine nicht lederlichen Ergüsse ertragen zu müssen. Fast jeder eigentlich interessante Thread dreht sich nur noch um dein abenteuerliches Geschreibsel. Dadurch dass viele User auf dich antworten, entsteht abseits davon keine Kommunikation mehr. Das schadet dem Forum.

    Meine Vorschläge:
    1. Abstand zur Abwehr beachten - von besonderer Wichtigkeit bei Rechtshänder auf RR
    2. Dem Spieler beibringen, dass er bereits bei der Ballannahme seine linke Schulter vor nimmt.
    3. "Steile" Anläufe zum Tor - auf jeden Fall Parallelläufe vermeiden
    4. Flexible Wurftechniken: auch im Sprungwurf muss der Ball spontan links am Block, rechts am Block, und über den Block ins Tor versenkt werden können. Dies ist eine Frage der Wurfarmflexibiltät. Dauert aber seine Zeit zu erlernen.

    Portugals Kanten und Ungarn, die beide nach meiner Sicht durchaus positiv überrascht haben, würde ich da schon anders bewerten. So eindeutig ist das für mich nicht.


    Portugal hat zwar einen massiven Innenblock, im Angriff aber im erster Linie durch taktische Finesse überzeugt. Die beiden Mittelleute waren hier ganz klar tonangebend und die sind mehr als weit davon entfernt, Krafthandballer zu sein.
    Ungarn hat ein überragendes Zusammenspiel mit dem Kreisläufer gezeigt. Dass es auf dieser Position ganz ohne Masse nicht geht, ist ja logisch. Aber im Rückraum habe ich bei Ihnen auch nicht das klassische "einhaken und wegschieben", das die Franzosen oder Mazedonier perfektioniert haben, erkennen können.
    Natürlich kann man die von mir aufgestellte These nicht ausnahmslos belegen, aber dass Norwegen, Island, Slowenien, Spanien und Portugal ein überraschend gutes Turnier gespielt haben (alle für ihre Verhältnisse), ist nicht von der Hand zu weisen. Und diese Teams haben mich mit technischem und taktischem Geschick im Rückraum überzeugt.

    Da geh ich vollkommen mit, Nuvolo. Zusätzlich darf man ruhig benennen, dass Kühn, Häfner und Drux mit ihrer körperlichen Spielweise allesamt an ihre Grenzen gekommen sind. So schlimm das für die deutsche Mannschaft ist, so sehr freut es mich trotzdem, dass ein derart unästhetischer Handball nicht gleichsam erfolgreich ist. Die anderen "Prügelmannschaften" haben ja auch tendenziell früh die Segel gestrichen. Der Trend geht eindeutig weg von Größe und Gewicht, hin zu Finesse und Schnelligkeit. Das mag auch an der Schiedsrichterlinie liegen, ich denke aber auch an den gestiegenen Anforderungen an Flexibilität und Agilität, was durch die Beschleunigung des Spiels und durch die mehr werdenden taktischen Varianten bedingt ist. Daumen hoch!

    Ganz ehrlich TCLIP. Deine Beiträge sind völlig unleserlich. Und ich gehe davon aus, dass die allermeisten es mir gleich tun und einfach drüber scrollen. Also nimm dich der deutschen Sprache an oder spar dir deinen Spam für eine bessere Leserlichkeit hier in dem Forum.