Beiträge von Domstadtadler

    Die Meldung kommt in der Tat sehr überraschend. Ich glaube aber, dass diese personelle Entscheidung die MT nicht schwächen wird. Ich glaube, dass der entscheidende Faktor für den sportlichen Erfolg die Person Parrondo ist. Ich denke, dass er die Mannschaft zusammengestellt hat, dass er auch Kontakte zu den meisten Spielern hergestellt hat und dass Allendorf eher das ausführende Organ war und nicht der Stratege, der sich den erfolgsbringenden Weg ausgedacht hat.

    Ich hatte schon einmal gehört, dass das Duo Allendorf/Parrondo sehr gut funktioniert hatte, als beide ihre Rollen akzeptiert hatten. Es soll wohl aber auch schon zu Dissonanzen gekommen sein, weil Allendorf in der vergangenen Saison den sportlichen Erfolg zu sehr für sich reklamiert hat. Ich kann das nicht beurteilen, weil ich zu weit weg von der MT bin, habe das aber mehrfach gehört. Trotzdem hatte sich diese Entscheidung nun nicht angekündigt.

    Der Zeitpunkt ist überraschend und lässt aus meiner Sicht nur zwei Erklärungen zu. Entweder hat es kurzfristig heftigen Krach gegeben oder aber die MT hat die Möglichkeit, einen anderen Sportchef zu verpflichten, der aber nur jetzt verfügbar ist, weswegen Allendorf Platz machen musste. Die sehr fragwürdigen Formulierungen in der Pressemitteilung lassen eher Ersteres vermuten. Trotzdem würde ich die Personalie Kretzschmar keineswegs für abwegig halten. Mit den finanziellen Mitteln, die die MT hat, hätte er in jedem Fall die Möglichkeit, etwas zu bewegen.

    Noch ein Wort zur Pressemitteilung: So verabschiedet man niemanden, der 15 Jahre lang sehr erfolgreich für den Verein tätig war und ein absoluter Sympathieträger auch abseits des Feldes war. Das ist unwürdig und unprofessionell.

    Wenn die Partie am Sonntag um 18 Uhr stattfindet, dann würde ich nichts sagen. Aber keine 45 Stunden nach einem Spiel in Barcelona finde ich das einfach nur krass. Und ich frage mich warum. Warum bekommt Erlangen diese Chance auf dem Silbertablett präsentiert? Dass die diese Chance nutzen, ist keinesfalls selbstverständlich. Hut ab vor der Leistung. Aber wer setzt solche Spiele an?

    Bild war am Montag gut, aber der Kommentator hätte auch einfach mal die Klappe halten können. Das war 60 Minuten Dauerberieselung. Ich weiß nicht, warum sich manche so schwer tun, sich einfach mal etwas zurückzunehmen.

    Der Videobeweis kann doch extrem hilfreich sein. Gerade in einer Sportart wie unserer, bei der die Entscheidungen extrem knifflig sein können und mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind.

    Wenn aber Schiedsrichter trotz Videobeweis falsche Entscheidungen treffen oder man das Gefühl hat, dass bei der einen Mannschaft ein Treffer im Gesicht des Gegenspielers 2 Minuten sind und bei einer anderen Mannschaft jeder Treffer im Gesicht (ob Absicht oder unabsichtlich) mit roter Karte bestraft wird, dann ist der Fehler nicht beim Videobeweis zu suchen, sondern bei denen, die sich die Bilder anschauen.

    Um mal konkret zu werden: im Videobeweis sieht man gestern klar, dass Saugstrup Gidsel im Gesicht trifft, aber nur deswegen, weil Marsenić Saugstrup berührt, wodurch der Schlag zu Stande kommt. Null Absicht von Saugstrup, sondern eine Verkettung unglücklicher Umstände. Aber man kann auch von jemandem, der Gidsels Wurf im Gesicht von Hernandez gesehen hat, nicht erwarten, dass er solch komplizierten Videobilder richtig auswerten kann.

    Letzte Saison kriegen zwei Spieler von uns eine rote Karte in Potsdam, weil sie bei Offensivaktionen den Gegenspieler im Gesicht berührt haben. Jeder, der mal Handball gespielt hat, kann das ja mal probieren, das absichtlich hinzubekommen.

    Eine Woche später im Heimspiel gegen Magdeburg übersehen die Schiedsrichter (übrigens das gleiche Top-Gespann wie gestern in Berlin) wie gestern einen absichtlichen Schlag von Claar gegen Schoch, weil sie sich nur eine Perspektive anschauen und die, die Szene klar auflöst, gar nicht zu Rate ziehen. Wo ist nun das Problem? Beim Videobeweis oder beim Schiri? Für mich ist die Antwort eindeutig.

    Ich finde es einfach nur konsequent. Wenn für die Füchse-Führung klar ist, dass Siewert über das Saisonende hinaus nicht mehr Trainer sein soll, dann musst du den Schlussstrich jetzt ziehen, weil die Debatte ohnehin schon so emotional aufgeladen ist. Jede Niederlage, jedes negative Element würde immer auf die entweder noch offene oder gegen Siewert ausgefallene Trainerentscheidung geschoben. Diesen Konflikt würde man zu jeder Zeit durch die Saison schleppen.

