Beiträge von Gondor

    Aber in der Halle hätte man den Eindruck, dass die Schiris nur gegen die MT pfeifen.

    Es war auf jeden Fall auch am Fernsehbildschirm merkbar und irgendwann einfach nur noch nervig. Etwa in der 50. Minute gab es für Melsungen einen (zugebenermaßen nicht eindeutigen) Siebenmeter, bei dem es so klang, als hätte das Publikum diese Entscheidung pro MT fast höhnisch zur Kenntnis genommen. Ich mag das Herumhacken auf den Schiedsrichtern normalerweise nicht, aber hier hat es mir das Spiel echt etwas kaputt gemacht. Es gab eine Phase in der 1. HZ, da hätte es mich nicht überrascht, wenn man Tobi Reichmann fürs Atmen belangt hätte :pillepalle:

    Das war ein seltsames Spiel. Melsungen hat in der 2. Halbzeit eine gute Abwehr gestellt, doch dann bringt man sich durch Unkonzentriertheiten völlig unnötig in die Bredouille. Ein Glück, dass man in Mikkelsen eine ordnende Hand hat, die eigentlich immer kühlen Kopf behält.

    Ein paar Dinge, die mir heute (zum wiederholten Male) aufgefallen sind:
    - Birkefeldt scheint mir noch nicht das nötige Spielverständnis zu haben, um in der BuLi konstant mithalten zu können. Viele Unkonzentriertheiten, wenig Antizipation...man muss ihm die Pille schon perfekt zuspielen, damit er seinen guten Wurf ausspielen kann. Da muss noch einiges in Sachen Taktik und Abläufe passieren.

    - Schade, dass Kunkel seine Einsatzchancen bisher noch nicht überzeugend nutzen kann. Seine Wurfquote bleibt ziemlich durchwachsen für einen LA.
    - Macht Spaß, Mikkelsen und Pavlovic momentan zuzuschauen, weil sie einen technisch versierten, sauberen Handball bieten. Hätte mich gefreut, wenn man mit Lemke - Mikkelsen - Pavlovic früher eine Achse mit drei Rechtshändern ausprobiert hätte.
    Eins noch zum Schluss: Fand die Schiedsrichterleistung heute fragwürdig. Sehr kleinlich und oftmals mit kleineren Fehlentscheidungen zugunsten Erlangens. Das fand ich in Summe dann schon irgendwann nervig.

    Auch geil das der Berliner Trainer sich über die Schiris beschwert und gefühlt wurde nur gegen Melsungen gepfiffen


    Auch wenn ich MT-Fan bin: Meint Petkovic das ernst? Ich fand die Auslegungen kleinlich, aber von einem Nachteil der Berliner kann nicht die Rede sein. Da waren für beide Mannschaften blöde Entscheidungen dabei. Dass er dann auch noch Kretzsche so anfährt (der das Spiel ja ausgewogen kommentiert und analysiert hat), finde ich schon irgendwie unnötig und -sorry- ziemlich selbstgerecht.

    Trotzdem: Hut ab vor der kämpferischen Leistung der Berliner!

    Puh, war ein ziemlich intensives Spiel in der 2. Halbzeit. Berlin hat eine fabelhafte kämpferische Leistung geboten, aber natürlich geht ihnen durch die vielen Ausfälle Durchschlagskraft im Rückraum verloren. Melsungen mit einer ziemlich pomadigen Leistung in der zweiten Hälfte, wobei man aber immerhin mehrmals kühlen Kopf bewahrt hat.

    Was mir auffällt: Über den Kreis geht diese Saison verhältnismäßig wenig, Maric stagniert leider seit ein paar Monaten. Insgesamt hätte ich mir vom Rückraum der MT mehr Spielwitz erhofft; man hat sich durch relativ durchsichtige Auslösehandlungen und mit z.T. zu wenig Dynamik das Leben selbst schwer gemacht. Punkte mitgenommen in einer am Ende hitzigen Atmosphäre (vor allem mit kleinlichen Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten), also alles gut :D

    Und der vielgescholtene Abwehrspezialist heute mit 100%-Quote

    Dazu muss man sagen, dass die Schelte selten von MT-Fans kam. Er hat in seiner bisherigen Zeit bei der MT solide gespielt. Warum andere seit Jahren so schwarz bei ihm im Angriff sehen, verstehe ich seit Monaten nicht. Ist ja nicht so, dass er seit seinem Wechsel nennenswerte Einsatzzeiten auf RL bekommen hat, um sich überhaupt großartig zeigen zu können. In seiner Zeit beim TBV hat er öfters mal die Gegner kaputtgeworfen.

