Ich lese bei Arnasson auch nur, dass der Vertrag 2023 endet. Im Großen und Ganzen wäre es für mich unverständlich, wenn man sich hier nicht neu aufstellt - es sei denn, da kommt jetzt eine anhaltende Leistungsexplosion. Mit Kalarash sollte man tatsächlich auch über die Saison planen, weil er der Truppe auch von der Körpersprache etwas gibt. Ansonsten ist man auch für kommende Saisons bereits gut aufgestellt
Beiträge von Gondor
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Also es wäre nur konsequent, wenn man sich qualitativ am Kreis im Vergleich zu Arnasson verbessern möchte. Im Angriff wäre Kohlbacher natürlich ein absolutes Upgrade, zumal er durch seinen tiefen Körperschwerpunkt sicher auch eine weitere Option für das Kreiläuferspiel einbringen würde. Für die Abwehr müsste man dann tatsächlich kreativ werden. So richtig dran glauben mag ich noch nicht.
Ein weiterer Spieler auf RM wäre aus meiner Sicht sinnvoll. Pavlovic ist verletzungsanfällig und sowohl er als auch Jonsson müssen auch in Zukunft öfters mal auf RL ran. Mit Balenciaga hätte man dann eben einen völlig anderen Spielertypen in der Hinterhand.
Mir fehlt im MT-Angriff oft noch das glaubwürdige Stoßen in die Tiefe, sodass er vielleicht ein Baustein sein könnte.
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Schade, dass es hier mittlerweile so selten um Handball geht. 80% sind gefühlt Privatfehden zwischen Nutzern, rechtliche Einlassungen, MT-Bashing usw.
Dabei hat die MT gestern seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder souverän gewonnen und immerhin Erlangen im Pokal auswärts rausgekegelt. Eine Schwalbe macht nach den mageren letzten sechs Jahren noch keinen Sommer, aber sie können es scheinbar doch noch...
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Man hat ein Topteam zumindest mal wieder gefordert. Klar ist die Niederlage ernüchternd, aber immerhin hat man sich nicht -wie so oft zuvor- freiwillig seinem Schicksal gefügt.
Jonssons Rückkehr macht Hoffnung. Ein absolut kompletter Spieler, der aus meiner Sicht fünfmal mehr Zug zum Tor als Malasinskas hat.
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Besonders bitter, weil Moraes wirklich ein großes Update am Kreis war. Jetzt heißt es Arschbacken zusammenkneifen, Einheit beschwören und mal die immer noch vorhandenen PS auf die Platte bringen. Alles andere hilft nichts. Gute Besserung an Rogerio Moraes!
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Konnte leider nur die 1. HZ komplett gucken. Hier Dinge, die mir am Spiel aufgefallen sind bzw. meine vorigen Eindrücke bestätigen:
1. Malasinkas fehlt weiterhin der Zug zum Tor. Er ist nicht explosiv genug, geht auch nicht glaubhaft in die Lücke. Damit macht er es der Abwehr zu leicht und zieht nicht mal potentielle 7m - zumal es den Halben damit auch schwerer gemacht wird, weil die Abwehr Malasinskas nur parallel wegschieben muss. Kein Vergleich zur Dynamik Jonssons. Dass die Kommentatorin ihn da so gelobt hat, zeugt nicht von Sachverstand.
2. Mandic und Moraes gefallen mir weiterhin gut. Beide schnörkellos, Mandic ist zudem überraschend abwehrstark. Es ist eher den Innenblock und die Halbrechten der MT, die in der Abwehr die Zweikämpfe verlieren.
3. Casado kommt so langsam auf Touren. Die Klasse blitzt vermehrt auf, ich würde mir nur wünschen, dass er auch mal gegen die Hand geht, um auch Mandic mehr einzubinden.
4. Morawski mit einer durchwachsenen Leistung, aber mir gefällt die Körpersprache.
Fazit: In Erlangen kann man definitiv stolpern, trotzdem hat man einen Punkt verloren. An sich ist der Saisonstart wie immer enttäuschend, schließlich hat man fast nur gegen Gegner gespielt, die man hinter sich wähnen möchte. Der Knoten will nicht so wirklich platzen.
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Das war heute erst das zweite Spiel, das ich von der Truppe gesehen habe (das erste war gegen die RNL). Und so sehr ich eigentlich versuche sachlich zu sein, so wenig gelingt es mir nach so einem Trauerspiel:
- Man hat praktisch ohne Torhüter gespielt.