    Das heißt nicht, dass ich die Entscheidung gegen Siewert gut oder schlecht finde. Ich halte aber Bob Hanning für strategisch so klug, dass er das nicht macht, wenn er keine Gründe dafür sieht.

    Ich bin seit Jahren Stammhörer. Mir würde Dein Podcast definitiv fehlen. Du hast ein Alleinstellungsmerkmal. Keiner blickt so tiefgründig und breit gefächert auf den Handball wie Du. Gleichzeitig bist Du damit in erster Linie interessant für Handball-Enthuisasten, wie wir das sind. Leute, die auch in der Handballecke diskutieren. Das ist aber bei weitem nicht die Masse, die es vielleicht bräuchte einen Sponsor zu finden. So traurig das ist, ich glaube, das ist die Wahrheit.

    Die breite Masse an Handballfans wird den Schmisos dieser Welt folgen. Da ist mehr Klamauk, mehr Glamour, mehr leichte Kost, aber eben viel weniger Tiefgang. Aber das ist das, was sich in der Tik-Tok-Welt verkaufen lässt. So bitter das ist.

    Ich würde, um Zeit zu sparen, immer nur noch einen aktuellen Gast einladen und mit ihm über sein Schwerpunktthema, aber auch andere aktuelle Dinge sprechen. Ich glaube, dass viele Deiner Experten einen guten Überblick haben. Du könntest Deinen Experten ja auch im Vorfeld zuspielen, über was Du Dich mit ihnen zusätzlich unterhalten willst, so dass sie sich dazu informieren und eine Meinung bilden. Ich höre bspw. sehr gerne "Apokalypse und Filterkaffee" als Nachrichtenpodcast. Der Gast kennt immer die Themen und bereitet sich sogar auf einzelne Punkte vor, so dass ein tiefgründiges Gespräch entsteht. So kann man die Top-Themen der Woche gut aufgreifen und besprechen. Ich würde die Schwerpunktthemen dann auch nicht so ausführlich behandeln. Die oft zu Beginn gestellte Frage, mit welchen Erwartungen bist Du in dieses Spiel gegangen, ist meistens eh nicht so spannend.

    Dazu würde ich ein Interview der Woche mit eher zeitlosem Thema stellen. Diese Interviews könnte man auch immer schon vorab produzieren (passiert ja jetzt auch immer mal). Darauf würde ich aber keinesfalls verzichten. Denn diese Interviews sind oftmals sehr überraschend.

    Ich kann jetzt natürlich nicht einschätzen, ob meine Vorschläge ein Zeitgewinn darstellen oder ob das nur ein Tropfen auf den heißen Stein darstellt. Auf WM- oder EM-Vorschausendungen könnte ich verzichten. Die habe ich zuletzt nicht mehr gehört. Interviews vom Spielfeldrand sind bei einer WM oder EM auch eher nicht so interessant, es sei denn, Du hast einen oder eine am Mikrofon, die sonst keiner hatte.

    Tolle Leistungen von Newel bei der U21-WM. Hier sieht man wieder einmal, wann sich Talente entwickeln können. Nämlich dann, wenn sie Spielpraxis kriegen. Aus der Not heraus durfte Newel im letzten Saisondrittel viel spielen. das hilft ihm in der Entwicklung ungemein. Ohne die Verletzung von Hallbäck wäre er nicht da, wo er jetzt ist.

    Ich finde, dass man Kiel keinen Vorwurf machen kann, wenn ein Ungar irgendwann zum ungarischen Topclub wechselt. Ich finde jedoch, dass Imre noch nicht gezeigt hat, dass er dauerhaft dieses Top-Niveau hat, so dass Veszprem auch in den wichtigen Spielen der Saison seine Freude an ihm hat. Er ist talentiert, aber bislang sicher noch kein Überflieger.

    Kein so schlechter Spielplan. Klar ist es anfangs hart. Da kann man auch mal mit 0:8 starten, aber dann kommen die Spiele, in denen man punkten muss. Dadurch, dass das Team wieder stark verändert sein wird, kann man die ersten Spiele zum einspielen nutzen. Die hätte man wahrscheinlich immer verloren. So könnte man ab Spieltag 5 eingespielter und damit auch erfolgreicher sein

    Ehrlicherweise haben beide Mannschaften, Hüttenberg vorneweg, deutlich mehr Fehler gemacht.

    Da finde es fast schon absurd sich an diesen Schirientscheidungen aufzuhängen.

    Ich kann solche Kommentare nicht begreifen. Du hast vollkommen Recht. Beide Teams haben Fehler gemacht. Hüttenberg hat alleine drei Siebenmeter verworfen. Aber bitte, warum greife ich als Schiedsrichter derart in den Auf- und Abstiegskampf ein. Mit einer Entscheidung, die reine Willkür war. Warum maße ich mir das an? Ich verstehe das nicht. Und wenn ich als Schiri in der 59. Minute auf einmal päpstlicher als der Papst sein will, dann muss ich dafür sorgen, dass der Freiwurf dort ausgeführt wurde, wo der angebliche Regelverstoß stattgefunden haben soll. Und nicht fünf Meter weiter vorne, so dass ein Tempogegenstoß entsteht. Das ist für mich unfassbar.

