Beiträge von Beuger

    Grundsätzlich förderungswürdig finde ich insbesondere Kinder- und Jugendsport. Dann halt Sport als Gesundheitsfürsorge.

    Davon hat die Gesellschaft und damit der Steuerzahler den höchsten Nutzen.

    Die Bedeutung von Leistungs- und Spitzensport ist (zumindest für mich) deutlich schwerer einschätzbar.

    Ja, aus Breitensport entsteht aber immer automatisch Spitzensport. Weil es einen gewissen Anteil an Leuten gibt die das machen wollen. Daher ist Förderung der Breite immer Förderung der Spitze auf Sicht.

    Der Punkt mit den Kindern mit Migrationshintergrund ist für mich auch ein ganz relevanter, auf den ich noch keine Antwort habe. Obwohl ich beruflich mit dieser Klientel viel zu tun habe. In Schweden wird massiv Kohle staatlicherseits in Sportvereine in Brennpunkten gesteckt. Vielleicht ein Ansatz.

    Die bestehenden Regeln sind das Problem.

    Wie viele Anträge zur Änderung bzw. Verbesserung der DHB-Rechtsordnung seitens der Vereine gab es denn in den letzten Jahren? Professionelle Vereine sollten sich u.a. auch mit den Spiel- und Rechtsordnungen befassen, denn das ist der vorgegebene Rahmen, in dem sie sich bewegen müssen. Wenn ihnen dabei grobe Fehler oder Unzulänglichkeiten in diesen Richtlinien auffallen, dann gibt es immer die Möglichkeit Änderungsanträge vorzubringen. Dazu bedarf es aber auch einer geeigneten, stringent formulierten Alternative zum bestehenden Wortlaut. Hinterher ist es zu spät sich zu beschweren bzw. es kann nur noch an Lösungen für zukünftige Vorfälle gearbeitet werden.

    Ich bin sehr gespannt, ob der DHB-Bundesrat tatsächlich Änderungen an der Rechtsordnung bzgl. Einsprüchen vornehmen wird. Ich persönlich kann mir nur schwer vorstellen, dass es eine "gerechtere", allgemeingültige und auf alle Situationen anwendbare Regelung geben kann.

    Weil die Hürden extrem hoch sind und es extrem aufwändig ist.

    Ein Verein, der da alleine im Breitensport eine Änderung in seinem Landesverband will, muss über den Bezirkstag seines Bezirks eine Mehrheit organisieren, um überhaupt zu erreichen, dass der Antrag im Spielausschuss des Landesverbands DISKUTIERT wird. Natürlich ändert so nichts. Und genau sowas meine ich mit Selbstherrlichkeit.

    "Wenn das Regelwerk und seine Durchführungsbestimmungen solche grausamen und realitätsfernen Lösungen zulässt, dann taugt das Regelwerk nichts. Jeglicher Versuch, hier den beteiligten Mannschaften den schwarzen Peter zuzuschieben, geht völlig an den wahren Ursachen und Hintergründen vorbei."


    Genau DAS ist der springende Punkt! Besser hätte ich es nicht formulieren können! Die Rechtsordnung ist für den A..., Wird aber verteidigt wie der heilige Gral. Das ist so deutsch. Zeigt doch einfach mehr Empathie und Fingerspitzengefühl.

    Letzteres ist dann aber auch etwas, das man diskutieren sollte, ob es sinnvoll ist. In letzter Zeit fallen mir immer mehr Punkte in der Rechtsordnung auf, die diskutabel sind.

    Das Fachwort hierfür lautet: Whataboutism.

    Es geht bei der Beurteilung des Sachverhalts nicht darum, wer wie oft welche Fehler macht. Es geht einzig allein darum, dass die Schiedsrichter/das Kampfgericht einen spielentscheidenden Regelverstoß begangen haben, der nicht als Tatsachenentscheidung zählt: https://www.hok-online.de/handballrecht/…elversto%C3%9F/

    Dessaus Fehler hat die Ereigniskette ausgelöst. Das braucht man nicht im Nachhinein schönreden.

    Dessau hat einen gewöhnlichen Regelfehler begangen. Das Kampfgericht hat einen Regelverstoß begangen.

    Eine Spielwiederholung - okay!

    Was einfach eine Farce ist, ist die Tatsache, dass selbst im aller gravierendsten Fall für Dessau das Spiel maximal unentschieden hätte ausgehen können. So kann Dessau noch verlieren. Das ist eine Ungerechtigkeit, die einfach zum Himmel schreit. Wie man das anders beurteilen kann, ist mir auch echt schleierhaft. Ich glaube, manche hier schätzen die drastischen Konsequenzen eines Abstiegs für einen Verein völlig falsch ein.

    Grundfalsch in der Denkweise!!! Das Spiel wird wiederholt, weil das Kampfgericht einen Regelverstoß begangen hat, NICHT weil Dessau einen Regelverstoß begangen hat! Deswegen war Dessau bei der Gerichtsverhandlung ja auch nicht beteiligt! Im übrigen begeht jedes Team in jedem Spiel Regelverstöße am laufenden Band: Schrittfehler, Fouls etc!!!

    Völlig unnötig ist das Verhalten von Dessau.

    Sie haben die Regelwidrigkeit begangen und müssen halt jetzt mit den möglichen Konsequenzen leben.

    Die Schuld bei Bohmann oder sonst wo zu suchen, völlig absurd.

    Was hat Bohmann damit zu tun, wenn Dessau so dämlich ist und nicht zählen kann ?

    Jeder darf in Deutschland sein Recht einfordern. Essen hat Recht bekommen und nur weil die Punkte JETZT für Essen nicht mehr so gravierend relevant sind, soll es eine Farce sein ?

    Ich finde auch, dass der Abstieg eine gerechte Strafe ist dafür, dass man mitten in der Saison drei Sekunden vor Schluss aus Versehen einen Spieler zu viel drauf tut. Haftstrafe wäre vielleicht auch in Ordnung, wenn das zu krass ist, dann eben Abstieg. Aber vielleicht wäre direkt in die Bezirksliga ein bisschen gerechter.