Beiträge von topha

    Bzgl. RTH ist mir gestern eine Szene (inkl. Kommentar) im Gedächtnis geblieben. Und zwar die, als er bei 10m von der Abwehr gestoßen wurde (von Guardiola glaube ich), wofür der Abwehrspieler 2min kassiert hat. Kretschmer und Götz haben sich danach ziemlich aufgeregt und Kretschmar hat deutlich sein Unverständnis geäußert, wie ein Koloss wie RTH so "weit" fallen kann.

    Ich bin weder RTH Fan noch "Feind". Sorry, aber wenn ich in einer schnellen Aktion von hinten einen Stoß bekomme von einem anderen "Koloss", wieso kann ich dann nicht so weit fallen? Jeder der selbst spielt/ gespielt hat, weiß doch dass wenn man mit Schwung irgendwo im Grenzbereich der Physik arbeitet, dass man dann schnell auch mal wegrutscht und mit Dampf irgendwo rein rattert. Wenn ich dann noch in die gleiche Richtung laufe, wie ich gestoßen werde, dann verdoppelt sich ja die Kraft.. Das fand ich schon ziemlich schwach kommentiert (und irgendwie auch dreist dort Schauspielerei zu unterstellen).

    Das war einfach "unclever" vom Abwehrspieler. 2 Minuten hätten es mMm zwar nicht sein müssen, aber das ist eine andere Diskussion.

    Ich denke über Foul würde auch keiner diuskutieren. Klar geht er raus und versucht den Gegenspieler zu attackieren. Ich würde nur behaupten dies passiert in jedem Spiel sehr häufig. Insofern könnte man ja immer argumentieren, dass eine Verletzung in Kauf genommen wird, wenn ich nach vorne gehe und versuche den Gegner am Wurf zu hindern indem ich auf die Wurfschulter gehe.

    Ich will hier auch gar nicht Ilic verteidigen oder die Schiedsrichter angehen. Für mich ist nur die Grenze dort nicht wirklich klar. Würde nicht auch jeder seitliche Stoß zum Verlust der Körperkontrolle führen und müsste mit einer roten Karte geahndet werden?

    Also generell würde ich befürworten, dass Attacken in der Luft (noch) stärker geahndet werden. Hier steckt eben doch arges Verletzungspotential. Ich denke ein wichtiger Punkt ist auch der, den du angesprochen hast: Spieler haben eine unterschiedliche Körperkontrolle. Der eine lässt sich abrollen nach einem Wurf, weil er Kraft sparen will. Der andere nicht. Daher ist die Regelauslegung ja dann doppelt schwierig (für SR und Spieler). Bei gleicher Situation und gleicher Intensität hängt es von meinem Gegenspieler ab, ob ich disqualifiziert werde.

    Nun zu Momir Ilic: Arcosh hat es schon treffend formuliert. Da er seinen Gegenspieler unvorbereitet im Sprung trifft und dieser sich auch nicht schützen kann, sodass er tatsächlich die Körperkontrolle verliert, hat er den Tatbestand nach 8:5 a) erfüllt. Hier war also Tatsächlicher Verlust der Körperkontrolle das Kriterium der gesundheitsgefährdenden Ausführung. Und daher musste er direkt disqualifiziert werden.

    Danke für die Ausführung! War mir tatsächlich nicht so bewusst. Könnte man das nicht auch ad absurdum führen? Also jeder Stoß der nicht antizipiert werden kann & bei dem ich unglücklich falle, wäre mit rot zu bestrafen?

    Und wenn ich mit Dampf auf die Abwehr gehe, muss ich dann nicht damit rechnen, dass ein Abwehrspieler zum Block zu mir kommt? Er kam ja nicht von hinten/ seitlich, sondern war frontal zu sehen.

    Auf Handball-Planet wird über das Foul/ die Rote Karte von Ilic berichtet unter der Überschrift "Ballet oder Handball". Zugegebenermaßen ist der Gegenspieler ungünstig aufgekommen, aber eine Absicht konnte ich nicht erkennen. Wahrscheinlich hätte es nichtmal einen Freiwurf gegeben, wenn er nicht so gefallen wäre. Was denkt ihr?

    BALLET OR HANDBALL: Momir Ilic sent-off in Zagreb... | Handball Planet

    Hat jemand die ganze Partie gesehen? Da steht ja auch, dass es ein ziemlicher Kampf war und die Schiedsrichter die Kontrolle verloren haben.

