Beiträge von Domstadtadler

    Zunächst einmal eines vorweg: Soweit ich weiß, ist die Personen am Bildschirm absolut passiv. Die stellt nur die Kameraperspektive zur Verfügung, die von den SR gewünscht wird. Sie spult nur so, wie es die SR wünschen. Diese Person darf keine Bilder zeigen, die die SR nicht anfordern. Deswegen darf man hier dieser Person die Schuld nicht in die Schuhe schieben.

    Interessant ist, dass der DHB die beiden SR öffentlich so brüskiert, denn es passiert ja nicht zum ersten Mal, dass SR nicht auf die besten Bilder zugreifen. War es nicht letztes Jahr beim Final Four der Fall? Im Halbfinale Löwen gegen Kiel? Ich kann mich in jedem Fall noch gut erinnern, an das Spiel Wetzlar gegen Magdeburg, als die beiden SR bei einem Foul von Claar an einem Wetzlarer nur eine Perspektive anschauten und schnell zu dem Ergebnis kamen, dass es nur eine 2-Minuten-Strafe geben darf. Was angesichts der angeschauten Bilder auch ok war. Doch schon während der Beratung der SR sagte der Dyn-Kommentator, dass sie Bilder vorliegen haben, die die Situation gut auflösen. Und da sah man klar den aktiven Schlag von Claar in das Gesicht eines Wetzlarers. Es war also eine klare rote Karte. Im Nachgang kam keine Stellungnahme des DHB dazu. Mag sein, dass es an der Prominenz der SR lag. Denn es waren die Herrn Thiyagarajah.

    Ich möchte Euch Leipzigern mal zur Seite springen. Die SR-Leistung war einfach nicht bundesligatauglich. Und ganz ehrlich: Ich verstehe nicht, warum wir es immer wieder erleben, dass zu diesen Spielen, die einfach eine wahnsinnige Brisanz haben, weil es ums sportliche Überleben geht, Schiedsrichter eingeteilt werden, die gerade ihren ersten Bundesliga-Spiele pfeifen. Das ist einfach nicht angemessen. Ich verstehe es auch nicht. Wenn Göppingen gegen Erlangen spielt oder die Löwen gegen Hamburg, dann können diese Jung-Gespanne doch Erfahrung sammeln. Meinetwegen auch bei Berlin gegen Wetzlar oder Kiel gegen Minden. Diese Art von Spielen sind entweder nicht entscheidend fürs Überleben oder spätestens nach 45 Minuten entschieden.

    Natürlich müssen diese Schiris Erfahrungen sammeln. Aber die Abstiegskandidaten in ihren Spielen, in denen sie realistische Chancen auf einen Punktgewinn haben zu Versuchskaninchen zu machen, halte ich für unfair.

    Seit Sonntag habe ich kaum noch Hoffnungen, dass die HSG Wetzlar den Klassenerhalt schafft. Die Abwehr war zum wiederholten Mal einfach zu schwach. Die Kampfkraft hat vollkommen gefehlt. Mappes scheint außer Form zu sein. Vistorop spielt so wie das Wetter. Ahouansou fehlt es auch an Konstanz. Das sind viel zu viele Probleme, die sich auch nicht von heute auf morgen lösen lassen. Der BHC und vor allem Minden haben individuell sicherlich nicht mehr drauf als die HSG, aber die Mannschaften funktionieren. Sie wissen seit Tag eins, dass es gegen den Abstieg geht und sie kämpfen dagegen an. Das ist der Unterschied zu Leipzig und zur HSG. Beide Vereine haben Mannschaften, die sich im gesicherten Mittelfeld sehen. Nicht aber im Überlebenskampf. Da tun sie sich nun schwer. In Sachen Mentalität ist Minden der HSG deutlich überlegen. Deswegen glaube ich dass GWD am Samstag die Chance beim Schopfe packt und einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt unternimmt.