    Wow! Viel mehr als der souveräne Sieg freut mich die Art und Weise. Mikkelsen hat das auf der Mitte absolut überragend gemacht: Klare und variabel vorgetragene Spielzüge und mit gutem Auge und hoher Antizipation für den freien Raum. Pavlovic war eigentlich gar nicht in den Griff zu bekommen und hat eindrucksvoll gezeigt, warum noch andere Teams an ihm dran waren. Wie ich vorher schon gesagt habe: Jetzt können endlich andere Jungs Verantwortung übernehmen und man kann jetzt zu einem wendigeren Spiel finden, in welchem der Spielwitz auch mal herauskommt. Zudem Birkefeldt und Lemke mit sehr guten Shooterwerten, was mich für beide sehr freut.

    Super, weiter so!

    Melsungen muss den Anspruch haben, Ausfälle kompensieren zu können. Der Rest der Mannschaft kann sich jetzt weiterentwickeln, indem man die Verantwortung nicht mehr größtenteils auf Kühn schiebt. Man hat mit Pavlovic einen Klassemann als Option auf RL. Der interpretiert die Position dann sicher anders als Julius Kühn, aber wenn man ihm und Mikkelsen ein Spielkonzept an die Hand gäbe (Konjunktiv), muss man m.E. nicht schwarz sehen. Und Finn Lemke kann als Ergänzung vielleicht den ein oder anderen Treffer aus dem Rückraum zusteuern.

    Hannover durchlebt auch eine durchwachsene Saison, sodass es ein Duell auf Augenhöhe wird. Wird ein enges Spiel.

    @ Hallo Gondor, sicher hat die MT auch Alternativen, denke aber eher der Finn Lemke ist keine, er ist in der Abwehr ein As , vorne wird es schwierig. Tim Schneiders Verlängerung letztes Jahr wird immer wichtiger, der kann fast alles spielen und hat dabei auch die nötige Qualität. Dennoch sind P. Müller, Mikkelsen und Pavlovic dort auch eine Alternative. Dennoch, es soll keiner der Jungs sauer sein. Ein Ersatz für Julius Kühn auf dem Niveau ist keiner.

    Dass Julius Kühn 1 zu 1 nicht ersetzt werden kann, ist klar. Aber nun muss ein Finn Lemke einfach in die Bresche springen. Philipp Müller hat m.E. nie die offensive Qualität gehabt, um mehr als Ersatz einer ambitionierten Mannschaft zu sein. Ich sehe die Achse Pavlović/Lemke - Mikkelsen - Birkefeldt für stark genug, um zumindest die Pflichtsiege einfahren zu können. Bin gespannt, ob HG mit der neuen Lage kreativ umgehen kann.

    Ich habs angedeutet, dass Disse und Julius ein tolles Gespann wären.

    Man hat sich durch die Verlängerung mit P. Müller letztes Jahr selbst die Rechtfertigung für so einen Transfer genommen. Schade, das hätte vielleicht gut gepasst.
    Dass es Julius Kühn so heftig erwischt hat, ist natürlich sehr schade. Ich hatte beim Schauen der Szene auch mindestens mit einem Menikusschaden gerechnet.
    Jetzt muss man aus MT-Sicht aber den Kopf oben halten. Vielleicht ist das auch eine Chance, das Angriffsspiel weniger eindimensional zu gestalten. Einen adhoc-Transfer würde ich für den Moment erstmal ausschließen...man hat mit Lemke und Pavlović durchaus vielversprechende Optionen. Ich traue Finn Lemke mit ein bisschen Selbstvertrauen zu, im Angriff eine Waffe zu sein. Auch Schneider (sofern er fit wird) ist momentan ganz gut drauf. Gute Besserung an Julius von dieser Stelle! Hatte selbst mehrere Kreuzbandrisse und weiß, wie bescheiden man sich dabei fühlt.

    Magdeburg spielt nicht mit dem gleichen Kader, sondern hat ihn jedes Jahr an bestimmten Schraubstellen verbessert. Lagergren zum Beispiel dieses Jahr. Melsungen legt da ein bisschen mehr Wahllosigkeit an den Tag meiner Meinung nach.