    Endlich ist Toft mit Rot runter!
    Hätte er für die gleiche Aktion schon in der ersten HZ bekommen müssen!

    Ich weiss nicht genau, wann die Aktion war. Meinst du den "Block" gegen Mogensen (glaube ich), bei dem ihm dann der Arm abgerutscht ist? Da hätte ich ihm zumindest nach der Zeitlupe auch etwas Absicht unterstellt.

    ...außerdem spielt Berlin wie schon in der letzten Saison mit einem Kreisläufer, dessen Aktion fast ausschließlich daraus bestehen, die Leute zu sperren, weg zu drücken, den Hintern raus zu schieben und Raum zu sperren. Handballerisch ist das eher arm und für mich fast durch die Bank "Stürmerfoul". Aber – solange das keine ahndet...

    Ich gebe dir Recht, dass in der ganzen Liga das Kreisspiel schon sehr stark an Wrestling erinnert. Das passiert aber nicht nur in Berlin, sondern auch überall sonst und liegt eben auch daran, dass die Abwehrarbeit gegen den Kreis sehr großzügig ausgelegt wird. Wenn man konsequent das halten, reißen, stoßen und Trikot ziehen bestrafen würde, würde das anders aussehen. Aus meiner eigenen Beobachtung: Oft wenn ich dachte, dass der Kreis den Hintern weit rausgestreckt hat, dann hat er vorher einen Stoß in den Rücken bekommen und sich so im Gleichgewicht gehalten.

    Im Übrigen hat in Berlin letzte Saison (zumindest 2. Hälfte) Pevnov deutlich mehr Spielanteile gehabt :)

    Finde es an sich auch traurig, dass solche Spiele nicht ausverkauft sind. Vielleicht liegt es auch an dem "Profil des Publikums" in den jeweiligen Sportarten. Und das meine ich jetzt mal durchaus positiv für den Handball. Ich kann da aber nur für mich sprechen:

    Wenn ich mal in Berlin beim Eishockey oder Fußball war, dann habe ich mich eigentlich immer gefreut wieder zum Handball gehen zu dürfen. Jetzt kommt mal etwas übertriebene Verallgemeinerung: Viele (stark) betrunkene und gröhlende Fans, Gewaltbereitschaft und Pöbeleien vor dem Stadion.

    Natürlich sind nicht alle so und es gibt genug "Normale" überall. Ich würde allerdings behaupten, dass es in der Handball-Halle durchaus "familien-freundlicher" zugeht. Damit zieht man aber keine Massen aus den anderen Sportarten in die Hallen...

    Es geht ja auch nicht darum, ob der Eine, der Andere oder der Dritte schlechte Menschen sind (wer außer den Göttern will das auch beurteilen können), sondern schlicht darum, daß sich A und B nicht leiden können, wobei A und B in wechselnden Rollen austauschbar sind. Dies ist ein Lagerwahlkampf zweier Fraktionen, in dem alte schmutzige Wäsche gewaschen wird, wobei sich eine der ausgeguckten Galeonsfiguren ihren Ruf per Wortmeldung in dem Versuch, die andere zu diskreiditieren, ganz alleine (weiter) ruiniert. Allerdings nur bei der Gegenseite und in der Öffentlichkeit, im eigenen Lager vermutlich eher nicht. Die andere Galeonsfigur verhält sich - in dieser Situation - schlauer. Sympathisch erscheinen mir beide Seiten schon seit (eigentlich auch vor) Beginn dieser Affäre eher nicht so. Es ist sehr schade, daß der Verband sich mal wieder öffentlich lächerlich macht (bzw. ehemalige Verbandsprotagonisten dieses versuchen) und es ist noch viel mehr schade, daß es keine dritte Partei gibt, die mit dem ganzen Klüngel aufräumen kann. Das ist aber vermutlich aus strukturellen Gründen sowieso nicht möglich, denn mit der einen oder der anderen Seite würde sich wohl jeder in diesem Amt arrangieren müssen. Dieses Geplänkel ist nur noch ein weiterer Beitrag dazu daß die nicht direkt handballaffine Öffentlichkeit diesen Sport nach den ungezählten Skandalen und Skandälchen der letzten zehn Jahre sowieso schon lange nicht mehr ernst nimmt, was man zwischen den Zeilen auch in der Berichterstattung außerhalb von Handballwelt (und der ja grundsätzlich insubtilen Springerpresse) herauslesen kann.

