Endstand 32:31. Der Siegtreffer durch Schweighart fiel 4 sec vor Spielschluss.
Beiträge von Rentner
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05. Februar 2008, Di.:
THW Kiel - Rhein-Neckar-Löwen06. Februar 2008, Mi.:
HBW Balingen-Weilstetten - SG Flensburg-Handewitt
VfL Gummersbach - Wilhelmshavener HV09. Februar 2008, Sa.:
HSG Nordhorn - HSG Wetzlar
TUSEM Essen - GWD Minden
TuS N-Lübbecke - FA Göppingen10. Februar 2008, So.:
Füchse Berlin - MT Melsungen -
Zitat
Original von Huhn
Ja, aber keine Angst, Lemgo wird am Ende schon vor Gummersbach landen.

.....oder auch nicht!

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Endstand 26:31
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HZ 17:14
Endstand 32:27 -
HZ 14:16
Endstand 30:33 -
Endstand 30:26
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Endstand 41:36

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Neue pikante Details im Fall Hildebrandt
"Eine völlig skurrile Geschichte": Handball-Gelder für die CDUVon Michael Bock und Rudi Bartlitz
Magdeburg. Für die fragwürdige Verquickung von Wirtschaft, Politik und Sport im " Fall Hildebrandt " ist jetzt ein neuer pikanter Anhaltspunkt aufgetaucht. So hat die Handball Magdeburg GmbH ( HMD ) – die seinerzeit von Ex-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt geleitete Profiabteilung des SCM – mit einer Spende die CDU im Landtagswahlkampf 2006 unterstützt.
Ein entsprechender Zahlungsbeleg liegt der Volksstimme vor. Ihm zufolge erhielt der Landesverband Sachsen-Anhalt der Christdemokraten am 14. März 2006 unter dem Zahlungscode " 732711 " 1000 Euro überwiesen. Obwohl die HMD laut Kontoauszug an diesem Tag mit 173 484, 06 Euro saftig in der Kreide stand. Ein Präside wundert sich : " Das ist schon eine völlig skurrile Geschichte. "
Zur Überweisung ließ CDUMitglied Hildebrandt über seinen Medienberater ausrichten : " Es war eine Spende aus einem Benefizspiel für eine zweckgebundene Maßnahme. " Andere Zuwendungen an die Union habe es " zu keiner Zeit gegeben ".
Auf die Frage, ob es ähnliche Zahlungen auch an andere Parteien gegeben habe, meinte der Ex-Manager : " Es wurden in diesen Jahren auch sozialgeprägte Projekte anderer Parteien unterstützt – nachweislich. " So habe Ende 2001 die SPD Teileinnahmen eines Benefizspiels in Westeregeln bekommen.
Landesgeschäftsführer Bernd Reisener bestätigte die CDUSpende. " Das war alles völlig rechtens ", sagte er. Auch von den Prüfern der eigenen Partei sowie der Bundestagsverwaltung habe es keine Beanstandungen gegeben. Reisener : " Wenn ich das Geld nehmen darf, tue ich das auch. Ich muss mich deswegen nicht schämen. "
Der neue HMD-Geschäftsführer Holger Kaiser meinte hingegen : " Es ist nicht an der Tagesordnung, dass ein so prominenter Sportverein eine Volkspartei mit einer Spende unterstützt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen vergleichbaren zweiten Fall gibt. "
Es war jedoch nicht das einzige Mal, dass Hildebrandt sich für die Regierungspartei kräftig ins Zeug legte. Im Wahlkampf 2006 ließ er dem Programmheft der SCM-Handballer ein Flugblatt der Wahl-Initiative " Stimmen für Böhmer " ( den CDU-Ministerpräsidenten, Anm. d. Red. ) beilegen. Das Papier – mit dem Hildebrandt nach Meinung von Beobachtern den SCM-Handball instrumentalisierte, indem er sich demonstrativ und einseitig in den Wahlkampf einschaltete – wurde auch vor der Bördelandhalle verteilt.
Das nach Angaben von Insidern eigenmächtige Vorgehen des damals fast unumschränkt agierenden Managers hatte seinerzeit im Klub hinter den Kulissen für viel Ärger und Verdruss gesorgt. Offene Kritik wagte damals aber niemand ...
