Kurze Rückmeldung aus dem off, weil die kontroverse Diskussion zur Leistungsentwicklung durchaus interessant war und zu den offenkundigen Ursachen der wachsenden Defizite heute in Focus online ein bemerkenswerter Artikel zu diesem Thema veröffentlicht wurde. Ein renommierter deutscher Sportprofessor bezieht sich darin auf die fatale Abwärtsentwicklung im deutschen Sport und die offensichtlichen Ursachen dafür. Eine seiner Kernaussagen dazu:
Außerdem bekämen Vereine "nicht die entsprechende Förderung", wie Güllich kritisiert. "Die Leistungssportförderung geht in Verbände und Stützpunkte, nur in ganz seltenen Ausnahmefällen mal in den Verein – aber dort findet ja die hauptsächliche Entwicklung der Jugendlichen und späteren Spitzensportler statt."
Diese Aussage bezieht sich natürlich auf die Sitution insgesamt über alle relevanten Sportarten. Aber möchte jemand ernsthaft behaupten, dass es ausgerechnet im Handball nicht so ist?
Es lohnt sich wirklich, den ganzen Artikel im Focus mal unvoreingenommen zu lesen. Vielleicht fällt dem Einem oder Anderen ja dabei auf, dass der Grundtenor in vielen Punkten auch meine hier in der HE regelmäßig vorgetragenen Kritikpunkte in Bezug auf die Vernachlässigung des Nachwuchs- und Breitensports als Basis der Talentefindung und -entwicklung weitestgehend untersetzt ...
Genau hier liegt nach meiner Überzeugung der Schlüssel für eine mögliche Trendumkehr. Da es aber sowohl in den verantwortlichen Gremien als auch hier bei den Handballinteressierten und Handballengagierten offensichtlich kein Interesse gibt, diesen Weg zu gehen, bleibt für mich nach mehreren Jahren nur der Rückzug.
Manchmal kam ich mir vor wie Don Quichote ...
PS.
Und das hier immer weiter zunehmende abartige bashing einzelner Teams durch einige selbsternannte Wortführer trägt auch nicht gerade dazu bei, in der Frauenhandballabteilung der HE noch gerne mitzuarbeiten oder auch nur mitzulesen. Das Niveau hier gleicht sich auf nahezu unheimliche Art und Weise der leistungssportlichen Entwicklung im Frauenhandball an ...