Das ist - leider - nicht nur ein semantischer Unterschied. Rassismus bezieht sich primär auf eine andere Hautfarbe. Fremdenhass gibt es auch unter Menschen gleicher Hautfarbe.
Man denke nur an die deutsch-französiche >Feindschaft< in der ersten Hälfte des 20.Jh. Oder an Massaker der Hutu an den Tutsi (Ruanda), oder, in der jüngeren Vergangenheit 'ethnische' 'Säuberungen' in Ex-Jugoslawien. Von den Kriegen am Horn von Afrika gar nicht zu reden.
Fremdenhass ist 'Stammesdenken'. Dieses gibt es auch innerhalb Deutschlands zu Hauf. In einer Ballsportart, welche nicht mit der Hand gespielt wird, gibt es oft genug gewaltsame 'Fan'-Kriege. In Deutschland, teilweise noch heftiger im europäischen Ausland.
Rassismus und Fremdenhass sind keine Synonyme - was nichts daran ändert dass beides einfach nur zum
ist.
Naja, das ist vielleicht interessant, wenn man das wissenschaftlich erforscht oder in einer völlig neutralen Debatte. Psychologisch, historisch, soziologisch usw., aber in dieser Diskussion halte ich das für wenig hilfreich und läuft zwangsläufig auf Verharmlosung raus. Fremdenhass mag nicht immer rassistisch begründet sein. Welcher Art eine Xenophobie hat, mag sicherlich vielfältig sein. Kulturell, religiös, rassistisch, eine Mischung aus alledem usw. aber letztendlich sind das die Begründungsmuster für die gleichen Gedanken, die letztendlich auch manchmal in Handlungen münden.
Und ja...das sehen wir auch hier. Eine vergleichsweise harmlos anmutende Handlung, aber immerhin schon so aktiv, dass jemand einen Brief schreibt und an die Privatadresse von Alfred Gislason verschickt. Auf welche genaue Weisen das xenophob zu definieren ist, ist fast uninteressant.
Witzigerweise stimme ich Karl bei seinen Verharmlosungen bei einem entscheidenden Punkt zu: Es muss vermutlich schon eine sehr starke Abneigung sein, bei einer Handballikone wie Gislason, die eng mit Handballdeutschland verbunden ist und wo die Abneigung sich in der Tat nicht aus der Hautfarbe speisen wird.