Beiträge von Pro Handball

    Ja, das macht Sinn, statt einer Roten Karte nach Spielende beim Wurf in die Abwehr nur noch 2 Minuten zu geben. Das war schon vorher Quark, das Spiel ist zu Ende, was also soll eine solch rein symbolische Bestrafung?

    Beim 7m ist das sinniger, der Torhüter konnte sich ja bewegen wie er wollte, da alles eine torhüterttypische Bewegung ist, hat der Schütze immer die A....karte, wenn er ihn am Kopf trifft. Bleibt abzuwarten, wie da entschieden werden soll, wenn der TW stehen bleibt und dann den den Ball direkt drauf bekommt.

    Null-Schritt nach eigenem Anprellen, wird interessant, wie schnell sich die Abwehrspieler darauf einstellen können, künftig wird es mehr regelgerechte Überzieher geben.

    Das Betreten des Torraums ist auch nur eine Karstellung, entscheidend bleibt die Vereitelung einer klaren Torgelegenheit. Wird spannend, wie das in den Lehrgängen kommuniziert wird und bei den Spielen wird es weiterhin Diskussionen geben.

    Der Rest sind Schönheitsreparaturen für die oberen Ligen, in den unteren Klassen hat man eh keine 16 Spieler und 5 Offizielle, wer hat die schon bzw. wozu braucht man die?

    Ich glaube der oberste SR-Chef der IHF ist Spanier und die Nordmazedonier sind ein Zugeständnis an den Balkan, sonst habe ich für diese Ansetzungen keine rationale Erklärung, ihre Leistungen bisher haben sie nicht für diese Spiele qualifiziert.

    Na, da hat die IHF ja genau die beiden richtigen Gespanne angesetzt, Beide sind bisher nur durch schwankende Linie und intransparente Entscheidungen aufgefallen. Für das Spiel um Platz 3 wären Hansen/Madsen und für das Finale Schulze/Tönnies definitiv geeigneter gewesen.

    Auch wenn ich wegen meiner Wortwahl kritisiert wurde, ich bleibe dabei, der Auftritt des Aushängeschildes des größten nationalen Handbverbands der Welt, dessen Spieler allesamt in der so hochgejubelten stärksten Liga der Welt spielen war unwürdig.

    Von Mannschaft und Trainerstab darf man erwarten, dass sie Fehler und Schwächen bemerken und ihren Fokus auf deren Beseitigung richten. Das ist zu keinem Zeitpunkt der WM geschehen, in jedem Spiel ein fantasieloser, unvorbereiteter Bürokratenhandball im Angriff, ein heilloses Durcheinander in der Abwehr. Das über 7 Spiele nicht in den Griff zu kriegen ist für Profis, die das große Privileg haben, mit ihrem Hobby Geld verdienen zu können und für einen Trainer, der seit Jahren erfolgreich im Geschäft ist einfach unwürdig.

    Das die Mannschaft gekämpft hat ist aller Ehren wert, aber erstens eine Selbstverständlichkeit und zweitens nutzlos, wenn einfachste Abläufe nicht beherrscht und simpelste Abwehraktionen nahezu unbekannt sind.

    Überlastung kann doch keine Erklärung sein, die Dänen spielen auch in der HBL und spielen alles in Grund und Boden.

    Dass Bundestrainer und DHB einfach weitermachen wollen wie bisher zeigt einmal mehr, wie sich die Verantwortlichen in die eigene Tasche lügen aus Angst sich selbst einzugestehen, dass das eigene, selbst hochgelobte Konzept einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

    Es braucht einen grundlegenden Neuanfang, man sollte, nein man muss sich einfach mal anschauen, wie andere Nationen das hinbekommen, deren Bälle sind genauso rund wie die hiesigen und trotzdem können die mehr damit anfangen. Dazu muss ein neuer Trainer her mit modernen Ansätzen und Methoden, der auch in der Lage ist, sein Team auf den Gegner vernünftig vorzubereiten.

    Bis zur nächsten EM wird das kaum hinzubekommen sein, aber wenn jetzt nicht begonnen wird, sich selbst zu hinterfragen, wird die WM 2027 genauso enden wie diese.

    Es geht nicht um die Expertise von Gislasson, es geht darum, ob er der richtige für so eine junge Mannschaft ist. Heuberger kann nicht mit gestandenen Spielern, als Junioren-Coach ist der Klasse. Es gibt Trainer, die können eine Mannschaft entwickeln, es gibt Trainer, die können besser eine entwickelte Mannschaft coachen, das hat mit der Fachkompetenz nichts zu tun.

    Das ist genau das Problem, bei handball.net gehen die davon aus, dass sich jeder nur für seinen Verein bzw. seine Mannschaft interessiert, also letztlich ausschließlich fanorientiert. Handball4all ist dagegen ein vereins- und mannschaftsübergreifendes Informationssystem, dass dem Nutzer den schnellen Überblick über einen gesamten Spieltag eines Verbandes oder eines Vereins oder einer Liga gibt.

    Der DHB hat das offenbar unterschätzt.

    Ob Knorr oder nicht Knorr, es fehlt ein Matchplan, es fehlen spielerische Lösungen und es fehlen Alternativen, wenn Plan A nicht funktioniert.

    Die starke Abwehr, die bei Olympia vorhanden war, ist nicht da, nur der TW allein reicht nicht. Keine Balleroberungen, keine schnellen und einfachen Gegenstoßtore. Im Angriff alles in die Mitte und dann irgendwie 1 gegen 1 oder an den Kreis. Gegen Italien erstmals mal die Außen miteingebunden.

    Das kann doch nicht der Anspruch dieser Mannschaft sein. Vielleicht ist Gislasson auch zu alt für diese junge Mannschaft.