Auf die Ortsangabe würde ich nichts geben, auch wenn das natürlich beides ehemalige Bayer-Spielerinnen sind. ![]()
Beiträge von Steinar
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Persilscheine würde ich für niemanden ausstellen, Beckedahl hat mit seiner Nähkästchengeschichte in der Sportbild schon den nationalen Wettbewerb (Zweite Bundesliga) ins Rampenlicht gerückt und wir wurden von Andreas Thiel auch an den Fall Niestetal erinnert. Gut, da ging es eben um Manipulationsversuche zwischen den teilnehmenden Mannschaften, ist aber auch schon schlimm genug. Im Übrigen gibt es auch internationale Schiedsrichter, die auch auf dieser Bühne nicht mit Angeboten in Berührung kamen, anders herum würde ich auch nicht ausschließen wollen, dass die SR, die nur im nationalen Wettbewerb tätig sind noch nie ein Angebot erhalten haben.
Meikel: Rasmussen steht nicht zwangsweise auf einer höheren Stufe und moralisch betrachtet schon gar nicht. Es gibt aber eben von der EHF eine Anweisung an die SR und nicht an alle anderen Beteiligten.
Zudem ist halt das Problem, ob die SR selbst dieses Angebot unterbreiten oder eben ein Mittelsmann auftaucht. Person X ruft bei Trainer G an und sagt, dass er das SR-Gespann A/B dazu bewegen könnte den Sieg zu garantieren. Trainer G meldet das dem Verband und der setzt daraufhin das SR-Gespann von der Partie ab. Ob die SR von dieser Maßnahme des Mittelsmanns überhaupt was gewusst haben, würde dann gar keine Rolle spielen. Auf der anderen Seite wurden die SR direkt vor dem Spiel von einem Funktionär angesprochen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen, es wurde einerseits die Meldung unterlassen, aber andererseits hatte man auch noch das Geld im Gepäck.
Die Frage, die sich auch stellt, wenn man mal Korruption als strafbare Handlung in die Statuten des Verbandes aufnimmt: Wie lückenlos muss die Aufklärung des Bestechungsversuchs erfolgen? Da werden ja keine schriftlichen Verträge geschlossen. Reicht es aus, wenn Geldfund + richtiges Ergebnis da sind? Auch das ist eine der Fragen, die derzeit aufgeworfen werden.
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Original von Matza
Bist Du Dir da sicher bzw. kennst Du die genauen Bestimmungen? Ich meine, das betrifft ja nicht nur den HCL, sondern insgesamt den Kampf um einen Platz unter den ersten vier, wo noch fünf Mannschaften um drei Plätze Spielen (Leverkusen sollte durch sein).
Dank Dago wird das mit den Platzierungen eh noch lustig. Da wage ich mal keine Prognose, wer auf welchen Platz "gesetzt" wird oder ob gar noch ein paar Partien eingebaut werden müssen. Eins ist seit gestern nun fast sicher, Leverkusen schaut sich das ganze Platzierungsgeschacher von der Tabellenspitze aus an.
Die Meisterschale wird bei diesem Modus leider nicht immer an die konstanteste Mannschaft vergeben. Diese falschen Play-offs (bei richtigen hat man ja einen Vorteil durch ein zusätzliches Heimspiel, wenn man sich vorher gut platziert) kann jedes Team unter den ersten Vier zum Meister machen.
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Original von capitano19
Die Handballwelt besteht aus mehr als nur zwei Vereinen.
Noch, fragt sich nur wie lange

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Original von Vig
Entweder jemand geht oder jemand kommt. Vertragsverlängerungen sind wohl nicht sooo spektakulär. Blöderweise ahne ich eher ersteres.
Da Capitano die Spielerin kennt, würde ich auch weniger auf Zuzug tippen.
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Original von Hochwürden
Also haben Walzik und Engel noch nicht in Lev unterschrieben, Meteo??

Woher soll ich wissen, wer in Leverkusen unterschrieben hat? Davon ab, Neukamp und Seiffert hatten ja auch schon unterschrieben, gell.
Leverkusen hat doch erstmal Zapf und Garcia-Almendaris (beide aus Ketsch) anstelle von Weigelt und Meier (beide zu Sifi) unter Vertrag genommen. Das liest sich für mich momentan erst mal recht ausgeglichen. 
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Aha, es geht nur um eine Spielerin - Immerhin

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Original von Lothar Frohwein
Ist versuchte Schieribestechung in Deutschland strafbar?