Zumindest langfristig hat sich Hildebrandts CDU-Engagement offenbar ausgezahlt. Nach der Einleitung mehrerer staatsanwaltschaftlicher Ermittlungsverfahren gegen ihn und seiner Demission von allen SCM-Ä mtern erhielt er im Oktober 2007 vom Magdeburger Unternehmer Karl Gerhold einen Beratervertrag bei der " Anhaltinischen Verölungs GmbH ". Interessant : Gerhold ist nicht nur HMD-Aufsichtsratsmitglied und langjähriger Sponsor der Handballer, sondern auch Schatzmeister der Landes-CDU.
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Ziel: Pokalgewinn und neue VfL-Halle
Marc Schroeder wurde als Mitglied des Business-Clubs in den Aufsichtsrat des VfL berufen
Seit der neuen Saison gehört Marc Schroeder als Vertreter des Business-Clubs dem Aufsichtsrat des VfL Gummersbach an. Mit dem Unternehmer aus Mittelagger sprach Andrea Knitter.
Wie kam es zu Ihrem Engagement bei den Bundesliga-Handballern?
Als gebürtiger Gummersbacher bin ich langjähriger Fan und Dauerkarteninhaber. Vor drei oder vier Jahren wurde ich dann von VfL-Geschäftsführer Stefan Hecker für den Business-Club geworben, den es damals seit einem Jahr gab.
Im Laufe der Jahre hat der Business-Club immer mehr an Bedeutung gewonnen.
Ja, mittlerweile haben wir rund 150 Mitglieder, die insgesamt 1,5 Millionen Euro aufbringen und damit ein Drittel des Etats stellen. Daher kam wohl auch die Idee, dass jemand die Interessen des Business-Clubs im Aufsichtsrat vertritt. Nach Vorgesprächen hat mich Jochen Kienbaum als Kandidat vorgeschlagen.
Wie hat sich denn der Zusammenhalt im Business-Club entwickelt? Zu Beginn gab es immer wieder Kritik, dass für die Unternehmer keine Möglichkeit zum Austausch gab.
Mittlerweile gibt es einen Stammtisch. Zum letzten Treffen für die Unternehmer gab es über 100 Zusagen. Den Stammtisch organisiere ich zusammen mit Jürgen Berg, Werner Lettgen, Andreas Linneboden und Christian Canisius. Anwesend sind auch Funktionäre oder Spieler des VfL Gummersbach. Abgelehnt haben wir dagegen die Anfrage eines Unternehmens, das sich an einem solchen Abend präsentieren wollte. Der Stammtisch soll keine Werbeveranstaltung sein, sondern dem Austausch der Unternehmer dienen.
Es sind ganz unterschiedliche Unternehmen, die den VfL unterstützen.
Ja. Vom Einzelunternehmer bis zum großen, mittelständischen Unternehmen ist alles vertreten. Das finanzielle Engagement reicht von knapp 4000 bis 60 000 Euro. Wir brauchen jeden einzelnen. Außerdem würde ich es begrüßen, wenn noch mehr Premiumsponsoren aus Oberberg wie die Firmen Bohle oder Voss sich engagieren würden.
Im Business-Club sind in der Mehrheit oberbergische Unternehmen. Wie stehen die denn zum Umzug in die Kölnarena?
Grundsätzlich würden die meisten oberbergischen Unternehmer Gummersbach als Austragungsort bevorzugen. Die Eugen-Haas-Halle kann für Business-Partner aber keine angemessene Plattform mehr bieten. Die Kölnarena bietet da ein ganz anderes Ambiente und auch Platzangebote ganz andere Plattform. Als Gummersbacher hoffe ich natürlich, dass der VfL hier eine neue Halle bekommt.
Wie groß schätzen Sie denn die Chancen für eine Halle ein?
Es wird schwierig, in Gummersbach eine neue Halle zu realisieren. Angedacht ist, dass der VfL mit der Wirtschaft zusammen bis zu 3 Millionen Euro aufbringt, um damit dann auf die Stadt und das Land zuzugehen. Dazu werden im Moment Konzepte ausgearbeitet, wie sich die Unternehmen beteiligen können. Eine Überlegung war beispielsweise, über den langfristigen Verkauf von Business-Seats Mittel zu sichern.
Sie nutzen die Kölnarena als Plattform, da kann es Sie nicht glücklich machen, dass im Moment viele Plätze leer bleiben.