    Das dachte ich mir auch - mit Lagergren wurde der Kader sinnvoll verstärkt. Habe Zelenovic nie als schwach wahrgenommen, aber man hat halt hier (wie oben vom Vorredner beschrieben) den Mut sich sukzessive etwas zu verstärken. Auch dass man mit Weber nicht ganz sicher war, fand ich nachvollziehbar - auch er wird in der nächsten Saison 34 sein. Jetzt kann man immer behaupten, dass ein G.V. Sigurdsson 39 ist und immer noch klasse spielt. Robert Weber wird hoffentlich noch weitere Jahre auf Topniveau spielen, aber man kann so etwas nicht vorhersagen. Und insofern bewundere ich den Mut zur (nicht immer populären) Innovation beim SCM; so etwas braucht es nun einmal im Spitzensport. Aber mit so Kalibern wie den oben Genannten haben wir es bei der MT halt nicht zu tun.

    Ich wüsste nicht, auf welcher Position sich dann bei der MT überhaupt etwas zur nächsten Saison tun sollte. Sollte man international wieder nicht dabei sein, wonach es ja durchaus aussieht, dann gäbe es ohne die fehlende Mehrbelastung keine Rechtfertigung sich etwas breiter aufzustellen. Das führt zu folgenden Fragen:
    - Plant man dann wirklich mit einem neuen Trainer? Wenn ja, hat der ja null Spielraum bei der Ergänzung passender Spielertypen und der Zusammenstellung eines Teams, um das eigene System durchzubringen.

    - Plant man mit einer Achse, die 2014/15 schon genauso existiert hat (Allendorf - P. Müller - Schneider - M. Müller - Danner) dann den großen Wurf zu schaffen? Mir ist das irgendwie schleierhaft, was hier passiert.

    Ich bin ziemlich zwiegespalten. Auf der einen Seite sprechen wir hier über verdiente Spieler, denen ein Anschlussvertrag persönlich sehr zu gönnen ist. Da gibt es keine zwei Meinungen aus meiner Sicht. Meine folgende Einschätzung hat also nichts mit Antipathie o.Ä. zu tun.
    Ich sehe es so, dass sie dem Image der MT gut tun; die Entscheidung vermittelt etwas sehr bodenständiges. Auf der anderen Seite fühlt es sich (schon wieder) so an, als würde man den nächsten Schritt im Umbruch verpassen...Bei den Spitzenteams habe ich stets das Gefühl, dass auch mal unangenehme Entscheidungen -sprich das Nichtverlängern eines Vertrages- getätigt werden, und zwar der sportlichen Perspektive wegen. Danner kämpft aufopferungsvoll, ist aber v.a. im Angriff nicht mehr so dominant wie noch vor drei Jahren. Allendorf bringt oftmals solide Leistungen, aber so richtig überragend ist das auch schon seit der Saison 2015/16 nicht mehr. Ich sage es mal so: Dass sie dem MT-Spiel noch in der Saison 2020/21 ihren Stempel aufsetzen können, halte ich für unwahrscheinlich.

    Auch hier bin ich wie vor 12 Monaten bei den Müllers skeptisch und frage mich, ob es nicht auch ein Einjahresvertrag getan hätte. Ich war fest davon ausgegangen, dass man auf KM und LA (hatte auf Dahmke gehofft) was für die nächste Saison tut.

    Noch eine Sache, die mir jetzt nicht zum ersten Mal aufgefallen ist: Es wirkt so, als hätte Simon Birkefeldt vom Spielverständnis noch Luft nach oben. Er stößt zwar in die Lücken, trifft dann aber öfters die falsche Entscheidung. Da Michael Müller im Angriff auch nicht mehr so wirklich effizient ist, bewahrheitet sich momentan das, was ich und andere Nutzer schon vor der Saison vermutet haben: Auf Halbrechts ist man im Vergleich zu den anderen Positionen nicht gleichwertig besetzt, was dem Rpckraumspiel oft einen "Linksdrall" verleiht. Sollte sich da nichts grundlegend ändern -auch wenn ich Birkefeldt da eine gute Entwicklung absolut zutraue-, gäbe es für nächste Saison wohl kadertechnisch noch Justierungsbedarf.

    Das war ein klassischer Arbeitssieg gegen einen unangenehmen Gegner. Die Abwehr steht soweit solide, aber ohne die Klasse von Simic wäre es heute durchaus noch enger geworden. Im Angriff liegt das strukturelle Problem: Viel Stückwerk, fast alles geht über Kühn, oftmals viele unnötige technische Fehler, unkonzentrierte Abspiele usw. Man bringt sich oft selbst in die Bredouille.

