Beiträge von obotrit

    Müsste es nicht richtigerweise heißen: so wie man die Mannschaft spielen lässt?

    Nö. Eine gute Mannschaft weiß, wie man zu spielen hat.

    Sicher ist der Trainer immer in der Verantwortung, wenn es läuft, wird er gehuldigt, wenn es nicht läuft verdammt. Aber für die Stürmerfouls, die Fehlpässe, die Fehlwürfe und den verworfenen 7m kann er wenig. Ohne die Fehler hätte es zum Unentschieden, vielleicht sogar Sieg, reichen können.

    Wofür man Alfred kritisieren kann, ist die Kaderzusammenstellung sowie das Coaching. Die Auszeit beim Tor von Knorr war unglücklich und ist auch schon einigen Vereinstrainern passiert. Deutschland blieb in Ballbesitz und hatte die Möglichkeit, dass sie das Tor dann auch zu machen. Die Fehler in der Crunchtime hat die Mannschaft gemacht und damit bewiesen, dass sie längst nicht so gut sind, wie sie gesehen werden.

    Bis auf Tor und Kreis fehlt es tatsächlich an Qualität im Kader und ich glaube nicht, dass dies in absehbarer Zeit besser wird. In den Spitzenteams der HBL sind es ausländische Spieler und nicht deutsche, welche für den Erfolg entscheidend sind.

    Köster, Uscins, Knorr, Lichtlein, Schluroff, Grgic, Fischer, Späth haben alle Talent, aber die Erwartungen, die man in sie setzt, können sie gar nicht erfüllen. Von herausragender Qualität sind sie noch ganz weites Stück entfernt und der Hype um sie ist eher ein zusätzlicher Rucksack, den sie mitschleppen müssen.

    Das größte Problem sehe ich auf der Spielmacherposition und da kann man auch Alfred für kritisieren. Zum einen, weil er zu wenig auf Grgic setzt und zum anderen in der Kaderzusammenstellung. Anstatt eines Lichtlein und Köster wären bei mir Tissier, Mappes ne Alternative gewesen.

    Man konnte sehen dass die Jungs gerade vorne noch nicht eingespielt sind und im Angriff noch Luft nach oben haben. Würfe auf das leere Tor sollten auch wirklich mehr geübt werden. Ansonsten war es ein Arbeitssieg gegen unangenehme Ösis, der in Ordnung geht. Mir wird hier von Einigen deutlich zu viel gemeckert, als hätte man ein echtes Gurkenspiel abgeliefert.

    Mal schauen wie die beiden Mannschaften sich in den nächsten beiden Spielen schlagen. Dann lässt sich dieses Spiel besser einordnen.

    Ich schätze ja deine Beiträge sehr, aber weit davon entfernt war das nach meiner Wahrnehmung nicht wirklich. Nur auf die 1. HZ bezogen würd ich sogar sagen, es war eins.

    Die deutsche Mannschaft hat noch nicht brilliert, aber einen souveränen Auftaktsieg gegen eine unangenehm zu spielende österreichische Mannschaft erreicht. Gut gefallen hat mir die Abwehrleistung. Der Mittelblock hat gut gearbeitet, zahlreiche Rückraumwürfe geblockt und Durchbrüche gut unterbunden ohne dabei zu viele Zeitstrafen zu sammeln. Im Angriff haben die Kreisanspiele gut funktioniert und in der zweiten Halbzeit haben mir Juri Knorrs Seitenverlagerungen gefallen, die die Außen in freie Wurfpositionen gebracht haben. Die niedrige Zahl der technischen Fehler war ebenfalls positiv. Vermisst habe ich das schnelle Umschaltspiel und die erfolgreiche zweite Welle, die die Mannschaft in Hannover gegen Kroatien präsentiert hatte.

    Jetzt gilt es abzuwarten, wie die Spanier sich gegen Österreich behaupten und es gilt die "Pflichtaufgabe" gegen Serbien souverän zu lösen. Es ist nicht notwendig am ersten Spieltag schon eine "Endspiel-Leistung" auf die Platte zu bringen.

    Sicher nicht, aber unter einer souveränen Leistung verstehe ich doch etwas mehr oder besser noch, was ganz anderes. Österreich war im Angriff so erschreckend schwach, dass ich mich schwer damit tue, die Abwehrleistung des DHB-Teams einzuschätzen. Gerade auch, was die die geblockten Rückraumwürfe betritt. Na claar ist ein geblockter Wurf immer gut, aber gestern waren da einige dabei, da war es wirklich nicht schwer, den Ball zu blocken. Eher schwerer, nicht vom Ball getroffen zu werden.

