Beiträge von Dreididdi

    Für mich klingt das aufrichtig und ehrlich. Im Gegensatz zu dem Geschwafel von Hanning über seine Entlassung. Den wirklichen Grund für die Entscheidung wird man wahrscheinlich nie erfahren. Ein Hauch von Selbstmitleid ist bei Siewert allerdings auch dabei. Das sollte er sich vielleicht verkneifen.

    Wie man`s macht, man macht`s verkehrt: wenn er auch schwafelt, heißt es, hätte ja auch mal seine Gefühle zum Ausdruck bringen können - jetzt schreibt er was er fühlt, ist es auch nicht recht. Der Mann ist 31 Jahre, intelligenter Handballtrainer, aber kein Politreden-Schreiber.

    Und ohne es zu wissen, nur zu fühlen, glaube ich, dass man ihm übel mitgespielt hat. Was nicht heißt, dass er inicht rgendwo auch nen Fehler begangen hat.

    Den Vegleich mit Hüttenberg kann man doch durchaus wagen. Die waren vor knapp 2 Jahren kurz vor der Pleite, haben sportlich definitiv ihre Hausaufgaben gemacht, indem sie auf Talente setzen. Und im Geschäftsbetrieb scheint man sich dort auch wieder super aufgestellt zu haben.. Beim TVG, und das ist doch unregelmäßig Thema hier, hat man es über Jahre versäumt (natürlich gibt es immer Ausnahmen), auf eigene Talente, die 2. Mannschaft zu setzen, in der Umgebung in der 3. Liga zu "wildern".

    Minus 11 gegen Hüttenberg ist kurz vor Rundenbeginn schon ein Statement und der Pokalgegner von letzter Woche hat sein erstes Spiel in der 3. Liga auch verloren, scheint auch keine Übermannschaft zu sein.

    Da kann man sicherlich zustimmen. Wenn das Konzept ist, dass ein wenig erfahrener Trainer mit etlichen jungen (und günstigeren) Spielern etwas aufbauen soll über 2 Jahre, dann ist daran ja nichts auszusetzen - im Gegenteil.

    Verantwortliche und Fanbase müssen das aber mittragen und die Ziele danach ausrichten. Im Profisport ist das aber anders: wenn der Saisonstart mißlingt, werden die Konzepte schnell über den Haufen geworfen. Dann heißt es Sponsorendruck, ausbleibende Fans haben uns zum Handeln gezwungen, obwohl wir es nicht wollten.

    Und sportlich betrachtet: das erste Pflichtspiel beim Drittligisten war wenig überzeugend. Das hätte, alleine die Schlußminute betrachtet, auch leicht anders ausgehen können.

    Ich stelle mir folgende Frage:

    Hat deutscher Frauen-Vereinshandball wirklich das Potenzial, ein Produkt zu sein, „das die Leute begeistert und mitreißt“?

    Nein, nicht im sportlichen Sinne derer, die das mit Herzblut betreiben, und der überschaubaren Anzahl von Fans und Gönnern, die das lieben und Zeit und Geld investieren, aber Nein im ökonomischen Sinn. Außer für Männer-Fußball bis hin zur 3. Liga gibt es keine mediale Reichweite für andere Sportarten, bisschen Männer-Handball, -Basketball, -Eishockey und mal ein Event wie zuletzt die Finals in Dresden.

    Man muss doch nur in seinem sportaffinen Umfeld mal fragen, wer das Schicksal von HB Ludwigsburg kennt ? Niemand - nur Teile der Handball-Familie.

    In der Halle war heute von Mißgunst nichts zu spüren, weder von hüben noch von drüben :D

    Sind nur ein paar Forumsgrantler hier, die es nicht lassen können ?(

    Das sehe ich genauso. Anfeuerung der SCM Fans für Berlin, das war dann halt ziemlich früh deutlich, im 2. Halbfinale umgekehrt. In den Pausen beim Kölsch wurde natürlich heftig diskuitiert, insbesondere die roten Karten, aber alles fair. In einer Kritik waren alle einig: Hallenboden. Glückwunsch an beide Mannschaften und ich finde es halt auch Klasse, wenn mit Lichtlein, Mertens, Freihöfer, Hornke, Langhoff usw. "unsere" Jungs auf dem Niveau so performen.

    Was für mich ein großes Gerechtigkeitsproblem ist, ist die Tatsache, dass die Klubs da unten drin davon abhängig sind, wer gegen wen klagt. Nehmen wir Hamm als Beispiel. Haben nichts in der eigenen Hand, da nur Essen die Klage einreichen kann. Nutznießer sind aber womöglich in erster Linie die Hammer. Die Situation ist viel zu komplex, als dass es gerecht wäre, dass nur der ganz direkt betroffene eine Klage einreichen kann.

    Die Gefühlslage verstehe ich.

    Aber bekanntlich haben Recht und Gerechtigkeit nicht immer etwas miteinander zu tun.

    Aber allen Ernstes: Hamm sollte Klage einreichen können und wenn ja, unmittelbar nach dem Abstieg oder vorsorglich paar Spieltage früher und hätten dann die anderen Abstiegskandidaten auch schon mal in weiser Voraussicht klagen sollen und gegen die anderen strittigen Spiele auch schon mal.

    Und auch die hier diskutierte Fristenlänge ist doch eigentlich in unseren Rechtssystemen ein bewährter Aspekt. In der normalen Gerichtsbarkeit sind ja Fristen nicht störend, sondern allgemeine Verfahrensdauern.