Zitat§ 334 StGB
Bestechung(2) Wer einem Richter oder Schiedsrichter einen Vorteil für diesen oder einen Dritten als Gegenleistung dafür anbietet, verspricht oder gewährt, dass er eine richterliche Handlung
1.vorgenommen und dadurch seine richterlichen Pflichten verletzt hat oder
2.künftig vornehme und dadurch seine richterlichen Pflichten verletzen würde,
wird in den Fällen der Nummer 1 mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in den Fällen der Nummer 2 mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Der Versuch ist strafbar.Du bist der Jurist
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Sich dann noch so zu konzentrieren, dass eine Manipulation nicht auffällt ist schon ein Kunststück.Polemisch zurückgekontert. Deshalb sind ja auch nur die besten der Zunft ganz oben am Start. Nein, ich glaube durchaus, dass es Wege der Einflussnahme gibt und man auch einigermaßen auf Ergebnis spielen kann ohne, dass es auffällt, bzw. man sich eben an das unterlassen von einigen Pfiffen schon gewöhnt hat.
Ich habe es schon mal (hier oder im Kiel-Thread) geschrieben. Bei der Beurteilung der SR-Leistung in der Bundesliga als Zuschauer lasse ich bewusst die Entscheidungen wie Schritte, Abgestanden beim Wurf, Abwehr durch den Kreis außen vor. Einerseits, weil man das von der Tribüne eh nicht immer genau beurteilen kann, andererseits, weil die Erfahrung gelehrt hat, dass dies bei den SR scheinbar eine untergeordnete Rolle spielt.
Umso verwunderlicher finde ich es aber dann, wenn ein SR-Gespann in einer engen Partie in der 60. Minute durchaus dann mal die berechtigte Entscheidung "Schritte" o.ä. fällt. Die Entscheidung isoliert betrachtet ist korrekt, aber wie oft wurde es in den 60 Minuten oder gar den zuvor geleiteten Partien gepfiffen?
Oder nehmen wir das CL-Finale 2007. Alle regen sich erst mal nur über die Szene mit der roten Karte für Boldsen auf. Auf die reine Situation bezogen ist eben rot durchaus vertretbar, im Normalfall wäre man aber mit einer Zeitstrafe davongekommen (vgl. HSV-THW Palicka gegen Schröder, WM07 FRAG-GER Omeyer gegen Kehrmann, wo klare rote Karte nicht gegeben wurden oder MKD-GER, wo Lazarov meiner Meinung nach einen Ausschluss verdient gehabt hätte). Wenn man jetzt mal überlegt, wie wichtig ein Spieler wie Boldsen im Abwehrkonzept von Flensburg in dieser Partie war, wie ausgeglichen ansonsten das Niveau der Partie war, dann wird eben klar, dass auch Kleinigkeiten durchaus ihre Wirkung entfalten können.
Ich gehe davon aus, dass man auch Spiele beeinflussen kann ohne dass es der normale Zuschauer erkennt. Sichtbare Manipulation kannst du eben nur feststellen, wenn zwischen beiden Mannschaften ein leistungstechnisch großer Unterschied besteht, nicht jedoch bei Mannschaften auf Augenhöhe. Dafür ist das Regelwerk eben auch zu flexibel. Neben den oben erwähnten Dingen, die teilweise nicht geahndet werden gehört auch die progressive Bestrafung für Trikotziehen, das Offensivfoul oder das Passive Spiel zu den möglichen Aspekten.
Flary: Moralisch gesehen hätte Rasmussen das tun müssen, das steht für mich außer Frage. Dennoch gibt es halt verfahrenstechnisch Unterschiede.
@Loran: Man könnte den Eindruck gewinnen, dem ist aber nicht so. Es gibt auch einige Schiedsrichter, die mit so etwas noch nie in Berührung gekommen sind. Nach eigener Aussage die Methes zum Beispiel. Zudem ist das doch ein rein internationales Problem, also darfst du das doch nur die EHF-/IHF-Schiedsrichter fragen.
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Original von Handball-SR
Wenn der Begriff "Brandstifter" jemals eine sinnvolle Bedeutung hatte, dann jetzt.
Jetzt freut er sich darüber, dass ein Riesenwirbel kommt. Das spricht doch schon Bände. Wer sich momentan freut, hat die Ernsthaftigkeit der Situation nicht erkannt, oder er hat Spaß daran, diesen Sport zu vernichten.Ganz schwieriges Thema, Thorsten - Ich würde im Moment da weniger von Brandstiftung, denn vom reinigenden Gewitter sprechen, wo wir schon mal bei Naturkatastrophen sind. Wenn sich etwas auf der internationalen Bühne für die Zukunft ändert, dann wäre das schon einmal was.