    Florian Schmidt Sommerfeldt ist an den nächsten beiden Spieltagen bei Bietigheim - Erlangen, Magdeburg - Flensburg und Berlin - Gummersbach im Einsatz. Mit anderen Worten: Fast überall da, wo es noch um etwas geht, werde ich mit Superlativen und Belanglosigkeiten zugeschüttet. Ich weiß, man kann Markus Götz nicht klonen, aber doch bitte da einsetzen, wo es um die Wurst geht. Wenn aber Schmiso nicht verfügbar wäre, würde uns wahrscheinlich Wilken-Johannes oder Finn-Ole Martins blühen. Das wäre auch nicht besser. Dieses Pushen von dieser Art der Kommentator-Riege zeigt aber, worum es Dyn geht. Um Klamauk und Show und Oberflächlichkeiten.

    Interessante Verpflichtung. Kann nichts zu dem Spieler sagen. Seine Statistik liest sich aber für unsere Verhältnisse schon einmal gut. Ganz sicher, herrschte auf Linksaußen dringender Handlungsbedarf. Das ist die Problemposition Nummer eins bei uns.

    Es ist gute Sitte im deutschen Handball, dass schon viel passieren muss, ehe sich öffentlich über die Schiedsrichter beschwert wird. Deswegen würde ich die kaum vorhandene öffentliche Kritik nicht als Maßstab dafür nehmen, dass hinsichtlich der Schiri-Leistungen alles gut wäre.

    Die schwachen Leistungen der Brüder T. stehen im krassen Missverhältnis zu ihrem Standing innerhalb des deutschen Schiedsrichterwesens. Das wirft einfach Fragen auf. Wenn ich als Spieler häufig schwach performe, kriege ich keinen Vertrag bei einem Top-Club. Die Brüder T. performen ebenfalls häufig schwach, dürfen aber trotzdem immer wieder Top-Spiele pfeifen. Ich verstehe es nicht.

    Wir fliegen ja etwas unter dem Radar, deswegen ist der Aufschrei nie so groß, wenn mal etwas gegen uns läuft. Aber wer Bock und auch Zeit hat, schaut sich noch einmal die Leistung von Thiyagarajah/Thiyagarajah in unserem Heimspiel gegen Magdeburg an. Das gipfelte sicherlich darin, dass dieses (angebliche) Top-Gespann im Videobeweis beim Foul von Felix Claar nur eine Perspektive angeschaut hat, in der die Situation tatsächlich nur schwer aufzulösen war. Hätten sie sich nur mal die Mühe gemacht, die Hintertor-Perspektive zu Rate zu ziehen, hätten sie auf Rot entscheiden müssen. Haben sie aber nicht. Krasse Minus-Leistungen. Dazu auf beiden Seiten etliche völlig unverständliche und auch falsche Pfiffe. In der Mehrzahl gegen die HSG. Magdeburg hätte das Spiel auch so gewonnen, aber darum geht es ja nicht. Nun habe ich mir am Freitag die Leistung der beiden in Hannover angeschaut. Wieder einmal kurios (um es nett zu beschreiben). Mit Balenciagas Schritten tun sich ja alle Referees schwer. Aber was um alles in der Welt werfen die beiden Lukas Stutzke bei der Aktion gegen Kristopans vor, um ihn mit 2 Minuten zu bestrafen und das Tor abzuerkennen. Kristopans stürzt unkontrolliert in Stutzke rein. Der macht eine normale Abwehrbewegung, kann keineswegs voraussehen, wie Kristopans stürzt und erhält trotzdem die Strafe. In Kombination mit dem Aberkennen des Tores war das ein klares Eingreifen ins Spiel und aus meiner Sicht völlig falsch.

    Trotzdem dürfen diese Zwei, die ja nun häufig schon in der Kritik standen, immer wieder Topspiele pfeifen. Ich verstehe das nicht. Ist das Leistungsprinzip bei den Schiedsrichtern außer Kraft gesetzt worden?

    Ich denke, dass es von Außen betrachtet schon schwierig ist, diesen Schritt nachzuvollziehen, weil der Zeitpunkt ungewöhnlich ist. Wer aber die letzten Wochen intensiv verfolgt hat, der wird auch erkannt haben, dass die HSG ein großes Problem auf der Bank hatte. Auch wenn ich nicht glaube, dass die Mannschaft noch einmal in Abstiegsgefahr gerät, so ist es doch wichtig, sich vernünftig aus der Saison zu verabschieden. Dabei geht es nicht darum, dass nun Siege gegen Flensburg oder Melsungen erwartet werden. Aber vernünftige Leistungen wären schon mal wieder gut. Die Auftritte gegen Leipzig, Potsdam, Stuttgart und Gummersbach war einfach nur peinlich.