Beiträge von BlKW168

    Wir befinden uns gerade mitten in der Phase der neu kreierten "Saisonhöhepunktsspiele" und die Community hier lässt sich seitenweise über die Urlaubsgestaltung einzelner Spielerinnen aus.

    Nicht dass ich da grundsätzlich etwas dagegen hätte, aber bezeichnend ist das schon!

    Ohne Fanbrille:

    Gute Schiedsrichterleistungen sind nicht alles, aber ohne gute Schiedsrichterleistungen ist alles nichts. Vor allen Dingen wenn sie Spiele massiv beeinflussen oder gar entscheiden. Dieser Diskussion müssen wir uns stellen, wenn wir das Schiedsrichterwesen und manchmal auch -unwesen auf das erforderliche Niveau heben und halten wollen. Das Thema Regelwerk, seine Interpretationsspielräume und die tatsächliche Umsetzung gehört unbedingt dazu. Auch das DHB-Pokal-final4 hat das Problem sehr anschaulich gezeigt.

    Was nicht weiterhilft, sind die ständigen Beschwichtigungen und Abwiegelungen, die jedesmal reflexartig aufploppen, wenn das Thema Schiedsrichter und ihre Leistungen zur Sprache kommt ...

    Was für eine katastrophal gruselige Leistung von Zwickau in der 2. HZ (die erste habe ich nicht gesehen). Woran kann das liegen?

    Es sollte doch jeder mitbekommen haben, dass Zwickau nur 4-5 Verträge hat.

    Das ständige Bäumchen-wechsle-dich-Spielchen macht über kurz oder lang sowohl die Mannschaften als auch die Vereine (Fankultur/Identifikation mit Idolen/Zuschauerbindung!) kaputt. Viele aus der Söldnerschar spielen nur solange wirklich engagiert, wie es für die eigene Karriere notwendig/förderlich ist. Bei so einem Modus in der Meisterschaft doppelt problematisch.

    Das nach meiner Wahrnehmung die Leistung der Schiedsrichter ganz nah bei der Leistung der Zwickauer Mannschaft lag, sei nur beiläufig erwähnt. Denn das eine hatte diesmal mit dem anderen nur wenig zu tun...

    Um auch den letzten offenen Punkt

    und erkenne Deinen Kritikpunkt an meiner Äußerung nicht.


    in diesem Disput zu klären:

    Du hattest zumindest indirekt kritisiert

    Nun haben wir uns wohl gegenseitig genug versichert, wie schwachsinnig dieser Modus ist.

    dass auch ich noch meinen Senf zum leidigen Thema Meisterschaftsmodus beigetragen habe. Nach meiner Überzeugung ist es aber eher meine und nicht deine Entscheidung, was ich hier in die Diskussion einbringen möchte. Ob du das dann liest oder nicht, liegt natürlich ganz bei dir ...

    Und die Auffassung, dass unsere Kommentare in diesem Blog völlig belanglos sind und keinen Einfluss auf Entscheidungen haben, darf ich doch wohl haben.

    Genau so meine ich das. Du darfst deine Meinung haben und ich meine. Und wir dürfen beide unsere Meinungen hier kundtun, solange sie halbwegs beim Thema bleiben und in vernünftigem Ton vorgetragen werden.

    Also zum eigentlichen Thema:

    Ich denke, dass sich in der Relegation eher der Erstligist durchsetzen wird. Zumindest wenn alle Vereine an Bord bleiben wollen und können.

    Im Sinne des Handballs als solide, bodenständige und traditionsbewusste Mannschaftssportart favorisiere ich allerdings eine Lösung ohne Absteiger und mit drei Aufsteigern. Sowohl der HCL als auch Nürtingen, Rödertal oder Berlin hätten der HBL1 schon in der laufenden Saison gut getan. Zumindest, wenn diese in einer normalen Meisterschaftsrunde ausgetragen worden wäre. Alles ist besser als dieser Murks, den schon die unmittelbar Beteiligten kaum überblicken und verstehen und der bei den weniger informierten Zuschauern und Fans nur noch verständnisloses Kopfschütteln hervorruft. Man stelle sich doch nur vor, Göppingen oder gar Metzingen fehlt am Ende ein (fragwürdiger Bonus-) Punkt, um die Relegation zu vermeiden und verliert dann auch noch die entscheidenden Spiele z.B. gegen die Füchse ...

