Natürlich hat Kiel eine Spielphilosophie. Man setzt auf körperlich starke Spieler, vor allem für die Abwehr, auf dominante Kreisläufer, die gute Sperren stellen, auf große Schützen mit viel Power aus dem Rückraum, auf zwei Kreisläufer in der zweiten Welle, auf viel sieben gegen sechs mit Entscheidungen aus dem Sprung. Das ist alles ziemlich genau das Gegenteil von Magdeburg, aber das macht den Handball ja attraktiv. Eric Johansson passt perfekt da rein, bei Skipagotu wundert mich die Idee dahinter ein bisschen, gerade weil ich Zarabec immer einen leichten Fremdkörper fand. Aber der körperlich starke Phänotyp auf der Mitte, den Karabatic oder Duvnjak verkörpert haben, ist ja ohnehin zunehmend schwerer zu finden. Meine Prognose ist, dass man Johansson irgendwann auf die Mitte ziehen wird und Köster stattdessen auf RL einbaut. Ob es Wallinius packt, wird man sehen, ich halte nach wie vor sehr viel von ihm, aber vielleicht reicht es mental nicht.