    Die Offensive des DHB-Teams war aber auch nicht gerade ansehenswert. Es waren eher die Gegenstöße nach den Ballverlusten der Ösis, von denen Deutschland profitierte.

    Wenn man souverän damit definiert, dass der Sieg über die Zeit nie in Gefahr war, dann kann man das so stehen lassen. Das lag aber nach meiner Wahrnehmung eher an der Schwäche des Gegners, als an eigener Stärke.

    Um es kurz zu machen. Ich würde nicht unbedingt auf Deutschland als Gruppensieger setzen.

    Übrigens hab ich mir das Spiel im öffentlich rechtlichen angetan, weil ich mal den Nass erleben wollte. Meine Güte, was das wieder für Superlative verwendet wurden.

    Wieso soll ich das nicht wissen ?😃 Ich kenne das Magdeburger Spiel genauso gut wie du,Buster 😉

    Das gehört zu einem modernen "nur" Abwehrspieler dazu, macht ihn sogar noch wertvoller als den klassischen "nur" Abwehrspieler.

    Ändert aber nichts daran, dass er bei Magdeburg im normalen Angriff nicht spielen wird, er aber durchaus auch offensive Qualitäten hat.

    Nö Mom, der Buster hat ne bessere Sicht auf das Magdeburger Spiel.

    Es gab aber nun mal leider viele Unwägbarkeiten, die sicher auch den einen oder anderen € verschlungen haben.

    Mit weniger Verletzungen etc. wäre wohl das Konto voller.

    Nur leider kann man sich nicht immer alles so backen.

    Vielleicht kommt ja Kuzma erst 2027. Vielleicht gehen wir ja nur mit 1 KM in die Saison.

    Ungeplant war einiges, vermeidbar wohl wenig.

    Kervi, alles ist denkbar, aber das garantiert nicht. Darauf setz ich ne Runde bestes Hopfenbräu, dass wir mit 2 KM in die neue Saison gehen. Ich gehe sogar noch weiter und erhöhe das Risiko. Wir gehen mit dem Sauger und Oscar in die neue Saison. :hi:

    Irgendwie schreiben wir wohl aneinander vorbei. Es ging nicht um Unwägbarkeiten wie Verletzungen, die einen zum Handeln zwingen (wenn man dazu in der Lage ist). Es ist auch null Vorwurf an den Verein, im Gegenteil, ich bin froh, dass der SCM in der Lage war und ist, genügend sportliche Argumente und finanziellen Spielraum für solche Unwägbarkeiten zu haben. Dass jetzt bei Mandic und Kuzmanovic (?) aus der Not eine Tugend gemacht werden kann, weil alle Parteien mitspielen (können und wollen), ist gut für den SCM. Dennoch ist der finanzielle Einsatz nicht unerheblich, damit kein sportlicher Schaden entsteht und genau deshalb hätte ich mir gewünscht, dass Niko seinen Vertrag bis 27 erfüllt und nicht durch den vorzeitigen Wechsel weitere Kosten produziert werden. Das war auch der Ausgangspunkt meines Einwands.

    Tante Edit ist selbstredend froh, dass es dabei in Magdeburg nicht die öffentlichen Gebärden wie 150 km weiter östlich gibt.

    Für die zusätzlichen Kosten in Sachen Mandic kannste nicht Niko in die Verantwortung nehmen. Er hat sich nicht selbst gesperrt und wahrscheinlich wäre die Sache für ihn und den SCM ohne den "Deal" oder soll ich besser Kuhhandel mit den Wächter des sauberen Sports schreiben viel ungewisser ausgegangen. Also diese Zusatzkosten fallen für mich in die Kategorie Unwägbarkeiten.

    Was den neuen TW für 26/27 betrifft, da wissen wir nicht, ob weitere Kosten (Ablöse Kuzmanivic oder keine Ablöse, falls ein anderer TW kommt) anfallen. Ich hätte Niko auch gerne noch bis 27 hier gesehen, kann nachvollziehen, wenn er weg möchte.

    Um weiter ganz oben zu bleiben, werden wir die Brieftasche aufmachen müssen. Guck Richtung Osten, auch der Norden wird versuchen zu klotzen.

    Wichtig wird sein, das die Neuen in Zukunft passen.

    Das meine ich ja nicht. Ich meine, dass unsere Wachstumspotentiale wahrscheinlich begrenzt sind und das es im Wettrüsten der Zukunft auch wichtig bleibt eine dicke Brieftasche zu behalten.

