Beiträge von Löwenherz

    Leider haben sich in den letzten 1 - 2 Jahren viele Mitstreiter/innen aus der Handballecke verabschiedet. Ich bin jetzt seit 10 Jahren dabei und war auch kurz davor auszusteigen, weil es mir zuviel persöliches Hickhack gab und oft zu wenig wirklich um Handball ging. Hoffentlich wird das wieder besser, vielleicht kommen dann auch einige Ehemalige zurück.

    Deutschland und Dänemark sind als einzige Länder zweifach im Viertelfinale verteten und stellen alle 4 Gruppensieger. Bemerkenswert auch: 3 von 4 ungarischen Mannschaften raus (Soviel zur Stärke der ungarischen Liga!) und auch Siofok als Grupppenzweiter wird es gegen Ikast schwer haben.

    Was bedeutet: mit einer Option auf Verlängerung? Wer hat das Recht zu entscheiden ob der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert wird oder nicht?

    In der Regel sind solche Optionen beidseitig. Wird sie in einem Vertrag einer Seite eingeräumt, der anderen aber verweigert, dürfte dies im Streitfall vor Gericht keinen Bestand haben. Aber wer würde schon eine Verlängerungsoption einklagen wollen?

    Schwerer Stand für den THC wie immer in Buxte-aber jetzt hat Herbert Müller seine karte dann gewinnt er dort immer...zwinker

    Du meinst die gelbe Karte, die er dort meistens bekommt? Schulze/Tönnies sind meines Erachtens die besten deutschen Schiedsrichter und ich schätze sie sehr. Aber heute hatten sie nicht immer ein glückliches Händchen.

    Dem THC hat man angemerkt, dass den Mädels die englischen Wochen in den Knochen stecken. Es fehlten einfach die Frische und damit der Biss und die Konzentration. Wenn man dann auf eine sehr gut aufgelegte Buxtehuder Mannschaft trifft, die eines ihrer besten Saisonspiele macht, wird es sehr eng und hätte auch anders ausgehen können.

    Und wieso ist dann Grijseels Handballerin des Jahres geworden und nicht Petersen ?

    Weil zwischen beiden Lichtjahre liegen! Ein Spiel lenken können beide, aber sowohl in der Torgefährlichkeit als auch im Abwehrverhalten gibt es doch einen gewaltigen Unterschied, wenn internationale Maßstäbe angelegt werden. Wer etwas anderes behauptet, hat beide wahrscheinlich noch nicht gegen starke Gegner auf der Platte gesehen.

    Am Wochenende geht es für die deutschen Mannschaften nur noch darum, welche Gegner sie bekommen.

    Beim BVB ist die Aussicht folgende: Bei Platz 2 geht es gegen Ikast (was man sicher vermeiden will), bei Platz 1 entscheidet sich der Gegner im Spiel der bisher punktgleichen Ungarinnen und Französinnen.

    Beim THC ist in der Gruppe wohl alles klar (da nicht zu erwarten ist, dass Valcea in Vac verliert), aber nicht bei den evtl. Gegnerinnen in Gruppe C: Wenn Nyköbing bei Sola - wie im Hinspiel - verliert, wird DVSC der Gegner des THC (da nicht damit zu rechnen ist, dass DVSC beim punktlosen Podravka Vegeta verliert). Gewinnt Nyköbing, gibt es den Dreiervergleich, den die Däninnen (vor allem aufgrund des Kantersieges gegen DVSC) vor Sola gewinnen (wenn ich richtig gerechnet habe). Dann ist das Überraschungsteam Sola der Gegner des THC. Nach meiner Überlegung wird es also nicht gegen Nyköbing gehen. Was sich Müller wohl wünschen wird? Vermutlich fährt es lieber nach Ungarn als nach Norwegen, zumal er mit norwegischen Teams oft keine guten Erfahrungen gemacht hat.