    Was hat das alles noch mit dem ursprünglichen Charakter einer Meisterschaft zu tun? Nicht nur nach meiner Auffassung so ziemlich Nichts. Allerdings habe ich nach den aktuellen Erfahrungen die Hoffnung aufgegeben, dass die Verbandsgewaltigen doch noch zur Besinnung kommen und diesem unseligen Treiben schnellstmöglich ein Ende setzen. Und schon für die nächste Saison wieder einen regulären Modus beschließen, der dem Anspruch einer Meisterschaft auch gerecht wird. Das kann nach meiner Überzeugung nur eine normale Meisterschaftsrunde mit Hin- und Rückspielen sein, die in HBL1 von 14 Mannschaften bestritten wird! Wenn nicht langsam wieder Ruhe und Kontinuität in den Spielbetrieb einziehen, wird der Frauenhandball immer weiter an Interesse und Bedeutung verlieren ...

    Du glaubst doch nicht ernsthaft daran, dass hier jemand mitliest, der auch nur den geringsten Einfluss auf diese Entscheidungen hat. Deshalb dürfte es dafür völlig belanglos sein, was wir hier diskutieren. Außerdem meine ich: Sich Gedanken darüber zu machen, wen es in die Relegation treiben könnte, ist doch angebracht und hat für mch nix damit zu tun, dieses blödsinnge Verfahren zu akzeptieren.

    Bisher habe ich ein Internet-Forum immer als eine Plattform verstanden, auf der man Lesen und/oder Lesen und Kommentieren kann. Wer kommentiert, hat mehr oder weniger bedeutsame Gründe, seine Meinung kundzutun und zwar vergleichsweise unabhängig davon, wer sie dann tatsächlich liest. Die Einschätzung, welche der eingestellten Kommentare zu einem Thema sinnvoll, angemessen oder auch nur zu dulden sind, obliegt nach meinem Verständnis eher den Moderatoren, nicht in erster Linie den Mitkommentatoren.

    Übrigens schließt die Einschätzung, dass dieser Modus aus mehreren Gründen völlig daneben ist, nicht aus, dass man großes Interesse dafür entwickelt, wer letztendlich auf dem Relegationsplatz hängenbleibt, ganz im Gegenteil. In dieser Hinsicht sind wir ja offensichtlich einer Meinung. Eine Erkenntnis, die es ohne meinen Kommentar zumindest für dich nicht gegeben hätte ...

    Nun haben wir uns wohl gegenseitig genug versichert, wie schwachsinnig dieser Modus ist. Macht es doch lieber wie Maikel und gebt einen Tipp ab.

    Den Blödsinn akzeptieren und zur Tagesordnung übergehen? Kann man selbstverständlich so machen. Ist aber nicht mein Ding. Würde ich mir nie verzeihen, denn nach meiner Überzeugung signalisiert man Zustimmung, wenn man nicht widerspricht ...

    Aber das andere sind doch keine Playoffs, keinerlei K.o.-Spiele. Warum nennt man es nicht Abstiegsrunde (nur jetzt ohne Abstieg) oder untere Meisterschaftsrunde (abgesehen von den bescheuerten Bonuspunkten)? Und damit wird sogar noch ein europäischer Kandidat ausgewürfelt?

    Sorry, aber der ganze Modus ist vermurkst.

    In der Bonuspunktetabelle als Startposition für die sich jetzt anschließende "Nichtmeisterschaftsendrunde" (o.s.ä.) beträgt der Abstand zwischen zwei Mannschaften, die nach Abschluss der Meisterschaftsdoppelrunde lediglich einen Punkt auseinanderlagen, drei Punkte. Einen Punkt Abstand in der Bonuspunktetabelle gibt es zwischen zwei Mannschaften, die nach Abschluss der der Meisterschaftsdoppelrunde sechs Punkte auseinanderlagen.

    Was für eine Offenbarung in Bezug auf die planerische "Glanzleistung", die einem solchen abartigen Modus zugrundeliegt!

    :pillepalle:  :wall:   :pillepalle:

    Kurze Rückmeldung aus dem off, weil die kontroverse Diskussion zur Leistungsentwicklung durchaus interessant war und zu den offenkundigen Ursachen der wachsenden Defizite heute in Focus online ein bemerkenswerter Artikel zu diesem Thema veröffentlicht wurde. Ein renommierter deutscher Sportprofessor bezieht sich darin auf die fatale Abwärtsentwicklung im deutschen Sport und die offensichtlichen Ursachen dafür. Eine seiner Kernaussagen dazu:

    Außerdem bekämen Vereine "nicht die entsprechende Förderung", wie Güllich kritisiert. "Die Leistungssportförderung geht in Verbände und Stützpunkte, nur in ganz seltenen Ausnahmefällen mal in den Verein – aber dort findet ja die hauptsächliche Entwicklung der Jugendlichen und späteren Spitzensportler statt."

