Beiträge von Löwenherz

    Ein überzeugendes Spiel ist da noch nicht zu sehen.


    Das ist wohl wahr, auch das versprochene neue System war nirgends zu erkennen. Das beste am Spiel waren Bieglers klare Ansagen in den Auszeiten.

    Wohlbold und Huber wieder Aktivposten.


    Wohlbold war für mich die einzige Spielerin mit Normalform und hätte die Auszeichnung als Player of the Match verdient gehabt. Wie man auf Huber gekommen ist (2 verworfene Strafwürfe, von außen mehrfach verworfen und in der Abwehr öfter vernascht worden), bleibt mir ein Rätsel. Hubinger in der 2. HZ in Ordnung, Schmelzer bei ihren kurzen Einsätzen sehr einsatzstark (für mich die beste der 3 Kreisläuferinnen), Woltering akzeptabel - über den Rest deckt man am besten den Mantel des Schweigens.

    Fazit: Herzlichen Glückwunsch, wir sind auf dem Niveau der Schweiz angekommen!

    Minevskaja war in Metzingen Führungsspielerin und musste in Leipzig - ebenso wie Mietzner beim Wechsel zum THC - in die 2. Reihe zurücktreten (sogar auf der Bank sitzen, nicht im ersten Sechser stehen). Das hat beiden nicht gut getan. Beide haben mit dem Wechsel auf eine Weiterentwicklung durch eine neue Herausforderung gehofft, aber es wurde für sie ein Rückschritt (bisher jedenfalls). Ich kenne Minevskaja seit der C-Jugend, habe sie hundete Male spielen sehen. Sie war das größte Talent in deutschen Frauenhandball. Sie hätte Weltklasse werden können, ist aber heute leider nur Bundesligadurchschnitt ("Zuspielerin" ohne Selbstvertrauen), wie sich auch beim Final Four wieder geszeigt hat. Es tut mir mir sehr leid um das Mädel, und ich hoffe - wie viele andere ihrer Fans - dass sie bald zumindest wieder an das Niveau ihrer Metzinger Zeit anknüpfen kann.

    Nur Unterhaltung über die Qualität des Streams, nicht über die Spiele? Dazu gibt es doch durchaus allerhand zu sagen. Hier einige Anmerkungen:

    Zu Spiel 1: Wie von mir befürchtet, war beim THC nach dem überragenden "End"spiel in der Meisterschaft einfach der Dampf raus. Und es hat sich wieder einmal gezeigt, dass das spielerische Potential dieser Mannschaft recht begrenzt ist. Die Mannschaft kommt über Kampf, Einsatzbereitschaft, Siegeswillen und Focusierung auf entscheidende Spiele (in der Meisterschaft je 2 Siege gegen die beiden schärftsten Konkurrenten). Und wenn es einmal nicht gelingt, diese Eigenschaften abzurufen, dann verliert man nicht nur (wie heute) gegen spielerisch überlegene Mannschaften wie den HCL (oder in der Meisterschaft 2x gegen Bietigheim), sondern eben auch gegen Mannschaften wir Göppingen. Und wenn ich mir den bisherigen Kader des THC für die neue Saison anschaue, wird das spielerische Potential nicht stärker; eher ist das Gegenteil zu erwarten. Leipzig war heute auf allen Postionen stärker - vom Tor über die Anwehr, den Rückraum und den Kreis bis zu den Außen - keine Chance für den THC.

    Zu Spiel 2: Das Spiel hatte ein gutes Niveau und war spannender als von vielen erwartet, auch wenn Dortmund zwei- oder dreimal mit 6 Toren führte. Beeindruckt hat mich das hohe Tempo von Blomberg über die gesamte Spielkzeit und die Tatsache, dass dabei relativ wenig Fehler gemacht wurden. Wie man eine heute überragende Spielerin wie Buklarewicz rauswerfen kann, ist offenbar nicht nur mir ein Rätsel. Von den zur Nationalmannschaft eingeladenen (bzw. in Reserve stehenden) Spielerinnen hat mich heute - neben beiden Torhüterinnen - nur Grijseels überzeugt (und mit Abstrichen Kramer), wenngleich es auch bei ihr noch ein weiter Weg bis zu echtem Nationalmannschftsniveau sein wird. Wenn Nadgornaja kurz genommen wird, bleibt sie einfach stehen - das ist mir schon mehrfach aufgefallen. Allerdings wird sie in solchen Situationen auch nicht von der Mannschaft unterstützt. Das war schon anders, als sie beim THC spielte. Alles in allem für Dotmund ein Sieg dank der größeren Erfahrung und Cleverness sowie einer - neben Woltering - überragenden Vazari.