    Die dort erwähnte Studie "SicherImSport" kann aus dem Internet kostenfrei heruntergeladen werden. Was dort auf 157 Seiten geschrieben steht, ist erschütternd. Hier die zentralen Ergebnisse:

    "Von den Teilnehmenden geben 70% der Befragten an, in ihrem Leben bereits irgendeine Form der Gewalt, Grenzverletzung oder Belästigung in Zusammenhang mit dem Vereinssport erfahren zu haben. Differenziert nach den verschiedenen Gewaltformen liegen folgende Ergebnisse vor:

    » 63% der Befragten berichten, dass sie Formen von psychischer Gewalt im Vereinssport erfahren haben.

    » 37% sind von Erfahrungen mit körperlicher Gewalt im Vereinssport betroffen.

    » 26% der befragten Sportvereinsmitglieder geben Erfahrungen von sexualisierter

    Gewalt ohne Körperkontakt an.

    » 19% haben sexualisierte Gewalt mit Körperkontakt im Sportverein erlebt.

    » 15% berichten von Vernachlässigung im Kontext des Vereinssports."

    (Ich gehe davon aus, dass ein Zitat dieses Umfangs durch die hier geltenden Zitierregeln gedeckt ist.)

    Wer nach dem Lesen dieser Studie noch die Aussagen von Spielerinnen in Frage stellt oder behauptet, das seien zufällige Einzelerscheinungen, verteidigt damit - gewollt oder ungewollt - dieses System der Gewalt und Grenzüberschreitung oder ist gar selbst Teil davon. Dafür sollte es in diesem Forum keine Toleranz geben!

    Welches Verhalten denn???

    Da ist ein Kader von mind. 16 Spielerinnen + Ergänzungsspielerinnen aus der Jugend oder der 2. Mannschaft - nicht alle können spielen, manche können besser mit einem, andere nicht. Wie in jedem Unternehmen, in jedem Freundeskreis, in jeder Gruppe....

    Da gibt es die Aussage von Isabelle Jongenelen, die lange verletzt war und daher oftmals individuell trainiert hat. Zudem - und das konnte jeder sehen und ist ist nicht böse gemeint - hate sie definitiv nicht das richtige Wettkapfgewicht für jemanden, der aus der bewegung/Schnelligkeit kommt. Was, für eine Spielerin, die ihr Geld mit Handball verdient, wenig professionell erscheint. Und wenn sie spielte, ging das dann oft in ein Stürmerfoul oder in einen Fehlpass. Da ist es durchaus verständlich, das man dann immer weniger Spielanteile bekommt. Die andere Spielerin, die ja schon Ihren Namen nicht nennen möchte, hat vermutlich ebenfalls wenig Spielanteile bekommen weil sie an der anderen Spielerin auf Ihrer Position einfach nicht vorbeigekommen ist. Das diese unzufrieden sind verstehe ich - das Nachtreten hat vielfach nur für Kopfschütteln gesorgt.

    Und die Aussagen der ehemaligen Athletiktrainerinkönnen selbst Spielerinnen, die mit Ihr gearbeitet haben , nicht nachvollziehen.

    Wie gesagt, manche Menschen sind nachtragend.....

    Wiedermal diese schlimme Täter-Opfer-Umkehr: Also sind die Spielerinnen schuld. Sie haben schlecht trainiert/gespielt, keine Leistung gebracht und rächen sich jetzt (z.B. für geringe Einsatzzeiten) am Trainer, indem sie ihn zu unrecht (weil er ja so lammfromm ist und nie ein böses Wort verloren hat) beschuldigen. Wie kann man nur einen so widerlichen Blick auf diese entsetzlichen Vorgänge haben?

    Herbert Müller hat lobende Worte für Hilby und Kuske.

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    Hoffen wir, dass diesen Worten auch Taten (sprich: Einsatzzeiten) folgen, vielleicht schon am Mittwoch.

    Zu Hilby wurde hier schon einiges gesagt.

