Beiträge von BHC06-JST

    Das Aushängeschild ist und bleibt aber die Bundesliga-Truppe

    Natürlich ist die Bundesliga-Mannschaft das Aushängeschild, aber für den Verein -> e. V. ist wohl der Spielort der Nachwuchsmannschaften nicht viel irrelevanter als der Trainingsort der Spielbetriebs-GmbH.

    irgendwelche Jugendmannschaften, die noch dazu nichts reißen

    Was ist das für eine arrogante Aussage? Zumindest ist man in der A-Jugend mal Deutscher Meister geworden, und die C-Jugend erst letztes Jahr NRW-Meister und als Schulmannschaft Deutscher Vize-Meister, dazu Erfolge bei internationalen Turnieren. Was hast du in deinem Leben sportlich so gerissen? Wahrscheinlich wenig Vergleichbares. Peinlich.

    Das Aushängeschild ist und bleibt aber die Bundesliga-Truppe und nicht irgendwelche Jugendmannschaften, die noch dazu nichts reißen. Wie viele, aus der eigenen Jugend kommende Akteure spielen denn bei den BHC-Profis? Und nein, Lukas Becher zähle ich nicht dazu, denn der hat jahrelang woanders gespielt.

    Wieso sollte man Lukas Becher nicht dazu zählen? Der hat bis zur A-Jugend beim BHC gespielt. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt? Alex Weck hat es auch in den Profikader geschafft, spielt jetzt in Minden 1. Liga. Es kann sicher besser sein, aber gerne mal Mannschaften nennen, die auf direktem Weg unfassbar viele Eigengewäche produziert haben, und zwar unter vergleichbaren Bedingungen wie hier. Nicht mit Berlin oder so ankommen, die sich in der B- und A-Jugend deutschlandweit die besten Spieler zusammensuchen können.

    Ich sehe da schon gute Punkte in der Argumentation mit dem Städtenamen. Aber das größte Problem bleibt die fehlende Spielstätte in Solingen (oder Wuppertal). Für mich ist der BHC gefühlt immer eher ein Solinger Verein gewesen. Davon ist man jetzt maximal entfernt, weil ab Sommer dort nur noch die Geschäftsstelle zu finden ist.

    Ich nicht. Solingen und Wuppertal haben dann immer noch kein Geld. Man darf auch nicht vergessen, dass man in Eisenach oder Gummersbach im näheren Umkreis keine größere Konkurrenz hat. Hier sind im Umkreis von 50 Kilometern etliche Erst- und Zweitligisten im Eishockey- und Fußball, in die man auch ganz wunderbar sein Geld stecken kann, siehe Barmenia und Bayer Leverkusen.

    Aber das größte Problem bleibt die fehlende Spielstätte in Solingen (oder Wuppertal).

    Absolut, das liegt aber nicht in der Hand des Vereins. Schwalbe-Arena, Buderus-Arena & Co. wurden auch nicht von den jeweiligen Vereinen finanziert.

    Für mich ist der BHC gefühlt immer eher ein Solinger Verein gewesen. Davon ist man jetzt maximal entfernt, weil ab Sommer dort nur noch die Geschäftsstelle zu finden ist.

    Logischerweise, wenn man mit der Solinger Lizenz spielt, die Geschäftsstelle in Solingen ist und hier die ganzen Nachwuchsmannschaften spielen und die kooperierende Sportschule hier steht. Aber mit Solingen alleine ging es vor zwanzig Jahren schon nicht, heutzutage ginge es noch weniger. Ich finde es lustig, wie BigRick aus der Eisenacher Perspektive denkt, es wäre selbstverständlich, Unterstützung der Stadt zu bekommen. Hier war man nicht mal in der Lage, über gesperrte Duschen in der Klingenhalle zu informieren.

    Davon ist man jetzt maximal entfernt, weil ab Sommer dort nur noch die Geschäftsstelle zu finden ist.

    Gut, den kompletten Nachwuchsbereich sollte man vielleicht nicht unterschlagen. Ich weiß nicht, ob ich das nicht relevanter finde als die Frage, wo ein paar gut bezahlte Profis, die im Normalfall an den Städten nicht besonders hängen, trainieren. Aber das kann man so oder so sehen.

    Okay, grundsätzlich reden wir eigentlich am Thema vorbei, weil wir kein Sponsoren-, sondern ein Infrastruktur-Problem haben, was Sponsoren nicht lösen, aber ich gehe trotzdem gerne drauf ein.

    Ne Stadt ist dann bereit, zu investieren, wenn der Name der Stadt dadurch auch etwas gepuscht wird.