    Die Quote hatte ich auch schon gesehen und war etwas verwundert. Der Heimvorteil wiegt meines Erachtens auch nicht so stark wie im Ligabetrieb, da dass Publikum beim FinalFour erfahrungsgemäßig stärker durchmischt ist.


    Da spielt sicher noch etwas anderes eine Rolle: Wir alle wissen doch, wie schwer es ist, einen etwa gleichstarken Gegner in 2 kurz aufeinanderfolgenden Spielen zweimal zu schlagen (dass dies in dieser Saison Metzingen gegen den HCL sogar dreimal gelungen ist, verdient Respekt, kann aber als große Ausnahme angesehen werden). Auch der THC ist gegen so etwas nicht gefeit: Vor einigen Jahren hatte er in der Meisterschaft zu Hause gegen Buxte mit 9 Toren gewonnen und kurz darauf im Pokal an gleicher Stelle gegen die gleiche Mannschaft mit 9 Toren verloren.

    Ich halte alles für möglich: Leipzig hat den insgesamt besseren Kader, der THC die bessere Mannschaft. Die Spielerinnen der HCL werden Schaum vor dem Mund haben, die des THC vielleicht noch Alkohol im Blut. Am Samstag war der THC bis zur letzten Minute extrem auf das Spiel focussiert. Wird dies nochmals gelingen oder ist nach diesem Meisterschaftsgewinn einfach der Dampf raus?

    Da würde Sarah Lamp doch passen als Allrounderin für den Rückraum.Und was soll der THC sonst machen,der Unterbau ist noch nicht so weit,B-Jugend Tühringen Meister geworden,das reicht aber sicher noch nicht für CL.Der THC scheint ja an der Durchlässigkeit zu arbeiten,Trainer der 2ten ersetzt,was wohl aber der Mannschaft nicht gefallen hat.Wie auch immer ,mal sehen wer da noch kommt.


    Aus der Jugend kommt dieses Jahr definitiv nix nach und nächstes Jahr wohl auch kaum. Das gegenwärtige Niveau der Nachwuchsmannschaften ist Lichtjahre von jenem entfernt, als der THC mehrfach Deutscher Meister der B-Jugend war (Da spielten Namen wie Wenzl, Schmele, Bolze, Roch oder Minevskaja eine Rolle.).

    Lamp könnte schon passen, hat sich aber gerade beim Spiel in der Salza-Halle - zurückhaltend formuliert - eher unauffällig präsentiert und in keiner Weise überzeugt. Außerdem hat sie hinsichtlich des Vereinswechsels wohl ziemlich hoch gepokert und sogar mit einem Wechsel ins Ausland geliebäugelt.

    Tja, schaut so aus, als sei das einfach quasi 'erfunden' bzw. (Slowenien) grob falsch dargestellt worden. Okay, kann man im Hinterkopf behalten, wenn man irgendwelche weiteren Angaben usw. der THC-Pressearbeit 'konsumiert'.

    Wenn man so ein bissel googelt, dann ist die doch ganz interessant (vll. auch mit Deutschkenntnissen?) - muss man da denn nen 'Gütesiegel' ungarische Liga 'draufhauen'?


    Tja, selbst ein Herbert Müller muss rechtfertigen (gegenüber Clubführung, Aufsichtsrat, Sponsoren, Fans ...), was bzw. wen er mit dem (auch beim THC weniger werdenden) Geld einkauft bzw. einkaufen möchte. Im letzten Jahr hat das Geld immerhin noch für 2 rumänische Nationalspielerinnen gereicht, in diesem Jahr offenbar nur für eine französische (die dort jedoch nicht erste Wahl ist) und eine italienische. Um Letztere den Leuten zu "verkaufen", muss man schon etwas auf den Pudding hauen ...