ZitatOriginal von Handball-SR
Es wird langsam wirklich lächerlich, wer da zur Zeit alles was erlebt haben will und seinerzeit geschwiegen hatte.
Im Schutze der Dunkelheit die Deckung verlassen und Brände legen. Mir waren solche Menschen schon immer zuwider.
Von dem Begriff der großen "Handballfamilie" müssen wir uns wohl langsam endgültig verabschieden.Darauf läuft es wohl leider hinaus. Sollte letzlich nach der Pressemeldung der Group Club Handball fast jedem klar sein.
ZitatPM der GCH:
3. Travelling is organized by referees and European referee office. Clubs are not involved at all. There is no common dinner, meeting or similar
before and after the match.ZitatOriginal von Handball-SR
Frage Herr Rasmussen: Wenn L/U wegen der Nichtmeldung suspendiert wurden, welche Strafe würden Sie jetzt für sich fordern? Letztendlich haben Sie sich desselben Vergehens schuldig gemacht.Fast ein Punkt für dich, aber auch nur fast. Für Trainer besteht ja keine Meldepflicht von Verbandswegen aus, für Schiedsrichter schon. Das ist schon ein wesentlicher Unterschied. Letztendlich kann man sich überlegen, ob man nun seine Erfahrungen zu dem Thema erzählt oder es eben lässt. Aber Rasmussen ist seit über 20 Jahren in dem Geschäft, als Spieler und als Trainer. Soll er etwa auf die Frage, ob er schon einmal etwas erlebt hat heuchlerisch antworten, dass solche Vorkommnisse unvorstellbar oder gar wahnwitzig sind? Das nimmt ihm doch keiner ab.
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Original von Juraschick
Nee, nee. Wolfgang Schwenke will/wollte bei den Löwen gerne weiter machen. Vielleicht gibt es ja irgendeine andere Lösung. Ich hatte ja ursprünglich auf eine Tandemlösung Schwenke/Lindgren getippt.
Für Schwenkes zukünftige Karriere doch eigentlich das Beste, was ihm passieren konnte. Er hat sich eine gute Reputation erarbeitet und ist in der Verlosung der zu nennenden Namen im jährlichen Trainerkarussel dabei. Von Seiten der Löwen ist das Verhalten auch okay, denn Schwenke wurde damals als Lösung bis zum Ende der Saison verpflichtet. Mit dieser Lösung waren beide Seiten einverstanden. Warum legt man bei einem Trainer andere Maßstäbe an, als bei Spielern? Es ist nach der Insolvenz von Nordhorn ein Weltklassemann auf dem Markt. Greift man jetzt nicht zu, dann tut es eben ein anderer und die Möglichkeit für einen Transfer bietet sich danach nicht mehr. Ist doch bei Glandorf und Lemgo nicht anders gelaufen. Herrmann und Mocsai spielen auch eine gute Saison auf RR. Trotzdem schreibt niemand, dass es ein Unding war, dass Lemgo Glandorf verpflichtet hat und die anderen beiden doch ihre Chance als Nummer 1 verdient hätten.
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Übrigens: Die HE ist ja auch ein Sammelsurium an Informationen. Da gab es z.B. diesen Thread über ein Gütschow-Interview im HM im Mai 2008
ZitatAlles anzeigenOriginal von Larsjens
Hallo,
wundert mich dass es noch gar keinen Thread zum aktuellen Interview mit Wolfgang Gütschow in HM Nr. 5/08 gibt.
Ich finde er lässt da schon ein paar recht heftige Sachen vom Band.
Seite 67:" Was bisweilen auf europäischer Klubebene passiert, ist ebenso unerträglich, wenngleich hier alles etwas smarter abläuft als in Asien"
Seite 67/68: " Wenn mir ein hochrangiger Funktionär nachts um eins an der Bar erzählt, dass er im Europapokal die Final-Schiedsrichter mit 50.000 Dollar bestochen hat, dann ist das leider nicht Beweis genug um die Namen nennen zu können."
Also ich bin da schon mal sehr gespannt wie die Reaktion von EHF und IHF auf solche Aussagen ausfällt.Durch das Wort Bar im Interview und der Summe können wir möglicherweise mutmaßen, dass es wohl um dieses Endspiel ging. Ebenso interessant ist es sich Spielthreads zu den entscheidenden Partien mal durchzulesen, so sie denn existieren. Da können auch eben Zweifel entweder aufkommen oder auch beseitigt werden. Ist ja nun einmal so, dass man sich kaum ein Bild von den beteiligten Partien machen kann, weil kaum Videoaufnahmen davon im Umlauf sind.