- Man ist im Kopf gar nicht richtig bei der Sache. In der ersten HZ wird man praktisch überrannt, weil man in der Abwehr gar nicht da ist. Man verliert gefühlt jedes 1:1 und steht überhaupt nicht kompakt. Arnasson im Mittelblock ist ein Scherz, weil viel zu langsam - physisch wie mental.
- Im Angriff verwirft man reihenweise kläglich. Gomes hat (ich hab nicht nachgeschaut) gefühlt eine Quote von 10%, aber auch ein Häfner verballert Würfe als gäbs kein Morgen mehr. Gomes zeigt im Übrigen immer dieselbe Bewegung (zieht halt nach innen), sodass ein Mandic eigentlich währenddessen auch Kaffee trinken könnte. Der gefällt mir übrigens gut, weil er immerhin Emotionen zeigt.
- Malasinskas hat keinerlei Explosivität bisher, kein Zug zum Tor. Damit bringst du keine Anwehr ins Schwimmen. Zudem zum Teil völlig kopflos Aktionen, als man evtl. nochmal hätte rankommen können.
- Es gibt niemanden mit Standing, der als Leader vorangeht. Allein durch die Sprachbarriere fällt das vielen wahrscheinlich auch schwer - umso mehr würde ich mir da von gestandenen Spielern wie Häfner mehr wünschen. Aber nichts, kein Aufbäumen, stattdessen Fehler über Fehler.
- Den junge Fuchs auf RA fand ich gut, der hat soweit geliefert. Chapeau (keine Ironie)!
Bin echt fassungslos. Selbst die halbvolle Halle ist da eigentlich noch zu viel.
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Ich würde es nicht Hohn nennen, sondern eher Mitleid. (Naja vielleicht nicht bei allen…) Ist aber auch nicht schön, da geb ich Dir recht.
Nur warum steht eine Abwehr nicht kompakt genug und warum fehlt Galligkeit (bei der Vorgeschichte)? Warum ist ein Gomes so emotionslos? Da fragt man sich dann doch, was da nicht stimmt. Da kommt jemand neues z.B. Moraes, der sich reinhauen will und es auch tut, aber wie lange wird es dauern, den neuen die Lust wieder zu nehmen, wenn sie merken in Melsungen zum Individualsportler zu mutieren?Mir gehts auch gar nicht darum, ob jemand Mitleid hat oder die MT verhöhnt. Ein gewisser Hohn ist ja sogar nachvollziehbar. Irgendwann langweilt es halt und ich lese dann lieber konstruktive Analysen. Und dass das gestern ne gruselige Vorstellung war, da sind sich ja nun auch alle einig.
Ich denke, dass sich Parrondo an Galligkeit und Emotionen machen wird. Mechanismen kann man nicht von Jetzt auf Gleich entwickeln, eine andere Präsenz kann man dagegen sofort rigoros einfordern. Kalarash war da gestern ein Beispiel für mich. Klar ist Juri Knorr im 1 gegen 1 explosiv, aber irgendwie war der Mittelblock dennoch zu behäbig und nicht gedankenschnell genug. Über eine gewisse Physis und Mentalität kann man aber dem Angriff auch den Schneid abkaufen. Und wenn ich dann sehe, wie er mit gefühlt 2 km/h trottend beim Konter fast gelangweilt daneben wird (!), dann fehlt mir als Fan da irgendwie die Körperspannung, die ich selbst früher als Handballer hatte.
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Mal zur Einordnung der Klatsche gegen die RNL, weil im Spieltagsthread mehr Hohn als Analyse steht:
In der Abwehr stand man nicht kompakt genug, es hat in den 1:1-Situationen auch an der Galligkeit gefehlt. Ich glaube dennoch, dass man mit Kalarash und Moraes da einen brauchbaren Innenblock hat. An den Torhütern hat es nicht gelegen, die wurden meist im Stich gelassen. Wäre zumindest der Rückzug besser gewesen, wäre aus -11 ein -5 etwa geworden.
Im Angriff fehlen noch jegliche Mechanismen. Selbst wenn man natürlich vollkommen neu formiert ist, hatte ich mir da deutlich mehr erhofft. Gomes absolut unterirdisch, mir fehlen bei ihm auch jegliche Emotionen. Der verwirft (nicht übertrieben) 7mal hintereinander kläglich und guckt so, als sei nichts. Malaşinskas und Casado müssen sich ebenso noch augenscheinlich an den rauen BuLi-Alltag gewöhnen. Im Endeffekt braucht man hier Geduld, auch wenn das gestern schon bemerkenswert kopflos war.