    Was einen Kader für die 2. Liga angeht, so habe ich nur gehört, dass die meisten Wetzlarer keinen Vertrag dafür haben. Mit Schoch ist neulich verlängert worden. Hier denke ich, dass er das für die 2. Liga auch unterschrieben hat. Aber ansonsten muss Allendorf da nun in kurzer Zeit eine nahezu komplett neue Mannschaft aufbauen. Falls man will, könnte man bestimmt Akakpo, Zacharias, Löwen, Müller, Kirschner für die 2. Liga halten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die große Begehrlichkeiten in der 1. Liga wecken. Mappes wird auch nicht mehr wechseln wollen. Er könnte der Kopf des Teams werden. Simic und Ahouansou muss man ziehen lassen. Die werden ganz bestimmt in der 1. Liga bleiben können. Bei Nafea, Vistorop und Cavor glaube ich kaum, dass die mit runter gehen würden, auch das von der Leistung her manchmal zweitklassig ist. Wobei Nafea zuletzt deutlich stabiler wurde. Spannend ist, wie der Verein mit Ravensbergen plant. Nach zwei Kreuzbandrissen ist das sicherlich ein Risiko - egal in welcher Liga.

    sMash8835 Woher hast Du die Info zu Cavor? Ich habe von ihm noch nichts gelesen oder gehört

    Ich bin ja auch immer sehr kritisch mit den Schiris. Einige Entscheidungen der beiden sind auch nicht entschuldbar. Dazu zählen die neun Schritte des Lemgoers - die muss man sehen. Und völliges Unverständnis habe ich für die 2 Minuten bei Stürmerfoul Hutecek. Das ist ein Stürmerfoul, darf aber niemals mit 2 Minuten bestraft werden.

    Jetzt kommt aber mein großes ABER: Der Handball entwickelt sich in eine Richtung, in der es für die Schiedsrichter immer schwieriger wird, weil es unfassbar viele Zweikämpfe gibt. Ich habe gestern nacheinander Lemgo, Stuttgart und Magdeburg angeschaut. Dieser Rammel-Handball ist wahnsinnig schwierig anzuschauen. Und er ist wahnsinnig schwierig zu entscheiden. Vom Gefühl muss man immer mindestens Freiwurf geben, weil sich der Angreifer ja immer mit allem in den Zweikampf stürzt. Dann wird man aber den Abwehrreihen nicht mehr gerecht. Wie will man dann noch verteidigen? Wenn dann auch noch Spieler wie Hutecek ständig reklamieren, dann wird es für die Schiris immer schwieriger. Dann bleibt auch mal ein Pfiff aus, wo es eigentlich einen Freiwurf hätte geben müssen, dann wird auch mal ein Pfiff getätigt, wo es eigentlich keinen hätte geben dürfen.

    Ich möchte aber nicht missverstanden werden. Die genannten Mannschaften haben diesen Spielstil für sich entdeckt und perfektionieren ihn. Hochachtung vor Lemgo, die sich von nichts aus dem Konzept bringen lassen, die unter Bedrängnis kluge Entscheidungen treffen und die völlig zurecht dort oben mitmischen. Nur es ist einfach nicht schön anzuschauen.

    By the way: Mit solchen Kommentatoren wird es noch schwieriger. Grandios war dann die Frage der Moderatorin an Hutecek nach dem Spiel: Wie schwierig war es sich 60 Minuten voll zu konzentrieren?

    Ich kann nicht beurteilen, was in Paris los ist. Ich kann nur mutmaßen, dass das Abschneiden in der CL die Geldgeber nicht zufrieden stellt. 10 Punkte aus 12 Spielen ist nicht berauschend.

    Ich kann mir aber schon vorstellen, dass Parrondo mit den Möglichkeiten, die er künftig bei der MT hat, nicht zufrieden ist. Da hat er andere Ambitionen. Das Gerücht um Daniel Dushebajev hat ja wohl zumindest die Grundlage gehabt, dass es Interesse seitens der MT oder aber seitens Parrondo gegeben hat. Letztlich lassen sich Transfers in der Größenordnung nicht mehr stemmen oder nur noch ganz vereinzelt stemmen (siehe Golla). Nächste Saison wird es keinen Europapokal in Melsungen geben. Realistischerweise wird das grundsätzlich in naher Zukunft extrem schwierig werden, weil SCM, Füchse, Kiel, Flensburg und Gummersbach mindestens eine Stufe weiter oben angesiedelt sind. Die MT muss sich dann mit Lemgo, Hannover und RNL um diesen einen vakanten Europapokal-Platz, der noch nicht einmal von vornherein sicher ist, streiten. Ich sehe also schon genügend Indizien, warum sich Parrondo anders orientieren könnte.

