Beiträge von Lernender

    Ein wenig schade finde ich, dass keiner der Sportler gefragt wurde, wo er war, als das zweite Gerichtsurteil verkündet wurde.

    Da haben die Journalisten eine Chance vertan.

    Wenn mich nicht alles täuscht, dann waren nämlich einige Sportler an dem besagten Tag zum privat organisierten Trainingslager unter dem Schwerpunkt Teambildung auf einer Mittelmeerinsel.

    Und Vincent Bülow hatte in seinem Interview ja auch gesagt, dass Wasser nicht ausreichte, um den Flüssigkeitshaushalt zu decken.

    Genau diese 3D-Einschränkung gibt es doch beim Blocken von einem Anwurf oder Abwurfs, wenn man mit den Händen in den Anwurfkreis oder Torkreis fasst , bzw. den Ball nicht vollständig herausfliegen lässt. Da gibt es ja auch die imaginäre Lichtschranke in 3D, welche die Schiedsrichter sehen müssen.

    Gilt das jetzt auch für Hand oder Schulter am Spielfeldrand?

    Die Regel 7:10 wird ja auch angepasst. Darum geht es um das Verlassen des Spielfelds, während der Ball gespielt wird.

    Konkret heißt es in der Zeitschrift Handballtraining vom Juni 2025: "Es ist nicht erlaubt, den Ball zu berühren, solange ein Körperteil außerhalb der Spielfläche ist - sonst gibt es einen Freiwurf für die andere Mannschaft."

    Was heißt außerhalb des Spielfelds? Wenn ich da Bodenkontakt habe?

    Oder auch der Arm in der Luft, welcher nach Gleichgewicht sucht, während ich mit dem anderen Arm im Spielfeld noch den Ball abspiele? Bei diesem Beispiel hätten nur die Füße Bodenkontakt und der wäre im Spielfeld.

    Ich find‘s richtig doof, dass es jetzt viel mehr um‘s Arbeitsrecht geht als die ganze Zeit vorher um Handballregeln. Sollte umgekehrt sein.

    In der aktuellen Zeitschrift Handballtraining vom Juni 2025 werden die Regeländerungen zur neuen Saison erklärt. Auf Seite 8 unter 4. Definition "im Spiel" heißt es:

    "Ab Juli wird in Regel 7 klar definiert, was "im Spiel" bedeutet: Der Ball ist ab dem Moment eines formellen Wurfs im Spiel, bis das Spiel durch einen Pfiff oder eine Entscheidung (Abwurf/ Einwurf) unterbrochen wird."

    Aber das war doch auch schon vorher der Fall, oder?

    Wenn der Ball die Hand verlassen hat, dann ist der Wurf ausgeführt und damit im Spiel.

    Deswegen hätte ja das Kampfgericht beim Essen-Dessau-Spiel spätestens zwischen Pfiff und Wurfausführung noch unterbrechen sollen.

    Mich irritiert übrigens auch immer noch, dass im Urteil von einem Einwurf gesprochen wird, aber die Spielfortsetzung nach der Auszeit ein Freiwurf war. Ist dies nun ein Fehler der Schiedsrichter oder des Gerichts?

    Was heißt es bei den Juristen eigentlich, dass das Spiel vor dem 30.06. gespielt sein muss (wie es im Urteil steht)?

    Bis 29.06. um 23:59Uhr oder bis zum Ende des Tages des 30.06.?

    In meiner Alltagssprache verwende ich es so, dass damit spätestens der 29.06. gemeint ist. Aber es kann ja sein, dass die Juristen dies anders formulieren.

    In dem Bildartikel steht, dass sie das Spiel auf den 30.06. ansetzen wollen.

    Helge- Olaf Käding (als Anwalt für Essen) sagte im Podcast Kreisab auch, dass sie die 14Tage-Frist genutzt haben.

    Aber wenn ich es jetzt richtig im Kopf habe, dann hatte die zweite Instanz alles am 03. oder 04. Juni vorliegen und hat den letzten Spieltag noch abgewartet, ob sie überhaupt ein Urteil sprechen müssen.

    Wäre Essen im Niemandsland der Tabelle, ohne Abstiegssorgen oder ohne Chance auf den DHB-Pokal, dann hätte das Gericht kein Urteil mehr sprechen müssen und hätte dies auch nicht getan.