Gut gefallen haben mir ausdrücklich:
- Ignatow: An ihm lag es nicht. Nimmt sich die Würfe, über seine Abwehrseite (gg Gensheimer) ging bei den RNL auch wenig. Ein bisschen Streuung drin, aber an sich sehr solide Vorstellung.
- Mandic: Scheint ein kompletter Spieler zu sein. Schnörkellos in den Aktionen, zumal auf Halb in der Abwehr einsetzbar.
- Moraes: Echte Kante, stellt gute Sperren. Am Anfang zu viel verworfen (Nervosität?), aber an sich ein deutliches Upgrade zu Arnasson.
- Morawski und Simic: Körpersprache war da, auch wenn beide keine Weltklasseperformance hingelegt haben. Waren halt mit vielen freien Würfen konfrontiert.
Mund abputzen und an Mechanismen arbeiten. Ja, man hat sich den Spott über Jahre erarbeiten. Dass sich manche daran wöchentlich so ergötzen, ist allerdings armselig.
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Er ist mittlerweile ein verdienter Spieler bei der MT und wird auch weiter seine Tore werfen. Ich stelle mir aber schon seit letzter Saison die Frage, ob man mit ihm nochmal mittelfristig verlängert wird (Vertrag läuft -Stand jetzt- bis 2024). Er bleibt doch relativ begrenzt in seinem Repertoire und nimmt sich weiterhin oft auch spieltaktisch unnötige bzw. unkluge Würfe. An einem guten Tag wirft er gut und gern Mannschaften allein ab, gegen größere Kaliber sieht er dagegen manchmal kein Land. Für die ganz große Bühne wird es denke ich nicht reichen. Muss es ja auch nicht - netter Kerl, ein guter Shooter, der sich nie was zu schulden kommen lässt. Vermute definitiv, dass Gomes dieses Jahr zünden wird - sofern er mal verletzungsfrei bleibt...
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Ich bin für die Saison relativ optimistisch:
- Man hat zum ersten Mal in den letzten gefühlt 15 Saisons tatsächlich einen mehr oder weniger gleichwertig besetzten rechten Rückraum. Martinovic kennt zudem die Liga und liefert hoffentlich ohne große Anlaufzeit.
- Nach einer gebrauchten letzten Saison hat sich Gomes hoffentlich akklimatisiert und kann Kühn bestimmt etwas mehr Konkurrenz auf RL bieten.
- Casado ist definitiv internationale Klasse. Mal schauen, wie er sich so in neuem Umfeld macht.
- Die Zeiten mit Arnasson am Kreis sollten endlich ein Ende finden.
- Auf LA hat man ebenso reagiert. Das kann auch nur besser als letzte Saison werden.
Einzig auf RA geht man etwas Risiko, was ich aber begrüße. Hier hoffe ich, dass man dem sehr jungen Duo hinter Kastening Zeit gibt.
Man hat kadertechnisch reagiert und zwar ungewohnt drastisch - mehr kann man nicht erwarten. Was am Ende bei rauskommt? Platz 4-7 ist aus meiner Sicht realistisch. Sowas ist aber reine Kaffeesatzleserei.
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Man sollte jetzt nicht wieder alles neu aufrollen. Fakt ist, dass man sich auf der einen Seite von zwei durchaus polarisierenden Spielern getrennt hat, was rein alterstechnisch jeweils nachvollziehbar ist/war. Dass man durch Kastenings Verletzung großen Bedarf auf RA (im Falle Reichmanns) und durch Heinevetters gute Rückrunde dann jeweils große Themen hatte, ist dennoch auch verständlich. Nun ist es aber so.
Unabhängig davon, ob das Ganze nun guter Stil von Tobi Reichmann ist oder nicht (ich persönlich mag Spieler mit Ecken und Kanten, die nicht nur diplomatisch daherkommen), reihen sich die Aussagen nahtlos in das Bild ab, das von Axel Geerken nun zuhauf gezeichnet wurde. Er muss sowohl intern als auch medial in nächster Zeit schleunigst die Kurve bekommen, sonst werden Heimspiele für ihn eher ungemütlich.