    Das war auf beiden Seiten viel Krampf. Mappes ganz bestimmt nicht fit. Als es dann die meiner Meinung nach berechtigte rote Karte gab, habe ich eigentlich schon schwarz gesehen. Das hätte Leipzig ausnutzen müssen. Aber bei Wetzlar hat die Abwehr stark gekämpft. Das muss man positiv erwähnen.
    Was die Schiris angeht: Eigentlich alles ok. Rot muss man aus Regelsicht geben, auch wenn es keine Absicht war. Aus HSG-Sicht war aber das Stürmerfoul gegen Vistorop der Pfiff der besonders weh tat. Das wäre die Führung in einer Phase gewesen, in der Leipzig lange Zeit kein Tor mehr erzielt hatte. Das wäre mehr als bloß ein Tor gewesen, das wäre psychologisch ein dickes Ding gewesen. Und dieses Stürmerfoul darfst du nie pfeifen. Bombac ist klar in der Bewegung. Beide prallen aufeinander. Das musst du einfach laufen lassen. Und es war nicht schwierig zu sehen. Leider ein sehr entscheidender Pfiff.

    Im neuen HSG-Podcast gibt Michael Allendorf ein paar Einblicke in seine Vorstellungen von der zukünftigen Ausrichtung der HSG Wetzlar. Ich habe bei ihm ein gutes Gefühl. Er wird als Sportlicher Leiter ein deutliches Upgrade zu Camdzic sein.
    Leider spricht er im Podcast nicht über die Gründe für sein Aus in Melsungen. Das würde mich stark interessieren. Aber er spricht sehr offen, wie es ihm nach der Trennung ergangen ist.

    Hier ist der Link:

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    Noch einmal zur Verdeutlichung: Ich habe kein Problem damit, das Suljakovic nach so vielen Jahren den Verein verlässt. Er wird keine Lücke reißen, die man nicht füllen kann. In unserer augenblicklichen Lage ist die Wahl seines neuen Arbeitgebers aber wahnsinnig gefährlich. Dabei bleibe ich.

    Ich mag vom Mindset eines Profisportlers keine Ahnung habe - da hast Du Recht. Aber ich will Dich gerne in meine Gedanken mitnehmen.
    Zunächst einmal stimmt es, dass Anadin kein großer Verlust auf der TW-Position ist. Er ist sicherlich an manchen Tagen ganz gut, aber auf eine gesamte Saison gesehen unterdurchschnittlich. Auch das ist gerade ein großes Problem bei der HSG Wetzlar und ein Grund für den miesen Tabellenplatz.

    Aber es ist eben auch so, dass der nachverpflichtete Hendawy überhaupt nicht Fuß fasst und noch schwächer als Suljakovic ist. Das heißt, wir sind auf extreme Weise von einem Spieler abhängig, der nicht nur nächste Saison nicht mehr da ist (was normal im Profisport ist und keine besondere Lage darstellt), sondern sich jetzt auch noch dem Verein verschrieben hat, der mit der HSG ums Überleben kämpft. Wenn Leipzig nächstes Jahr 1. Liga spielt, wird das für Suljakovic auf allen Ebenen (vor allem aber finanziell) sicherlich von Vorteil sein. Nun kann mir keiner erzählen, dass das nicht in seinem Hinterkopf ist. Und selbst wenn er das komplett ausblenden kann, so wird die Diskussion im Umfeld bei jedem schwachen Spiel (und davon wird es zwangsläufig welche geben, weil er die Qualität nicht mitbringt) sich genau um diesen Punkt kreisen. Und als Verein kannst du kaum handeln, weil der andere Keeper zu schwach ist.
    Deswegen wäre es toll, wenn es mit Palicka klappt.