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Original von Matza
Laut Handballwoche sind Müller und Breivik aus dem Rennen und Osmann ist der Favorit. Na ja, keine Überraschung und wahrscheinlich auch die sinnvollste Variante.Überraschung wohl am wenigsten. Zumal der Lehrgang auch relativ gut gelaufen ist (Nicht nur wegen des hohen Sieges am ersten Spieltag). Werden die übrigen Kandidaten nun ins Rennen für die Osmann-Nachfolge bei den Juniorinnen geschickt?
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Original von Meikel
Ich finde Fairness in erster Linie gegen den Beschuldigten angebracht... da immer noch keine Beweise vorliegen. Die fehlt mir leider... Auch wenn es angeblich alles eine Sache des Glaubens ist!Beweise fehlen dir? Das Geld wurde in ihren Taschen gefunden und sie haben die Meldung über den Bestechungsversuch bei der EHF unterlassen. Frag dich doch mal, ob du dies auch z.B. für die drei des Dopings überführten russischen Biathleten ins Feld führst oder wie du im Fall Jan Ullrich/Fuentes beurteilt hast. Iouriewa sagt ja auch sie habe keine Ahnung, wie das Zeug in ihren Körper kommt und gibt den Teamärzten die Schuld. Jan Ullrich sagt immer noch, dass er nie jemanden betrogen hat.
Das ihr Handeln auf eine Vorverurteilung der EHF basierte (wir wussten, wie man mit den SR umgeht, die das melden) und aus egoistischen Motiven (wir hatten damals auch noch sportliche Ziele) erfolgte, ist dann aber egal. Auf der einen Seite führt man (mörderische) Angst ins Feld, aber dann sieht man sich wiederum nur ein Jahr später in der Lage ein Finale in Tschechow zu pfeifen, wo ihnen das letzte mal so übel mitgespielt wurde? Und auch im darauf folgenden Jahr werden sie für ein Finalrückspiel mit russischer Beteiligung angesetzt? Das kann ich nicht begreifen. Das nach einem Vorfall dieser Tragweite auch andere Partien kritisch beäugt werden, damit werden sie leben müssen. Die Suppe haben sie sich dann selbst eingebrockt, weil sie erst redeten, wenn alles ans Licht der Öffentlichkeit kommt (übrigens auch interessant, dass diese Geschichte scheinbar schon seit der WM 2007 an der Mannheimer Hotelbar - folglich Hauptrunde - durch die Handballszene geistert)
Und wenn es um das Thema Fairness geht, dann frag dich mal, was ihre Taten (vornehmlich hier nur mal das Unterlassen der Anzeige) für Auswirkungen für den Sport, die SR-Gilde, ... haben. Die Äußerung von Methe sagt mir, dass man dieses Problem selbst im kollegialen (Freundes-) Kreis noch nicht einmal erörtert hat. Auch diese sich aus den Zeitungsmeldungen ergebende Erkenntnis hat mich doch ziemlich überrascht.
Und ja, ich finde es in der Tat verwunderlich, wenn die drei durch SR-Äußerungen mir bekannten Partien mit Bestechungsversuch am Ende den vom Bestechenden gewünschten Ausgang nehmen. Die fraglichen Partien des THW Kiel lasse ich jetzt mal ganz aus der Betrachtung außen vor. Vielleicht kommen ja durch die Befragung der EHF wirklich noch mehr Partien in die Öffentlichkeit und es ist auch mal eine darunter, in der es anders ausging. Drei Partien birgt nun eben noch keine statistische Signifikanz, aber ich persönlich finde die Tatsache doch bedenkenswert. Gerade, wo doch hier im SR- und Regelforum von Leuten an der Pfeife immer wieder zu lesen ist, dass sich die SR nicht beeinflussen lassen bzw. bei dem Team, dass zu sehr an der Seitenlinie meckert, mal "den ein oder anderen Pfiff" unterlässt oder dem Gegner mal länger das passive Spiel erlaubt.