Nein. Keiner ist glücklich, dass die Halle teilweise nur zu 30 Prozent belegt ist. Wir haben im Aufsichtsrat aber auch die klare Entscheidung gefällt, keine Freitickets mehr zu verteilen. Natürlich laden wir auch weiterhin Schulklassen oder Handballvereine ein. Dass aber allein in Gummersbach bis 3000 Tickets verschenkt wurden, die man anschließend bei Ebay kaufen konnte, oder die einem von Schwarzhändlern vor der Arena angeboten wurden, das wird es nicht mehr geben. Es war sicher sinnvoll, in den ersten Jahren mit Freikarten zu werben, heute geht es aber auch um den Schutz der Besucher, die regulär für ihre Ticket bezahlen.
Im Aufsichtsrat hat es einige Veränderungen gegeben.
Ja, der Aufsichtsrat wurde von bisher vier auf sieben Mitglieder aufgestockt, und mit Claus Horstmann haben wir einen erfahrenen Profi an der Spitze. In den vergangenen Monaten ist es uns gelungen, mit der Firma Moeller als Hauptsponsor und neuen Premiumsponsoren den Verein wieder auf eine solide Basis zu stellen. Nur für die Verlängerung des Vertrags von Gudjon Valur Sigurdsson hat es nicht gereicht. Da können wir mit Vereinen wie Kronau oder Hamburg, die einen Großsponsor im Rücken haben, nicht mithalten. Dennoch sind wir optimistisch, schon zur neuen Saison eine starke Mannschaft präsentieren zu können.
Was wollen Sie ändern, damit wieder mehr Zuschauer in die Kölnarena kommen?
Wir planen ab der neuen Saison mit einem professionellen Vermarkter zusammen zu arbeiten, der neue Werbekonzepte entwickeln soll.
Weil die Kölnarena besetzt ist, weichen Sie mit dem Champions-League-Spiel gegen Montpellier im März sogar wieder in die Eugen-Haas-Halle aus.
Und da hoffen wir auf viele Zuschauer. Immerhin geht es auch darum zu zeigen, dass wir in Gummersbach eine neue Halle wollen. Sportlich wird es ein interessantes Spiel, weil die Gruppe sicher noch nicht entschieden sein wird, denn das Rückspiel bei den favorisierten Spaniern von Ciudad Real findet erst danach statt.
Sie sind für fünf Jahre gewählt. Was wünschen Sie sich für diese Zeit?
Dass der VfL wieder einmal einen Pokal hochhält, wäre schon schön. Ich denke, die Qualifikation für die Teilnahme am EHF-Pokal ist ein realistisches Ziel. Auch in der Champions League ist noch alles drin. Auch wenn das Losglück bisher selten auf unserer Seite war.
Und was haben Sie sich organisatorisch vorgenommen?
Der VfL könnte sich noch anders in der Öffentlichkeit präsentieren als in der Vergangenheit. Was die Bewerbung der Spiele oder die Vermarktung der Partien angeht, gibt es noch Potenzial. Die Füchse Berlin haben beispielsweise Karten für ein Spiel über eine Supermarktkette angeboten und haben damit 12 000 Zuschauer angezogen.
Wo spielt der VfL in fünf Jahren?
Die Topspiele finden in Köln statt, die anderen Partien in einer neuen Halle in Gummersbach.
Zurück in die Gegenwart: Sie planen ein Benefizspiel für ein tödlich verunglücktes Business-Mitglied?
In der Vorbereitung auf die neue Saison planen wir ein Benefizspiel, dessen Erlös an die Familie von Florian Benjamino gehen soll. Als Gegner ist TuSEM Essen im Gespräch.
(Quelle:OVZ-Print vom 02.02.2008)
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VfL-Schock
Rückrunden-Aus für Olympiasieger Zrnic?Von ALEX HAUBRICHS
Gummersbach – Schock beim VfL Gummersbach: Olympiasieger Vedran Zrnic (28) droht das Rückrunden-Aus! Der Rechtsaußen ist extrem wichtig für die Oberbergischen: Als er wegen eines Ermüdungsbruchs fehlte, ging der Saisonstart in die Hose. Als der flinke Kroate wieder fit war, startete der VfL die Aufholjagd.Nun sind die Schmerzen zurück. Zrnic sagte die EM ab, wollte für Gummersbach fit sein. Nun die schlimme Nachricht: Die Schmerzen sind immer noch da. „Es droht eine Operation. Die Ärzte sind unterschiedlicher Ansicht. Einer sagt: Konservativ behandeln. Der andere rät die Stelle gleich in einer Operation festzumachen“, sagt Sportchef Francois-Xavier Houlet. „Wenn er unters Messer muss, dann brauchen wir nicht mehr mit ihm zu rechnen. Dann kann er frühestens zu Olympia im August wieder spielen.“
Das wäre schlimm, denn Zrnic ist der coolste vom Siebenmeter-Punkt, pfeilschnell auch bei den Gegenstößen.
