Biegler ist in der Zwickmühle: Er muss drei Dinge gleichzeitig tun:
- für die EM eine Mannschaft zusammenbastelten, die mindestens die 1. Gruppenphase übersteht (dafür stehen ihm noch 4 Testspiele zur Verfügung);
- eine Mannschaft zu entwickeln, die bei der WM 2017 das Halffinale erreicht;
- langfristig den Generationswechsel durchführen.
Das ist fast wie die Quadratur des Kreises; da ist er nicht zu beneiden. Im Hinblick auf die EM gehen mir folgende Gedanken durch den Kopf:
Die Nominierung (und auch eine Nichtnominierung!) für einen Kader hat - gerade für junge Spielerinnen - immer auch eine Signalwirkung und soll motivieren. Wieviele Spielanteile sie bekommen, ist noch einmal eine ganz andere Frage. Ich denke schon, dass Biegler gegen Spanien und Schweden vor allem im Hinblick aif die EM spielen lassen wird,
Allerdings verstehe ich unter diesem Gesichtspunkt dreierlei nicht:
- Warum nominiert Biegler nicht Lang für Linksaußen, wo sie zuletzt in der Nationalmannschaft überragend gespielt hat?
- Der rechte Rückraum macht so wenig Sinn: Stolle hat Talent, wird aber erst in 3 - 4 Jahren soweit sein (vor allem in der Abwehr - da hat sie noch nicht einmal Liganiveau), dass sie in der Nationalmannschaft brauchbar ist (also für Olympia 2020). Und das Potential von Rohde wird m. E. überschätzt: Gutes LIganiveau, aber kein internationales Format.
- Mazucco nicht einmal in der Reserve - das halte ich für ein falsche Signal.