Nachdem mich Journalisten, die ihre Augen nicht vor Doping verschließen, sondern um Aufklärung bemüht sind, davon überzeugen konnten, dass Doping im Sport ein riesiges Problem (mangelhafte Kontrollen, auch auf welche Substanzen überhaupt getestet wird, Versagen der Kontrollinstanzen, Hasel-und-Igel-Rennen bezüglich der Nachweisbarkeit der verbotenen Substanzen usw.) darstellt, interessieren mich eigentlich keine Medaillenspiegel mehr.
Aus dem Rückgang der Anzahl der Medaillen für D schließe ich eher, dass bei uns der Sport bei den meisten Verbänden sauber durchgeführt wird. Insbesondere bei Leistungsexplosionen in manchen Sportarten bzw. Verbänden bin ich besonders skeptisch. Da ist es mir fast lieber, unsere SportlerInnen laufen, fahren, springen usw. hinterher.
Ich rede als Konkurrenten nicht von Ländern wie China. GB, F, NL, I stehen bei mir da erst mal auch nicht unter Verdacht, weil sie mehr Medaillen haben als wir. Das kann auch andere Gründe haben als Doping. Und dass wir in Rio deutlich mehr Medaillen hatten, heißt ja auch nicht, dass damals bei uns gedopt wurde.