    Da geb ich dir zu 100% Recht. Ich wollte nur meinem Gerechtigkeitsempfinden Genüge tun :) Ich bin auch durchaus für lebendige Konflikte - sie müssen nur sachlich und professionell ausgetragen werden, eben im Sinne der Sache.

    Ein Artikel von Focus Online, wo Heiner zu seiner Kritik steht:

    Not Found

    "Heiner - Befreier & Sprecher aller Unterdrückten"? - Jetzt mal im Ernst: Ich weiß ja nicht welche Zwänge für z.B. ehemalige Spieler bestehen bzw. wie konform man sein muss, um an ehrenamtliche Posten zu kommen. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der sicherlich nicht einfache Bob Hanning überall seine Finger im Spiel hat und seine Macht überall nutzt um seinen "Gegnern" zu schaden. Da hätte er ja neben seinen unzähligen Ämtern wirklich viel zu tun. Das klingt ja langsam schon fast nach Verschwörungstheorie für mich.


    Ich kenne BH nicht persönlich und kann mich deshalb nicht wirklich äußern. Aber ich möchte mal kurz erläutern, warum er für mich kein so schlechter Mensch sein kann: Alle Jugendspieler der Füchse mussten bspw. einen kompletten Tag bei der Müllabfuhr mitarbeiten, um zu sehen was für ein Privileg der Profisport ist und Respekt vor der Arbeit anderer zu haben. Ebenso sind wohl kulturelle Besuche ins Theater Pflichtprogramm. Ein Paul Drux wurde in seiner 1. Profisaison mit einem Dienstwagen "gelockt", wenn er sich benimmt. Für mich alles Zeichen, dass er auch menschliche Werte neben dem Profigeschäft ernst nimmt. Diese Aspekte rechne ich ihm positiv an.

    Der Zweck heiligt ja bekanntlich sehr oft die Mittel, deshalb: Applaus an den Schnauzbart. Wenn es zum von der Handball-Bildfläche verschwinden von Mr. GerneGroß beiträgt … sehr schön.

    Imho tragen die Mittel dazu bei, dass in der öffentlichen Wahrnehmung außerhalb der Handball-Fans nur noch die ganzen Querelen wahrgenommen werden. In der aktuellen Weise auch nur noch peinlich auf Bild/ Boulevard-Presse Niveau. Seitdem diese ganze Geschichte angefangen hat mit Bauers Rücktritt habe ich nur (in)direkte Vorwürfe & Urteile über die Person Bob Hanning gelesen. Wenn man also dies schon über die Öffentlichkeit austrägt (was sich eigentlich verbietet), warum wird dann nicht mal konkret gesprochen? Ich meine Beleidigungen kann jeder über die Presse streuen, dann soll er das doch auch bitte mal anhand konkreter Sachverhalte schildern.

    Wie auch schon mehrfach hier geschrieben, denke ich dass die gewählten "Mittel" eher die Unentschlossenen ins "Lager" von BH wandern lassen. Ganz einfach, weil es die Art & Weise wie die Dinge hier (in der Öffentlichkeit) ausgetragen werden eines Präsidiums nicht würdig ist.

    Sehe ich ähnlich! Aus Sicht der SG & deren Fans auch sicherlich wünschenswert. Allerdings aus Sicht der Kommanditeure auch nachvollziehbar, ansonsten heisst es vielleicht: "Der stopft die SG mit Geld voll, der muss es ja dicke haben" und somit Kunden/ Geschäftspartner vergrault.

    Wer diese anonymen Leute sind bzw. das man nicht offen darüber redet erscheint mir das unseriöseste der ganzen Sache. Es wird von zwei gesprochen und man kann wohl vermuten das Larsen einer der beiden ist, wenn er schon hinter Hansen-Geschichte gesteckt haben soll. Ich finde trotzdem das allermindestens Mahé nicht mehr seriös finanziert scheint. Klar, wir haben in den letzten Jahren...im Grunde seit Kaufmann/Glandorf/Andersson keine wirklich teuren Spieler mehr geholt, insofern sind die anderen Transfers jetzt nichts was nicht viele anderen Clubs auch mal machen...aber durcheinander wirkt das durch Mahé nun schon.