    Aber ich will nicht zu schwarz malen. Vielleicht kann Müller ja auch aus ihr etwas machen. Immerhin hat er z. B. Nadgornaja von einer Prinzessin zu einer Kampfsau gemacht (wie er selbst mal sinngemäß sagte) oder aus dem spielerischen Mauerblümchen Huber die beste Außen der Liga und (wieder) eine Nationalspielerin. Außerdem kann es das beim THC wohl kaum an neuem Personal gewesen sein. Wenn ich richtig zähle, hat Müller bis jetzt 13 Unterschriften für die neue Saison (van de Wiel ist noch offen) - das reicht auf keinen Fall, um die wiederum anstehende Dreifachbelastung durchzustehen. Wenigstens 2 Spielerinnen sollten meines Erachtens noch dazukommen, darunter mindestens eine Allrounderin für den Rückraum.

    nö. aber soweit ich mich erinnere eine mündliche zusage. das dürfte dann ungefähr vergleichbar sein mit den infos, die dir vorliegen. letztlich ist alles eine frage des geldes und ich wäre nicht überrascht, wenn die obige ausführliche analyse zutreffen würde. zumindest würde ich sie nicht als hirngespinst abtun sofern csm tatsächlich interessiert sein sollte ...

    Müller könnte bei CSM nur verlieren. Mehr als den CL-Sieg kann er nicht erreichen, wird aber unter dem Druck stehen, diesen zu wiederholen. Wie schwer eine Titelverteidigung in diesem Wettbewerb ist, haben wir in den vergangenen Jahren gesehen. Hinzu kommt: CSM steht vor einem erheblichen Umbau der Mannschaft. Dabei ist es durchaus fraglich, ob das Niveau auf Anhieb gehalten werden kann. Was dann passiert, erleben wir ständig: Kaum irgendwo anders gibt es einen solchen Verschleiß an Frauen-Handballtrainern wie bei den rumänischen Spitzenmannschaften. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Müller - selbst für viel Geld - diesem Risiko aussetzen wird - von seiner familiären Situation mal ganz abgesehen.

    Überrascht bin ich eher über die Reaktionen! Was Biegler gemacht hat, ist doch sehr überschaubar:

    - Der bisherige Kern ist geblieben, d. h. Stabilität und Erfahrung sind ihm wichtig - kein Generationswechsel! Deshalb hat er auch einige erfahrene Spielerinnen zurückgeholt (Nadgornaja, Huber, Wohlbold).
    - Auf einigen Positionen musste er Lücken füllen aufgrund von Ausfällen (Geschke, Loerper, Behnke); von den Ersatzleuten werden nicht alle dauerhaft zum Stamm zählen.
    - Er hat (ähnlich wie Vestergaard, nur konsequenter) fast auf jeder Position eine junge Spielerin nomminiert, von der völlig klar ist, dass sie heute noch keine Nationalmannschaftsreife hat, aber das Zeug besitzt, diese in den nächsten Jahren zu erlangen. Das ist völlig in Ordnung.
    - Und schließlich hat er einfach ein paar (m. E. zu wenige) neue Spielerinnen nominiert (Kiedrowski, Schilk, Karolous) und ein paar andere nicht eingeladen (Mazzucco) bzw. nur als Reserve aufgestellt (S. und F. Müller), um Veränderungswillen zu demonstrieren.

    Wer davon am Ende übrigbleibt, wenn alle wieder gesund bzw. verfügbar sind, werden wir sehen.

    An Veränderungs- bzw. Experimentierbereitschaft in der Vorbereitungsphase hätte ich mir noch mehr gewünscht (z. B. Großmann und Weigel sowie Birke und C. Müller nicht nur als Reserve), ansonsten ist alles gut nachvollziehbar und hat eine gewisse Logik. Ob daraus eine im Spiel erkennbare "Handschrift" wird (wie bei den Männern), ist aus der Zusammenstellung des Kaders für mich noch nicht absehbar.

    Das ist eine gute Nachricht! Ich schätze sie sehr, eine Spielerin mit sehr viel Power und Ehrgeiz. Habe nie verstanden, warum der HCL sie weggeschickt hat. Was danach kam, war keinesfalls besser.

    Damit ist die THC-Mannschaft für das neue Jahr fast komplett. Es fehlt noch ein Backup für Scheffknecht und evtl. eine 2. Spielerin auf Rechtsaußen (sofern Müller dorthin nicht Engel stellen will, die ja eine gelernte RA ist und sich dort auch sehr gut macht).