Das weitere Vorgehen soll der Merheimer Privat-Dozent Professor Dr. Jürgen Höher bestimmen. Der Spezialist hatte auch schon Robert Gunnarsson und Gudjon Sigurdsson operiert. Robbie: „Er ist echt der Beste. Ich hatte zwei Jahre Schmerzen, ehe ich zu ihm kam. Seitdem geht es mir gut. Wenn einer ihm helfen kann, dann er.“
(Quelle:http://www.express.de)
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Zitat
Original von Lelle1605
ausverkaufte Bördelandhalle?Bine cht mal gespannt auf das Spiel.Hoffe auf einen klaren Sieg!
Für wen?

Ich nehme an für den SCM.
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Kommt das jetzt auch auf die Handball-Bundesligavereine zu?
Transfer-Urteil erschüttert Fußball-Welt
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Heute im Forum des SCM gefunden.
ZITAT aus der BILD:
Die Tage von Silvio Heinevetter beim Bundesligisten SC Magdeburg sind gezählt. Der Torwart wird den Club trotz Vertrages bis 2009 im Sommer 2008 verlassen. Allerdings: Heinevetter verzockte sich jetzt beim Poker mit Rekordmeister Kiel. Schwenker: "Die Gespräche sind definitiv gescheitert. Was die Gehaltsvorstellungen angeht, lagen wir Welten auseinander."
Wer kann ihn bezahlen - auch die die Ablöse? Heinevetter wird prompt als Sommerzugang in Gummersbach gehandelt, soll sich mit Alfred Gislason so gut wie einig sein. Doch auch Lemgo und Flensburg sind noch im Rennen. Die Gespräche, wegen Kiel auf Eis gelegt, sollen im März wieder neu aufgenommen werden. -
HSG Wetzlar - Füchse Berlin
MT Melsungen - TBV Lemgo
TV Großwallstadt - HSV Hamburg
SC Magdeburg - THW Kiel
Rhein-Neckar-Löwen - TUSEM Essen
GWD Minden - HBW Balingen-Weilstetten
FA Göppingen - HSG Nordhorn -
29.01.2008: Garcia verlängert bei Göppingen
Frisch Auf Göppingen hat den Vertrag mit seinem Kapitän Jaliesky Garcia um ein Jahr verlängert. Der isländische Nationalspieler bleibe damit bis 2009 beim schwäbischen Traditionsverein, teilte Frisch Auf mit. Der Rückraumspieler spielt seit 2003 für die Göppinger.
(Quelle:http://www.handballwoche.de)
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Die Wut des Bundestrainers nach dem Turnier
VON CHRISTOPH PLUSCHKE, 28.01.08, 20:03h
Konsequenzen
Heiner Brand erhöht vor den Olympischen Spielen den Druck auf die DHB-Spieler.Lillehammer - Als die dänischen Handballer in diversen Lokalitäten von Lillehammer längst die Gläser klingen ließen und ihren Triumph bei der soeben gewonnenen Europameisterschaft kräftig begossen, scharte Heiner Brand im Teamquartier die deutschen Nationalspieler ein letztes Mal um sich, um ihnen ein paar Worte mit auf den Weg zu geben, der sie am Montagmorgen wieder in die Heimat führte. Also ließ der Bundestrainer die vergangenen elf Tage und acht Spiele noch einmal Revue passieren, lobte hier und tadelte da, wie er das halt so tut in seiner obligatorischen Manöverkritik nach einem großen Turnier. Ungewöhnlich aber war, dass er diesmal sein Fazit mit dem Verkünden personeller Konsequenzen beendete: Demnach werden Lars Kaufmann und Rolf Hermann einstweilen keine Einladung mehr zur Nationalmannschaft erhalten, und auch Michael Kraus wurde eine von Brand selbst so genannte „Denkpause“ verordnet.
