Ich check diese Kritik an den Verträgen, die lange vorher abgeschlossen werden, nur bedingt. Das ist ja kein System was sich irgendeiner ausgedacht hat, sondern liegt daran, dass in aller Regel nicht genug Geld vorhanden ist, um Ablösen zu zahlen. Ablösen müssen so hoch sein, dass es für die abgebenden Vereine darstellbar ist, den Verlust des jeweiligen Spielers zu kompensieren. Das führt in der Praxis dazu, dass es sich für den suchenden Verein in der Regel nicht lohnt. Das hat sich in den letzten 20 Jahren eigentlich nicht groß geändert.
Die Geschäftsführungen, Scouting usw. sind aber professioneller geworden und dadurch das sie eben nicht immer Geld auf ein Problem kippen können, ist das naheliegende eben frühzeitig Verträge abzuschließen. Wie soll sich das bitte ändern? Ich halte es für nicht einmal naiv da von einem Problem zu sprechen. Es ist eher eine Aussage, dass man noch nie darüber nachgedacht hat.
Fälle wie Golla klopfen halt die Schwachstellen dieses Systems ab und wenn sie welche finden, wird das in der Zukunft sicher bedacht werden. Alternativen gibt es aber nicht wirklich.