    Ich hoffe, dass man den Fokus nun aktiv auf den Angriff legt. In dem Moment, in dem Mikkelsen und Pavlovic auch Druck ausüben und die Außen eingebunden werden, wird das Spiel deutlich variabler. Diese Beobachtungen sollen die Leistung heute nicht schmälern; gegen einen stärkeren Gegner wäre man heute nur halt nicht als Sieger vom Feld gegangen. Ansonsten zählen die zwei Punkte und die Tatsache, dass man heute zu keiner Phase einen ernsthaften Durchhänger hatte.

    Momentan bringt es tatsächlich nicht viel, jetzt auf die eigens gesetzten Ziele zu pochen. Klar ist die Top5 der Anspruch dieser Mannschaft, aber das geben die Leistungen eben im Moment nicht her. Dazu sei auch gesagt, dass andere (Top-) Mannschaften dieses Jahr auch noch bemerkenswert konstant spielen; das verschärft die Kluft dann noch einmal.
    Ich sehe es so wie Nord Hesse: Von Spiel zu Spiel auf die eigene Entwicklung schauen. Man hat schon bewiesen, dass man jeden (auch auswärts) schlagen kann...vielleicht stellen sich gerade nur die (wenn auch moderat formulierten) Ziele als zu schwerer Rucksack heraus. Und wenn am Ende -was ja Stand jetzt zu erwarten ist- eben nicht mindestens Platz 5 herausspringt, dann sollte man sich zumindest als Mannschaft so entwickelt haben, dass man variabler und durchdachter auftreten kann, dass Abläufe endlich konstant klappen und dass man wie selbstverständlich jedes Spiel von der ersten Minute annimmt. Gegen den BHC erwarte ich jedenfalls einen klaren Sieg, der dann wieder bessere Zeiten in der Bundesliga einläutet. Die spielen momentan sehr gut, aber zu Hause darf es da keine große Zweifel geben, wer am Ende mit den Punkten nach Hause geht.

    Schade, hätte das Spiel gern zumindest auf Sky gesehen. Es scheint aber die erhoffte Reaktion gegeben zu haben, auch wenn Wetzlar momentan offensichtlich ziemlich am Straucheln ist. Trotzdem: So deutlich muss man dort erstmal gewinnen!
    Zu den einzelnen Leistungen kann ich wie gesagt nichts sagen, aber das scheint ein absolut souveräner Auftritt gewesen zu sein...anhand der Zahlen lässt sich auch ablesen, dass die MT auf vielen Positionen torgefährlich war. Klasse, das ist doch Balsam auf die geschundene Seele.  :D
    An Wetzlar: In der Liga hatte man ein straffes Auftaktprogramm und hat eigentlich nur gegen Stuttgart und den BHC (Wahnsinnslauf!) einplanbare Punkte liegen gelassen; dafür in Leipzig aber positiv überrascht. Es wird auch wieder bergauf gehen. :)

    Sollte was Gerücht vom 1966 stimmen und man ist sich tatsächlich schon weitestgehend mit einem neuen Chefcoach für die Saison 2019/20 einig, dann wird man die Serie entsprechend mit HG durchziehen. Was anderes macht ja wenig Sinn, wenn man woanders schon im Wort steht. Für ihn wäre es ganz gut, denn das würde den Druck zumindest etwas nehmen. So hätte man Zeit, sich als Mannschaft weiterzuentwickeln und er könnte als Trainer ein bisschen Erfahrung sammeln. Problem wäre nur, dass man halt im Niemandsland der Tabelle zwischen Platz 6-10 herumeiern würde, nächstes Jahr wieder nicht international spielt und dass man damit v.a. die weniger passionierten Handballfans kaum in die Halle bekommt. Kurz gesagt: Man hätte sich die mühsame Arbeit und den Prestigegewinn der letzten Jahre durch inkonsequente Entscheidungen selbst kaputtgemacht. Man wäre wieder da, wo man vor Jahren schon war - nur halt mit deutlich erhöhtem Etat.
    Heiko Grimm gibt sich alle Mühe, aber so eine Mannschaft kommt (noch) zu früh für ihn. Man hätte sich auf der Trainerposition einen arrivierten, fordernden Coach holen sollen. Aber nun ist es, wie es ist. Hätte hätte, Fahrradkette.