    Mal angenommen, ich will meinen Jugendspielern mehr Einsatzzeiten in Form von mehr Punktspielen geben. Ich will aber den Festspielparagraphen umgehen.

    Wäre dann folgendes Konstrukt mit der neuen Regelung der Jugendspielrechte möglich?

    Es wird ein zweiter Verein gegründet. Der bestehende Verein HC Musterstadt und ein neuer Verein Musterstädter HC.

    Der neue Verein bekommt sechs Mitglieder (Und zwar den Vorstand vom HC Musterstadt. Die sind dann auch im neuen Verein gleich Vorstand.).

    Ich melde die Mannschaften wie im folgenden Beispiel.

    HC Musterstadt in B-Jugend Bundesliga

    Musterstädter HC in B-Jugend Regionalliga

    Jetzt kann ich den Spieler in beiden B-Jugenden für unterschiedliche Vereine einsetzen und muss mir keine Gedanken mehr machen, ob er festgespielt ist, oder nicht.

    Und darüber hinaus kann er auch noch in einer der beiden A-Jugenden spielen.

    So mache ich das mit allen Jugenden.

    Sportler, Eltern, Schiedsrichter, Kampfgerichte und Trainer spüren im Vereinsalltag nichts davon. Sie wissen es natürlich, aber auf den Trainingsalltag oder die Ausrichtung der Heimspieltage hätte es keine Auswirkung. Es wird nur ein Verein auf dem Papier gegründet.

    Wäre das möglich? Oder woran würde es scheitern, bzw. Was müsste man verändern oder verbessern, damit es klappt?

    Problem wäre zum Beispiel auch, dass beide Vereine ihren Schiri-Soll erfüllen müssen. Das ist ja jetzt schon schwer.

    Aber man könnte auch eine Förderung für zwei Vereine beantragen, bei Sportbünden etc.

    Ich habe es nicht vor, dies so durchzuführen. Es ist nur ein Gedankenkonstrukt. Falls jetzt das große NLZ aus eurer Nähe diese Idee aufgreift und nächste Saison durchführt, dann tut es mir leid, dass ich sie auf solch eine Idee bringe (falls sie die Idee nicht schon selbst hatten).

    Es geht nicht darum, was nach 59:57 wirklich auf dem Feld passierte. Zumindest nicht in dem Urteil und vor Gericht. Es geht darum, was ab dem Zeitpunkt hätte passieren können und ob es hochgradig wahrscheinlich ist, dass ein anderer Spielverlauf mit anderem Ergebnis eingetreten wäre.

    Ich habe die beiden Urteile jetzt gelesen. Rheiner überzeugt mich immer noch. Und wahrscheinlich hätte Dessau sich wirklich auch von einem Anwalt vertreten lassen sollen.

    Es interessiert mich, wer der Regelexperte des DHB ist, der hier vom Gericht als Sachverständiger zu Rate gezogen wurde.

    Im Urteil wird übrigens von einem Einwurf gesprochen. Im Video sehe ich die Ausführung eines Freiwurfs.

    Ich denke, dass hier ein Fehler vom Gericht gemacht wurde. Es ging zu viel um spielentscheidend oder nicht im Urteil. Dabei wurde völlig außer Acht gelassen, dass der Ballbesitz nicht wechselt.

    Mich überzeugt Rheiner auch, mit der Argumentation, dass es kein Wechsel des Ballbesitzes ist, wenn der Ball noch nicht im Spiel ist.

    Die Richter müssen ja davon ausgegangen sein, dass das Kampfgericht, einen Moment nachdem der Ball die Hand verlassen hat, den unterbrechenden Pfiff hätte tätigen müssen.

    Aber in Wirklichkeit sollte das Kampfgericht sofort etwas melden, bevor das Spiel freigegeben wird oder eben gleich nach dem die Schiedsrichter angepfiffen haben (bevor der Ball die Hand verlässt), wieder unterbrechen. Dann wechselt der Ballbesitz auch nicht. Wie denn auch, wenn vorher eine Auszeit war?

    Ich bin mir sicher, dass die Prozessbeteiligten hier mitlesen. Ich glaube nicht, dass Dessau jetzt noch rechtlich die Möglichkeit hat, aus dem Wiederholungsspiel rauszukommen.

