Ich sehe das anders. Ich bin mir sehr sicher das Kohlbacher bereits jetzt nicht mehr in Wetzlar wäre, wenn es gängige Praxis wäre Ablösen zu zahlen. So war es abschreckend ihn vor 2018 zu verpflichten. Das er den Verein nach 2018 verlassen würde, war für meine Begriffe egal in welchem Szenario klar, außer er hätte keine sportlichen Ambitionen. Das ist aber auch normal.
Hier haben wir eben den Fall das Ein Vertrag tatsächlich etwas wert ist, denn den erfüllt er und die größeren Vereine haben gar kein Interesse daran ihn vorher zu verpflichten. Die Ablösesumme wirkt also als Schutzwall. Die kleinen Vereine können allerdings nicht beides haben. Sie können nicht den Spieler halten und dann noch zusätzlich Geld daran verdienen. Das letzteres im Fußball ein regelrechtes Geschäftsmodell für Talentschmieden ist, funktioniert im Handball eben nicht. Ich sehe halt nur keine Praxis die den kleinen Vereinen hier zum Nachteil gereicht, es sei denn man schustert sich ein Szenario wo Wetzlar einen Kohlbacher halten könnte, wenn dieser Vorvertrag jetzt nicht geschlossen worden wäre. Halte ich persönlich für unrealistisch.
Edit:
Zumal dieses egal sein auch für jeden Spieler gilt bei dem vorzeitige Klarheit herrscht, ob es nun 2 Jahre oder 3 Monate sind. Im Abstiegskampf dann ja nochmal, weil die Leistungsträger jeweils eh wissen das sie nicht in die erste Liga folgen werden (in der Regel). Die meisten Spieler kommen damit aber ganz gut klar würde ich meinen.