    Doch alles in allem: Wenn Müller nicht noch ein Coup gelingt, wird der THC nach den kommenden Abgängen, insbesondere von Snelder, Buceschi, Frey und Huber, in der nächsten Saison kaum um die Meisterschaft mitspielen können - für mich wäre das jedenfalls ein Wunder. Nach den Abgängen der letzten Saison, den vielen Verletzungen und auch einigen Fehleinkäufen ist es schon eine starke Leistung, dass der THC überhaupt noch an der Spitze steht. Sollte der THC Leipzig schlagen (wovon offenbar alle in diesem Forum überzeugt sind), wäre das wohl auf absehrbare Zeit der letzte Meistertitel.

    Schade, da war heute mehr drin für Metzingen! Aber es war wie so oft in den letzten Spielen: Nach 50 min. waren die Körner alle - besonders natürlich nach einer solchen Woche. Außerdem konnte sich Metzingen nicht darauf einstellen, dass die Schiedsrichter sehr schnell dabei waren, Stürmerfoul zu pfeifen. Und Anna Loerper hatte nicht ihren besten Tag, zumal sich die ungarische Abwehr sehr gut auf sie eingestellt hatte. Nun wird es sehr schwer beim Rückspiel.

    Das der THC gegen die FAG Damen verliert, damit hat wohl niemand im ernst gerechnet.


    Mich hat das nicht sonderlich überrascht. Der THC hat sich gegen FAG oft sehr schwer getan und die Spiele mitunter erst kurz vor Schluss gedreht. Das hat diesmal nicht geklappt. Ohne Luzumova und mit einer nur formal einsatzfähigen Buceschi ist der THC eben zurzeit kaum mehr als die Hälfte wert - trotz einer deutlich wiedererstarkten Scheffknecht. In starkem Kontrast dazu stehen Müllers jüngste Lobeshymnen auf die Mannschaft (wie nach dem sehr mittelmäßigen Spiel gegen Celle), die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Der THC spielt extrem wechselhaft - so stark schwankend von Spiel zu Spiel habe ich die Mannschaft noch nie erlebt, seit Müller dort Trainer ist.

    Knesevic sagte heute lt. "handballwelt", "dass wir noch nicht ganz gerettet sind, weil es unter bestimmten Bedingungen drei Absteiger aus der HBF geben könnte". Wie ist das zu verstehen? Welche Bedingungen wären das?

    Ich meine, man ist letztlich mit den eigenen Ansprüchen nicht klar gekommen. Mitunter war ja sogar vom "Titelaspiranten" die Rede. Alles in allem fehlt da doch noch etwas an spielerischer Qualität. Die Abwehr steht meist sehr gut, aber das Angriffsspiel ist recht durchschaubar. Wenn dann noch Nadgornaja kurz genommen wird, kommt zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr. Z. B. waren 17 Tore zu Hause gegen Buxte, 18 Tore in Leipzig (gegen einen an diesem Tag schwachen HCL) oder heute 22 gegen den THC einfach zu wenig, um vorn mitspielen zu können.

    Naja, auch in den Diskussionen bei ihrer Neuverpflichtung wurde schon nicht berücksichtigt, das Deroin im September 2014 eine sehr schwere Knieverletzung erlitten hatte (Kreuzband und Innenbänder im rechten Knie):


    Das dürfte nicht das Problem gewesen sein, den physisch machte sie einen recht fitten Eindruck. Sie hat nur einfach das Tor nicht getroffen bzw. kaum einen Ball an den Torfrauen vorbei gebracht. Die Probleme lagen wohl eher im Arm und im Kopf als im Knie.

    Schon, aber trotzdem ist capitanos Aussage besser, denn sie zeigt Ursache und Wirkung. Eine schlechte Entwicklung könnte nämlich auch das Resultat einer schlechten Förderung sein - trotz guter Einstellung


    Ich höre immer nur Förderung ... Meines Erachtens geht es aber vor allem um Forderung. Da wird noch viel zu viel Zucker in den Arsch geblasen, anstatt den Spielerinnen klar aufzuzeigen, wo der Hammer hängt. Wie sind denn Neagu oder Pineau schon mit Anfang Zwanzig Welthandballerinnen geworden? Die wussten einfach, wo es lang geht, nicht wegen einer besonderen Förderung.