Beiträge von Löwenherz

    Nein, keineswegs! Es gibt viele spannende Spiele mit knappem, nicht selten überraschenem Ausgang. Und in der Tabelle sind zwischen den Plätzen 4 - 7 sowie 8 - 11 sind jeweils nur 2 Punkte Abstand. Viel spannender geht es doch kaum noch. Ich habe ja nicht geschrieben, dass die Qualität der Liga gestiegen ist.

    Nach teilweise etwas irritierendem Saisonbeginn hat sich die Tabelle nach gut einem Drittel der Spiele weigehend so zusammengeruckelt, wie es viele vrmutet haben. An der Spitze genau die 3 und am Ende exakt die 2 Mannschaften, die dort auch zu erwarten waren. Dazwischen können am Ende Nuancen über die Platzierung entscheiden - und natürlich vor allem die Spiele gegeneinander. Positve Überraschungen sind für mich bisher Buxte (das trotz des Abgangs vieler wichtiger Spielerinnen wieder vorn mitspielt) und Oldenburg (das von manchen vor Saisonbeginn schon als Abstiegskandidat gesehen wurde). Negative Überraschung gewiss SUN, auch wenn sie sich jetzt etwas zu rappeln scheinen. Metzingen und Halle haben nach schwachem Start wohl nun in die Spur gefunden.

    Außerdem fällt mir auf, dass eine ganze Reihe von Spielerinnen aus den Nachwuchsnationannschaften des letzten Jahres (die ja nicht sonderlich efolgreich waren) gut einen Fuß in die Tür der ersten Liga bekommen hat, z. B. in Buxte, Blomberg, Leverkusen oder auch Engel bei SUN. Eine Ausnahme bilden hier u. a. die 3 Spitzenmannschaften, die fast ausschließlich auf Einkäufe (größtenteils aus dem Ausland) setzen.

    Alles in allem eine interessante Saison, wie gerade die gestrigen und heutigen Spiele wieder gezeigt haben.

    Eine Lott ist wirklich nicht schlecht, aber Sie muss ja fast überall einspringen, obwohl Top Spielerinnen da sind.Fehlt nur noch das Sie Aussen und Tor mit abdecken muss.

    Hoffentlich kommt da nicht zeitnah Unruhe auf, und wenn braucht er sich nicht zu wundern.

    Natürlich ist es gut, dass Lott auf allen Rückraumpositionen spielen kann, aber ob solche häufigen Positionswechsel dem Spiel des THC gut tun, ist eine andere Frage. Meines Erachtens schaffen diese nur Unruhe und tragten nicht zur Stabilität des Positionsangriffs bei (bei dem der THC bisher nur Liga-Mittelmaß ist), wie nicht zuletzt die vielen Abspielfehler zeigen.

    Der VfL Oldenburg hat gestern einen Punkt verschenkt. Man hatte das Spiel über 50 Minuten locker im Griff und in der 2. Halbzeit eine 6 Tore Führung inne. Ich weiß nicht, ob man sich vom lauten Publikum beeinflußen lassen hat oder ob es die lange Fahrt nach den Weihnachtstagen war, auf jeden Fall lief in den letzten 10 Minuten nicht mehr viel zusammen.

    Auf der anderen Seite fand ich interessant, dass Norman Rentsch 50 Sekunden vor Schluss nicht alles auf eine Karte gesetzt hat. Er hatte die Auszeit und schon gesehen, dass der VfL offensiv deckt. Ich hätte ja den siebten Feldspieler gebracht, um die offensive Deckung zu brechen und die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Treffer zu erhöhen. Im Worst-case hätte man einen Treffer zum Unentschieden kassiert, was jetzt aber ohne Überzahl ebenfalls der Fall war. Der mögliche Sieg wäre für Zwickau sehr wertvoll gewesen.

    Rentsch hat den Ruf, im Training sehr gut, aber beim Coachen an der Seitenlinie nicht besonders clever zu sein. Das hat sich gestern wiedermal bestätigt.

    Was Thüringen heute gezeigt hat beinhaltete Licht und Schatten-nach ihrem 5. Tor hatte man den Eindruch, dass plötzlich bei allen Spielerinnen ein Riegel im Kopf zugegangen war. Nichts wollte mehr gelingen. In den letzten Minuten konnten die Thüringerinnen das Ergebnis noch klar korrigieren. Allgemein gab es beim THC und der SU Neckarsulm viele technische Fehler zu sehen. Sarah Wachter war heute wieder eine Bank. Der THC hat eine sehr ausgeglichene Mannschaft die von allen Positionen Gefahr ausstrahlt. Wenn allerdings der Wurm drin ist ist halt der Wurm drin.

