Beiträge von Löwenherz

    Blazek und Khouildi verlassen Handball-Bundesligisten Thüringer HC (schon Ende Januar, nicht erst zum Ende der Saison)

    +Irma Schjött als Sofortzugang (ab 5. Februar).

    Da wird es Kuske in Waiblingen und Dortmund im Tor allein richten müssen. Duijndam nach heutiger Aussage von Müller aus persönlichen Gründen noch in den Niederlanden und der Zeitpunkt ihrer Rückkehr (vielleicht nie?) ist völlig ungewiss. Kuske ist zumindest einsatzfähig, hat am letzten Wochenende in der II. Mannschaft gegen Rostock gespielt. Eine A-Jugendliche (in Neckarsulm war es Carmen Berndt, Jahrgang 2004, aber gegen Rostock war Bettina Woike, Jahrgang 2003, im Aufgebot) wird nur für den Verletzungsfall mitgenommen. Alles andere als eine optimale Situation!

    Aber natürlich hinterlässt sie jetzt nicht wirklich einen positiven Eindruck. Wenn ich für 2 Jahre bei einem Verein unterschreibe, und nach einem halben Jahr schon wieder die Schnauze voll habe, muss ich mich hinterfragen. Eine gute Bewerbung war das zumindest nicht von ihr.

    Nun brecht doch nicht den Stab über einer Spielerin, die mal eine falsche Entscheidung getroffen hat und dies auch offen bekundet! Ich glaube, sie wollte vor allem weg von Fuhr und hat sicher auch den Bekundungen von SUN geglaubt, ernsthaft das internationale Geschäft anstreben zu wollen. Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass sie gerade zu jenem Zeitpunkt ihren Abschied anstrebt, an dem bekannt wurde, dass andere wichtige Spielerinnen weggehen und damit auch die Aussichten für die nächste Saison nicht rosig sind. Außerdem sind vorzeitige Vertragsauflösungen im Handball - leider - schon fast normal geworden (hat sich z. B. jemand über Birlehm aufgeregt?), während es so etwas früher kaum gegeben hat. Deshalb glaube ich nicht, dass dieser Schritt ihrem Image nennenswert schaden wird. Sie ist ja nun keine Spielerin, die jedes jahr den Verein gewechselt hat. Mein Fazit: Lieber rasch einen Fehler einsehen und Konsequenzen ziehen (hoffentlich die richtigen!) als zu lange am falschen Ort ausharren.

    Spannende Spiele mit einigen Überraschungen -am 9. Spieltag-das Niveau war allerdings eher mittelmässig.

    Das ist noch sehr zurückhaltend ausgedrückt. Meist spielt in dieser LIga leider Not gegen Elend. Das Niveau ist oft einfach erschütternd - stellvertretend dafür heute SUN - THC oder Zwickau - Rosengarten. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass es auch um die Nationalmannschaft so bestellt ist, wie wir es gerade gesehen haben

    Dass seit Jahren nur noch die "Lieblinge" mehr oder weniger 60min durchspielen müssen, ist wohl inzwischen sicherlich jedem aufgefallen. Ist doch schon fast Tradition, dass spätestens zur Winterpause bereits die erste(n) Spielerin(nen) das Weite suchen. Ohne Spielpraxis keine Einsatzzeiten, ohne Einsatzzeiten keine Spielpraxis - ein Teufelskreis.

    Bei Müller ist alles eine Frage des Vertrauens: Entweder eine Spielerin hat sein volles Vertrauen, wie z. B. Wohlbold, Koresova oder auch Bölk, dann ist sie gesetzt. Oder sie hat es nicht. Dann ist frau lediglich Manöriermasse und sitzt schlimmstensfalls auf der Bank. Das kann auch Nationalspielerinnen wie Rodrigues oder Lopes passieren, die wahrlich nicht schlecht sind. Damit sind Unstimmigkeiten vorprogrammiert. Die vorzeitigen Angänge der letzten Jahre zeugen zudem von klaren Fehleinkäufen. Das gab es früher beim THC so gut wie nicht. Darüber sollte Müller mal nachdenken.