    Das mag in Städten von 50.000 Einwohnern, wo über zwei Ecken jeder irgendwas mit dem entsprechenden Handballverein zu tun hat, so sein. Hier ist es nicht so. Eine westdeutsche Großstadt in der Metropolregion Rhein-Ruhr hat genug andere Probleme, einfach ausgedrückt.

    Ist nicht sicher gestellt, dass alle 2 Wochen ne Horde Gästefans in meiner Stadt auftaucht, vielleicht übernachtet und auch ein paar Kröten da lässt, dann juckt es mich nicht in den Fingern, hier etwas zu unterstützen.

    Diese Rechung geht vielleicht im Fußball auf, aber im Handball, wenn wir ehrlich sind, nicht. Horden von Gästefans sehe ich hier und anderswo eher selten, dreistellig ist schon was besonderes. Und dann haben die eine so kurze Anreise, dass die sicherlich nicht übernachten müssen.

    Oder den Bäcker usw. Oder lokale Unternehmen mit Weltruf. Solingen zB hat da so einiges zu bieten, aber die stehen auf den Ort, Wüsthoff, Zwilling oder Wilkinson Sword

    Wilkinson sponsert schon, Zwilling war in Kurzarbeit und hat Stellen abgebaut - die Schneidwarenindustrie lief schon mal besser, und die ist hier nicht so ganz unwichtig -, Wüsthoff steckt bei den Gräfrather Damen ein paar müde Euro rein, wenn da ernsthaftes Interesse bestünde könnte man mit ein paar Euro mehr da noch weitaus größere Unterschiede bewirken als im Männerhandball. Die bekannten Wuppertaler Unternehmen wie Vorwerk sponsern auch, und das ohne Städtenamen auf dem Rücken. Wenn der Name der jeweiligen lokalen Wirtschaft so wichtig wäre, wäre a) der Wuppertaler SV nicht gerade auf dem Weg Richtung Oberliga, b) Union Solingen nicht insolvent gegangen, c) die SG Solingen und der LTV Wuppertal nicht vor zwanzig Jahren auf dem besten Weg gewesen, aus dem höherklassigen Handball zu verschwinden, und so weiter und so fort. Abgesehen davon hat man auch Sponsoren aus Remscheid und der sonstigen Umgebung, warum sollten die einen Verein unterstützen, der sich explizit auf die zwei Städte beschränkt und nicht das gesamte Städtedreieck und Umgebung repräsentieren will? Man kann das alles so und so drehen. Das Kirchturmdenken funktioniert vielleicht bei Orten, wo im Umkreis von 30km nichts größeres kommt. Das ist hier aber nunmal nicht der Fall.

    Die Halle fest in Gummersbacher Hand! Beim Tor von Lukas Blohme hatte man am TV den Eindruck da fliegt gleich das Hallendach weg. :respekt:

    Ja, verdient. Hatten wir in der Schwalbe-Arena auch schon, als die Kräfteverhältnisse kurzzeitig mal andere waren. ;) Kommt aber in näherer Zukunft wohl erstmal nicht mehr so oft vor. Glückwunsch, Gummersbach einfach besser, ehrlicherweise auch die 9 Tore besser, auch wenn ein paar weniger natürlich schön für die Tordifferenz gewesen wären. Am Ende mit einem Punkt und -9 Toren aus den beiden Spielen zu gehen ist aber für uns denke ich völlig okay.

    Korrigiert mich mal: Ich komme irgendwie nicht daran vorbei, dass man im Namen des Clubs kein klares Bekenntnis zum Ursprungsort gibt. […] Die Identifikation mit der verantwortlichen Stadt fehlt so ein bisschen.

    Die einzigen, wo das bisher funktioniert hat, waren die RNL, aber da steht ne andere Kraft dahinter und keine Stadt ist in der Pflicht.