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Wenn man tatsächlich auf die Schnelle Qualität für RM gefunden hat, ist das doch erstmal gut. Man hält hier ja scheinbar nicht die Karten in der Hand, was die Vertragssituation ab 2023/24 angeht. Aber für den Moment verschafft es Abhilfe und wäre ne Ansage.
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Als Fachmann gelobt von von den anderen Managern, Fachmann für was ? Fachmann für Sportmanagement ? oder Fachmann für Geld besorgen ? oder Fachmann für Torwarttraining ? oder Was ? oder Fachmann für Intrigen ?
Wenn dich andere als Fachmann loben ist hin und wieder gemeint als Generalist nicht so der Bringer oder ein Sozial-Autist.
Sprich: du führst deinen Laden wie ein Verwaltungsfachangestellter, Dröge, von 9 bis 5, danach geht's zur Mutti, nach Wetzlar.
Diese polemischen und anmaßenden Beiträge sind bei diesem User ja leider die Norm. Schade. Einen sinnvollen Austausch befeuert es jedenfalls nicht.
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Sicher das das so war? Form und Zeitpunkt waren sicherlich komisch, aber Melsungen hat unter Roth damals seit mindestens zwei Jahren stagniert, ohne große Anzeichen einer Veränderung. Roth hat Melsungen sicherlich auf ein neues Level gehoben, aber auf dem stagnieren sie mehr oder weniger seit der Endphase der Roth-Ära auch, egal welche Spieler und Trainer da im einzelnen am Werk waren. Ich seh nicht das "Roth-bleibt-ab-in-die-Top4-Alternativ-Szenario".
Ich sehe das sehr ähnlich. Ist jetzt das gefühlt 100. Mal, dass immer dieselben hier das Thema aufwärmen. Damals war eine Ablösung völlig legitim, über die Kommunikation kann man sich streiten - das ist nun aber auch über vier Jahre her.
Bei manchen hier hab ich das Gefühl, dass weniger neuer Inhalt Motivation von Beiträgen ist, sondern die Anwendung irgendwelcher Redewendungen.
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Christine Höhmann hat sich einen richtigen Klops geleistet, was Sie Ihren Job berechtigter Weise gekostet hat. Da ist Sie selber dran schuld
Weil es mich ernsthaft interessiert: Was genau hat sie sich denn damals geleistet? Das ist irgendwie an mir vorbei gegangen

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Oha, die MT spielt bezüglich der neuen Saison sogar öffentlich mit den Wörtern "Aufbruch" und "Mentalitätswechsel". Hier der Link:
https://mt-melsungen.de/news/details/d…n-des-aufbruchs
Natürlich wartet die Fangemeinde da schon seit spätestens 2018 drauf, sodass Herr Geerken nicht erwarten kann, damit eine Euphoriewelle auszulösen. Aber immerhin wird es klar benannt. Ich frage mich nur, wie man die Mentalität so einfach ändern will - leistungsbezogenere Verträge?

Egal, Parrondo hat verdient, dass man für ihn quasi auf Null stellt und ihm mit einem sinnvoller zusammengestellten Kader eine Chance gibt. Es wird trotzdem Monate dauern, bis man den Zuschauerschnitt wieder auf wenigstens 4000 gehoben hat. Wenn man sportlich endlich mal positiv auf dich aufmerksam machen könnte, den "Großen" wieder Paroli bieten kann und v.a. mal emotional die Fans mitnehmen würde, ist das aber auch nicht unmöglich. Man darf gespannt sein, ob das nur ein weiterer Rohrkrepierer ist

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Wir werden in der nächsten Spielzeit eine MT sehen, die mit der heutigen
( vor der Verletzungsserie ) Mannschaft nichts mehr in großen teilen zu tun haben wird.
Es werden einige Spieler die noch einen laufenden Vertrag haben zwar noch zusehen sein ,aber gut dosiert .
Ob das Richtig ist bleibt abzuwarten . Wir werden sehen müssen , was für Spieler auf die MT zukommen .
Im Grundsatz ist aber am wichtigsten , das der „MT Kopf“ frei werden muss von den übertriebenen
Ansprüchen . Auch wenn es den einen oder anderen nicht gefällt , die MT wird in den nächsten
Jahren vielleicht nur Mittelmaß sein . Kommt Zeit , kommt Europa .