    Kuske ist für mich das größte deutsche Torfrauentalent. Würde sie mehr auf hohem Niveau spielen, könnte sie schon weiter sein und an das Tor der Nationalmannschaft anklopfen. So dampert sie jedoch in der 3. Liga herum und darf in den meisten Spielen der 1. Mannschaft höchstens Mal für einen Siebenmeter ran (von denen sie überdurchschnittlich viele hält). Drei Torfrauen in dieser Qualität ist ein Traum jedes Trainers. Doch es besteht immer die Gefahr, dass jene mit den wenigsten Einsatzzeiten am ehesten weg will. Ich bin hin und her gerissen: hoffe einerseits sehr, dass Kuske dem THC erhalten bleibt, sehe aber andererseits, dass mehr Spielzeit bei einem Erstligisten ihrer Entwicklung gut tun würde. Attraktive Angebote hat sie bestimmt schon erhalten.

    Langsam artet das Wettern gegen Schiedsrichter hier aber gewaltig aus. Die Schiedsrichter werden hier im Forum immer permanent kritisiert, wenn sie schlecht (falsch) pfeifen. Diese sind auch nur Menschen, die es nebenher machen und nicht hauptberuflich und da sollten doch mal Fehler zugestanden werden. Auch Schiedsrichter können mal einen schlechten Tag haben.

    Aber wenn Spielerinnen nicht immer die Top-Leistung abrufen, dürfen diese hier nicht kritisiert werden. Da kommt immer das Argument, was sie neben dem Sport noch alles leisten müssen. Gilt dies für die Schiedsrichter nicht auch?

    Darum geht es doch gar nicht. Von jedem Menschen, der einen Auftrag annimmt (und sei es auch nur für eine Aufwandsentschädigung), kann erwartet werden, dass er seine Leistung ordnungsgemäß erbringt und bestimmten Qualitätsanforderungen gerecht wird - auch wenn er/sie mal einen schlechten Tag hat. Natürlich werden jedem Menschen Fehler zugestanden, doch wenn die erbrachte Leistung nicht sachgerecht ist, darf man/frau selbstverständlich Kritik üben (gegebenenfalls auch harte) - auch gegenüber Schiedrichtern. Und wenn sich schlechte Leistungen häufen, sollte der Verband den Mut haben, solche Gespanne aus dem Verkehr zu ziehen. Oder sind Bundesligaschiedrichter/innen wirklich so knapp, dass dies nicht geht?

    In der Tat. Hab bei THC-Oldenburg von 47-53 reingeschaut und was die beiden da für Zwei-Minuten verteilt haben war schon nicht mal mehr abenteuerlich. Die Statistik zeigt ne normale Verteilung. Hab ich da die kopflose Phase erwischt?

    Die "kopflose Phase" der beiden Pfeifen ging über 60 min (Das gibt jetzt bestimmt eine Verwarnung oder wird gelöscht - ist mir aber egal.). Ich habe ja schon viel erlebt an Schiedsrichterleistungen, aber so etwas noch nicht. Zu einem Schiedsrichter sollte neben Regelkenntnissen (an denen ich bei den beiden Herren mitunter gezweifelt habe) natürlich auch Einfühlungsvermögen in das Spielgeschehen gehören. Selbiges hätten in diesem Fall wahrscheinlich sogar Roboter besser hinbekommen.

    Warum nimmt Gaugisch nicht mal Nicole Roth mit? Die hat zuletzt wesentlich besser gehalten als Roch (z. B. schon im CL-Hinspiel gegen den THC ausgewechselt worden, Im Rückspiel 0 von 8 - wobei auch Roth gegen Valcea keine Glanztage hatte, aber insgesamt eine sehr gute Saison spielt).

    Solche Handballpausen haben offenbar in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Früher gab es das evtl. mal wegen eines Auslandsaufenthalts oder im Abschlussjahr eines Studiums. Heute ist das Spektrum der Gründe breiter (welche man natürlich nicht immer erfährt), wobei vermehrt psychische Gesichtspunkte wie Burnout oder Selbtfindung eine Rolle spielen. Mitunter ist eine solche Pause auch das Ende einer Handball-Karriere (gewollt oder ungewollt). Hat sich darüber schon mal jemand Gedanken gemacht?