    Und ich glaube, dass niemand von offizieller Seite hier davon sprechen wird, dass dieses Urteil auf einem Fehler beruht.

    Zumindest nicht in naher Zukunft.

    Und falls es in irgendeiner Regelecke einer Zeitschrift oder eines Portals mal besprochen wird, dann werden die von Rheiner vorgetragenen Argumente, irgendwie umgangen, damit sie nicht besprochen werden müssen.

    Ich finde es übrigens gut, dass Rheiner diese Diskussion sachlich führt und auch nach Angriffen auf seine Argumentationskette (wie z.B. Schwachsinn), bei der Sache bleibt.

    Es liegt an höheren Kosten in der dritten Liga und längeren Fahrtwegen. Dazu kommen in der dritten Liga nicht mehr Zuschauer, wenn man dort um den Klassenerhalt kämpft, als wenn man in der vierten Liga ein Spitzenteam ist. Derbys fehlen auch und man hat viele weite Wege. Sponsoren kommen auch nicht sofort mehr, bzw. ist Sponsorenaquise auch vorher schon schwierig. Das läuft meistens schon auf Anschlag und da sich zwischen der vierten Liga und dritten Liga auch das Etat verdoppelt, müssten die Firmen auch ihr Sponsoring verdoppeln. Das ist nicht zu stemmen.

    Die Vereine im Osten sind so in einer Abwärtsspirale gefangen. Sie verzichten auf den Aufstieg, da die Wege zu weit sind. Also wird der Osten immer weiter ausgedünnt und für alle zukünftigen Vereine, welche den Schritt gehen wollen, wird es noch schwieriger.

    Aber es gibt mindestens 12 Traditionsvereine, welche ihre Halle mit 500 Leuten füllen würden. Daran liegt es nicht.

    Kritisch ist auch, dass der Osten immer wieder bei der Staffeleinteilung getrennt wird und die ohnehin weiten Wege, dadurch noch länger werden. Aber das trifft auch andere Vereine im Westen.

    Ich habe selbst eine Drittliga-Saison bei einem Ostverein mitgemacht, bei der wir in der Summe die mit Abstand meisten Kilometer aller Drittligavereine hatten. Im Schnitt über 4h Anfahrt nur für die Hinreise. Das war Wahnsinn. Mehrmals bis Baden Württemberg oder das tiefste Hessen, statt 2,5h nach Magdeburg oder Berlin. So kann man die Vereine auch vergraulen.

    Dagegen gab es im Ruhrpott einen Verein, der hatte im Schnitt nur 1h 20min für die Hinfahrt in der Saison. Hier haben wir teilweise 5.Liga- Vereine, welche im Schnitt über 2h zu ihrem Spiel fahren.

    Also die geringere Bevölkerungsdichte beeinflusst die Vereinsdichte. Die fehlende Wirtschaftskraft tut ihr Übriges. So sind es schwierige Strukturen, um sich als Drittligist zu etablieren.

    Erstens: die Karten fertigt nicht 'man'. Für die 3.Liga M und JBLH M mache ich das jetzt tatsächlich schon im elften Jahr. Wenn Du diesbezüglich Fragen hast, dann sprich mich gerne direkt an

    Zweitens: in den Karten zur nächsten Saison begleite ich bei der 3.Liga immer auch schon den Ausblick auf Zu- und Abgänge, bei der JBLH die Quali. Viele Menschen, jedenfalls nach der Zahl der Aufrufe der Karten, interessieren sich auch schon dafür, und nicht nur für die finale Staffeleinteilung

    Drittens: wie BHC06-JST schon treffend erwähnt hat, ist das mit der Endgültigkeit manchmal so eine Sache

    Ich bin dir jedes Jahr immer sehr dankbar für deine Karten. Gute Arbeit.

    Heftige Folge. Das macht mich sehr betroffen.

    Und es erinnert mich daran, dass es auch beim VfL Potsdam im Jahr 2011 so einen Fall gab.

    11.Klässler hatten einen jüngeren Schüler mit einem Gegenstand penetriert.

    Auch in der Akademie in Flensburg gab es vor ein paar Jahren gewaltsame Vorfälle, welche wohl Aufnahmerituale sein sollten.