Ich habe eine gewisse Sympathie mit dem Ausdruck, endlich "den Kopf frei" bekommen zu müssen. Für mich bedeutet das aber nicht sportlich weniger ambitionierte Ziele zu verfolgen als vielmehr diese Mentalität der Lethargie und des fehlenden Bisses loszuwerden. Das ist für mich der Kern des Problems. Dafür braucht man auch eine Geschäftsetage, die nicht immer so luschig auftritt.
Ich bleibe dabei: Individuell ist man auf den meisten Positionen sehr solide aufgestellt und sollte die Top 5 anpeilen können. Das reicht halt nur nicht, wenn das Team so ausrechenbar und blutleer daherkommt. Dafür ist die Liga zu homogen im Mittelfeld.
Ich glaube, dass Parrondo tatsächlich wenig Schuld für die Situation trifft. Er kam in ein Land, dessen Sprache er noch lernen muss. Dort hat er einen in Teilen demoralisierten Kader vorgefunden, dessen Zusammenstellung nicht so wirklich passt und hat dann keine richtigen Leitwölfe vorgefunden, die ihm als verlängerter Arm dienen können. Gudmundsson hat da scheinbar menschlich wenig Draht zum Team gefunden und im Endeffekt mehr Schaden als alles andere angerichtet - vor ein paar Tagen wurde ein Interview mit Yves Kunkel veröffentlicht, was ich bemerkenswert ehrlich und kritisch seiner Arbeit gegenüber fand. Ein Mikkelsen wurde z.B. sportlich demontiert (drastische Wortwahl, aber so war es ja), während z.B. die Verpflichtung von Arnasson sicher sein Wunsch war.
So ärgerlich es ist, das nun zum gefühlt zehnten Mal hintereinander sagen zu müssen: Saison abhaken, Kader sinnvoll ergänzen und Kredit bei den Fans wieder erlangen. Dass das mit dem momentanen Sportvorstand gelingt, darf nach unzähligen misslungenen Neuaufstellungen der letzten Jahre freilich bezweifelt werden. Es wird in jedem Fall dauern, bis man von einem Zuschauerschnitt von 4000 wieder träumen darf.
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Das Team von 2015 war individuell eher schwächer als besser aufgestellt. Da hatte man mit den Müller-Zwillingen, Schneider und Danner Spieler, bei denen es a) für angreifende Teams auch mal wehtat, b) eine Reihe an emotionalen Leadern und c) ein Spielsystem, das auf einer kompakten 6:0-Abwehr und einfachen Gegenstößen basierte. Danach ist es auch unter Schorle stark bergab gegangen und war ein einziges Gewürge mit technischen Fehlern ohne Ende, sodass ich die Trennung damals weiterhin nachvollziehbar finde.
Ich persönlich habe wirklich Hoffnung, dass es nächstes Jahr wirklich besser wird, wenn man Parrondo eine gute Vorbereitung gibt und er das Team punktuell umgestalten kann. Das heißt nicht, dass man dann sofort in die Top4 kommt, weil der Leistungsunterschied (siehe Tabelle) mittlerweile einfach zu groß ist. Mir würde es schon reichen, wenn man zumindest zuhause mal wieder eine echte Hürde für Topteams darstellen würde und wenn man gegen Teams der unteren Tabellenhälfte weniger liegen ließe.
Unabhängig davon: Man hat einfach keine Unterschiedsspieler, die international wirklich das "oberste Regal" darstellen. Da ginge insgesamt trotzdem deutlich mehr, aber das darf man nicht vergessen, wenn die MT bei Topteams ran muss. Kühn ist nicht Sagosen, Pavlovic ist nicht Gottfridsson, Häfner ist nicht Magnusson, Arnasson ist nicht Pekeler...
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Die Nichtverlängerung überrascht mich ein wenig, weil er durchaus gute Akzente gesetzt hat. Ist natürlich kein Spieler, der dich auf ein neues Level hievt. Vielleicht wären Lemke und Kalarash als Abwehrspezialisten auch etwas viel des Guten.
Wie gesagt, am Kreis hoffe ich wirklich auf eine Lösung aus dem oberen Regal. Ich versteh zwar nicht, warum Arnasson von vielen so heftig kritisiert wird (finde es überzogen), aber dass er schlicht nicht die Klasse hat, um z.B. auch gegen Topteams zum Faktor zu werden, ist mittlerweile leider mehr als klar.