    Diese Aussage bezieht sich natürlich auf die Sitution insgesamt über alle relevanten Sportarten. Aber möchte jemand ernsthaft behaupten, dass es ausgerechnet im Handball nicht so ist?

    Es lohnt sich wirklich, den ganzen Artikel im Focus mal unvoreingenommen zu lesen. Vielleicht fällt dem Einem oder Anderen ja dabei auf, dass der Grundtenor in vielen Punkten auch meine hier in der HE regelmäßig vorgetragenen Kritikpunkte in Bezug auf die Vernachlässigung des Nachwuchs- und Breitensports als Basis der Talentefindung und -entwicklung weitestgehend untersetzt ...

    Genau hier liegt nach meiner Überzeugung der Schlüssel für eine mögliche Trendumkehr. Da es aber sowohl in den verantwortlichen Gremien als auch hier bei den Handballinteressierten und Handballengagierten offensichtlich kein Interesse gibt, diesen Weg zu gehen, bleibt für mich nach mehreren Jahren nur der Rückzug.

    Manchmal kam ich mir vor wie Don Quichote ...

    PS.

    Und das hier immer weiter zunehmende abartige bashing einzelner Teams durch einige selbsternannte Wortführer trägt auch nicht gerade dazu bei, in der Frauenhandballabteilung der HE noch gerne mitzuarbeiten oder auch nur mitzulesen. Das Niveau hier gleicht sich auf nahezu unheimliche Art und Weise der leistungssportlichen Entwicklung im Frauenhandball an ...

    Herzlichen Glückwunsch an Bensheim. Sie haben völlig verdient gewonnen. Eine gute Abwehr mit einer sich im Spielverlauf immer weiter steigernden Torhüterin und im Angriff Struktur und Variabilität sowohl im Spiel als auch im Wurf. Der THC dagegen zwar mit einer ordentlichen Abwehrleistung, aber im Angriff weniger als die Hälfte wert, wenn Reichert von der gegnerischen Abwehr weitestgehend aus dem Spiel genommen wird. Nur noch Stückwerk und viele risikobehaftete Einzelaktionen, die Ballstaffetten im Rückraum eine einzige Katastrophe, übrigens nicht erst in diesem Spiel.

    Soweit, so gut.

    Aber:

    THC hat nen ganz schweren Stand bei den Schiris.

    Schade, so wird eventuell ein Halbfinale "vergeben"

    Ganz ehrlich, ich bewundere die Müller-Brüder. Wie sie hier weitestgegend die Fassung bewahrten ist schon außergewöhnlich. Angesichts von so vielen offenkundigen, gravierenden und vor allen letztendlich spielentscheidenden Benachteiligungen durch die Schiedsrichterentscheidungen die Nerven zu behalten zeugt schon von Größe. Ich würde es ihnen sehr übelnehmen, wenn sie das alles widerspruchslos über sich ergehen lassen würden. Zumal sie soetwas wie heute ja weißgott nicht zum ersten Mal erlebt haben...

    Die Halle ist nicht ausverkauft ?

    Man erkennt viele freie Sitze am TV...

    Das werden demnächst noch mehr freie Plätze werden. Jeder, der ein wenig Handballverstand besitzt und dieses Spiel gesehen hat (egal ob als Fan einer der beteiligten Mannschaften oder eher neutral eingestellt), wird sich seine Meinung zum Geschehen bilden. Und sich fragen, ob er das zukünftig noch braucht oder ob er die Zeit nicht sinnvoller verbringen kann.

    Meine Entscheidung ist jedenfalls gefallen.

    Ich habe die Ehre und verabschiede mich endgültig von diesem traurigen Zirkus, der für mich immer mehr zu einer Art Wrestling verkommt. Weniger wegen der Zweikämpfe sondern eher wegen der Art und Weise, wie die Ergebnisse zustandekommen ...

    Warum das? Ich fand die Leistung beim besten Willen nicht gut. Kann natürlich auch daran liegen, dass mit Vortmann ein Experiment von Ehrmann-Wolf ohne jeglichen Begründung schon Bundesliga pfeifen darf. Generell würde ich aber sagen, dass sie auf beiden Seiten gleich viel "falsch" gepfiffen haben. Die letzte Szene ist eindeutig, hier haben sie absolut korrekt rote Karte und 7m gepfiffen.