    Ob dies ein strukturelles Problem ist, wenn Leistungssport in einer Mannschaftssportart betrieben wird?

    Ich habe schon Spiele erlebt, wo da nur 2 Minuten gepfiffen wurde. Leider auch Spiele, wo das nur ein Freiwurf war. Das waren aber auch schlechte Schiris.

    Ich kann verstehen, dass das auch Rot sein kann.

    Aber diese lange Sperre ist für mich übertrieben. Er hilft doch gegen den Ballhalter aus und tötet nicht einen Spieler, der zehn Meter vom Spielgeschehen entfernt steht.

    Wenn dies der Maßstab sein soll, dann dürfen in jeder Oberliga und Regionalliga zukünftig 5Spieler pro Saison eine zweijährige Pause machen.

    Welcher Trainer ist hier gemeint, der es übertrieben hat?

    Ich weiß es wirklich nicht.

    Und in der Mitteldeutschen Regionalliga zieren sich die Vereine auch. Aktuell kenne ich da auch nur Vereine, welche verzichten.

    Können sich Vereine den Aufstieg nicht mehr leisten? Und ist gleichzeitig der Niveauunterschied zu groß?

    Das würde den Handballosten richtig ausdünnen, wenn keiner hoch geht, aber Plauen, Burgenland, Bernburg und Cottbus noch um den Abstieg spielen.

    Oranienburg und Magdeburg 2 scheinen ja den Klassenerhalt zu schaffen.

    Ich kann folgendes beitragen: In Sachsen ist in der C-Jugend schon seit ein paar Jahren in der 2.Halbzeit die 6:0-Abwehr empfohlen.

    Aber es spielte sie niemand. Selbst die SC DHfK hatte noch in beiden Halbzeiten die 3:2:1 gespielt.

    Das ist allerdings auch schon wieder drei Jahre her. Vielleicht waren damals auch noch andere Inhalte aufzuholen, weil Corona manches behindert hatte.

    Ich selbst war froh, wenn die Jungs in der C-Jugend wenigstens eine Abwehr spielen konnten. Eine zweite Abwehr ist dann doch recht anspruchsvoll. Das können ja viele Männermannschaften nicht.

    Vielleicht bin etwas zu Football-affin, aber ich finde die Diskussion zur absichtlichen Ausnutzung von vermeintlichen Strafmaßnahmen der Schiris äußerst schräg. Gerade im Handball. Jedes normale Stoppfoul mit Freiwurf wird von der verteidigenden Mannschaft gefeiert. Dabei ist es genau das, eine Regelwerksverletzung, die den Schiri zum Eingreifen zwingt. Erklärt das mal nem Basketballer. Es gibt eigentlich keinen Sport, indem ein "Foul" also eine Regelwidrigkeit ein Erfolg für den Foulenden ist.

    Ich mach mal ein anderes Beispiel:

    Flensburg hat noch 20 Sekunden bekommt das Vorwarnzeichen "passives Spiel" und jetzt ziehen sich alle Abwehrspieler von Melsungen in den 6-Meterraum und erzwingen so einen Siebenmeter statt einen Freiwurf. Ist das noch ok? Eigentlich durchaus schlau. Ich würde das feiern. Warum? Weil Flensburg es immernoch in der Hand hat. Er kann zum Beispiel den Wurf elendig lang verzögern und dann den Ball sogar absichtlich neben den Kasten werfen. Bis der Ball wieder im Spiel ist, dauert es dann auch 10 Sekunden, denn der Schiri pfeifft an und die Zeit läuft los. Es wird dann unfair, wenn man sich als gegnerische Mannschaft nicht dagegen wehren kann. Oder man macht ihn einfach rein.

    Frage an die Regelexperten: Kann man einen Siebenmeter eigentlich auch zu einem Mitspieler werfen? Also nicht aufs Tor?

    Doch. Man kann zu einem Mitspieler beim 7m passen. Das hat es auch schon gegeben. Es gibt Spieler, welche so sicher sind, dass sie Pfosten oder Latte im richtigen Winkel anwerfen können, dass der Ball zu ihnen oder Mitspielern zurück springt.

    Aber wenn man so sicher ist, dann kann man eigentlich auch direkt verwandeln.