    Es fehlt keine Identifikation, es fehlt schlicht und ergreifend Geld. Es gibt nicht den einen Ursprungsort, ohne das Überlaufen des LTV Wuppertal zur SG Solingen wären beide Vereine in den Niederungen verschwunden. Der Name trägt dem Rechnung, und es ist auch logisch, dass man in der Sponsorenlandschaft beide Städte ganz gut gebrauchen kann. Natürlich spielt man mit der Solinger Lizenz spielt und die Jugendmannschaften spielen und trainieren in Solingen. Es weiß aber jeder hier, dass in dem Verein sowohl Solinger und Wuppertaler Teile drinstecken (vielleicht abgesehen von den letzten 50 WSV-Fans, die immer noch hoffen, dass ein Wuppertaler Unternehmen ihren maroden Verein aus reiner Nächstenliebe nochmal groß rausbringt und in dem BHC Konkurrenz sehen). Ob das jetzt 50-50, 60-40 oder 70-30 ist sei mal dahingestellt. Natürlich könnte man das Ding auch HSG Solingen/Wuppertal nennen, aber das würde an dem vermeintlichen „Problem“ ja nichts ändern. Die Situation ist ähnlich wie bei den RNL, mit dem Unterschied, dass in Mannheim schon eine Arena stand. Hier eben nicht. Ich kann dich beruhigen, auch wenn der Verein Solingen und/oder Wuppertal im Namen tragen würde, keine Stadt würde sich da in der Pflicht sehen. Schön wär’s. :lol: Das politische Backing ist in Großstädten naturgemäß anders als in Kleinstädten wie Eisenach oder Gummersbach. Die Kohle kommt sowieso wenn dann von privaten Investoren.

    "HSG Solingen/Wuppertal/Düsseldorf/Radevormwald" oder kurz "HSG Sowudüra"

    VfL GuKö? Ich denke, die Möchtegern-Kölner aus Oberberg sollten dankbar sein, dass ihnen mit Kohle von Stadt und Land eine Arena hingestellt wurde, anstatt sich über Probleme lustig zu machen, die sie vor einiger Zeit selber noch hatten.

    Steinhaus ist im Sommer 2027 sowieso weg. Aber ich wundere mich schon, dass Du glaubst manchmal reiche eine halbe Stunde Fahrtzeit aus. Für das Thema Regeneration ist das nicht gut und wenn Du zwei Einheiten am Tag absolvierst, dann überlegt man sich eine Rückfahrt zum Wohnort eventuell mal. Beispiel: Innerhalb Solingens bei vier Einheiten am Tag maximal eine Stunde im Auto, bei 45 Minuten pro Strecke sind es bei Radevormwald drei Stunden. Ja, es ist ihr Job. Ihre Verträge haben die Spieler aber unter anderen Bedingungen unterschrieben.

    Wer weiß, wie die Tagesplanung dann aussieht. Solange man alles an einem Ort hat ist das besser, als heute hier, morgen da. Du wirst sicher wissen, dass es früher so war und komischerweise hat man da auch ein paar Blöde gefunden, die hier gespielt haben. Steinhaus ist nur ein Beispiel von mehreren, u.a. Morante und M‘Bengue etc. haben in der Vergangenheit auch nicht in SG gewohnt.

    Zu Steinhaus: Weil er sich gerade rasant entwickelt und das anderen Vereinen nicht verborgen bleibt.

    Zum anderen Thema: Ursprünglich hieß der Verein, den Jörg Föste nach oben gebracht hat, Sporting Höhscheid. So hieß der Verein auch noch, als Bob Hanning Mitte der 90er dort Trainer wurde und aus der Essener Jugend Torsten Jansen und Florian Kehrmann mitbrachte. Das ist die ursprüngliche Ideologie, um Deine Formulierung aufzugreifen. Danach fusionierte man gemeinsam mit der PSVg Jahn Solingen zur SG Solingen, später dann mit dem LTV Wuppertal zum Bergischen HC. Jörg Föste ist gebürtiger Solinger, dort aufgewachsen und fest verwurzelt. Mittlerweile spielt der Verein aber seit ein paar Jahren nicht mehr in Solingen. Er verließ sogar das Bergische Land, um mal in Köln zu spielen und oft auch in Düsseldorf. In Solingen trainiert er nun ab Sommer nicht mal mehr. Die Solinger, die immer noch den absoluten Großteil der Fangemeinde stellen, nehmen das zur Kenntnis. Sagen wir mal so: Begeistert sind sie nicht gerade. Der Verein verliert so einen weiteren Teil seiner Wurzeln. Ich sehe das als gefährlich an. Daher bin ich sehr skeptisch.

