Eine gewisse Wurfauswahl kann man ja nachvollziehen, eben weil sie aus der Sicht des Spielers durchaus erfolgsversprechend ist und dazu gehören auch mal Heber und mal Dreher. Das ist letztlich auch alles ok, auch wenn man die Spieler sporadisch für solche Würfe kritisiert.
Weber ist nun schon ein Spieler, der viel mit Drehern statt Raketen arbeitet. Auch alles ok.
Was ich aber durchaus für "arrogant" halte, ist wenn ein Spieler seine Standardwürfe teils so unpräzise wirft, dass der Torwart einfach nur existieren muss, um die Würfe zu parieren. Wenn man solch ein Wurfmuster hat, dann muss man auch erwarten dürfen, dass der Spieler seine Würfe so gestaltet, dass sie rein gehen.
Letzte Saison waren die Dreher um den Torwart immer mal wieder so nahe angesetzt, dass der Torwart gar nicht mehr ausweichen konnte. Beim 7m gegen Melsungen holt er auch einen seiner "normalen" Wurfmuster raus, wirft aber den eigentlichen Dreher ums Torhüter-Bein genau ans Standbein.
Auf dem Niveau, auf dem er sich sieht, auf dem er agieren will und auf dem er auch hier agieren sollte, darf sowas eigentlich nicht zu häufig passieren. Es wäre ja nicht weiter wild, wenn sowas einmalig bliebe aber bei Weber sind wie gesagt schon manche Wurfentscheidungen bei, die man hinterfragen könnte. Nichtmal in der Auswahl an sich, sondern in der Ausführung.
Das wäre aber etwas, wo man als Spieler direkt ansetzen kann, solche Würfe auch wieder so zu werfen, dass sie öfter rein gehen. Er ist für seine Quote selbst verantwortlich. Er müsste sich dem aber bewusst sein und dann auch wieder treffsicherer werden wollen.