    In Ordnung ist das nicht, denn da fragt man sich mal wieder, welches Turnier die IHF denn gesehen hat. Mörk spielt nur im Angriff, Martin war durchschnittlich und hat in der Regel nur eine Halbzeit gespielt. Die MVP war deutlich besser als Foppa, was hat die im All-Star-Team zu suchen? Zaadi hat den Angriff gelenkt, der aber Frankreichs große Schwachstelle im Halbfinale und Finale war. Fragwürdig... Hagman wird übrigens mit so einem großen Abstand Torschützenkönigin, kommt aber nicht ins All-Star-Team. Nunja.


    Da bin ich weitestgehend Deiner Meinung. Bei den Torfrauen keine Fehlentscheidung, aber da war das Niveau in der Spitze am dichtesten, da wären auch 2 oder 3 andere Mädels in Frage gekommen. Brattset schon ok. als MVP wegen sehr guter Abwehrleistung, aber auch im Angriff besser als Foppa. Als MVP wäre für mich auch Haugstedt eine Option gewesen: Hervorragende Abwehrorganisation und immerhin 22 Tore (Zaadi 27), obwohl sie meist nur die 2. Welle mitgegangen und dann raus ist. Mit Hagman sehe ich das auch so: Sie hat sogar ohne 7m weit mehr Tore geworfen als alle anderen Feldspielerinnen mit 7m. Auf RR gab es viele gute Spielerinnnen, aber keine sehr gute. So ist es dann Mörk geworden - trotz der fehlenden Abwehrleistung.
    Grijseels immerhin mit 35 Treffern auf Platz 15 (zusammen mit 5 anderen Spielerinnen), Bölk mit 15 Toren auf Rang 152 - zusammen 15 weiteren Mädels.

    Praktisch wäre auch eine gute LA. Dann hätte Dänemark nicht verloren. 0/4 von LA und noch einen Gegenstoß an die Latte geworfen.

    Das war nur die Wirkung. Die Ursache lag hier:

    Sah aber auch so aus als ob die Däninnen taktisch nur über außen zum Wurf gelassen wurden, zentral ging nichts

    Krumholz ist schon ein alter Fuchs. Er hat von der Abwehr gefordert, die dänischen Angriffe nach links wegzudrücken. Und wenn es nicht gelingt, den Angriff komplett abzublocken, soll man die schwächste Spielerin aus möglichst spitzem Winkel werfen lassen (war fast schon so etwas wie eine Wurffalle) Dass ist hervorragend gelungen - siehe oben - und war meines Erachtens ein wichtiger Erfolgsfaktor. Dänemark war nahe dran am Finaleinzug, aber in der entscheidenden Phase nicht clever genug und ist der französischen Taktik voll auf den Leim gegangen.

    Spanien hat alles gegeben, aber in der entscheidenden Phase reichten die Kräfte nicht - weder vorn noch hinten. Wenn auch überhaupt nicht spielentscheidend: In meinen Augen hatten die Schieris eine Tendenz Richtung Norwegen: Sie haben sich z. B. nicht getraut, bei Oftedal & Co. Schritte zu pfeifen, haben dies aber öfter bei Spanien getan (teil berechtigt, teils unberechtigt). Und als Bratsett Barbosa mit dem Ellenbogen die Lippe blutig schlägt, waren da klare 2min. - dies ließe sich fortsetzen.

    Alles in alles sind - wie von vielen erwartet - die beiden in den letzten Jahren stärksten Teams in Finale gekommen. Aber Dänemark ist nahe an beiden dran. Und wir stehen wieder einmal dort, wo wir hingehören.