    Ist glaube ich allen hier im Thread bekannt. Aber wer sind „die Solinger“? In welcher Position bist du, für alle hier zu sprechen, dazu noch von außerhalb? Ich bin auch Solinger und finde das halbwegs bescheuert, aber ich kenne auch die (nicht) vorhandenen Gegebenheiten in dieser Stadt und kann das entsprechend differenziert betrachten. Und auf die meisten Solinger, die ich kenne, trifft das auch zu. Auch in Sachen Identität: Das zentrale Problem ist die fehlende Spielstätte. Nicht wo die Mannschaft unter der Woche trainiert, das merkt die Öffentlichkeit sowieso nicht und von der Vorstellung, dass da irgendeiner auf dem Feld besonders an den zwei Städten SG und W hängt, sollte man sich im modernen Profisport sowieso freimachen. Erst wenn die Jugendmannschaften irgendwann auch nicht mehr in Solingen trainieren sollten, dann sind wir an dem Punkt, an dem ich dir uneingeschränkt zustimmen würde. :hi:

    Doch, ist es. Denn wenn Du in einer Stadt wie Solingen recht zentral beim aktuellen Trainingszentrum wohnst, brauchst Du dahin maximal zehn Minuten. Ab Sommer sind es dann grob 50 Minuten. Da steigt die Freude bei allen Beteiligten ganz sicher ins Unermessliche. Bei einigen Entscheidungen lag der BHC leider in den vergangenen Jahren doch arg daneben. Jetzt fällt es ihnen extrem auf die Füße. Und es soll Spieler geben, die auch von Solingen oder Wuppertal nicht maximal begeistert sind. Radevormwald muss man als Profi auch erstmal auf der Landkarte suchen.

    Es gibt Spieler wie Steinhaus, die ohnehin in Köln wohnen, der ist je nach Verkehrslage genauso schnell in Rade wie in Solingen. Dass die, die im Moment in der Nähe des Trainingszentrums wohnen, mäßig begeistert sind, ist logisch. Aber am Ende verdienen auch die genug, um sich zweimal am Tag für eine halbe Stunde ins Auto setzen zu können. Niemand muss von SG, W oder Rade begeistert sein (wäre ich von Minden, Gummersbach oder Lemgo auch nicht), aber es ist Profisport und die Nähe zu Düsseldorf und Köln gleicht das oftmals wieder aus. Sich wie früher Hallenzeiten in SG und W zusammensuchen zu müssen und Physio etc. dann nochmal woanders zu haben, wäre wohl kaum auf mehr Gegenliebe gestoßen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Hätte ich es bevorzugt, keine sechsstellige Summe für den Fall Naji aufwenden zu müssen und stattdessen einfach die Kohle an Kölker zu überweisen? Selbstverständlich. Ich halte aber die fehlende Spielstätte weiterhin für das deutlich größere Problem als Training in Radevormwald.

    Hätte man sich einigen wollen, hätte man das auch getan. So wird der Verein leider immer mehr vor die Wand gefahren.

    Wer genau was nicht wollte wird für die breite Öffentlichkeit wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Das viel größere Problem ist und bleibt aber die Spielstätte. Hätte man eine schöne Arena in Wuppertal, wäre auch Training in Radevormwald kein ernsthaftes Problem. Leider hat man darauf noch weniger Einfluss.

    Solange alle möglichen Orte, in denen man sich so aufhält, noch den bergischen Löwen im Wappen haben, ist man zumindest nicht ganz falsch (konsequenterweise müsste man dann aber auch die Geschäftsstelle aus Solingen rausverlegen #scherz). Bestimmt besser als Hallenhopping, aber auch weit entfernt von gut. Ansonsten fällt auch das wieder unter die Kategorie Jeder blamiert sich so gut er kann. Sowohl von Vereinsseite als auch von Seite zweier Städte die zusammen über 500.000 Einwohner haben.

    Darüber können wir als BHC-Fans auch heilfroh sein - das stand nach meinem Wissen ja auch nie zur Debatte. Gewalt ist in keiner Situation eine Möglichkeit - schon gar nicht als Vorbildsperson...

    Übrigens: Auch der Fan in der Handballhalle hat für mich eine Vorbildsfunktion...

    Klar, spricht für ihn. Es hätte in der Vergangenheit bestimmt einige Spieler gegeben, die sich nicht auf große Diskussionen eingelassen hätten, wenn die Frau/Freundin dumm angemacht worden wäre. Einfach von außen nicht dauerhaft daneben benehmen, nur weil man sich aufgrund der Vorbildfunktion der Spieler in Sicherheit wägt, dass im Zweifelsfall eh nichts passiert. Das ist peinlich.

    Hat jemand eine Idee welches dieser Teams auch bereit wäre das Final 4 auszurichten?

    Gibts bei diesen Final4-Turnieren eigentlich Zugriffsrechte sowas wie beste Mannschaft in der Vorrunde, oder wird das einfach so ausgeklüngelt?

    Handewitt wird sich dafür in der B Jugend schadlos halten

    In den letzten beiden Spielen schleifen gelassen oder kleines Formtief? Hätten sonst zusammen mit unseren Gräfratherinnen hier als zweite Mannschaft ungeschlagen durch die Meisterrunde gehen können.