Zum Volksstimmeartikel vom 11. 05.
2019
Nachdem uns des Volkes Stimme in der
Vergangenheit darüber aufgeklärt hat, dass Mertens hochzufrieden
mit seinen Einsatzzeiten ist und Lagergren der Abschied vom SC
Magdeburg unsagbar schwer fällt kommt heute nun die Information zum
"Luxusproblem" Michael Damgaard.
Da gefällt mir doch schon die
Verwendung des Begriffes Problem so gar nicht. Wenn es so ist, sollte
man sich dann nicht konsequenterweise von Problemen trennen?
Die Argumentation zur Nichtaufstellung
gegen Hannover im Bundsligaspiel (Überraschungseffekt, da Damgaard
Spielentscheidend im Pokalspiel und ergo Hannover sicherlich auf ihn
eingestellt war), kann ich nachvollziehen. Das hat Alfred im
Pokalspiel mit dem Wechsel seiner Aufbaureihe ja auch gemacht und auf
diese war der SCM daher nicht exakt eingestellt. Die angedeutete
Schlussfolgerung im Artikel, ohne Damgaard findet man wieder in die
Erfolgsspur und ohne Damgaard werden die anderen Spieler (Außen)
viel effektiver einbezogen, scheint auf den ersten Blick (Ergebnis)
richtig zu sein.
Trotzdem empfinde ich diese
Argumentation mehr als fragwürdig.
Wenn ein Spieler verpflichtet wird, der
von seiner Wurfgewalt lebt, der im Spiel sehr dominant agiert und
sich Würfe nimmt, dann muss man sich Gedanken machen diesen Spieler
(und dessen Stärken) für die eigene Mannschaft effektiv zu nutzen.
Das Spiel mit Damgaard kann wohl nicht so angelegt sein, dass alle
sich den Ball zuspielen, jeder erwartet, dass Damgaard sich den Wurf
irgendwann nimmt, er 10 bis 15 Tore wirft und die Mannschaft
letztendlich das Spiel verliert.
Im Artikel wird auch aufgeführt, dass
Damgaard keine Rolle im Tempogegenstoß spielt, weil er nicht in der
Abwehr zum Einsatz kommt. Ist dies in Stein gemeißelt? Hat man den
schon mal den Versuch gemacht, ihn über eine längere Zeit in der
Abwehr einzusetzen? Kann man dies nicht auch trainieren? So weit ich
weiß, hat er in seiner Heimat (Holstebro) auch Abwehr gespielt.
Wird für die nächste Spielzeit sehr
interessant werden, wie 16 Spieler - die alle auf Einsatzzeiten Wert
legen - in die Spielphilosophie (Tempospiel) einbezogen werden.
Sitzen dann die Spieler, die nicht passen, auf der Bank oder nutzt
man deren Stärken indem auch andere Spielvarianten zum tragen
kommen?
Für das nächste Spieljahr würde ich
mir zwei Formationen wünschen, die dann je nach Gegebenheit auf dem
Spielfeld stehen und den Gegner vor unterschiedliche Aufgaben stellt.
Einmal u.a. mit O`Sullivan, Bezjak und Lagergren für das Tempospiel;
und Kuzmanovski, Damgaard und Steinert für das Positionsspiel.
Wahrscheinlich wird es aber wieder so sein, dass es eine erste Sieben
gibt und der Rest sporadisch, gar nicht oder bei Verletzungen eingesetzt wird.
Schade eigentlich.