Beiträge von Beuger

    Azubi ist natürlich ein bescheuertes Wort. Als wenn er gerade in Lehre wäre. Das ist bloße Provokation.

    Ein Risiko ist es natürlich nichtsdestotrotz. Meine sportliche Meinung hab ich ja gestern schon geschrieben. Ob er zum Stil der SG passt, da hab ich meine Zweifel.

    Jetzt wird der Kader schlecht geredet, über den vor dem Turnier größte Einigkeit herrschte, dass er so viele hungrige, extrem formstarke top Erstlingsspieler enthält wie seit 2016 nicht mehr? Uscins, Knorr, Grgic, Köster, Golla, Fischer gehören zu den besten ihrer Position in der stärksten Liga der Welt. Da muss mehr drin sein als ideenloser Stümperhandball?

    Nein. Und das ist auch so ein Punkt, in dem ich den Daueroptimisten hier Realitätsverweigerung unterstelle. Wobei ich gestern und nach dem Lesen aller Beiträge hier schon die Frage formulieren möchte, welche Mittelchen die Leute, die aus den Spielen ablesen wollen, dass uns bessere Zeiten bevorstehen, so nehmen? Ich möchte das auch. Ich möchte auch mal diesen Schleier vor den Augen, um einfach positiver gestimmt durch das Leben zu gehen. Einfach immer weiter behaupten, dass beim nächsten Mal alles gut wird. Und wenn es nicht gut wird, dann hat man ja immer noch das Motto "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!".

    Taktisch war das gestern ein Offenbarungseid, vor allem im Angriff. War es wirklich Teil des Plans, nach einem Gegentor nach vorn zu schleichen und sich dann irgendwelche Halbchancen zu nehmen, obwohl die generische Abwehr sich schon wieder formiert hatte? Die Außen über die 70 Minuten fast komplett zu ignorieren? Immer wieder durchzurammeln und Stürmerfouls zu kassieren, statt die Abwehr ernsthaft zu beschäftigen?

    Wenn ja, dann sollte uns wohl die vermeintliche individuelle Klasse einiger weniger Spieler den Sieg bescheren. Wenn nicht, was hat der Trainer der Mannschaft dann mit auf den Weg gegeben?

    Symptomatisch war dann auch die letzte vergeigte Abwehraktion. Werden keine Stoppfouls mehr gelehrt? Was geht in den Köpfen der Spieler vor, die bei dieser Spielsituation einen Angreifer mit Ball auf sich zulaufen sehen? Welche andere Option, als draufzugehen und diesen um jeden Preis zu stoppen, hat man denn da? Ich kenne Spieler in der Bezirksliga, die würden für sich selbst sogar eine Rote Karte in Kauf nehmen, wenn damit der Mannschaft ein Punkt gerettet wird. Und nein, es geht nicht darum, den Gegenspieler zu verletzen. Es geht darum, konsequent zu verhindern, dass der Gegner nochmal eine Torchance bekommt. Selbst wenn man dann nochmal 2 Minuten in Unterzahl spielt, hätte man im gestrigen Fall wenigstens die zweite Verlängerung erreicht. Alles wäre besser gewesen als den Gegner werfen zu lassen.

    Was mich mehr stört, als notorischer Positivismus, ist das aufgesetzte "das ist die typisch deutsche Mentalität, immer alles negativ zu sehen" einiger User. Damit gibt man offen zu, dass man sich die Positivität nur einredet.

    PS: bei einer direkten Roten Karte hätte es aufgrund des Zeitpunktes (letzte 30sek) einen direkten 7m gegeben.

    Deutschland war schlechter als bei Olympia. Und das, obwohl viele Spieler jetzt eine richtig starke Hinrunde gespielt haben in der Bundesliga.

    Wolff dagegen war noch besser als bei Olympia.

    Gislason muss sich vielleicht ein bisschen wegen Coaching Entscheidungen im Spiel hinterfragen, das tut ein Trainer aber automatisch nach jedem Spiel, viel mehr aber über die ideenlose Angriffstaktik, die ein wirklich tiefsitzendes Problem ist.

    Also ich finde einen Fuß im Kreis ja nicht so deutlich... da muss der Angreifer schon auf der 4m-Linie stehen, damit das Kreis ist! 🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️ völlig behämmerte Regel... wofür gibt es denn Linien und den ganz klaren Passus, dass die Linie zu dem zu Begrenzungen Raum gehört? 🤷‍♂️

    Die Regel ist dazu da, dass nicht der Angreifer durch ein bisschen schieben des Abwehrspielers in den Kreis direkt einen 7m rausholen kann.

    Mal aus sportlicher Sicht. Österreich ist bisher eher mit dem THW-Lemgo-Style ins Rennen gegangen als mit der skandinavischen breiten Spielanlage. Kann natürlich zwei Gründe haben: entweder ist das grundsätzlich Pajovic Style oder er hat es pragmatisch auf die THW-Lemgo-Spielertypen, die eben vorhanden sind, angepasst.

    Wenn ersteres, ist es ein Fingerzeig, was Vranjes für Handball will. Unter ihm hat Flensburg ja auch deutlich langsamer, oder positiver formuliert, mit deutlich mehr Kontrolle gespielt als heutzutage.

    Nach dem Fight gegen den Favoriten tun mir die Ägypter jetzt einfach auch mal nur leid.

    Die Franzosen dehnen das Gummiband des Glücks so langsam auf eine Länge, wo das BAM, (nicht zu verwechseln mit Bam Bam) schon lange gesagt hätte, unmöglich, geht nicht.

    Hat es doch. Bei Olympia.

    Die Ägypter tun mir jetzt schon Leid. Auf Sportdeutschland.tv wurde jetzt ein paar Mal von einem Coachingfehler gesprochen, dass man da den Keeper rausnimmt. Sehe ich überhaupt nicht, Ägypten musste da auf den Ausgleichstreffer gehen, mit allem, was sie zur Verfügung hatten

    Vor allem war ihr sieben gegen sechs mega effektiv