    Die Entwicklung ist/war die:

    Sehr viele Spielerinnen spielen Champions League


    Und was hat das für die WM gebracht? Mit Ausnahme von Schmelzer haben alle im Ausland spielenden Mädels enttäuscht oder wurden gar nicht erst nominiert. Ich glaube, in dieser Hinsicht liegt Groener mit seiner Forderung daneben - zumindest ist sie mir zu einseitig. Eine einigermaßen talentierte und vor allem fleißige und ehrgeizige Spielerin kann sich beim für sie richtigen (!!!) Club in Deutschland genauso gut entwickeln wie im Ausland, siehe Grijseels. Andere stagnieren im Ausland, siehe z. B. Behnke, Stolle oder Minevskaja, oder scheitern dort sogar und sind bald zurück, wie z. B. einige (nicht alle!) Nordland-Fahrerinnen früherer Jahre. Jede Spielerin sollte für sich entscheiden, was sie erreichen will und welchen Weg sie dafür geht - und nicht auf Berater hören, die Dollarzeichen in den Augen haben.

    Dann lieber eine Quote für Juniorenspielerin pro Team.

    Haben solche Quoten jemals etwas gebracht? Das ist mir nicht bekannt. Spielen müssen die Mädels, nicht als Quotenbringerinnen auf der Bank sitzen! Und Einsatzzeiten auf der Platte kann man ohnehin nicht vorgeben. Abgesehen von den notwendigen Strukturreformen (Faust: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube ...") halte ich für wichtig: Mehr gemeinsames Training in den Nachwuchsnationalmannschften, mehr internationale Spiele für diese Mädels und - mein Dauerthema: Wieder Einführung der B-Nationalmannschaft mit Altersbegrenzung (zur Unterstützung des Reifeprozesses und als Sprungbrett in die A-Nationalmannschaft) und ebenfalls vielen internationen Spielen. Wird leider nicht kommen, kostet Geld und Arbeit ...

    Was soll man zu diesem Spiel sagen? Wann haben wir jemals gegen vermeintlich etwa gleichstarke Mannschaften so wenige Tore geworfen wie gegen Dänemark und Spanien (z. B. aus 9m heute 1/5 = 20%) - kein Angriffssytem erkennbar, keine Einstellung auf das Verhalten der gegnerischen Abwehr, sondern vor allem schlechte Würfe und unsägliche Abspielfehler (oft ohne gegnerische Einwirkung) - der gesamte Rückraum völlig von der Rolle. In der Abwehr nach starkem Beginn ein völlig unverständliches Nachlassen mit schlechter Zuordnung und fehlendem Zupacken - Spanien hat sehr gut vorgemacht, wie das gehen muss. Insbesondere Zschocke und Maidhof haben wiedermal gezeigt, dass sie für die Abwehr völlig ungeeignet sind - Spanien hat diese Schwachstelle schnell erkannt und konsequent ausgenutzt.
    Am Ende hat der Kommentator wieder die angebliche Weiterentwicklung der Mannschaft seit den letzten Turnieren beschworen. Es tut mir leid, aber ich kann nix davon erkennen - nicht in der Abwehr und schon gar nicht im Angriff. Von den Torfrauen hat wenigstens Filter halbwegs überzeugt (heute 38%); mit Ausnahme des Dänemarkspiels war sie immer besser als Eckerle, bei der ich ebenfalls keine Weiterentwicklung feststellen konnte.
    Ich will nichts schlechtreden: Fünf Siege sind fünf Siege, aber abgerechnet wird immer am Ende - und das war bitter. Insgesamt hinterlässt der Turnierauftritt der deutschen Mannschaft bei mir kein gutes Gefühl - auch mit Blick auf die nächsten Aufgaben.

    Unsere Stärken sind die Abwehr und der Rückraum.