    Das stimmt. Allerdings könnte man ggf. mal nachsehen, wer überhaupt als Kommanditeur bei der SG eingetragen ist. Die müssen imho im Handelsregister stehen, insofern kann man daraus schließen aus welchem Kreis diejenigen kommen.

    * Kommanditisten sind auch Gesellschafter - ansonsten richtig, die Einlage ist definiert und die Haftung auf die Einlage begrenzt. Das ist es aber bei Komplementären und Gesellschaftern einer Kapitalgesellschaft auch ;)

    Jupp, deshalb zählen sie ja zur Gesellschaft. Sorry, wollte nur grob klarmachen, dass es eben Teil der Flensburger Gesellschaft ist und nicht "extern".

    * Budget / Etat / Bilanz - wir nennen einfach mal alle möglichen Begriffe und einer wird schon passen... - Die Kommanditeinlage zählt zur Bilanz. Budget / Etat steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Die Verbindung ist insofern richtig, als dass die Einlage Liquidität bringt und damit in Budget einfließen kann - aber nur einmal, denn dann ist die Einlage weg und das wäre unklug

    Genau, Eigenkapitalerhöhung. Die Begriffe habe ich alle aufgefasst, da sie immer mal wieder mitschwirren. Hätte ich gewusst, dass ich formal korrekt definieren soll, hätte ich mir mehr Mühe gegeben ;) Budget kommt aus der Unternehmenssteuerung/ Controlling und bedeuten das zuweisen von Mitteln für einen bestimmten Zweck (z.B. Personalausgaben für einen Bereich/ Abteilung). Etat stellt imho das gleich dar, nur aus dem franz. Sprachgebrauch (das zur Verfügung stehende Geld für einen bestimmten Zweck).

    Unabhängig vom Zitat wird wie wild mit den Begriffen Budget und Etat jongliert, dazu ein paar Gedanken:

    * Etat ist kein betriebswirtschaftlich definierter Begriff - ich würde ihn am ehesten noch übersetzen mit der Summe der Erträge. Wobei das schon wieder schwierig wird bei der chronischen Unterdeckung einiger Vereine, da wäre es dann eher die Summe der Aufwendungen.

    Die Begriffe habe ich alle aufgefasst, da sie immer mal wieder
    mitschwirren. Hätte ich gewusst, dass ich formal korrekt definieren
    soll, hätte ich mir mehr Mühe gegeben ;) Budget kommt aus der
    Unternehmenssteuerung/ Controlling und bedeuten das zuweisen von Mitteln
    für einen bestimmten Zweck (z.B. Personalausgaben für einen Bereich/
    Abteilung). Etat stellt imho das gleich dar, nur aus dem franz.
    Sprachgebrauch (das zur Verfügung stehende Geld für einen bestimmten
    Zweck).

    * Etats werden (wenn überhaupt) von den Vereinen selbst angegeben. Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Institutionen, die hier einen realistischen Einblick geben und Vergleich ziehen könnten. Einmal die Finanzämter, aber auch die nur bedingt, da hier auch unterschiedliche Gestaltungsspielräume genutzt werden. Dann schon eher die HBL-Lizenzierungskomission. Die kann alle Zahlen nebeneinander legen und eine Vergleichbarkeit herstellen. Tut sie auch - aber nicht öffentlich. Man hat das in der Vergangenheit gesehen, wenn die dpa in der Saisonvorbereitung die Etatzahlen veröffentlichte und die von der HBL veröffentlichte Zahl für die gesamte Liga regelmäßig deutlich von der Summe der dpa-Zahlen abwich.

    Richtig, auf handball-world.com werden zT geschätze Etats für Spielergehälter angegeben. Genaue Auskünfte aus Bilanz und GuV können hier nur bedingt weiterhelfen, weil ja oftmals nicht die Handball-Abteilung eine eigene Gesellschaft ist. Hinzukommt, dass man selbst bei Personalausgaben nur Gesamtsummen hätte und man dann runterrechnen müsste, wie groß der Teil ist den der "Verwaltungsapparat" verschlingt.