    Müller macht die gleichen Fehler wie schon mehrfach in den letzten Jahren: Einige Spielerinnen bekommen kaum Pausen (Frey, Lott, Rode), was im Laufe der Saison wohl über die Knochen gehen wird. Andere schmoren auf der Bank wie Hilby (die heute gar nicht gespielt hat, obwohl Frey mächtige Hänger hatte) oder Lundgreen (die nach 2 Fehlwürfen gleich wieder von der Platte musste, obwohl die Bilanz von Rode mit 1/5 auch nicht gerade glorreich war) und können aufgrund der wenigen Einsatzzeiten überhaupt keine Bindung zu ihren Mitspielerinnen aufbauen. Außerdem beschränkt sich der THC damit in seinen Möglichkeiten selbst (z. B. sind Rode und Lundgreen völlig unterschiedliche Spielertypen.). Bleibt zu hoffen, dass sich das nicht irgendwann rächt.

    Abgesehen davon war es heute mit der Konzentration bei vielen THC-Spielerinnen nicht weit her (Weihnachtsblues?).

    Wachter ist in ihrer derzeitigen Form eine echte Kandidatin für die Nationalmannschaft.

    Dieses von Dir geschilderte Bild wirst Du von Albertsen in Bietigheim und Umgebung nirgendwo finden.

    Da bist Du ziemlich alleine in Deiner Meinung....


    Im Prinzip würde das ja auch bedeuten, dass die Schweizer mit Ihrer Akademie den falschen Mann geholt haben.

    Und ebendas glaube ich nicht.

    Das sind doch 2 völlig verschiedene Paar Schuhe: Es ist ein großer Unterschied, ob ein Trainer die Handballakademie in einem Land leitet, das im internationalen Ranking auf Platz 23 steht, oder ob er einen deutschen Spitzenclub in die europäische Spitze führen soll. An letzterem ist er klar gescheitert, aber in der schweizerischen Handballakademie ist er meines Erachtens genau richtig und macht dort dem Vernehmen nach einen guten Job. Jeder Mensch muss versuchen, den Job zu finden, der genau zu ihm passt, ihn weder über- noch unterfordert. Ich glaube, dass Albertsen genau dort jetzt angekommen ist.

    Die Waiblingerinnen tun mir irgendwie leid, habe aber auch keine Lösung parat was man da machen könnte.

    Mir tut Waiblingen nicht leid: Wer mit einem solchen Kader in die 1. Liga geht, leidet entweder an völliger Selbstüberschätzung oder schickt die Mädels bewusst (und ziemlich zynisch) in ein Feuer, im welchem sie nur verbrennen können. Ich bezweifle, dass sie daran Freude haben.

    Bensheim stagniert seit 2-3 Jahren. Aus dem Kader muss mehr herauszuholen sein. Sehr enttäuschend.

    Stagnation ist fast schon übertrieben, wenn man das heutige Spiel als Maßstab nimmt. Das war nicht bundesligareif - gegen einen Gegner, der außer einer überragenden Torfrau auch nicht viel zu bieten hatte. Bleibt zu hoffen, dass die lange verletzt gewesenen Spielerinnen bald wieder bei 100% sind, sonst wird Bensheim wohl ziemlich weit hinten landen.

    30:22 für den THC - das kann sich sehen lassen.

    Mich bestürzt ein wenig die 7-m-Quote von nur 20%. Da ist schon seit einigen Spielen der Wurm drin.

    Ansonsten eine super Ausgangsposition für die Gruppenphase! Glückwunsch!

    Das muss insgesamt ein ziemlich verrücktes Spiel gewesen sein. Auf beiden Seiten sehr schlechte Wurfquoten (Sävehof 47%; THC 56% - leider keine Angaben zu den Quoten der Torfrauen) bei den meisten Spielerinnen, 14 technische Fehler bei Sävehof und viele Zeitstrafen. Doch auswärts mit 8 Toren gewonnen - das Ding sollte durch sein. Respekt!

    Halle -Zwickau

    Seit diesem Spiel ist mir restlos klar, dass sich Zwickau mit Waiblingen um den letzten Platz streiten wird. Der Rückraum ist nicht erstligatauglich und dem Spiel fehlt eine Leitfigur.

    Außerdem frage ich mich, wo die Zwickauerinnnen heute mit dem Kopf waren. In der Halle jedenfalls nicht.

    Die Einwechslung von Lunde war wohl tatsächlich der Gamechanger, gute Intuition und mutige Entscheidung vom Trainer, nachdem man Solberg bei ihrer Leistung auch überhaupt keine Vorwürfe machen konnte.

    Der Trainer hat einfach ein Händchen dafür, wann es erforderlich ist, dem Spiel einen neuen Impuls zu geben. Das betraf nicht nur Lunde, sondern z.B. auch Breistol.

    Entscheidend war meines Erachtens was Du am Anfang schreibst: Dänemark hat am Ende Angsthasenhandball gespielt: Anstatt weiter mutig in Richtung Tor zu gehen waren die Mädels darauf bedacht, Risiken zu vermeiden und keine Fehler zu machen.

    Platt konnten die Däninnen eigentlich nicht sein, denn Jensen hat mehr gewechselt als sein norwegischer Kollege. Und mit dem 7 gegen 6 war er nicht gut beraten - wie sich schon in der 1. Halbzeit zeigte. Auf die Idee, bei einem guten Lauf mit einer Vier-Tore-Führung auf diese Variante zu gehen, muss man erstmal kommen ...