    Der Wechsel von Suljakovic nach Leipzig ist ja nun offiziell. Es wurde ja auch hier schon gemunkelt, dass das so kommt.
    Ich bin maßlos enttäuscht von ihm. In der Phase, in der wir stecken, sich für einen Wechsel im Sommer zum direkten Mit-Konkurrenten im Überlebenskampf zu entscheiden ist einfach nur ein Schlag ins Gesicht für alle, die es mit der HSG Wetzlar halten. Was denkt er denn, was das für ein Spiel in zwei Wochen wird, wenn Leipzig zu uns kommt? den kann man doch in diesem Spiel nicht einsetzen.
    Wenn man jetzt noch bedenkt, das Suljakovic der HSG auch noch sehr viel zu verdanken hat, dann ist das umso mehr einfach nur ehrenlos von ihm und hätte ich auch nicht von ihm erwartet. Schade, schade, schade. Ich hoffe, Palicka kommt und rettet uns den Allerwertesten. Und Suljakovic schaut von der Tribüne aus zu.

    Glückwunsch an Dänemark. Verdienter Erfolg. Kompliment aber auch an unsere Truppe für diesen Finalauftritt.
    Das einzige, was man den Schiris anlasten muss, dass sie leider Uscins aus dem Spiel genommen haben. Dem hätten sie mehrmals einen Freiwurf pfeifen müssen. Aber die beiden Refs. haben ganz generell keinen Einfluss auf den Ausgang des Spiels genommen. Ansonsten müssen wir uns ärgern, dass wir in der 2. Hz. vorne lange Zeit zum viel verworfen haben. Vor allem in der Phase, als Wolff so viel gehalten hat. Das hätten wir nutzen müssen. Leider war Knorr in der 2. Hälfte richtig schwach.

    Schiris im „kleinen Finale“ leider auch mit keiner klaren Linie. Das Stoßen gegen Gisli wird bei seinen Durchbrüchen mehrfach nicht geahndet (kann man machen), auf der anderen Seite aber dann in ähnlichen Situationen schon. Abwehr im Raum auf Außen für Island 2 Minuten, für Kroatien nichts. Schlag ins Gesicht von Nacinovic 2 Minuten ohne Videobeweis, Viggo bekommt auch erst 2 Minuten, dann auf einmal Videobeweis und rote Karte.
    Ich habe nur die letzten 20 Minuten gesehen.

    Da bin ich bei Dir! Mit einem isländischen Torwart mit bereits mittelmäßiger Quote wäre das für die Dänen gestern eng geworden

    Schade nur, dass Wolff gegen Dänemark erst einmal nicht spielt.
    Denn er hat zuletzt keine guten Spiele gegen die Dänen gemacht. Außerdem ist Späth der bessere Keeper gegen die Würfe aus 9 Metern und mehr, was ja bekanntlich die ultimative Stärke der Dänen ist ( wie jeder Handballfachmann weiß).

    Ich finde das sehr gewagt, nur aufgrund dieser Aussage zu behaupten, dass Kretzsche ein ernsthafter Kandidat gewesen sein soll.
    Sollte Barrufet der neue Sportdirektor werden, dann wird immer deutlicher, dass Parrondo ganz klar der starke Mann in diesem Club ist. Er holt sich die Leute an seine Seite, mit denen er gerne zusammen arbeiten möchte. Es scheint, als habe er da mehr Einfluss auf solche Entscheidungen, als das bei einem Trainer üblich ist.
    Barrufet ist ohne Zweifel ein Fachmann, ob er die beste und auch sinnvollste Lösung für die MT Melsungen ist, das weiß ich nicht. Ich kann beispielsweise nicht sagen, wie es um die sprachlichen Fähigkeiten von ihm bestellt ist. Als Sportdirektor hat man sicherlich auch repräsentative Aufgaben zu erfüllen, so dass es wichtig wäre, sich auf Deutsch verständigen zu können. Zumal ich etwas aus der Ferne betrachtet, die anderen Vorstände der MT eher etwas blass finde. Mit Allendorf hat man da auch schon ein wenig an Strahlkraft verloren.

    Laut unseren Informationen haben Erlangen und Leipzig Interesse an Suljakovic aus Wetzlar

    Für Suljakovic kann ich mir Leipzig nicht vorstellen. Er und Carstens sind nicht so gut klargekommen habe ich mal gehört. Erlangen könnte passen. Ich denke aber, dass die HSG ihn halten will. Die Frage ist, was sie sportlich nächste Saison anbieten kann und ob sie finanziell mitbieten kann.