    Und da bin ich bei Dessau: wenn die auch anfangen und die Sportgerichtsbarkeit anrufen, ggf. auch zivile Gerichte, denn da geht es ja zum Schluß um vielmehr, dann prost Mahlzeit.

    Für mich persönlich meine Meinung gibt es nur zwei Lösungen: "Cordoba" oder "salomonischer" Kompromiss mit 19 Vereinen - beide alles andere als sportlich toll, aber gerecht - uups widerspreche ich mir ja selbst: Recht und Gerechtigkeit usw. 8)

    Man hat als Außenstehender teilweise gut reden, wenn man (mein Verein) nicht betroffen ist. Dem/der ein oder anderen Teilnehmer(in) merkt man das an. Die Kommentare wären bei eigener Betroffenheit deutlich energischer.

    Die Moral von der Geschicht`, auf einen Einspruch verzichtet man nicht - dann hätten wir jetzt 3-4 "Nachholspiele und dann am 30.6. eine "faire" Abschlusstabelle.

    Sollten Essen und Dessau wirklich antreten müssen, wäre ich für "Cordoba".

    Man kann dem TVH zu dieser Saisonleistung nur gratulieren. Das hätte kaum jemand erwartet.

    Und vielleicht ist das mit dem Ergebnis "nur" Dritter geworden zu sein, für die Gesamtentwicklung des Vereins bzw seiner GmbH & Co KG gar nicht so schlecht. Auch wenns aktuell schmerzt.

    Der Thread hier hat sich ab #4 seitenweise nur mit der Finanzlage beschäftigt und man sollte unterstellen, dass zur tollen sportlichen Entwicklung auch die Finanzen ins Reine gekommen sein sollten. Den beiden Geschäftsführern mit ihrem Umfeld kann man auch nur gratulieren.

    Die Frage ist eben, warum das so ist.

    Geld ist es nicht. Zum Beispiel in Hessen müssen viele Vereine für die Nutzung der Sportstätten Gelder im Etat einplanen, das ist nicht überall so. Vielleicht liegt es an der Jugendarbeit. Wo bleiben denn die ganzen Talente aus Berlin, Potsdam, Leipzig, Rostock, Magdeburg usw., die nicht gleich in der 1. und 2. Liga landen, denn nach ihrer Zeit in der A-Jugend-Bundesliga ? Ist aber eher ein anderer Thread.

    Ich hatte jahrelang ne Dauerkarte und hab mich auf jedes Heimspiel gefreut, hin und wieder war ich auch auswärts dabei: Mittlerweile ist die Saison langweilig und ich schaue ich mir nur noch 3-5 Heimspiele gegen die starken Gegner an. Der Rest der Spiele reicht mir das Endergebnis hin, da es mir völlig Latte ist, ob wir 33:25 oder 40:19 gewinnen (mir taten schon fast die Gegner leid, bei den Schlachtfesten).

    Interessant wird es erst in Aufstiegsrunde, wo man verletzungsfrei sein sollte und auch ein bisschen Glück haben muss.

    Ich kann der Argumentation 100pro folgen, es ginge mir ähnlich.

    Aber wenn es wiederholt nicht reicht durch das von einem anderen User beschriebenen Nadelöhr zu schlüpfen, dann ist vielleicht auch die Qualität für die höhere Aufgabe (noch) nicht da und wenn man dann selbst zum Opfer bei dem von beschriebenen Schlachtfest in der 2. Liga würde, macht das den Dauerkartenbesitzern der Gegner auch wenig Freude und ich als Fan meiner Mannschaft hätte auch keinen Spaß.

    Es sind halt mindestens 8-10 Vereine mit ähnlichen Ambitionen, die zwei Absteiger rechne ich schon mal dazu, und wenn dann noch "Emporkömmlinge" wie z.B. Vinnhorst mitmischen, bleibt das dauerhaft schwierig, hochzukommen. Deswegen ist ja auch das Zittern in Liga 2 so groß, weil alle wissen, dass das kein Selbstläufer mit dem Wiederaufstieg ist.

    Schlage vor, am kommenden Samstag, die neun Tore aufzuholen und mit bisschen Glück (oder auch viel) für ein kleines Handball-Wunder sorgen.

    Ich bin da insgesamt sehr bei Rotbart und finde sein "mimimimi" herrlich.

    Es bleibt bei 2 Aufsteigern und ob 2 ,3 oder 4 Klassen, es wird immer einige Vereine geben, die gerne würden, aber es nicht schaffen.

    Es tummeln sich halt in der 3. Liga viele arrivierte Vereine, die eine Vergangenheit in 2. und/oder 1. Liga haben. Und die mit den Ambitionen wissen: Zunächst muss ich eine konstante Saison performen, um unter die ersten Zwei zu kommen und im Mai/Juni kommen die 4 wichtigsten Spiele, in denen ich keine Schwächen zeigen darf.

    Wem das gelingt, steigt verdient auf.

    Wolferl63 hat es sehr ausführlich dargestellt.

    Da die Wiesel gegen die Eulen am Wochenende spielen und irgendwo die zwei Punkte bleiben, bleibt eine der beiden Mannschaften unter 31 Punkten. Stand heute reichen 31 schon, damit ist Dessau aus der Verlosung.

    Hochspannung pur. Ich tippe, dass 30 Punkte (mit "gutem" Torverhältnis) zum Schluss reichen bei den vielen Spielen abstiegsbedrohter Vereine untereinander.

    Es wird jetzt auch Zeit, dass heute und morgen durch die drei Spiele die Tabelle gerade gezogen wird, damit es keine Verzerrung gibt.