    Na da mach ich mir keine Gedanken. In Richtung Osten, also da, wo die Spree mal was teilte, kommt ja öfter mal was weg und der Norden hat offensichtlich auch ein paar Problemchen, das Geldsäckle zum Platzen zu bringen.

    Ich habe nicht davon gesprochen, dass Nikola Portner ein "Sünder" sei. NADA, WADA, HBL und Nikola Portner selbst haben einen Deal vereinbart, der das schuldhafte Doping verneint. Insofern ist er kein Sünder, aber er bleibt der Definition nach trotzdem ein gedopter Sportler.


    Um in deinem Vergleich zu bleiben. Wenn Du mir Kokain ins Essen mischen würdest, dann wäre ich kein vorsätzlicher Kokser, aber dennoch (unwissentlich) ein Drogenkonsument. Das ist schlicht eine faktische und wertungsfreie Beschreibung.

    Jo, wenn man die Sache völlig emotionslos betrachtet. Würde ich auf dieser Schiene mit meiner Frau reden, hab ich echt Probleme, mich vor dem Echo in den Keller verziehen zu können.

    Darüber lässt sich wahrlich streiten. In erster Linie wärst du ein Opfer meiner Übeltat. Würde die erst bei Gericht ans Licht kommen, weil du gegen die Entziehung der Fahrerlaubnis nach dem unwissentlichen Konsum vorgegangen bist, hast du bei schlüssigem Nachweis der unwissentlichen Einnahme gute Chancen, die FE behalten zu können. Natürlich sind daran hohe Hürden gebunden, die alleinige Behauptung, man habe dir was ins Essen gemischt, reicht in der Regel nicht aus.

    Die Frage lautet, wie würdest du dich fühlen und reagieren, wenn ich dich nach Offenbarung meiner Übeltat im gut gefüllten Gerichtssaal noch als Drogenkonsument beschimpfen würde :hi:

    Um auf Niko zurückzukommen. So ich es in Erinnerung habe, wurde er vom wissentlichem Doping (also vorsätzlich) freigesprochen. Leistungssteigernde Wirkung wurde auch verneint. Bestraft wurde er trotzdem, denn dieser Deal ist ja nix anderes. Er durfte nicht spielen.

    Wenn dies bei einer Kontrolle anlässlich einer Autofahrt festgestellt würde hätte er jedenfalls Probleme die Fahrerlaubnis zu behalten.

    Die Diskussion ob Portner gedopt war ist schon damals von MD-Fans und anderen Forenteilnehmern kontrovers diskutiert worden. Ich finde es schön wie ihr Magdeburger euch schützend vor euren Spieler stellt. Außenstehende haben da halt zum Teil eine andere Meinung / Wahrnehmung

    Das ist so. Mir ging es aber darum, ob er sich selbst als Sünder sehen würde, wo er ohne eigene Schuld was beigemischt bekommen hätte. Und wenn ihm denn noch einer erzählt, du bist schon für das was du verspeist selbst verantwortlich, würd ihm wohl die Hutschnur hochgehen. Es sagt sich immer so leicht, der Leistunssportler ist für seine Ernährung verantwortlich und wenn da was drin ist, was nicht sein darf, muss er die Konsequenzen tragen.

    Im Strafrecht reicht der Tatbestand alleine nicht aus, dazu muss der "Übeltäter" nicht nur schuldhaft, sondern überhaupt erstmal gehandelt haben. Also er selbst muss gehandelt haben (wenn ich mal die Unterlassungsdelikte rausnehme).

    Na ja, wenn Pytlick erst 27 kommen sollte, könnte Jeppsson eine solide Zwischenlösung sein. Es sei denn, Bob und Krickau haben schon einen besseren Plan B. Aber "sofort" dürfte sowieso der Haken sein.

    Herrlich, Bob und Krickau. Ich dachte immer, Krickau wäre Bob´s Plan B gewesen :hi:

    ALF

    Per Definition der NADA & WADA ist Doping das Vorhandensein einer verbotenen Substanz in einer Kontrollprobe und Athletinnen und Athleten sind immer dafür verantwortlich sind, was in ihrem Körper gefunden wird – ob mit Vorsatz, aus Fahrlässigkeit oder aus Versehen spielt hierbei keine Rolle. Auf Grundlage dieser Definition ist auch Nikola Portner des Dopings überführt worden. Nur der Vorsatz wurde im Rahmen der Ermittlung verneint und das Strafmaß dementsprechend angepasst.

    Mal rein hypothetisch, wenn ich dir etwas Coco-Hydrochlorid in dein Abendessen mische, würdest du dich nach dem Verzehr (von dem du nicht wusstest, womit es gewürzt ist) auch als "Kokser" bezeichnen