Die betroffenen Profis des TBV Lemgo mussten erst mal kräftig schlucken, und auch unter den danebensitzenden Kollegen herrschte Betroffenheit wegen der doch überraschenden Maßnahme des DHB-Chefcoachs, der schon in den vergangenen Tagen mit Blick auf seine personellen Dispositionen für die Olympischen Spiele in Peking hatte wissen lassen: „Von mir erhält keiner aus der Weltmeistermannschaft einen Freibrief.“
Im Falle Kaufmann und Hermann war der Rauswurf vor allem die Reaktion auf ihr ungenügendes Engagement im desaströs mit 26:36 verlorenen Spiel um Platz drei gegen Frankreich. Schon unmittelbar nach der Partie hatte Brand beanstandet, dass „einige Spieler aus der zweiten Reihe nicht das Feuer gezeigt haben, das ich von ihnen erwartet hätte“, zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Namen genannt. Gestern präzisierte er: „Bei den nächsten Maßnahmen werde ich Hermann und Kaufmann nicht berücksichtigen. Das war einfach zu wenig. Ich habe bei ihren Einsätzen nicht erkennen können, dass sie ihre Chance unbedingt beim Schopf packen wollen.“
Dass der Zorn des Bundestrainers aber auch Michael Kraus in dieser krassen Form treffen würde, war noch weniger erwartet worden. Der 24-Jährige, bei der WM im eigenen Land noch als bester Mittelmann ins All-Star-Team gewählt, muss sich erst wieder neu für Einsätze in der DHB-Auswahl empfehlen. „Mimi zeigt derzeit nicht einmal 30 Prozent seines Könnens, er muss lernen, sich voll und ganz auf den Handball zu konzentrieren. Da gilt auch kein WM-Bonus mehr“, sagte Brand.
Auf einen baldigen Gnadenakt oder eine Form von Milde aus Vergesslichkeit brauchen die drei aus Lemgo übrigens nicht zu hoffen - der in Gummersbach beheimatete Nationalcoach bezeichnet sich selbst als ziemlich nachtragenden Menschen: „Wenn mich jemand enttäuscht, erinnere ich mich lange daran. Da bin ich ein oberbergischer Sturkopp.“
Dazu ein Kommentar:
Kluge Maßnahme
VON CHRISTOPH PLUSCHKE, 28.01.08, 20:03hWas sind sie gefeiert worden nach dem triumphalen Gewinn des Weltmeistertitels, und das ja auch zu Recht. Von einem Empfang ging's zum nächsten, eine Ehrung jagte die andere, der Bundespräsident überreichte jedem das Silberne Lorbeerblatt, als „Mannschaft des Jahres“ wurden die deutschen Handballer zum Ausklang desselben gekürt.
Nun sind sie mal wieder sportlich in Aktion getreten, haben sich bei der EM in Norwegen - diversen personellen Widrigkeiten zum Trotz - bis ins Halbfinale vorgekämpft und schließlich Rang vier belegt. Gar nicht mal schlecht.
Heiner Brand weiß das Geleistete auch durchaus zu würdigen. Gleichzeitig aber ist der Bundestrainer verstimmt, weil er bei einigen seiner Spieler einen gewissen Hang zur Genügsamkeit ausgemacht haben will. Und seine Reaktion darauf ist überraschend heftig ausgefallen - gleich drei Akteure werden von ihm vorerst nicht mehr berücksichtigt. Dass es nicht nur Spieler der zweiten Garnitur - oder nennen wir sie Mitläufer - wie Lars Kaufmann und Rolf Hermann, sondern auch einen Leistungsträger aus dem WM-Team wie Michael Kraus trifft, ist umso bemerkenswerter.
Mit Blick auf die Olympischen Spiele ist des Bundestrainers Maßnahme, den weltmeisterlichen Laden mal so richtig aufzumischen, gewiss nicht unklug. Ein erhöhter Konkurrenzkampf ist dem Leistungsniveau in aller Regel förderlich. Andererseits darf und wird er es dabei auch nicht übertreiben. Denn das Reservoir an tauglichen deutschen Handballern, die überhaupt für internationale Einsätze in Frage kommen, ist überschaubar.
(Quelle:http://www.ksta.de)