    Ist das Dein voller Ernst? Von einem Rückraum war heute absolut nix zu sehen und die Abwehr hatte keinen Zugriff, hat nur zugeschaut, wie die Däninnen ihre Tore machten. Unsere Mannschaft hat keine Stärken, wenn man internationale Maßstäbe ansetzt. Die einzige Chance, ein Spiel gegen etwa gleichstarke Mannschaften zu gewinnen, besteht darin, nur wenige Fehler zu machen.
    Mein Fazit: Bisher wusste die Mannschaft nicht, wo sie steht. Nun weiß sie es - und wir wissen es auch! Weltspitze? Wer hat da von Nähe zur Weltspitze gesprochen? Ich sehe bei der Mannschaft keine Fortschritte gegenüber vorangegangenen Turnieren - Grijseels und Schmelzer mal ausgenommen.

    Glückwunsch an die deutsche Nationalmannschaft zum Einzug ins Viertelfinale. Vermute, dass Dinah Eckerle und die RechtsAussen ihr Können für die wirklich wichtigen Spiele aufgehoben haben die jetzt kommen. Gegen Dänemark ist es ein ziemlich unbedeutendes Spiel. Danach geht es um die Wurst. Meine Meinung. Sieht jemand das anders?

    Ja, sehe ich anders - siehe oben. In der Endphase eines solchen Turniers spielt natürlich die Kraft eine Rolle, aber noch mehr der Kopf. Wenn sich die Mannschaft mit 5 Siegen in Folge in einen Flow gespielt hat, geht sie ganz anders in ein Viertelfinale als mit einer Niederlage, die den Aufwind erst einmal stoppt und und das Grübeln in Gang setzt. Wie sagte doch Uli Hoeneß: "The trend is your friend!"

    Die Frage ist.wie man das Spiel gegen Dänemark angeht. Spielt man mit aller Macht auf Sieg oder verteilt man Spielzeit, um Kraft für das Viertelfinale zu sparen.

    Die Frage steht meines Erachtens gar nicht. Wenn Groener die Bank spielen oder wild wechseln lässt und die Mädels eine Klatsche bekommen, ist das für das Selbstvertrauen überhaupt nicht gut. Die Mannschaft braucht vor allem Stabilität. Deshalb wird Groener - wie immer - mit der ersten Sieben beginnen. Und wenn sich eine Chance auf den Sieg bieten sollte (woran ich kaum glaube), wird er diese auch zu nutzen versuchen. Der Gruppensieg ist zwar nicht viel mehr wert als die sprichwörtliche Goldene Ananas (zumal keineswegs klar ist, mit welcher Mannschaft wir im Viertelfinale besser zurecht kommen würden), aber der Moral würde er schon gut tun.

    Frage an die Statistiker: Wann haben unsere Mädels zum letzten Mal gegen Dänemark gewonnen, speziell bei einer Meisterschaft? Muss wohl eine Weile her sein ...

    Schön, dass wir im Viertelfinale sind, Spanien oder Brasilien können kommen! Bei aller Euphorie sollten wir aber die Schwachstellen im Auge behalten: Das war wiedermal RA mit 1/5. Auch die Abwehr hatte heute zu viele Lücken - soviele Tore haben wir bei dieser WM noch nicht bekommen. Eckerle in Hz2 endlich mal mit einer guten Quote (gegen immer schwächer werdene Abschlüsse der Koreanerinnen), wobei insgesamt 35% auch nicht gerade überragend sind. Insbesondere von Außen halten unsere Torfrauen zu wenig (heute 2/6). Insgesamt: Wenn es weitere Siege bei dieser WM geben soll, muss noch eine stärkere Leistung kommen.

    Schiedsrchterinnen fand ich bisher eher so la la, auch wenn sie bei den 2min bisher zumeist richtig lagen, aber bei den Schrittfehlern müssen sie im zweiten Durchgang ihre Sinne noch mal etwas nachschärfen (

    Für mich war es die schlechteste Schiri-Leistung, die ich bei dieser WM gesehen habe. Neben vielen klaren Fehlentscheidungen schienen mir die beiden Damen überhapt kein Gefühl für diese Sportart zu haben. Wie kann man ein solches Gespann für eine WM nominieren?