Bin immer noch reichlich bedient von dem Spiel in Düsseldorf. Hier mal der Versuch, mit Zahlen und Fakten ev. dieses unangenehme (oder besser unangebrachte...... ?) miese Gefühl loszuwerden.
Die Löwen haben jedenfalls mal die Tendenz, in der zweiten Halbzeit Vorsprünge zu verspielen oder Rückstände nicht aufholen zu können.
Vorsprünge verspielt:
Größter verspielter Vorsprung: Gegen die SG Flensburg-Handewitt wurde eine 1-Tore-Führung (17:16) zur Halbzeit mit einem 7-Tore-Defizit in HZ 2 (15:22) verspielt. Das war der gravierendste Einbruch der bisherigen Saison. Gegen den SCM wurde aus einem 3 Tore Vorsprung in HZ 1 schliesslich eine 4 Tore Niederlage. OK, das sind beides Topmannschaften, der SCM derzeit sowieso schier unschlagbar.
Gleichstand verspielt:
Bei den Niederlagen gegen Hannover und den Bergischen HC gingen die Löwen mit einem Gleichstand in die Pause, verloren die zweite Halbzeit aber jeweils deutlich mit -4 bzw. -3 Toren.
Rückstände aufgeholt:
In Spielen, in denen die Löwen zur Halbzeit in Rückstand lagen (z.B. Hamburg und Lemgo), gelang es ihnen meist nicht, das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen und zu gewinnen. Ausnahme: Das Spiel in Melsungen. Gegen Hamburg (HZ: -1) und Lemgo (HZ: -1) wurde der Rückstand in HZ 2 sogar noch auf -3 vergrößert.
Vorsprünge gehalten:
Gegen Minden, Eisenach, Leipzig und Stuttgart haben sie das Spiel in HZ 2 gewonnen oder zumindest den Vorsprung gehalten.
Fazit: Man hat Schwierigkeiten, im zweiten Durchgang einen Rückstand zu drehen oder bei Gleichstand die entscheidenden Akzente zu setzen. Vorsprünge halten konnte man nur gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel. So sieht's mal aus, man darf das starke Auftreten in Melsungen, Kiel und Magdeburg einfach nicht überbewerten.
Bis zum Jahreswechsel sind es noch 7 Spiele, 3 davon gegen Mannschaften von weiter oben, davon 2 der Topteams. 2 Spiele sind gegen direkte Nachbarn in der Tabelle (Erlangen und Hamburg), beide daheim, sowie Wetzlar und Leipzig auswärts. Bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.