    * Etats sind ohnehin nicht vergleichbar, weil die Verhältnisse in den Vereinen zu unterschiedlich sind. Mal das klassische Beispiel Catering: Verein A hat die Cateringrechte verkauft an ein externes Unternehmen und bekommt dafür 100.000 € pro Saison. Verein B organisiert das Catering selbst, nimmt im Laufe der Saison 250.000 € ein, hat aber 150.000 € Ausgaben für Einkauf und Personal. Bei Verein A trägt das Catering 100.000 € zum "Etat" bei, bei 100.000 € Gewinn aus diesem Bereich. Bei Verein B werden auch 100.000 € Gewinn aus diesem Bereich gemacht, das Catering trägt aber 250.000 € zum Etat bei.

    Wie du richtig schreibst, ergibt sich der Etat für Spieler aus den Einnahmen (Sponsoring, TV, Merch etc.) und Ausgaben für das drumherum. Logischerweise wollen natürlich alle Vereine diesen Bereich maximieren. Insofern kann man schon vergleichen, welcher Verein welchen Etat für seinen Kader hat. Ich gebe dir recht, dass eben aufgrund der o.g. "Schätzung" der Etats natürlich schwieriger wird.

    Also imho heißt kommandit(-Gesellschaft), dass es Geldgeber gibt, die formal zur Gesellschaft/ Verein gehören, aber im Unterschied zum Gesellschafter nicht haftbar gemacht werden können im Falle eines Zahlungsausfalls o.Ä.. Das eingebrachte Kapital gehört aber zur Gesellschaft/ Verein und zählt somit auch in das Budget/Etat/ Bilanz.

    Da in der Pressemitteilung ja von Kommanditist gesprochen wird, kann man wohl davon ausgehen dass es zum Spieleretat zählt. Wenn es Privat Sponsoring wäre, hätte man das wohl in der PM nicht explizit erwähnt.

    Wie zuverlässig die zT geschätzten Etats sind, sind aber nochmal eine andere Sache.

    Ich finde auch, dass wir bei der (Gesamt-)Vermarktung der Sportart noch viel mehr machen können und sollten. Und zwar in viele Richtungen:

    - Professionalität beim Auftreten (nichts gegen den Versuch bei Facebook mit Videos etc., das finde ich gut!): Aber es sind doch vergleichsweise schlechte Videos (Bildqualität, Aufmachung) im Vergleich zu anderen Sportarten. Die EHF mit dem FF4 sehe ich hier auch schon deutlich weiter als bspw. die DKB HBL.

    - Das Vermarkten von "Typen" und der Sportart an sich. Damit meine ich nicht Eskapaden und persönliche Meinungen zu div. Themen von Spielern bzw. peinliche Selfies. Man kann imho allerdings hier ansetzen, um eine persönliche Bindung/ Identifikation mit Spielern/ Vereinen zu erreichen. Dabei können gut gemachte Videos von Trainings/ Vorbeitung zu Hause usw. helfen. Auch Info-Veranstaltungen/ Google Hang-Outs/ Meet XYZ mit ein bisschen Publicity helfen dabei. Auch neutrale Videos von z.B. Trainings in Kooperation mit den großen Ausstattern könnten mMn helfen um Interessenten zu locken bzw. für den Sport zu begeistern.

    - Man fasst das Zielpublikum auch zu eng. Man vergleicht sich eigentlich immer mit Basketball, Volleyball, (Eis-)Hockey und Fußball. Hierum baut man auch das Marketing und schielt eig eher von den anderen Sportarten Zuschauer "abzuwerben". Das neue (junge) Zielpublikum ist aber gar nicht immer direkt an den Sportarten interessiert. Man schaue sich nur mal die E-Gamer-Szene an, was die sich aufgebaut haben (inkl. eigenen Übertragungsdiensten und Turnieren mit Millionen-Preisgeldern). Oder aber die immer größer werdende Fitness Community, die generell an Sport interessiert ist, aber vielleicht nicht direkt an Mannschaftssportarten. Klar ist es hier schwieriger die Kunden anzusprechen, aber ggf. lohnt es sich eher als immer nur zwischen den "Konkurrenzsportarten" abzuwerben.

    Das ist bei weitem nicht Alles, aber ich habe so etwas das Gefühl man verschläft beim Handball immernoch Chancen die digitalen Medien für sich zu nutzen. Und dabei meine ich nicht, dass man nicht Twitter nutzt, sondern vielmehr, dass man sich auch etwas mehr mit der Materie auseinandersetzt. Eine News auch noch zusätzlich über Twitter zu verbreiten ist zwar nett, aber damit gewinnt man nicht unbedingt neue Interessenten hinzu.