Ich habe mir im Gegensatz zu manchem anderen in den letzten Tagen nicht mit einem vorschnellen Persilschein die Finger verbrannt (wobei eben, wenn wir die Unschuldsvermutung ins Feld führen, die Hände von Bohmann und Witte auch noch nicht verbrannt sind, auch wenn sie das selbst schon glauben). Die Meldung über Kiel und Lemme/Ullrich hat mich persönlich überhaupt nicht überrascht. Wieso auch? Erzählungen über Bestechungen im Europapokal existieren schon seit über 20 Jahren (vgl. obige Erzählung von Hecker), was sollte einen daran verwundern, wenn auch mal ein deutsches Team oder ein deutsches SR-Gespann daran beteiligt sind. Halten wir uns etwa kategorisch für etwas besseres? Mich persönlich hat lediglich gewundert, dass diese Geschichte es an die Öffentlichkeit geschafft haben. Wir kennen doch alle das Zitat mit den vielen Gerüchten und der daraus resultierenden Arbeit.
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Original von ojessen
Vielleicht könnte man auch sagen, dass ein mögliches Indiz für eine Manipulation - eben eine Beeinflussung des Spielergebnisses durch die Schiedsrichter - nachgewiesenermaßen nicht existiert, so dass weiterhin kein Beleg oder über Gerüchte hinausgehendes Indiz für Manipulationen existiert.Naja, wie das mit dem "nachgewiesenermaßen" aussieht, darüber lege ich vornehmlich den Mantel des Schweigens. Zwei Experten - Drei Meinungen, oder wie heißt das so schön. Die Analyse in ihrer aktuellen Form ist erst mal nichts als eine leere Worthülse. Die detaillierte Analyse fehlt derzeit noch und weiterhin ist eine nicht erkennbare Manipulation kein Beweis für die Unschuldigkeit. In einem engen Match können Kleinigkeiten entscheiden, die in einer solchen Analyse vielleicht gar nicht auffallen. Das kommt dann nämlich auf die Art und Weise der Analyse an. Nee, ist ein schwebendes Verfahren, es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung, aber als Beweis für die Schuld oder Unschuld taugt dieses Instrument einfach nicht. Mehr sagt uns diese Mitteilung nicht.
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Heißt denn, dass alles davor bereits verjährt ist? Ich meine die Vorwürfe gegen den THW Kiel reichen bis ins Jahr 2000 zurück, vielleicht sollte man zumindest bis zu diesem Jahr zurückgehen. Welche Statistik will uns die EHF später präsentieren.
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"Von den rund 4000 Partien, die unter Obhut der EHf durchgeführt wurden, konnte nur in x<10% Prozent aller Spiele ein Manipulationsversuch festgestellt werden. Der europäische Handball ist folglich durchaus als sauber anzusehen."Die EHF und ihre Bemühungen diesen Vorfall aufzuklären sind echt drollig.

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Sagen wir mal so: Je größer der Leistungsunterschied der beiden Teams, desto größer ist der Einfluss, den die SR nehmen müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.
ZitatNeue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Auch Stefan Hecker glaubt nicht an Manipulationen auf der nationalen Handball-Ebene. An „Merkwürdigkeiten” kann sich der frühere Nationaltorhüter jedenfalls nur in internationalen Spielen erinnern.
„In den 80er Jahren sind wir mit Tusem im Europacup bei Proleter Zrenjanin im damaligen Jugoslawien garantiert verpfiffen worden”, erzählt er. „Erst haben die Schiedsrichter kurz vor Schluss ein reguläres Tor von uns nicht anerkannt. Dann habe ich zweimal einen Siebenmeter gehalten, und beide Male ließen sie wiederholen. Angeblich sollte ich die Vier-Meter-Marke übertreten haben. So etwas wurde sonst im ganzen Leben nicht gegen mich gepfiffen. Wir hatten keine Chance.”
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Original von Flary
Ein Feld , das wir hier noch gar nicht angesprochen haben: Wetteinsätze. Sollte es bei L/U wirklich um eine "mörderische" Angst gehen, käme das als Möglichkeit in Betracht.
Wettmanipulation beim Handball läuft wenn dann im großen Stil über Handicapwetten. Von daher wären da EC-Rückspiele besonders anfällig, da eben oft das Hinspielergebnis für die Handicapwertung herangezogen wird. Aber auch eine Partie eines abgeschlagenen Kellerkindes gegen eine Top-Mannschaft der Liga (gewinnt man eben nur mit 19 anstelle der 23 Tore, wenn das Handicap +20 beträgt). Das ist ein Feld, um das man sich aber an anderer Stelle intensiv beschäftigen sollte. Solange die EHF einen privaten Wettanbieter quasi als Hauptsponsor besitzt, scheint das Ergebnis der Wetten zumindest auf der internationalen Bühne nicht genügend Auffälligkeiten zu besitzen.
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Original von wintermute
Habe vor kurzem gelesen (keine Ahnung mehr wo), dass Bruno Souza von Antequera nach Spanien zu HBC Nantes gewechselt ist.