    Ist jetzt nicht persönlich gemeint, aber dieses ständige Abwiegeln, wenn es um das Thema Schiedsrichter sowie vorgegebene und tatsächliche Interpretationsspielräume bei der Regelauslegung geht, kann ich nicht mehr hören. Dabei geht es weniger um einzelne Entscheidungen ("haben sie absolut korrekt rote Karte und 7m gepfiffen") sondern um die grundsätzliche Richtung. Wenn ich z.B. die Verteilung der Strafen in diesem Spiel sehe, müsste Halle wie eine Schulmädchenmannschaft und Zwickau wie eine Holzhackertruppe gespielt haben. Das habe ich so aber nicht wahrgenommen. Wer hier kein Problem sieht, hat ein Problem. Denn so geht der Handball kaputt, nicht zuletzt auch deshalb, weil das Gerechtigkeitsempfinden bei Aktiven und Zuschauern gleichermaßen regelmäßig massiven Konflikten ausgesetzt wird.

    Und diese fatale Entwicklung lässt sich schon seit längerem beobachten. Darauf habe nicht nur ich mehrfach hingewiesen. Es ist höchste Zeit, die Phase des Beschwichtigens zu beenden und den aktuellen Status quo des Regelwerks, der Vorgaben der Umsetzung und der Schiedsrichterarbeit grundsätzlich in Frage zu stellen und für die Zukunft neu aufzustellen. Es wäre sicher kein Fehler, sich dabei an den Erfahrungen zu orientieren, die in der Zeit gemacht wurden, als der Handball (insbesondere auch der Frauenhandball!) in der Wahrnehmung aller Beteiligten noch ein Modell für eine erfolgreiche aufstrebende Mannschaftssportart war. Solange liegt das noch gar nicht zurück!

    Schaffen wir das nicht, ist der weitere Werdegang klar. Die Phase der Stagnation liegt in den letzten Zügen und jeder sollte wissen, was auf die sich anschließende tiefe Agonie folgt ...

    Oldenburg muss außerdem noch auswärts in Blomberg und Dortmund antreten. Ich denke, alles spricht für den THC.

    Also anstelle von Blomberg/Dortmund würde ich für das Spiel am 21./28. März ernsthaft in Erwägung ziehen, der zweiten Garde mal die Chance einzuräumen, zu zeigen, was sie tatsächlich 'drauf hat. Die dabei zu erwartenden Ergebnisse könnten sich beim Final4 für die eigenen Zielstellungen als ausgesprochen wertvoll erweisen ...

    Nicht das ich soetwas gut heißen würde, um Gottes Willen. Aber dieses Gedankenexperiment zeigt einmal mehr, wie bescheuert und letztendlich auch gefährlich dieser Modus ist!

    BR_98

    Bist du dir sicher, dass du es mit diesem Kommentar:

    Vielleicht fehlt dem Müllerchen auch ein Reizpunkt, sowas wie ein Hassobjekt a la Ludwigsburg. Gegenüber dem man sich in der Opferrolle suhlen kann.

    schaffst, diesem deinem Maßstab:

    Jetzt ist man einfach nur noch Mittelmaß in einer mittelmäßigen Liga.

    gerecht zu werden?

    Insbesondere den Begriff "Hassobjekt" finde ich in diesem Zusammenhang bemerkenswert ...

    Du magst das für Ironie halten, aber zum wiederholten Mal in seiner Karriere bekommt er eine Topmannschaft vor die Füße geworfen. Kein Wunder, dass er sich für einen guten Trainer hält.

    Mmmh, während und unmittelbar nach dem Serbienspiel hatte ich auch meine Bedenken, zu offensichtlich waren die Fehler des Trainers. Aber diese Interpretation geht mir zu weit. Ein Beispiel aus der Nationalmannschaft: Als er einen blutjungen NoName aus einem kleinen zänkischen Thüringer Bergdorf, dessen Präsenz in der 1. HBL eh nur als unerklärlicher Fehler der Handballgötter gesehen wurde, in die Auswahl holte, was wurde hier gewettert und getobt. So ein unerfahrener Spieler, der muss sich erstmal bei einer großen Mannschaft, wo er eh nur auf der Bank sitzen würde (eigentlich schon wieder ein eigenes Thema!), beweisen; da gibt es doch viel bessere; der verschwindet schneller, als er gekommen ist, wieder von der Bildfläche usw., usw.

    Nein, Alfred Gislasson (und sein Team) hat sich diese Mannschaft im Wesentlichen selber auf- und zusammengebaut und erntet jetzt die Früchte seiner Beharrlichkeit und seiner Genialität. Zur Freude von fast (!) allen hier im Forum.

    Übrigens, schon einmal darüber nachgedacht, dass 3 von 4 Trainern der Halbfinalisten hier bei der EM aus Island kommen?